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Oesterreich.

tigt werde.

Telegraphische Depeschen.

Sehirr*berlelit. Mitgetheilt von dem Agentm de» Norddeutschen Lloyd

der

em Montag anfragen, wann der Nachtragscrebit über die indisch.' Exv.'bition vorzelegt und wann derselbe discutirt werden wird. Anläßlich der dritten Lesung des Budgets beantragt Dillwtzn die Vertagung der Debatte. Hartington und andere Mitglieder unterstützten dei Antrag unter dem Hinweis, daß, da in dem Budget auf die Expedition indischer Truppen nicht Bezug genommen werde, viele Deputirtre über diese Angelegenheit zu spreche wünschten. North- cote gibt zu, daß die Berufung indischer Truppen nach Malta principiell be­reits vor oer Vorlegung des Budgets beschlossen gewesen sei unb spricht stch gegen die Vertagung aus. Dieselbe wird mit 170 gegen 85 stimmen abge­lehnt. Schließlich wird gleichwohl auf Antrag Northcote's die Debatte bls

aber die Regierung habe daran feinen Th eil. Der Minister Wenn man die auswärtigen Angelegenheiten wird discutiren können,

schützen.

Berlin, 9. Mai. Der russische Botschafter in London, Schuwaloff, i'ird morgen hier eintreffen, nachdem derselbe, wie verlautet, den Fürsten Bis­marck in Friedrichsruh besucht haben wird. Morgen Abend wird Schuwaloff seine Reise nach Petersburg fortfetzen.

Versailles, 9. Mai. In der Deputirtenkammer erklärte der Minister des Auswärtigen in Erwiderung auf die Interpellation Dr6olle's: Die Ver­handlungen in Ansehung des Congreffes dauern noch fort. Man kann hoffen, daß sie zu einer friedlichen Lösung führen werden. Frankreichs Rolle konnte nicht eine acttve sein, sondern die eines umnteressirten Beobachters und freund­schaftlichen Rathgebers. Mit allen Mächten ohne Ausnahme bestehen gute Beziehungen. Die Regierung hat keine andere Verpflichtungen als die, welche sich aus den mit Frankreichs Unterschrift versehenen Verträgen ergeben. Der Minister verhieß die Veröffentlichung derjenigen Documente, welche veröffentlicht

«aguer'S telegr» «»rrespondenz «ureau.

Berlin, 9. Mai. Der Reichstag nahm heute die Berathung der Novelle zur Gewerbeordnung bei S 135 auf. Eine sehr lange Discussion rief S 139 Hervor, wonach tm Gegensatz zu der Regierungsvorlage daS Institut der Fabrikinspectoren obligatorisch etng^ührt werden soll. Lasker stellte den Antrag, daß die Rege ung der Zustandtgkeits- : Verhältnisse zwischen den Polizeibehörden nicht den Landesregierunzen, wie die Corn Mission Vorschlag, sondern der verfassungsmäßigen Regelung in den Einzelstaaten übertragen »erbe Obwohl dieser Antrag vom Bundesco.nmissar Nieberdtng bekämpft ward, wurde er doch schließlich angenommen, im übrigen nahm das HauS die Eommisstons- fassung an. Der folgende Abschnitt, enthaltend die Strafbestimmungen, wurde gleich, falls in der Commissionsfassung genehmigt, ferner auch die von der LommiMon vor- gefchlagene Resolution, wonach der Reichskanzler ersucht wird, über die Beschäftigung von Kindern und jungen Leuten tm Alter von 1t16 Jahren in der sogenannt.n Hausindustrie und über die Mittel zur Beseitigung der dabei vorkommenden U izuträg- lichkeiten Erörterungen anzustellen. Der Antrag Stumm auf Vorlegung eines Gesetzentwurfes über Einführung des Titels 7 der Gewerbeordnung in Elfaß-Lothringen wurde vom Uiterstaatssecretär Herzog bekämpft und vom Hause adgelehnt. Morgen kommt die Vorlage betr. die Tabaks-EnquLte zur Berathung.

