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Rr. 182 Donnerstag, den 8. August 1878.
Kießener "Anzeiger
Lilkißk- uni Amtsblatt fit im Kreis Gieße«.
Redactionlburea«r Gartenstraße 8. 165.
«xpeditionlbureanr Schulstraße B. 18.
Erscheint täglich mit Ausnahme des Montags.
Preis vierteljährlich 2 Mar? 20 Pf. mit Bringerlohn. Durch die Post bezogen vierteljährlich 2 Mark 50 Pf.
Amtlich er Hßeil.
Betreffend: Die Wahlen zum XXIII. Landtag.
Gießen, am 6. August 1878.
Das Großherzogliche Kreisamt Gießen
an die Großherzoglichen Bürgermeistereien Gießen, Holzheim, Albach, Allendorf a. d. Lumda, Allertshausen, Beltershain, Bersrod, Beuern, Burkhardsfelden, Climbach, Geilshausen, Göbelnrod, Grünberg, Harbach, Kesselbach, Lauter, Lindenstruth, Londorf, Lumda, Odenhausen, Qucckborn, Reinharvshain, Reiskirchen, Saasen, Stangenrod, Steinbach, Stockhausen, Treis a. d. Lumda und Weickartshain.
Unter Bezugnahme auf unsere Verfügung vom 14. Juni d. I. bringen wir hierdurch zur öffentlichen Kenntniß, daß wir auf Grund des Gesetzes vom 8. November 1872 und der Anleitung zur Vornahme der Wahlen der Wahlmänner für die Ernennung der Landtagsabgeordneten vom 8. November 1872 tic nachverzeichneten Wahlbezirke gebildet haben, deren jede die beigefügte Zahl von Wahlmännern zu wählen hat:
Zahl der zu
a. Die Provinzial-Hauptstadt Gießen Wahlbezirk)
(als
eigener
Seelen- zahl.
13985
wählenden Wahlmänner.
27
b. Im dritten Wahlbezirk:
Holzheim ....
1119
2
c. Im sechsten Wahlbezirk:
1) Albach ....
363
1
2) Allendorf a. d. Lumda
»
1135
2
3) Allertshausen
228
Climbach ....
226
i 1
4) Beltershain
359
1
5) Bersrod ....
386
) 1
Winnerod ....
11
i 1
6) Beuern ....
999
1
7) Burkhardsfelden .
567
1
8) Geilshausen
465
1
9) Göbelnrod
250
1
10) Grünberg
.
2245
4
Zahl der zu Seelen- wählenden
11) Harbach.......
zahl.
Wahlmänner
359
1
12) Keffelbach.......
406
1
13) Lauter.......
400
1
14) Lindenstruth......
332
1
15) Londorf.......
825
1
16) Lumda.......
388
1
17) Odenhausen mit Appenborn
333
1
18) Queckborn......
610
1
19) Reinhardshain......
317
1
20) Reiskirchen......
664
1
21) Saasen mit Bollnbach, Veitsberg und Wirberg
518
1
22) Stangenrod......
347
1
2^) Steinbach . . r- . 7
970
1
24) Treis a. d. Lumda.....
1073
2
25) Weickartshain......
Stockhausen......
363
174
! 1
Sie wollen nun, gemäß § 14 der Anleitung, die unverzügliche Wahl der Wahl-Commission durch den Gemeinderath veranlassen und darüber dos vorgeschriebcne Protokoll (Formular B) aufnehmen. Tie Listen der Urwähler, zu deren Aufstellung und Absendung an die betr. Großh. Steuer- Commiffariate wir Cie durch unsere Verfügung vom 24. v. M. angewiesen hotten, werden Sie wohl inzwischen zurückerhalten haben. Sie wollen dieselben mit den gewählten Commissionsmitgliedern nochmals prüfen, soweit nöthig richtig stellen und sodann nach Vorschrift des § 19 der Anleitung abschließen.
Gleichzeitig hat die WahdCommission nach Vorschrift der §§ 5, 7 und 15 der Anleitung eine besondere Liste der Wählbaren (Formular D) auf- zustellen. Eine gleiche Liste der Wählbaren wird Ihnen auch durch das Großh. Steuer Commissariat mitgetheilt werden. Sobald Sie dieselbe erhalten, hat die Wahl-Commissicn eine Vergleichung der letzteren mit der von ihr selbst ausgestellten Liste der Wählbaren vorzunehmen, diese, soweit nöthig zu berichtigen und dann auf dieselbe Art abzuschließen, wie dies bezüglich der Urwähllrlifte oben bemerkt ist (§ 19 der Anleitung).
