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Redaetionsbureaur Gartenstraße B. 165.

Expeditionsbureaur Schulstraße B. 18.

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Der deutsche Kaiserbiel et uns aber auch zugleich die beste Bürgschaft dafür, daß Roms Welttzerrschastspläne schließlich scheitern werden. Derselbe Mann, der einst Pius' IX. Anmaßungen so würdig und entschieden zuruckzuwelsen der standen und trotz aller Jntriguen festhält an dem Rath des Mannes, der dem Vatican das Wort in's Gesicht geschleudert:Nach Canossa gehen wir nicht! wird deutsches Recht und deutsche Geistessreiheit auch fernerhin gegen Roms Angriffe zu schützen wissen. Will Rom einen Kampf mit Blut und Elsen her­aufbeschwören, nun, so ist das deutsche Schwert bereit und stark genug , um sowohl die auswärtigen Feinde wie die Hydra der Revolution aus s Haupt zu sch agem Heldenkaiser und sein großer Kanzler für die Lösung

der schwierigen Aufgaben, die seiner warten, bet seinem Volke und deffen Ver-

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Telegraphische Depeschen.

Wagner « telegr. «orrespondcnz-Burcau.

Berlin, 11. Februar. Laut einem imR-ichs-Anz." publicirten kaffer- lichen Gnadenerlaß vom 9. Februar werden allen elsaß-lothringischen Militär­pflichtigen, welche sich nicht gestellt oder sich der Wehrpflicht entzogen haben, die rechtskräftig erkannten, noch nicht vollstreckten Strafen unter Niederschlagung der Kosten erlasien, falls sich dieselben vor dem 1. September 1878 behufs Erfüllung der Wehrpflicht stellen und, wenn die Behörde ihre Einstellung anord­net, in das Heer oder die Marine eintreten. Bei denjenigen, gegen welche ein rechtskräftiges Erkenntniß noch nicht erging, fcll unter derselben Voraussetzung jede weitere Strasverfolgung eingestellt werden.

Wien, 11. Februar. DiePolit. Corresp." ersährt, die engttsche Regie­rung habe von ihren Vertretern bei mehreren Großmächten die Mittheiinng erhalten, daß letztere bei der Pforte um einen Ferman für ihre Geschwader zum Einlausen in die Dardanellen angesucht haben.

Konstantinopel, 8. Februar. (Indirekt.) Gemäß den Bestimmun­gen des Waffenstillstandes haben die Türken heute Widdin, Rustschuk, Silistna, Belgradschik und Erzerum geräumt. Di- Truppen von Rasgrad und die Be­hörden von Rustschuk haben sich nach Schumla zuruckgezogen. Ebenso wurde von den Türken die Desensiv-Linie Konstantinopels geräumt , d e sich von B »- juktschikmedje und Hastemkoer bis D-rkoei erstreckt; dies- Positioneri sallen n einer Breite von 12 Meilen, und zwar von Kuschakschemdje bis Akbunar in die neutrale Zone. Di- Ruffen halten Tschataldja besetzt und sichern ihre Ver­pflegung über Burgas und Midia. Demnächst wird die Eröffnung der Donau­schifffahrt erwartet. Die Pforte hat den hiesigen Botschaftern der Mächteew Aufhebung der Blokade des Schwarzen Meeres notificirt; die französischen Paketboote nehmen unverweilt ihre Fahrten von Konstantinopel nach Odessa wieder auf. Zwei höhere russische Osfictere, di- g-st-rn in Konstant,nopel - n- Irasen und vom Sultan empfangen wurden, b-geben sich heute nach Monten gro, um den Verhandlungen zwischen montenegrimschen und türkischen Offt-i-r-n 6

Ihn.

(Wiener MnMger

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Deutschland.

»«« In über di- Stellung Baverns ,u dem ? ' L "^'kündigte Interpellation wurst über die Vertretuna des R-i»^n.,^'.^L.Sr?e8enbc"

Hesterreich.