Wien, 9. Mai. Das hiesigeT-legr.-Corresp.- Bureau meldik aus Ko.istantinopel vom 8. b.: Es wirb versichert, die Ruffen seien getilgt, sich von San Stefano gegen Tschatalbja zurückzuzieben, falls bie Türken stch zur Räu­mung von Schumla unb Varna entschlößen. Aus Konstantinopel vom Heu­tigen : Der Beschluß betreffs theilweiser Räumung Schumlas Seitens der Türken wirb burch bie russischerseits erfolgte Occupation von Pravadi (zwischen Schumla und Varna) motioirt. Die Türken sollen geneigt sein, sofort Varna zu räumen unb nur die nöthige Anzahl Truppen zur Bewachung ter Geschütze und bes sonstigen Kriegsmaterials zurückzulaffen, wenn die Rusten sich ebenfalls zurückzögen. Man versichere ferner, bie Rusten wären zur Räumung von Erze- rum bereit, wenn türkischerseits bas Gleiche in Bezug auf Batum geschehen sei.

Im Abgeorbnetenhause kam heute der durch Zuschrift des Finanz­ministers übermittelte Gesetzentwurf, betr. bie Deckung des 60-Millionen-Crebits, zur Vorlage. Grocholski nebst den anderen polnischen Abgeorbneten brachten folgenbe Interpellation an die Regierung ein: Ob der Einmarsch in Bosnien beabsichtigt sei, unb aus welcher Veranlastung, zu welchem Zwecke, ob auf (Srunb eines Einvernehmens mit ben Traktatmächten ober Rußlanb. Das Haus setzte darauf die Specialbebatte des Actiensteuergesetzes fort.

Washington, 9. Mai. Im Senat brachte Morgan den Antrag ein, baß bei einem künftigen Vertrage mit Mexiko die permanente Unverletz- lichkeit der jetzigen Grenzen garantirt unb jeber Kontrahent verpflichtet werbe, den anderen gegen Eroberungsversuche Seitens einer europäischen Macht zu

Kirchliche Anzeigen evangelischen Gemeinde zu Gießen.

Gottesdienst.

Sonntag den 12. Mai. Morgens: Pfarrer Schlosser. Nachmittags: Pfarrvicar Schöner.

Die PfarrgeschLste für die Woche vom 13. bis 18. Mai besorgt Pfarrer Schlosser.

schwer g-sch-D.g , son-ch -nch d.e fiscal.schm En.n-hm-n m ^»di'°n d-r Schreib-«!- hätten auf Der Rechten w.e auf Der Lmken

r 'ÜQ m Un8 "ttUCn«£en ''tof«« jchios^^Wennmanhbie^Sg^WleJiiiWtra Sb^DWcSln

^-d^Jnt-resten nicht allzu nnbefrieDigend-n We.se so^oirD ^^°r--E^d^e^D^^An Frankre.chs vvll- ihre Erledigung finden konnte. ----- «nnQanttnovel. 8. Mai. Abends. DerLevant-Herald" veröffent-

T. W. Dietz in G i e ß e n. t

Southampton, 8. Mai. DaS Postdampfschiff O rer, Eapt. C- Leist, vom Norddeutschen Lloyd in Bremen, w.lchrs am 27. April von Newyock abgegangen war, ist gestern 8 Uhr Abends wohlbehalten hier angekommm und hat nach Landung der für Southampton bestimmten Passagiere, Post und Ladung 10 Uhr Abend« die Reise nach Bremen fortgesetzt. Die O>er überbringt 295 Passaniere und volle Ladung. " ' Handel und Verkehr.

Frankfurt, 9 Mai. (Fruchtbericht.) Dw Gcuad-Ehamkter des dieSwochrnt- lichen Wetters wir überwiegender Regen, in den B richten oam Lande spricht stch der «unsch nach mehr Trockenheit der Witterung aas. Der Verkehr am htestgen G.'lr-ide- markt war eng begrenzt, während eine ausgep.ägte Tendenz überhaupt nicht zu Taze trat. Die politische Situation scheint sth zwar, den neuesten Nachrichten zufolge, ge- dessert zu haben, ist jedoch immer noch weit davon entfernt, die Sp.'culation zu einem Vorgehen zu ermuthigcn. Weizen ab unserer Hingegen, JL 23 50-23 75. fremd:r 1- nach Qualität und H rkunst JL 24-25. Hoch Prima überEourZ. Ja Roggen conc.-n- trirte sich das Haupt Geschäft auf russische Waare zu JL 17.30, wahrend P ima nord­deutscher nicht unters 18zu beschaffen ist; französischer dürfte mit " herauszuholen sein. Gerste unbelebt. Hafer war durch die hohen Preise von vergangener Woche stärker herangezogen worden und fanden die ansehnlichen Offerten nur zu niedrigeren Preisen Reflectanten von JL 14.50-16 j- nach Qualität und Herkunft Hs>Hprtma viel über Cours. Hälsenfrüchte yeschäftsloS- Am Mehl markt bleibt e« still. Nur Roggenmehl Nr. 0/1 dringend offertrt- Futterstoffe ruhiger. Wir nottren heute:

