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No. 104. Erstes Blatt. Sonntag, den 5. Mai 1878.
Äiehener Htn^eiger
Anzklgc- lind Amtsblatt für Örn Kreis Gießen.
RedactiorrSbureairr Gartenstraße B. 165.
Oxpeditionsbureaur Schulstraße B. 18.
Erscheint täglich mit Ausnahme des MontagS.
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Durch die Post bezogen vierteljährlich 2 Mark 50 Pf.
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Amtlicher Hhei £ Pfarr-Conferenz D?itttvoch den 8. SDtot: Pfarr-Eonferenz in Gießen.
Lang-Göns, den 2. Mai 1878. Strack Dekan
Aolitisch
Deutschland.
Darmstadt, 3. Mai. Das Finanz-Ministerium hat den Ständen jetzt den in Aussicht gestellten Entwurf eines Gesetzes zugehen lasten, wonach die Staatsschulden-Tilgungskaffe als besondere Abtheilung mit der Haupt-Staatskaffe vereinigt werden soll. Der Entwurf führt die Ueberschrist „betreffend die Organisation der Verwaltung der Staatsschuld" und enthält acht Artikel. Als eine wesentliche Vorbedingung für die Vereinigung der beiden Hauptkasten wird bezeichnet, daß die zwei Nebenkosten der Haupt-Staatskaffe: die Chauffee- und Fluß-Baukaffe und die Eriminal- und Polizetkaste, wieder aus derselben entfernt werden.
ÄNetz, 2. Mai. Die Fortifications-Behörde hat Anordnung zu einer weiteren Ueberbrückung der Mosel getroffen. Dadurch und durch Herstellung eines Weges sollen die beiden Forts Friedrich Karl und Aloensleben direcr mit dem der räumlichen Ausdehnung nach größten Forts Soeben verbunden werden. Seither war die Verbindung nur durch die Stadt zu bewerkstelligen, was schon im Frieden zu Unzuträglichkeiten führte, im Kriegsfälle aber bedeutende Unannehmlichkeiten im Gefolge haben würde. Nachdem die neue Kavallerie-Kaserne vollendet ist, läßt die Fortifications-Behörde nur mehr an der Herstellung neuer Schießstäude, sowie an dem noch nicht ganz vollendeten Forts Kameke arbeiten. Erstere sind in Folge der Verstärkung der hiesigen Garnison nöthig geworden; letzteres dürfte übrigens, wenn die drehbaren Panzerthürme errichtet sein werden, nur mehr kurze Zeit bis zu seinem vollständigen Ausbau erfordern.
Hesterreich.
3Vren, 2. Mai. Die „Polit. Corresp." meldet: Die directen und indirekten Steuern ergaben im ersten Quartale 1878 ein um 1,120,000 st. höheres Reinerträgniß, als in der gleichen Periode 1877. — Aus Athen vom Heutigen berichtet dieselbe Correspondenz: Die britischen Consuln Merlin und Blunt trafen in Karditza ein und erklärten den Führern der thessalischen Insurgenten, England lege großen Werth darauf, die Insurrektion durch seine Vermittlung beschwichtigt zu sehen. England sei entschlosten, für Griechenland einzutreten. In Folge dessen sei ein friedliches Arrangement wahrscheinlich. Dagegeii lauten die Nachrichten aus Kreta, wo die Kämpfe fortdauern, immer noch kriegerisch.
Telegraphische Depeschen.
Wagner'S telegr» Eorrespondenz-Bureau.
Petersburg, 3. Mat. Die „Agence Russe" schreibt: Es gingen fortgesetzt günstige Nachrichten über den Verlauf der durch Deutschlands Ver- v'tttlung geführten Pourparlers ein; dieselben hätten sowohl die gleichzeitige Räumung der Umgebung von Konstantinopel zum Gegenstand, wie auch, soweit fit mit Olsterreich geführt würden, die Oesterreich betreffenden Fragen. Das Princ'p des Meinungsaustausches zwischen London und Petersburg über die England interessirenden Fragen sei zugestanden. — Das gichtische Leiden Gort- sckakoff's hat nachgelassen; die Schwäche hält zwar noch an, das allgemeine Befinden hat sich indeß gebeffert; Bulletins werden nicht mehr ausgegeben.
