Ausgabe 
5.6.1878
 
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Das Vordertheil desGroßen

drang. Es ist viel (schaden verursacht worden.

ihren Corps. Cattaro, 29. d. Der türkische Gouverneur von Skutari

London, 30. Mai. Unterhaus. Unterstaatssecretär Bourke erklärte nach Dover.

circa 8000 L- bezahlt; in Betreff der Hälfte habe Frankreich seine Verpflicht

Amerika.

Globe" über das

die Unterstützung finden, auf welche sie rechneten.

unterwegs sei.

Wien, 31. Mai, Abends. Die Mittheilung des

Waffensendungen ein; alle Urlauber und Reservisten befinden sich vollzählig bei gestellt.

ihren Corps. Cattaro, 29. d. Der türkische Gouverneur von Skutari Abends. Die von derNat.-Ztz." gebrachte Nachricht, daß die Ein- Huffein Pascha besteht kategorisch auf unverweilte Räumung der von den ladunz zum Congreß bereits bei der französischen Regierung eingetroffen sei, ist, Montenegrinern besetzten strategischen Punke bei Podgorizza- Fürst Nikolaus wie aus sicherer Quelle verlautet, falsch. Die Einladungen an die Cabinete

29. Mai. Generalpostmeister Key hat an die Bevölkerung der Südstaaten eine Zuschrift gerichtet, worin erklärt wird, die Resolution

tungen anerkannt. Seinen Verpflichtungen in Betreff der England gehörigen Suez-Actien sei der Khedive voll nachgekommen.

Das gesunkene deutsche Panzerschiff ist derGroße Kurfürst", welcher mitKönig Wilhelm" zusammenstieß. Nur 4 Minuten verstrichen zwischen dem Zusammenstoß und dem Untergang des Panzerschiffes. Als derGroße Kur» fürst" sank, fand eine Explosiva statt, da daS Wasser in Ofen und Kessel em>

sind noch nicht erfolgt.

London, 31. Mai. Im Unterhause beantwortete der erste Lord der Admiralität eine Anfrage Pim's dahin, daß er mit tiefem Bedauern die statt- gehabte Colllsion der beiden deutschen Panzerschiffe zu bestätigen habe; man nehme an, der Zusammenstoß sei eingetreten in Folge eines Versuches, die

datirtes italienisches Telegramm, lautend: Seine Heiligkeit, tief betrübt über das ruchlose gegen des deutschen Kaisers Majestät verübte Attentat, trägt mir auf, Durchlaucht zu bitten, dem erhabenen Monarchen sein aufrichtiges Beileid über den Vorfall und seine herzlichsten Glückwünsche, daß Ec der Gefahr ent­gangen, zur Kenntniß zu bringen.

Telegramm Bismarcks vom 14. Mai: remerciant Lmmence du t416- gramme quelle bien voulu madresser, mempresse Umformer que en ai port6 contenu immödiatement ä counaissance de Majestö Empereur. Telegramm Bismarcks vom 15. Mat: Nachdem ich die Befehle Sr. Maj. des Kaisers etnzeholt erfülle ich eine angenehme Pflicht, indem ich Ew. Eminenz ergebenst bitte, Sr. Heiligkeit dem Papste den aufrichtigen Dank des Kaisers für die Sr. Maj. aus Anlaß des Attentates vom 11. Mai bewiesene freund­liche Theilnahme übermitteln zu wollen.

Berlin, 29. Mat. Bezüglich des vom Reichstage gestrichenen § HO der Rechtsanwaltsordnung (Befugniß der Landesjustizverwaltung, während einer dreijährigen Uebergangszeit die Freizügigkeit der Rechtsanwälte nach dem Be- dürfntß der Rechtspflege zu beschränken), wodurch das Zustandekommen des ganzen Gesetzes gefährdet erschien, hört dieNordd. Allgem. Ztg." daß seitens des Reichsjustizamtes und des preußischen Justizministeriums Verhandlungen eingeleitet seien, welche hoffentlich für die preußische Justizverwaltung ein an­nehmbares Auskunstsmittel erzielen würden.