Mehl Nr. 1 JL 42, Nr. 2 38, Nr. 3 JL 34, Nr. 4 30, Nr. 5 24 Roggen­mehl o/i (Berliner Marke) JL 25, do. II. (Berliner Marke) X 21, Wetzen, effect. htes. ab Bahnhof hier JL 24 25, ab unserer Umgegend JL. 23.2523.75, do. fremder je nach Qualität JL 24-25.25, Roggen je nach Qualität Jt l7-2»-18-' Zerste Jt $0 bis 23, Hafer JL 14.25-16.25, Kohlsamen JL, Erbsen JL 19-26, Wicken 16 bis, Linsen JL 19-26, Rüböl, detail, JL 77. Stimmung unsicher. Haupt achlich gefragt war nichts; dringend offertrt nichts- (Die Preise verstehen sich sämmtlich per 200 Pfund ZollaewiÄt 100 Kilo.)

Wien 8. Mai. DieMit. Sorrefp." melDet aus Konstantinopel vom 7. D.: Hier herrscht ziemlich lebhafte militärische Bewegung ; die Orga> nKiruna Der Vertheidigungs-Armee roirD eifrigst betrieben unD durfte nunmehr als vollendet «nzusehen fein. Sestern infpicirte der Sultan »"e Truppenab hei- lunaen welche Positionen in der Umgebung von Konstantinopel besetzt halten- __ Die durch Vermittlung der britischen Consuln Merlin und Blunt mit den thessalischen unb epirotischen Insurgenten betreffs der Patificirung vereinbarten Vorschläge finb gestern aus der Pforte etngetroffen ; bie Insurgenten fordern all- gemeine Amnestie und gegenseitige Entwaffnung. Man hofft aus Grund dieser maßvollen Vorschläge ein Uebereinkommen zu erzielen-

Aus Bukarest von heute berichtet dieselbe Eorrespondenz: Die Reise Sturdza's nach Wien und Pesth erfolgte auf Grund von B-schlässen des vor. g-stern gchaltenen M.nisterrathes i Sturdza erhielt eine specielle Msisivn- Alle Beurlaubten Ossiciere sind zu ihren Regimentern nach der kleinen Walachei be­rufen: der Fürst begibt sich auch demnächst dahin, um die gelammte rumänischr - ~ --------- ---- = metoet daffelbe Organ:

Irischbäcker in Gieren.

Sonntag den 12. Mat. Heinrich Faß, Kreuz. Chriftian Stoll Wtttwe, Neustadt.

Konstantinopel, 8. Mai, Abends. DerLevant.Herald" veröffent­licht ein Schreiben eines Arztes, worin bieser bie Ansicht ausspricht, bie eng­lische Flotte werbe ihren Ankerplatz in der Bey von Ismib wegen der im Sommer dort herrschenden Sumpffieber im nächsten Monat verlaffen muffen. Wie man versichert, werbe Schumla demnächst theilweise geräumt werden. Es soll daselbst nur die zur Bedachung der Kanonen und des Kriegsmaterials nothwendige türkische Truppenmacht zurückbleiben. Die Pforte verlange, daß die Räumung jedes einzelnen Platzes Seitens der Türken durch eine entspre­chende Gebietsräumung Seitens der Raffen compenstrt werde.

Bukarest, 9. Mai. Das JournalMonitoral" bezeichnet die Nach» richt, daß Sturdza in diplomatischer Mission nach W en und Pest gereist sei, als unrichtig; seine Reise habe viel nehr den Zweck, für die Vollendung der Eisenbahn Piojesti-Predeal einen Aufschub zu erlangen.

