und logen gestern Abend ab.
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Occuvations-Armee in Ostrumelten und Bulgarien zu verdoppeln, da Oie tn granFreid)g auf ver ganzen Linie zu schlagen. Ein dumpfes Gefui dem Berliner Vertrage vorgeschrtebene Stärke derselben in Rücksicht auf die bemächtigte sich der leichtbeweglichen Nation, neben welchem sich noch £Än cS'SS' in Bosnien gänzlich unzulängllch seß wird von M 5?.
vor Schande schützen würde.
aut unterrichteter Seite als völlig unbegründet bezeichnet. Ebenso wenig weiß man hier etwas von der angeblich beabsichtigten Errichtung eines an Stelle der dritten Abteilung tretenden Polizeimintsteriums unter dem Botschafter
o;ndeß vergeblich. Am 2. September mußte das französische Heer mit seinem Kaiser die Waffen strecken, und damit war das Schicksal von Metz, in welchem das. letzte französische Heer stand, besiegelt. Wie ein Donnerschlag traf die schwere Kunde va8 französische Volk. Wie vom Blitze getroffen, willenlos und außer sich vor Schreck, ergab es sich den Kühnen, welche den Mutb hatten, nicht allen Mutb verloren zu haben. Die Abgeordneten von Paris, sämmtlich Feinde der Dynastie, schaarten'sich auf die Nachricht des Tages von Sedan zusammen, proclamirren die Republik und erklärten die Dynastie für entthront. Ein Mandat hierzu hatten sie nicht, die Volksvertretung war noch versammelt und in ihrer erdrückenden Mehrheit Feindin der Republik; die Armee war dem Kaiser nicht untreu geworden. Trotzdem gelang der Staatsstreich der neun Pariser Abgeordneten, weil die Dynastie und ihre Anhänger den Kopf verloren hatten, der Kaiser gefangen, der Prinz fern, die Rathgeber der Krone bei der Armee und die Kaiserin heimlich aus Parts entflohen war. Der Krieg wurde fortgeführt. Ohne Noth und ohne Nutzen wurden neue Heere aus der Erde gestampft, neue Schlachten gingen verloren, Paris kapitulirte und schließlich mußte die heute acht Jahre alte Republik einen erniedrigenden Frieden theuer
Türk«.
Konstantinopel, 7. Septbr. Ein Telegramm aus Hakova in Albanien meldet, daß Mehemed Alt Pascha, gewesener Bevollmächtigter bei dem Berliner Kongreß, gestern durch albanestsche Meuterer, die er jur Ruhe bringen sollte, ermordet worden sei.
Kriechenland.
Athen, 7. Septbr. Nachdem die Pforte auf die letzt- griechische Note blos erwidert hatte, daß sie di- Antwort der Mächte auf ihr Memorandum abwarten müsse, ließ der Minister Delyannis heute eine Circulardepesche abgehen, worin die Vermittlung der Mächte nachgesucht wird.
Amerika.
New - Orleans, 7. Septbr. Gestern sanden In Memphis 400, in Vtcksburg 186 neue Erkrankungen am gelben Fieber statt. In Vicksburg sind gestern 37 Personen gestorben. In den kleinen Städten ist die Sterblichkeit immer noch im Wachsen begriffen. In Grenada hat die große Sterblichkeit fast aufgehört, da nur noch wenig Personen vorhanden sind, welche von dem Fieber verschont geblieben sind.
New-Orleans, 7. Septbr. In den letzten 24 Stunden sind hier 61 Personen am gelben Fieber gestorben und haben 289 neue Erkrankungen stattgefunden. In Memphis sind 105 Personen gestorben. Di- Verstorbenen wurden ohne Verzug beerdigt. ^Mehrere nach Saint Louis geflüchtete Personen sind ebenfalls gestorben.
New-OrleanS, 7. Septbr. Das gelbe Fieber hat an Heftigkeit noch nicht nachgelassen. Nach officiellen Mittheilungen find seit dem Ausbruche desselben bis zum 6. September hier von 4609 Erkrankten 1395 gestorben. Die Truppen, die bei infictrten Orten ausgestellt waren, find nach anderen Städten verlegt worden.
London, 8. Septbr. „Reuter's Bureau" meldet aus Konstantinopel vom 7. d.: Nachdem es Mehemed Ali Pascha gelungen, einer Bande von Aufständischen, die ihn bei Dakova umzingeln wollte, zu entgehen, sei derselbe nach Hangar geflohen, hier von Aufständischen umringt und mit 20 Personen seines Gefolges niedergemetzelt worden. — Die türkische Regierung werde demnächst eine Gesandtschaft nach Afghanistan senden.