Wenn hiernach die Listen der Urwähler und Wählbaren festgestellt sind, sind dieselben von
Montag den 12 August l. I. an
drei Tage lang offni zu legen und ist die vorgeschriebene Bekanntmachung (Formular F) in ortsüblicher Weise zu veröffentlichen. Die stattgefundene Offenlegung der Listen ist nach Ablauf der Offenlegungsfrtst von der Wahl-Commission unter den Listen zu bescheinigen (§§ 20 und 21 der Anleitung).
Endlich machen wir Sie auf die Bestimmung des § 22 der Anleitung aufmerksam, wonach die Liste der Stimmberechtigten nach stattgehabter Offenlegung der betreffenden Großh. Districts - Etnnehmerei zum Zweck des erforderlichen Eintrags bei den mit dem letzten fälligen Ziel ihrer Einkommensteuer im Rückstände Befindlichen mitzutheilen ist.
Die Wahlen der Wahlmänner, zu deren Vornahme eine weitere Weisung von uns nicht mehr ertheilt wird, haben
Dienstag den 27. lfd. Mts.
stattzufinden. Damit dieser Termin eingeholten werden kann, sind alle Vorarbeiten der Wahl-Commission thunlichst zu beschleunigen.
Die Formularien zum Wahlgeschäft (Wahlprotokoll nebst Anlagen A, B, D, F, G, H und I) haben wir heute an Sie abgehen lassen. Das Formular C haben Sie bereits früher erhalten; Formular E wird Ihnen durch das betr. Steuer - Commiffariat zukommen. Das Formular A ist bereits instructionsmäßig von uns ausgefüllt.
Dr. Boekmann.
Am 28. v. Mts. wurden dahier ausgeschwindelt: 1) ein gutes wollenes Kleid, von Farbe lilla, 2) eine Talma, 3) ein leinenes Hemd, 4) zwei Schürzen, 5) ein Paar Strümpfe, 6) zwei Taschentücher, 7) ein Täschchen, 8) ein schwarz seidenes Band, 9) 14 Jb. baares Geld.
Die Schwindlerin gab sich aus für eine Tante der Betrogenen aus Amerika, welche im Auftrag der Anverwandten der letzteren die fraglichen Gegenstände abholen solle. Unzweifelhaft ist die Betrügerin die seit 10. Februar v. I. wegen ähnlicher Betrügereien von uns steckbrieflich verfolgte Margaretha Heidenreich von Lohne, Kreises Fritzlar, geborne Uhl von Nidda, welche bis jetzt nicht erreicht werden konnte. Dieselbe ist 34Jahre alt, mittelgroß, schmal, hat dunkle Haare, gelblich braune Gesichtsfarbe, schmales Gesicht, lange Nase und war dahier bekleidet mit schwarzem Lüsterrock und schwarzer Tuchjacke. Sie hat in der Regel ein 3 bis 4 Jahre altes Kind bei sich, welches dahier bekleidet war mit hellem Kleidchen und schmutzigem weißen Schürzchen.
Die rc. Heidenreich ist eine schon oft bestrafte Betrügerin, welche außer von uns noch von anderen Behörden wegen Betrugs verfolgt wird. Man bittet um sorgfältigste Fahndung nach der Heidenreich, Verhaftung derselben im Betretungsfalle und Nachricht hierher.
Gießen, am 3. August 1878. Großherzogliche Polizeiverwaltung Gießen.
Fresenius.
Iolitischer HHeiL
Koch, ein höchst gewiffenhafter Beamte, hatte am Freitag Abend, etwa gegen
Aeutschkand.
halb 10 Uhr, dem Dr. Nobiling den üblichen Nachtverband anzulegen. Bei
vorsichtigen Beamten stahl und unter seiner Bettdecke versteckte. Koch hatte
Berlin, 4. August. Ukber einen Selbstmord-Versuch Nobiling's wird dieser Gelegenheit wußte Nobiling, als Koch sein Verbandszeug zusammenpackte, der „Post" berichtet: „Nachdem der Meuchelmörder Nobiling so weit hergestellt sich unbemerkt einer kleinen Verbandsscheere zu bemächtigen, die er dem äußerst war, daß er der Lazareth-Gehülfen der Charttö nicht mehr bedurfte, übernah- vorsichtigen Beamten stahl und unter seiner Bettdecke versteckte. Koch hatte men die Krankenpfleger der Lazareth-Station der Stadlvoigtei Zeller und Kochikaum die Zelle des Verbrechers hinter sich, als er, wie von einer bösen Ahnung die Abnahme resp. Anlegung der nöthigen Kopfverbände bet dem Verbrecher.!erfaßt, noch einmal sein Verbandszeug nachsah und sofort den Verlust der