London, 3. Mai. Das „Reuter'sche Bureau" meldet aus Calcutta vom 2. d.: Der politische Agent Englands zu Bhamo (Birma), sowie zwei Eipahts wurden durch Sipahi-Truppen ermordet; die Mörder sind verhaftet; das Motiv ihrer That ist nicht bekannt, man glaubt, daß es der Politik sernliege.
— Morgen findet ein Cabinetsrath statt. — Der „Times" wird aus Petersburg vom 2. d. gemeldet: Das Gerücht, Rußland beabsichtige ein Ultimatum an die Pforte zu richten wegen schleuniger Räumung von Schumla und Varna, sei unbegründet; so lange eine berechtigte Aussicht auf friedliche Lösung vorhanden wäre, dürste Rußland nichts zur Beschleunigung der Krisis thun. — Aus Bukarest vom 2. d. wird der „Times" gemeldet: Die Russen bestellten 80 Bahnzüge zur Rückbeförderung der Truppen in die Heimath.
Paris, 3. Mai. Die Prinzessinnen von Wales und von Dänemark sind h'ute Morgen hier eingetroffen. — Der Postcongreß hat gestern seine Arbeiten begonnen. Präsident ist der Generalpostdirector Cochery. — Privatnachrichten zufolge wäre General Jgnatieff zum Minister ohne Portefeuille ernannt und wäre Valonieff der wahrscheinliche Nachfolger Gortschakoff's.
Wien, 3. Mai. Das „Fremdenblatt" schreibt: So lange zwischen den Rusien und Engländern kein Schuß gewechselt worden, dürfte die Erholung des Friedens gehofft werden und sei auch die Staatskunst verpflichtet,
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Alles für die Rettung des Friedens aufzubieten. — Die „Preffe" meint, noch sei nicht jede Hoffnung geschwunden, daß eine beffere und kühlere Einsicht in den Cabtneten von Petersburg und London die Oberhand gewinne; man glaubt nahe daran zu sein, zunächst jene Demarkation festzustellen, unter welche die britische Flotte und die russische Armee sich zurückziehen würden, um die Friedenstendenz beider Mächte vor der Welt zu documentiren. Sollte diese Vorbedingung einer ernstlichen Vermittlung erfüllt werden, so stehe auch dem Zusammentritte einer Conserenz kein wesentliches Hinderniß entgegen. — Die „Deutsche Ztg." glaubt, die jetzigen diplomatischen Actionen seien nur der Vorhang, hinter dem sich die Rüstungen vollziehen. — Die „Neue Fr. Pr." will nicht glauben, daß der 60-Millionen-Credit für kleinliche Zwecke, wie die Rück-Escotirung der Flüchtlinge und die eventuelle Entwaffnung der rumänischen Armee verwendet werden solle.
Berlin, 3. Mai. Der Reichstag fuhr, heute fort in der zweiten Lesung des Gesetzentwurfes über die Gewerbegerichte. Das Amendement von Fritzsche zu § 7, betr. die gleichmäßige Vergütung der Reisekosten und Zeitversäumntß für Arbeiter und Arbeitgeber wurde mit 119 gegen 112 Stimmen angenommen. § 8, wozu neun verschiedene Amendements gestellt waren, wurde schließlich in der Commlssiousfaffung mit unerheblichen Abänderungen genehmigt, und der Rest des Gesetzentwurfs nach mehrstündiger, wenig erheblicher Debatte gemäß den '5ommissionsbeschlüssen mit unwesentlichen Abänderungen angenommen. — Nächste Sitzung morgen.