Oesterreich.

leistung beordert.

Der deutsche Kronprinz und der Botschafter Graf Münster begaben sich auf die Nachricht von dem Schiffsunglück sofort mittelst Separatzug

rische Feste, im Gaitö-Theater und im Circus Myers, begangen. Es wurden Collision mit einem Kauffahrteischiffe zu vermeiden. Die Admiralität habe zwei mehrere Reden, unter Anderen von Victor Hugo, gehalten. Letzterer pries Schiffe, eins von Portsmouth und das andere von sheerneß, zur Beistands-

Voltaire als Freund der Gerechtigkeit und Feind des Fanatismus.

Kngland.

Kurfürst" steht unter Wasser. Don Sandzate war ein Rettungsboot entsendet, auch waren viele Schiff- zur Hülfeleistung Herbetgeeilt, jedoch zu spät an Ork und Stelle gelangt.

London, 31. Mai, Nachmittags. Das gesunkene deutsche Panzerschiff Großer Kurfürst" soll 400 Mann an Bord gehabt haben. Das Meer war zur Zeit des Unfalls ruhig.

Berlin, 31. Mai. Bei der Collision der beiden deutschen Panzerschiffe sind von den an Bord befindlich gewesenen Officieren die nachbenannten ge­rettet: Graf Monts, Krokisius, Junge, v. Frantzius, Foß, Stubenrauch, Meyer, Wagner, Schnars, Retzlaff, v. Bierbrauer, Hüsker, Gaffky, schütte, Schnackenburg, Habermaas, Ahrend, Schliebrr, v. Galen, Schmidt, Decker, Schröder und Beckers. Ferner 160 Mannschaften.

London, 31. Mai.Morning Aoerttser" erfährt, die Unterhandlungen bezüglich des Congreffes hätten solche befriedigende Fortschritte gemacht, daß heute im Parlamente die bezügliche ministerielle Erklärung erwartet wer­den dürfe.

Die Regierung hat der Familie des verstorbenen Lord Ruffel dis Aner­bieten gemacht, das Begräbniß von Staatswegen in der Westminster-Abtei zu veranstalten und dazu beide Häuser des Parlaments einzuladen. Die Mor­genblätter melden, das deutsche Kconprinzenpaar werde von Samstag bis Mon­tag bei Salisbury in Hatfield zu Gaste sein.

Nom, 31. Mai. Die amtliche Zeitung veröffentlicht ein königliches Oecret, betr. die Einführung des neuen Zolltarifs, welcher für die Maaren jener Länder zur Anwendung gelangen wird, mit welchen keine Handelsverträge bestehen, die eine andere Behandlung vorschreiben. Der Zolltarif tritt mit dem 1. Juni 1878 in Kraft. Der italiensch-belgische Handelsvertrag ist bis zum 30. Juni 1878 verlängert.

Berlin, 31. Mat. Amtlichen Nachrichten zufolge sind von der Beman­nung des gesunkenen PanzerschiffesGroßer Kurfürst" 300 Personen ertrunken

sucht Hussein vertröstend zu beschwichtigen; bis jetzt deutet jedoch nichts auf die Absicht der Montenegriner, jene Position gutwillig auszugeben.

AranLreich.

Paris, 30. Mai. Die Voltaire-Feier wurde blos durch zwei litera

auf Anfrage, der Schah von Persien wünsche, daß sein Besuch in England als London, 31. Mai, Abends. Im Oberhause erklärte Beaconsfield auf ein durchaus privater angesehen werde. Schatzkanzler Northcote antwortete Befragen Granvilles: Die Königin und die Regierung wünschten dem großen aus eine Anfrage Dodson's: Von den der Pforte für den Februar-Coupon Staatsmanne Ruffel ein öffentliches Letchenbegängniß und einen Ruheplatz in der türkischen Anleihe von 1855^vorgeschoffenen 77,448 L. habe der Khedive der Westminsterabtei zu bereiten, aber der Verstorbene habe testamentarisch be- ' ....... ..... stimmt, daß er in der Familiengruft zu Bucklnghamshire beerdigt werde.