Wien, 8. Septbr. Officiell. Die 36. Division meldet: Gestern wurde Prjedor unter sympathischer Begrüßung Seitens der Bevölkerung besetzt, nachdem in Novi und Umgebung die Entwaffnung anstandslos vollzogen worden war. — Am 6. d griff Generalmajor Sametz die Aufständischen in einer starken verschanzten Stellung bei Kljuc an und warf dieselben auf das San-Ufer zurück; nach hartnäckigem, bis in die Nacht hinein dauerndem Kampfe waren zwei Schanzen am rechten Jznica-User in österreichischen Händen. Der Ort RIj ic, sowie Häusergruppen am Südhange der steilen Felsen, worauf das Castell liegt, und eine Schanze zunächst der Straße nach Petrovac blieben nock im Besitze der Insurgenten. Der linke Flügel, die Hauptposttion deS Generals Sametz, ist von der feindlichen Stellung durch das Izuica-Thal getrennt. Da die Truppen durch den langen hartnäckigen Kampf in schwierigem Terrain sebr erschöpft waren, so wurde am 7. d. Rasttag gehalten. An Verlusten ist bisher constatirt: 2 Officiere tobt, 4 verwundet, darunter Oberst Jansky, jedoch nur leicht; Verlust an Mannschaften ca. 150.
Laut Bericht des Msittärcommaudos Zara wurde am 7. ds.. Mittags ein nach Han Prolog vorgeschobenes Bataillon der Brigade Esikos von aus Livno anrückenden türkischen Truppen angegriffen; der auf ein Defile gerichtete Angriff'wurde von diesem Bataillon (3. vom Regiment Nr. 21) ohne Verlust glänzend abzewiesen. — Nach Meldungen aus Rrgusa wurde Trebinje gestern Mittag (wie bereits gemeldet) ohne Widerstand besetzt. An der Trebinjcica- Brücke hatten die Truppen ein Geplänkel mit Aufständischen, ohne Verluste zu erleiden. Die türkischen Truppen ziehen von Trebinje ab.
Nagusa, 8. Septbr. Trebinje wurde gestern Mittag von den Oesterreichern ohne Widerstand besetzt; die türkischen Truppen Übergaben das Kastell
* Zum achtjährigen Bestände der Französischen Republik.
Leichten Herzens war Frankreich 1870 mit Deutschland in einen Krieg gegangen, zu welchem es in keiner Weise vorbereitet war. Wenige Wochen nach der Kriegserklärung zogen die Deutschen Heere über die französische Grenze und eine fernere Woche genügte, die Armeen - ' r" Ein dumpfes Gefühl von Angst und Bestürzung
) die Hoffnung geltend machte,
Telegraphische Depeschen.
W«gner'A telegr. Torresponveuz-Vnreas.
Paris, 8. Septbr. Die „Agence Havas" meldet: Es bestätigt sich, daß Mehemed Ali Pascha bet Dakova durch Bewohner der dortigen Gegend ermordet wurde. Unter den Albanesen herrscht allgemein große Aufregung. — Ferner meldet die „Agence Havas" aus Ragusa vom Heutigen: Die Oesterreicher find gestern in Trebinje eingezogen.
Petersburg, 7. Sept. Officiell. Der Großfürst Michael Nikolajewitsch hat dem Kaiser am 6. Septbr., Abends 8 Uhr 20 Min. telezraphirt: Ich habe das Glück, Ew. Majestät zur Besetzung von Batum zu gratultren. Ich erhielt soeben eine Depesche von dem General-Adjutanten Swiatopolk-Mirsky, welche lautet: Heute Morgen um 11 Uhr zogen die russischen Truppen in Datum ein und wurde sodann im Hafen von Batum die russische Flagge Die Verwaltung wurde von den russischen Behörden übernommen. Derwisch Pascha empfing mich an der Spitze einer Deputation von Einwohnern und der chriAichen und muselmännischen Geistlichkeit. Die türkischen Eivtlbehorden entfernten sich nock vor dem Einzug der russischen Truppen. In Datum sind noch gegen 15 Tabors Türken geblieben. Derwisch Pascha bemüht sich, dieselben baldmöglichst zu entfernen. General-Major Nurid wurde provisorisch zum Gouverneur von Batum ernannt. Im Lande herrscht völlige Ruhe.
Rumänien.
Bukarest, 7. Septbr. Jonrnal-Nachrichten zufolge glaubt man, daß die Kammern zum 29. September einberufen werden.
