Nr. 181
Mittwoch, den 7. August
1878
Erscheint täglich mit Ausnahme bc8 Montag-.
Ausgabe.
Prozeßkosten
Abschluß.
6539,92
6539,92
Gesammtsumme der Einnahme Gesammtsumme der Ausgabe
Botenlohn und Verkündtgungskosten . .
Für Büreaugegenstände und Geräthschaften
Auszuleihende Kapitalien
Reservefonds für unvorhergesehene Fälle .
Der Vorsitzende des Provtnzialtages der Provinz Oberheffen^ Dr. Boekmann.
Besoldung . . . . Diäten und Gebühren
Bei oteser präventiven Thätigkeit hat man vor Allem folgende Gesichtspunkte^ festzuhalten: Man muß die Masten geistig und sittlich heben, man muß die Harten unseres socialen, besonders aber unseres wirthschaftlichen Lebens, für einzelne Klaffen, so weit dies nur praktisch durchführbar ist, mildern, man muß endlich Organisationen schaffen, welche Arbeiter und Arbeitgeber vereinigen, der Entwicklung des Klaffenbewußtseins im schlechten Sinne des Worts, des Klaffenhaffes, entgegenwtrken.
Es unterliegt keinem Zweifel, daß die focialdemokratischen Lehren bei Demjenigen,, der einen Einblick in die wirthschaftlichen Gesetze gewonnen und die Undurchführbarkeit der socialistischen Theorien erkannt hat, keinen Eingang finden werden, daß jeder sittlich denkende Mensch die auf Erregung von Haß gegen einzelne Klaffen der Gesellschaft, gegen Familie, Staat, Religion, kurz gegen alles Bestehende gerichtete Bestrebungen mit Entrüstung von sich weisen wird. Es ist daher unsere Aufgabe, diese Erkenntntß und diese sittliche Kraft im ganzen Volke wach zu rufen. In erster Linie wird dies geschehen müssen durch die Schule. Staat, Commune und jeder Einzelne haben somit nach Kräften dafür einzutreten, daß die hier bestehende Lücke baldmöglichst ausaefüllt werde. Behufs schnellerer Erreichung des Ziels dürfte es sich empfehlen, auch unsere große National-Erziehungs-Anstalt, die Armee, mit zur Lösung der Aufgabe heranzuziehen.
2000,- 240,— 300 —
Redaetior»-d«re<wr Gartenstraße L. 165.
«xpeditionSbureaur Schulstraße B. 18.
Preis vierteljährlich 2 Mark 20 Pf. mit Bringerlohn. Durch die Post bezog«, vierteljährlich 2 Mark 50 Pf.
cM. ryfy 1000,— 1500,— 150,— 1500,— 2000,— 389,92
Einnahme,
Kaffevorrath aus vorhergehenden Jahren .
Ausstände aus vorhergehenden Jahren Beiträge der Kreise
Kapitalzinsen
Summe der Ausgabe 6539,92
Hensel, iieiMnbW* SÄnWt welches auch mit MN 15. August ßW
, , Die Härten, welche die bestehenden wirthschaftlichen Verhältnissen für einzelne Klassen, besonders für die abhängigen Handarbeiter, wie Handwerksgesellen, Fabrikarbeiter, landwirthschaftliche Tagelöhner, haben, geben den socialdemokratischen Agitatoren die willkommenen Anknüpfungspunkte für die Auf- reizung jener Klaffen. Sie werden nicht müde, die Mißstände in den grellsten iFarben darzustellen und ste als Beweis dafür auzuziehen, daß unsere sociale
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Summe der Einnahme 6539,92
Gießener ^Anzeiger
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Nieß-n.
* Präventives Wirken.
1 ^gt in der Natur der Sache, daß man, nachdem die Gefahr der
Eocialdemokratie, welche bis dahin nur von Wenigen erkannt, von Vielen sogar Ä«lNueMe,S°radezu verleugnet worden, plötzlich zum allgemeinen Bewußtsein gekommen war, u0ii fiilfie* t nur a" Maßregeln zur Auflösung der Vereine der Socialdemokraten, 1 ^Hinderung der von ihnen angeregten öffentlichen Versammlungen, Beschränkung ' telÄN[SCT ^reAC' cincm Worte an Repressivmaßregeln dachte und mit Eifer die erörterte, was m dieser Richtung von Seiten des Staats bet der Gesetz-
-i'S Aart» 5l,un9 un^ ber Handhabung der Gesetze, wie von Seiten der Privaten, tns- «sondere der Arbeitgeber, geschehen müffe.
uV1 «hbetW«. ünb 6/wiß weit davon entfernt, die Nothwendigkeit einer schleunigen, iußtü ulid energischen Repression zu leugnen; wir sind ja von vorne herein lebhaft dafür ttaM. rmife. 5eolrIeten “nb.ja6ccn die Frage, welche von den vielen vorgeschlagenen Kampf- ^g8^M^Mteln zweckmäßig seien und wie man zu verfahren habe, um an und für sich SBitffamFeft zu sichern, nach allen Richtungen Wir waren uns dabei aber stets bewußt, daß alle und möge man noch so weit gehen, auf die Dauer nicht fräsen werben. Ihr Zweck kann nur der fein, die Organisation der SoeiÄ- ^stören, die urtheilslosen Maffen, welche bisher von einigen teniabr'k ^itatoren beherrscht wurden, dieser Herrschaft zu entziehen und^sie
S “!»?«' ^^rnunft zugänglich zii machen. Die Repression
Bahn frei machen für die weit wichtigere präventive UTJ^a^e9C welche nicht die gewaltsame Unterdrückung der social- einefi bezwecken, sondern dieser Bewegung dadurch den Boden
^.ile daß sie d eieniaen KlaN-n
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cy , ^etr. die Sitzung des Provinzialtages der Provinz Oberheffen vomZ2^. Juni 1878.
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-3" Mitgliedern für den Provmzialausschuß wurden gewählt bezw. wiedergewählt:
a» zu Mitgliedern:
^>ctr Freiherr A. v. Nordeck zur Rabenau zu Friedelhausen,
Herr Bürgermeister Bramm zu Gießen, Herr Fabrikant Wenzel zu Lauterbach, • Herr Hofgerichts-Advokat Dr. Muhl zu Gießen,
Herr Justtzrath Dr. Geyger zu Affenheim,
I>. zu Erfatzmitgliedern:
Herr Commerzienrath Gail zu Gießen, Herr Hofgerichtsrath Becker zu Gießen.
Voranschlag über Einnahme und Ausgabe der Provinzialkaffe der Provinz Oberheffen für 1879.
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Dr. Mubl, Neue Anlage auf MichaeliHt öauS und Küche. iu Pfarrer £)raubt im Hessischen Hof. ^