Jr i,cc^!b...ffentllchten Waffenstillstandsbedingungen die richtigen ffnd, ob sie AranLreily. '-^$228^

Paris, 9. Februar. Auch der Senat hat beschloffen, an dem Tage der Beisetzung der Leiche des Papstes keine Sitzung zu halten. Senator Lorgeril interpellirte den Conseils-Präsidenten Dufaure über den Antrag rm Bericht des Rechnungshofes betreffs der finanziellen Gebahrung des Cabinets vom 4. Sep­tember. Dufaure antwortete, der Finanzminister habe die Rechnungen verificirt, die Verifikation sei aber in vielen Fällen schwierig. In Anbetracht der Um­stände müsse man übrigens nachsichtig sein. Dufaure fragt den Interpellanten, warum er seine Interpellation nicht angebracht habe, zur Zeit als seine Freunde an der Regierung waren, und erklärte die Interpellation für zwecklos und unnütz. Der Präsident Audiffret behauptet im Gegensätze zu Lorgeril, daß kein Acten- stück verschwunden sei, während er Vorsitzender des Rechnungs-Ausschusses ge­wesen. Der Zwischenfall ist damit erledigt. Der Senat beschloß die Dring­lichkeit für das Gesetz über den Belagerungszustand.

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ol, ... t ku.nc^en 5ianiPb ^en sei» Vorgänger begonnen, mriterf, feit nach wird der neue Papst womöglich noch schroffer und unversöhnlicher sein als der bisherige. Zudem gibt -s in der Weltgeschichte eineLogtk, bie den Träger einer Idee mit innerer Nothwendigk-it, selbst wider Willen, aus dem einmal eingeschlagenen W-g- forttreibt. Der zukünstige Papst wird daher, mag -r persönlich noch so mild gesinnt sein, nicht umhin können, die gewaltigen Principieu, die er seit der Verkündigung der neuesten Dogmen vertritt, mit erneutem Nachdruck geltend zu machen, er wird, wenn er nicht dem allgemeinen Gespött anheimfallen will, die Probe machen müssen, ob er die ihm angeblich, zukommende Gewalt wirklich besitzt, er wird, wenn die Fürsten den Befehlen des ,Stellvertreters Gottes auf Erden" nicht länger gehorchen wollen, endlich versuchen müffen, die Leidenschaften der Völker zur Revolution zu entfesseln.

Wer die Bedeutung des gegenwärtigen Augenblicks für die Entwicklungs­geschichte nicht begreift, der hat überhaupt kein Verständniß für den Lauf der Weltgeschichte. Auf die Gefahren, mit denen die bevorstehende Umwälzung der bisherigen Ordnung der Dinge das alte Europa bedroht, brauchen wir nicht erst hinzuweisen: sie kündigen sich in den erregten Parlamentsverhandlungen ienseits des Canals, wie in den Drohungen der ultramontanen Presse und In dem Toben der social-demokratischen Volksversammlungen vernehmlich genug an- Glücklicher Weise haben wir aber keinen Anlaß, mit Furcht und 3a0£n die Zukunft zu blicken; wir dürfen vielmehr dem, was da kommt, mit Muth und Zuversicht entgegensetzen mag auch das alte Europa schon nicht mehr vor­handen sein, die Neugründung ist schon mit Erfolg binnen und hat ihren Halt gesunden in demjenigen Reiche, welches in der Mitte des Wettheis fist dasteht als ein Hort des Friedens, der wahren Freiheit und Civilisation.

In Bezug auf die orientalischen Wirren gibt uns die Thronrede, mit der unser Kaiser soeben den Reichstag hat eröffnen lasten, beruhigende Andeutungen. Wenn sie die Ausgabe der deutschen Reichs-Regierung dahm kennzeichnet, an der Verständigung der Mächte über Garantieen gegen die Wiederkehr jener Wirren und zu Gunsten der christlichen Bevökerung mitzuwirken, und menn sie darauf hinweist, daß diese Politik ihr Ziel bisher schon insoweit erreicht habe, als sie wesentlich dazu beigetragen habe, daß der Friede zwischen den europäi­schen Mächten erhalten blieb, so dürfen wir wohl die Hoffnung hesien,, baß unser Kaiser dies Ziel auch fernerhin mit Erfolg erstreben und Deutschland unter allen Umständen lot den Schrecken des Krieges zu bewahren wiffen