Petersburg. D-m „©lobe" wird geschrieben, daß in Odessa drei weitere Meuchelmorde verübt worden sind. Eines der Opfer der „Dvornik ober Portier des Hauses, welches der unlängst erschossene Nihtltsten-Führer Kowalsky seiner Zeit bewohnte. Er hatte der Polizei bei der Arretirung Ko- valsky's Beistand geleistet und figurirte auch als Zeuge in der Untersuchung gegen ihn. Hierdurch hatte er sich den Haß der Nihilisten zugezogen und eines Abends in vorletzter Woche wurde er vor seinem Haus- ermordet. Die Namm der andern beiden ermordeten Personen sind noch nicht in bi« Oeffenfliajfet gedrungen, man glaubt aber, daß sie beide Zeugen tn dem Proc-ss- waren. Die Kühnheit der Nihilisten bei Verübung dieser Verbrechen macht di- Poltz-i- behördm ganz verdutzt. Seit den Ruhestörungen bei Gelegenheit des Nihilist-w Proceffes sind in verschiedenen Thetlen der Stadt Milttär.Plquets stattonirt, aber deren Anwesenheit bat di- Verschwörer an der Ausführung ihrer Mord, pläne nicht verhindert. Die in Odessa gefühlte Unbehaglichkeit nimmt schnell die Dimensionen einer Panik an. , o . n ,
Petersburg, 7. Septbr. Das von Konstantinopel aus in Londoner Blättern verbreitete Gerücht, daß die russische Regierung beschlossen 6&6e, die
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Inmitten der deutschen Occupation eilte das französische Volk zu den Wahlurnen und wählte eine große antirepublikanische Majorität, welche von den Männern de« September 1870 so wenig wissen wollte, wie diese von den Männern des Deccmber 1852. Jndeß uneinig unter ich, schlecht geführt, muthlos von den Orleanisten aufgegeben und lächerlich gemacht durch die Lelleitäten des Grafen Ehambord, der den Franzosen nicht einmal um den Preis der Königskrone die Tricolore laffcn wollte, verlor die Koalition der Antirepublikaner das Spiel. Nachdcm sie sich des alten Thiers entledigt und in einem monarchistisch gesinnten Senate ein Bollwerk gegen die Republik errichtet zu haben glaubte, löste sich die Nationalversammlung auf — und eine republikanische Mehrheit zog an ihrer Stelle nach Versailles. Auch noch später hatte dir junge Republik schwere Stunden zu überwinden; doch sie wurde nach jeder Gefahr nur um so kühner, nach jedem Unfall nur um so stärker und heute kann sie fast als unanfechtbar gelten.
Dasselbe Frankreich, welches acht Jahre früher fast aufgcgeben wurde, welches zwei seiner besten Provinzen verlor, welches Milliarden dem Feinde als Kriegsentschädigung zahlen und mH: minder viel zur Reoraanisaiion seiner Armee und zur Niederwerfung des Eommuneaufstanee» verwenden mußte, steht heute wieder mächtig, reich und geehrt von allen Nationen da. Ter Nationalwohlstand ist blühender denn je, französischer Geschmack und französischer GewerlM beherrschen die Welt, welche sich jetzt in Paris versammelt, um Zeugin des großen Triumpbek zu sein, den Frankreich sich selbst durch die große Weltausstellung darbringt.
Fragen wir nach den Gründen, welche ven Aufschwung des französischen Staates vw ursacht haben, so werden wir davon absehen muffen, die Staatsform dafür verantwortlich zr machen. Frankreich wird stets von seinen Präfekten regiert, cs regiert sich nie allein. Di Monarchie, ob Republik, betrifft nur das Aushängeschild und weiter Nichts. Noch wenirer können wir den deutschen Militarismus, so viel er auch geschmäht wird, für unsere nach mancter Richtungen weniger günstige Lage in Betracht ziehen, da Frankreichs Militärbudget viel grö«e und sein Armeebestand bedeutender als der deutsche ist. Vielmehr werden wir uns an ti< Nationaltugendcn des Franzosen halten müssen: Vaterlandsliebe, Fleiß, Geschicklichkeit, Geschmul
und praktischer Sinn.