9Tew-Nork, 3. Mai. Es heißt, die russischen Officiere und Matrosen vom Dampfer „Cimbria" würden zu Portland landen und sich quf dem Landwege nach San Francisco begeben. — Aus Mexico wird der Äusbruch einer Revolution in den Staaten Durango und Nuevo Leon gemeldet; General Trevino sei zur Unterdrückung derselben aufgebrochen.
Konstantinopel, 3. Mai. Die „Agence Havas" meldet telegraphisch aus Datum, daß daselbst 15 Bataillone zur Einschiffung nach Konstantinopel bereit seien; die dortigen türkischen irregulären Hülfstruppen seien verabschiedet worden.
Petersburg, 3. Mai. Das Gichtleiden Gortschakoff's hat sich in den letzten 24 Stunden verschlimmert und ist in beide Füße übergegangen; die Schwäche hat durch Schlaflosigkeit zugenommen; die Aerzte untersagten dem Reichskanzler jede Theilnahme an Geschäften. — Die „Agence Ruffe" meldet ebenfalls, daß neue Anstrengungen zur Herstellung eines Einverständnisses der Mächte gemacht wurden; wesentlich Neues sei aber vor 5 bis 6 Tagen nicht zu erwarten. — Großfürst Michael soll morgen Nachmittag 2 Uhr hier eintreffen.
London, 4. Mai. Im Ministerium des Innern ist ein an die Königin gerichtetes, 17,000 Unterschriften tragendes Promemorta überreicht worden, in welchem Bedauern über die Einberufung der Reserven ausgesprochen und die Königin gebeten wird, sie möge ihren Einfluß zu Gunsten des Zusammentretens des Congresses geltend machen, damit der europäische Friede aufrechterhalten werde. Unter den Unterzeichnern befinden sich die Herzöge von Westminster und Bedford, mehrere Pairs, Bischöfe, Mitglieder des Unterhauses, sowie zahlreiche hervorragende Geistliche und Schriftsteller.
Vermischtes.
(Altkatholische Getränke.) In einer Fabrikordnung, die neuerdings in einem Etablissement einer westfälischen Stadt angeschlagen wurde, sollte es unter Anderem heißen: Der Genuß alkoholischer Getränke während der Arbeitszeit ist strengstens untersagt u. s. w. Der diesen Anschlag herftellende Setzer (jedenfalls ein „Unfehlbarer") setzte aber flott: „Der Genuß altkatholtscher Getränke u. s w.
Sehlffeberlelit. Mitgethetlt von dem Agenten des Norddeutschen Lloyd E. W. Dietz in Gießen.
Southampton, 2. Mai. Das Postdampfschiff Mosel,Capt.H<A.F.Neynaber, vom Norddeutschen Lloyd in Bremen, welches am 20. April von Newyork abgegangen war, ist heute 8 Uhr Morgens wohlbehalten hier angekommen und hat nach Landung der für Southampton bestimmten Passagiere, Post und Ladung 10 Uhr Vormittags die Reise nach Bremen fortgesetzt. Die Mosel überbringt 140 Passagiere und volle Ladung.
Handel und Verkehr.
Gießen, 4. Mat. Auf dem heutigen Wochenmarkt kostete: Butter, per Pfd. JC. 1.6—1.10, Hühnereier, per Stück 4—5 Gänseeter per St. 10 H, Enteneier, per St. 5 Käse, per Stück 5—10 H, Käsemotte, per Stück 3 Erbsen, 1 Liter 20 X Linsen, 1 Liter 25 Tauben, das Paar 75 H, Hühner, per Stück JL 1.30, Hahnen, per St. —, Enten, p. Stück JL 3.50, Kartoffeln, 100 Kilo 7 Ochsenfletsch 68—70 Ä per Pfd., Kuh- u. Rtndfletsch 58—60 Schweinefleisch 64 Kalbfleisch 50-56 H, Hammelfleisch 60—62 H.