London, 9. Mai. Unterhaus. Wolff zeigt an, er werbe zu Chamber- lain's Rffolutivn folgendes Amenbement beantragen: Das Haus, indem eS ernstlich eine friedliche Lösung der Schwierigkeiten wünscht, glaubt, daß die Politik der Regierung geeignet ist, die Versammlung des Congreffes unter Be- ' -7 -......-71- -v- . Dingungen zu sichern, die mit den Rechten, den Jntereffen und der Würde der

Armee zu inspiciren. Aus Cattaro vom Heutigen meldet daffelbe 5ücgan: verzeichnw der Verträge von 1856 und 1871 und mit gehöriger Beobachtung Das Attentat auf die österreichische Schildwache ist vor dem montenegrinischen europäischen Gesetze vereinbarlich sind. Forsyth zeigt an, er werde die Bazar erfolgt; als Motiv vermachet man Pcivatrache. ^.^"negnnische 3treid) berdas Haus v-rdammt die Politik kriegerischrr Demon-

Regierung setzte auf die Entdeckung des Thäters den Preis von 100Napoleonsd or. jjrationen« Chamberlain's Resolution beantragen. Fawret kündigt an, er

Gttdfanb werbe anläßlich der Vorlage bes Ergänzungs-Credits folgenbe Resolution be-

w ö * n xc «X m z x antragen: Das Haus mißbilligt die Berufung indischer Truppen nach Milla London, 8. Mai. Die dem Parlamente gestern mitgetheilte, Rumänien vorherige Mtttheilang dieser Absicht an das Parlament. Hartington wird betreffende diplomatische Eorrespondenz enthält Depeschen Cogalniceanu s an die - - - - -

rumänischen Agenten Catargi in London unb Ghika in Petersburg vom 11 unb vom 5. April, unb eine Depesche Salisbury's von 24. April an ben eng- lichen Agenten Mansfield in Bukarest. In letzterer theilt Lorb Salisbury mit, baß ber rumänische Agent Catargi ihm bie Lage Rumäniens immer be­drohlicher geschildert habe, baß darnach Beffarabien vollständig von den Ruffen occupirt sei und die Regierung jeden Augenblick sich genöthigt sehen könne, sich in die kleine Walachei zurückzuziehen. Catargi habe die Vertretung Rumäniens aus dem Conareffe gewünscht und den Entschluß Rumäniens, Rußland nicht nachzugeben, betont. Er, Lord Salisbury, habe geantwortet, England wünsche lebhaft, daß die Integrität Rumäniens nicht verletzt werde und wolle sein Möglichstes thun. daß der Wunsch Rumäniens nach Vertretung auf dem Congreffe berucksich-

Montag ausgesetzt. ~______

Ei «gesandt.

Zur Berichtigung des w@trflefanbtN in Nr. 103 diese« Blatte« muß bemerkt werden, daß der Leichenwagen nicht von dem hiesigen Friedhof.' im Trabe heimkeyrt:, sondern von einer in Reiskirchen stattgefundenen Beerdigunz, utn daß es daran auch der Bedienungsmannschaft nicht so hoch angerechnet werden darf, wenn sie den beinahe zwei Stunden betragenden Weg in dem Wagen sitzend zurückgelegt und stch beeilt baden, nach Hause zu kommen. L . .

Übrigens ist es unbegreiflich, wie man sich üder Trabfahren des hei«.ehrenden Leichenwagens scandalisi:en kann, da es doch fast J:dermann angenehm sein muß, so schnell wie möglich von dem unangenehmen Anblick eines Leichenw^qens^befreit^^raem

ßl

111 tfrbaiw

li,n|)U®ati«Mr6el oi Steinhauera 31 Zjmmerarbei 4 Dachdeckerar 5 Schreinerarb 6 Schloß - 71 Glaserarbelt' 8) Weißbinder" 9) Spen^erarbe 10) Mäslererarb

$lt Ausführung des TÜTUCilonen folgender 1) Drei Bahnbrücken.

a. bei Wetzlar ni b. Dorlar c. , Lollar

2) Unterführung de Bahn ©tat. 21

3) Offener Durchlaß 4) Uederführung 5) .

6) ,

7) ,

C im Wege der öffn ageben werben. Hier;

Tonnabend, den

Bomittags adiesfeiiigenAdtheiiun> »selbst dir bis dahin in Gegenwart der -imten eröffnet wti «J« im Abtheilung ,nm auch gegen Erst« epaen werden.

Wetzlar, den 6. Ma

Der Abiheiluna -____ftluc

2946) Nachdem iche über daS 'annes Grosch «M erfolglos n Fügung vom h, ennliche Concurs k !lrt,n di- Gläubig, itnnm ^Eustag ben 2k

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