Der Franzose ist stets und in allen Lebenslagen zuerst Franzose. Daß ein Tbeilitr Franzosen sich nicht freuen sollte über französische Siege, ist undenkbar. Die Tage von Maremt Austerlitz, Jena. Wagram, Sebastopol und Solferino sind von allen Franzosen, selbst von dc» erbittertsten Napolonidenfeinde, gleich bewundert. In seinem Nationalunglück dachte der Fran»': zuerst an Frankreich, sein schönes Frankreich, wie er cs zu nennen liebt, und der Gedanke bran'v und brennt in jedes Franzosen Seele, unermüdlich zu arbeiten und zu streben, bis Frankrcä die Scharte von Sedan ausgewctzt und — so hoffen alle Franzosen — Revanche genomrr hat. Deßhalb scheut cr keine Ausgabe für Heer und Flotte und es fällt keinem Franzosen ci. wie das in andern Ländern vorkommt, daß er die auswärtige Politik seines eigenen LandeS t» Angesichte Europas angreift.
Der Fleiß, die Geschicklichkeit, der Geschmack und der praktische Sinn des Franzosen allgemein bekannt und es verlohnt sich kaum, darüber viele Worte zu machen. Was aber rfl dient, besonders hervorgeboben zu werden, ist die weise und praktische Politik, welche die frn> zösischcn Regierungen stets zu befolgen verstanden haben. Ihre erste Aufgabe war stets die, Land wohlhabend zu machen. Eine gute Ehauffee, ein schiffbarer Eanal schien stets als daS leh Mittel, eine widerspenstige Gegend zu gewinnen. In Feinem Lande der Welt vielleicht ist 'N oben herab in diesem Jahrhundert mehr für die materielle Wohlfahrt des Volkes qetban, r!' gerade in Frankreich. Seit 70 Jahren, ja man kann fast sagen, seit Eolbert (-}- 16^3), bef:b Frankreich die nämliche Handelspolitik: Nichts im AuSlande zu kaufen, waS eS bei sich erzerqn kann, und bereits in den zwanziger Jahren dieses Jahrhunderts konnte man von ihm sagen. eher ein Kameel durch eine Nadelöhr, als eine ausländische Nadel über die französische Grcvt gehen kann. DieseS Svstcm ist in Frankreich allen Stürmen zum Trotz stehen geblieben und l« aller Phrasenseligkeit und Verehrung der Liberty in allen ihren Formen haben die Franzosen t* den freien Handel bei sicd eingefübrt, wie sebr auch die Engländer sie dazu verleiten wolber Sicher des heimischen Marktes, weiß jeder Franzose, der arbeiten will, daß er auch lohnait« Arbeit findet und, auf den heimischen Absatz fest fundirt, kann seine Industrie dahin streben, dr» , besondere Güte ihrer Leistungen auch auswärtige Märkte zu erobern. Nicht sein natürlicher Ra» thum hat Frankreich zu seiner jetzigen Wohlfahrt gebracht, denn es führt viel mehr landwirv schaftliche Produkte ein als wir, sondern die Industrie war und ist es, die Industrie, wrl« über drei Millionen Menschen beschäftigt und jährlich für 12 Milliarden Werthe schafft. jvon unseren Feinden, das wollen und werden die Franzosen trotz aller Höflichkeit unS 61 eM 'können und müssen wir lernen!
Pofftiomn, bereu stärkste mit dem Bayonn-t- genommen würbe, bis zum Einbruch ber Dunkelheit. Die Truppen btoouafirten in den erkämpften Positronen. Die am 6. Septbr. neuerdings festgesetzte Offensive ließ den Erfolg der vor- anaeaanaenen Kämpfe Überblicken, indem die Insurgenten die befestlgren rLtellun- flen vollständig geräumt hatten. Die Verluste sind noch nicht bekannt leider aber nicht unbedeutend, insbesondere bei dem braven 8. Regiment, welches mi einer selbständigen Aufgabe bettaut war. Die Straße nach Maglaj ist frei. — Im Bereich von Banjaluka ist Nichts vorgefallen. Von der 36. Division wurden Abtheilungen nach Bronzeni, Majdan und Kozarac entsendet, um die Entwaffnung durchzusühren. Diese nahm ungestörten Fortgang und haben m Kozarac die Behörden und die angesehensten Bürger schriftlich erklärt, sich ruhig verhalten zu wollen.
Schweden.
Stockholm, 7. Septbr. Das „Svenska Telegram-Byrau" ist auto- rtsirt zu erklären, daß alle im Auslande circulirenden Gerüchte über den Ausbruch' der Cholera in Schweden vollständig grundlos seien.
Nußland.
Andere Aeka MtflW ( Üd btm 14. Septem ^nalvnsaimlung ^BtziikSoereinS zu ctfinW, wird von it n-rajuj nach Gießen L-.)alttn auf stmmil v.WW abselaffen ’ Wahrt von Mda r 0 Ilhr Abends.
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