Im Unterhause fügte Minister Smith seiner (bereits gemeldeten) Erwiderung auf Pim's Anfrage hinzu: Das Dock von Portsmouth werde für das be­schädigte PanzerbootKönig Wilhelm" hergerichtet werden, welches jetzt dahin

Telegraphische Depeschen.

Wagner'« telegr. Torrespontzenz-Burea«.

Berlin, 31. Mai. Der Schah von Persien trifft Sonnabend Nacht hier ein und beabsichtigt Montag nach Paris weiterzureisen.

Paris, 31. Mai. DieAgence Havas" meldet aus Athen: Der englische Consul auf Kreta, Sandwith, erhielt eine Depesche von Layard, laut welcher die Pforte den Waffenstillstand für Kreta verweigert hätte und die Feindseligkeiten wiederaufgenommen werden würden.

München, 31. Mai. DieSüdd. Preffe" will aus bester Quelle erfahren haben, daß die Nachricht von der angeblichen Urheberschaft des bayeri­schen Mitgliedes des Bundesraths, Oberappellrath Kastner, an den Motiven zum Gesetzentwürfe gegen socialdemokratische Ausschreitungen vollständig un­richtig sei.

Wien, 31. Mai. Meldungen derPolit. Corresp.": Konstantinopel, 31. Mai. Die nach dem Rhodopegebirge behufs Pacification entsendeten tür­kischen Commiffare Waffa Effendi und Samtk Pascha sind unverrichteter Sache nach Konstantinopel zurückgekehrt. Die Häupter der aufständischen Pomaken erklärten, den Kampf sortsetzen zu wollen. Athen. Die Türken nehmen den englischen Vorschlag, auf Grund des uti possidetis einen Waffenstillstand mit den kretensischen Insurgenten einzugehen, nicht an und bereiten sich zum An­griffe vor.

London, 31. Mai. DasReuter'sche Bureau" meldet aus Dover: Heute Vormittag passirten drei deutsche Panzerfäuste Dover; als dieselben in die Nähe von Folkestone gekommen waren, fand ein Zusammenstoß zwischen zwei von diesen Panzerschiffen statt, wodurch das eine in den Grund gebohrt, das andere bedeutend beschädigt wurde. Mehrere Dampfschiffe haben sich aus­gemacht, um den betroffenen Schiffen Hülfe zu leisten.

Wien, 29. Mai. Meldungen derPolit. Corresp." Athen, 29. Mai Die kretensische Nationalversammlung hat die englischen Vorschläge behufs Pacification des kretensischen Aufstandes jetzt beantwortet. Die Antwort der Aufständischen auf Englands Propositon, Waffenstillstand abzuschließen und administrative Reformen anzunehmen, lautet dahin, daß die Vereinigung Kretas mit Griechenland die einzige Form zur Lösung der kretensischen Frage sei. Als Vorbedingung für Fortsetzung der Verhandlungen über den Waffenstillstand wird gefordert, daß dieser nach den Bestimmungen des Völkerrechtes förmlich abge schloffen werde. Bukarest, 28. Mai. Vorgestern ersolgte die Uebergabe einer neuen Note des Ministers Cogalniceano an den russischen Agenten in Bukarest, Stuart; dieselbe erneuert den Protest gegen die militärische Occupation ~ . ......

Rumäniens durch Rußland und klagt unter Anführung einzelner Fälle lebhaft und 200 gerettet. Das PanzerschiffKönig Wllhelm" ist schwer beschädigt, über das Verhalten der russischen Occupationstruppen. Rumänischerseits werden das Vordertheil deffelben ward mit Segeln und Hängematten verstopft. Die außerordentliche Anstrengungen gemacht; die Aushebung des neuen Contingentes englische Küstenwacht leistet Beistand soviel als möglich. Die Admiralität har von 24,000 Mann ist im vollsten Zuge. Aus dem Ausland treffen fortwährend Schiffe zur Hülfe geschickt und das Dock von Portsmouth zur Verfügung

Handel und Verkehr.

Gießen, 1. Juni. Auf dem heutigen Wochenmarkt kosteten Butter, prr Pfd 85 bis 90 H, Hühnereier, per Stück 5 H, Enteneier, per St. 5 Käse, per Stück 5-7 H, Kasematte, per Stück 3 H, Erbsen, 1 Liter 18 4, Linsen, 1 Liter 22 H, Tauben, bas Paar 60 H, Hühner, per Stück JL 80, Hahnen, per St- JL, Enten, p. Stücke -, Kartoffeln, 100 Kilo X 5.. Ochsenfleisch 68-70 H per Pfd-, Kuh- u. Rindfleisch 5860 Schweinefleisch 64 Kalbfleisch 50-56 H, Hammel­fleisch 6070 H.

Frankfurt, 31. Mai. (Fruchtbericht.) Seit unserem letzten Bericht hatten wir erfreulicher Weise eine günstiger werdende Witterung. Während die Speculatton der Fondsbörse die Nachrichten vom Zusammentreten des CongresseS günstig ausgefaßt, wurden dieselben von Seiten unseres in Lethargie befindlichen Getreidemarktes nichts weniger als optimistisch beurtheilt und noch immer sind die Umsätze sehr rebudrt. Sämmtliche Getretdemärkte hatten selten eine so tendenzlose Physiognomie -u Schau getragen wie in diesem Augenblicke; aus diesem Grunde können wir weder der Hausse noch der Baisse das Wort reden- Die Preise sind, um es mit ersterer zu halten, zu hoch, während auch die Baiffe, sei es durch elementare oder politische Ereignisse, sehr leichte die Rechnung ohne den Wirth machen könnte. Die von allen Seiten etnlausenden Berichte stimmen darin überein, daß wir einer günstigen Ernte entgegensehen. Nichts­destoweniger ist es statistisch feststehend, daß Deutschland bei den denkbar brillantesten Ernte-Ergebnissen noch immer wird importiren müssen, und dürften Amerika, Rußland und Oesterreich beim Import in erster Linie figuriren. Wir taxiren für nächsten Montagsmarkt folgende Eourse: Weizen ob unserer Umgegeno JL 22j/a/4, fremder je nach Qualität JL 2324, hoch prima über Cours. Roggen, französischer JL 171/«, prima Norddeutscher JL 17, russischer 16>/416. Gerste ohne Handel, Hafer je nach Qualität t*L 1415/j, Hülfenfrüchte liegen tobt; weise Bohnen unverkäuflich JC. 22 übrig; es dürfte selbst ein Gebot von X 21 zum Geschäfte führen. Mehl flau; Preise zu Gunsten der Käufer, Futterstoffe niedriger, Rüböl hier kein Markt.

Mehl Nr. 1 JL 42, Nr. 2 je 38, Mr. 3 JL 34, Nr. 4 30, Nr. 5 JL 24, Roggen­

mehl */i (Berliner Marke) JL 24, do. II. (Berliner Marke) 21, Weizen, effect. htes. ab Bahnhof hier JL 2324, ab unserer Umgegend JL 22.5022.75, do. fremder je nach Qualität vtt 22 5024, Roggen je nach Qualität JL 1617.25. Gerste JL 19 bis 22, Hafer JL 1416.-, Kohlfamen JL, Erbsen JL 19-23, Wicken JL 16, Linsen JL 1923, Rüböl, detail, J4 68. Stimmung unsicher. Dringend offerirt: Sämmtliche Getreidesorten und Mehl. (Die Preise verstehen sich sämmtlich per 200 Pfund Zollgewicht 100 Kilo )

_ englisch-russische Kompromiß wird derPreffe" in ihrer Wesenheit und den

Potter sei thatsächlich die Erneuerung des von den Demokraten des Nordens meisten Details als richtig bezeichnet; die Stipulationen enthielten keine Be- 1871 gegebenen Versprechens, dem Süden zu helfen. Die Bewegung zum stimmung betreffs Serbiens und Montenegros, so daß dies Oesterreich über- Sturze des Präsidenten Hayes könnte nur gelingen um den Preis eines blutigen lassen bleibe.

Bürgerkrieges. Er hoffe, die Leiter der Bewegung würden im Süden nicht'