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Üfrstoersteigerul^.

Donnerstag den 3. October lsd. I., Vormstlags 8 Uhr anfangend, oll das Gemeindeobst, bestehend haupt- ächlich in Aepfel, versteigert werden.

Zusammenkunft am Rathhaus.

Allendorf a./Lda., am 25. Septbr. 1878. Gr. Bürgermeisterei Allendorf a./Lda.

eingetroffen :

Neufchäteller Käse, Mont dor, Camenbert, Fromage de Brie, Port du Salut, Roquefort Käse, Edamer

Gauda

ächter Emmenthaler

Kräuter- Rahm-

Heuchelheim, den 27. Septbr. 1878. Großh. Bürgermeisterei Heuchelheim.

5909) 5 Morgen Dickwurz zu verkaufen Oeconom Wagner^öießen.

Betr.: Generalversammlung des Armen-Vereius zu Gießen.

Die General-Versammlung des Armen-Vereins wird

Mittwoch den 2. October, Nachmittags 4 Uhr, in dem Sitzungs - Saal der Stadtverordncten-Eersammlung dahier stattfinden und wird darin Rechenschaftsbericht erstattet und die statutenmäßige Ergänzungs­wahl des Ausschusses vorgenommen werden.

Die Vereins-Mitglieder werden zu zahlreichem Besuche dieser Versammlung ergebens! etngeladen.

Gießen, am 27. September 1878.

Für den Ausschuß des Armen-Vereins.

A. Bramm, Bürgermeister._______________________

Bezahlt Cure Nechnungen.

Unter dieser Ueberschrift bringen die .Hess. Volksbl." folgenden sehr beherztgens- u-erthen Artikel: .Wiederum naht für den Handwerker, den Ladeninhaber (DetaiÜtften) und andere kleine Geschäftsleute eine recht schlimme Zeit. Am 1. October soll die Miethe bezahlt werden. So manchem ordentlichen und soliden Manne mangelt es nicht an Ausständen, aber was nützen ihm dieselben??en sie auch noch so sicher

Telegraphische Depeschen.

Waguer'r telegr. Torresvondeur Bureau.

Berlin, 29. September. Fürst Bismarck ist die vergangene Nacht von Varzin hierher zurückgekehrt.

Wien, 29. Septbr. Der F.-M.-L. Jovanovic meldet von der Tre- binjcicabrücke von gestern Abend um 7 Uhr: Klobuk, der letzte Hort der herze- aowinischen Insurgenten, wurde nach verzweifeltem Widerstande in Folge einer fünftägigen heftigen Beschießung heute um 10 Uhr Vormittags von den kaiser­lichen Truppen besetzt und die Zerstörung der Felsenveste sofort begonnen. Zwei Kanonen, sehr viele Munition und viele Gewehre wurden erbeutet. Der Ver­lauf war folgender: Die durch ihre Grausamkeit berüchtigten Korjenicer, ver­stärkt durch die Trümmer der bei Stolac zersprengten Insurgenten, lagen beim Anrücken der Division gegen Trebinje am 18. d., 1200 Mann stark, im Hin- Halte bei Jasen, wurden aber entdeckt und mit Geschützfeuer vertrieben. Die- sclben zogen sich in ihren unwegsamen District zurück, die Bergveste Klobuk besetzend. Beim Anrücken der Division wurde auch der Jnsurgenten-Herd Gran- carevo beschosien, worauf Alles bis auf die Besatzung Klobuks nach Montenegro flüchtete. Letztere hielt die Beschießung mit großer Bravour bis heute aus und hißte erst heute früh die weiße Fahne auf. Die Besatzung erlitt große Verluste. Unsere Verluste beim RegimentBelgien" sind: 2 Osfictere todt, 2 leicht ver­wundet. Die Haltung der Truppen war eine anerkennenswerthe. Seit Beginn der Expedition, namentlich während des Angriffs auf Klobuk, herrschte äußerst ungünstige Witterung. Heute ist der erste schöne Tag.

Pera, 29. Septbr. Unter den Arabern in Montestx bet Gournah ist em Aufstand ausgebrochen. Die telegraphische Verbindung ist unterbrochen. Es sind zwei türkische Kanonen-Schaluppen dahin abgegangen. Midhat Pascha ist gestern in Kanea auf Kreta gelandet.

AeUgevotenes.

5900) Hiermit die ergebene Anzeige, datz ich nächsten Gießener Markt, Mittwoch den 2. October wieder mit einer bedeu­tenden Auswahl in

Scliuhwaaren

zum Markte komme und zu den bekannten äußerst billigsten Preistn verkaufe.

Mein Stand ist mit d,r Firma bezeichnet Schuh- und Stiefellager

von Philipp Schmidt, Schuhmacher, aus Bad-Ems.

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Rußland.

Petersburg, 28. Septbr. Gegenüber den fortlaufenden Mittheilungen dzi auswärtigen Blätter- von einem Entlasiungsgesuch des Fürsten Gortschakoff ist bis jetzt als einzige Thatsache zu constatiren, daß FürstsGortschakoff bis hallte niemals um seine Entlastung gebeten, auch bis jetzt nicht die Absicht an den Tag gelegt hat, darum zu bitten.

Handel und Verkehr.

Frankfurt, 28. Septbr. Der heutige Heu- und Stroh-Markt war ziemlich befahren. Heu kostete per Centner je nach Qualität «X 2-3, Stroh V-r Cmtt'-r 22.50. Weißkraut waren 36 Wagen am Platz; der Centner kostetet 1.802.10, Kohlkraut das Stück 10-12 H, Blumenkohl 1520 H. Kartoffeln per 100 Kilo 5.506. Butter das Pfund im Großen 1. Qual. «X 1.15, 2. Qual. «X 1 05, im Detail 1. Qual. «X 1.25-30, 2. Qual. 1.1520. Eier das Hundert 4 506. Erbsen geschälte (per 100 Ktlogr.) <X 26-28, ganze Erbsen <X 21-23; Linsen «X 30 bis 32; Bohnen 2830. Aepfel zum Einkeltern JL 7.508. Ochsenfleisch per Pfd. 70-75 H, Kuh- und Rindfleisch 54-60 Kalbfleisch 60-70 Hammelfleisch 58 bis 68 Schweinefleisch 70-75 Buchenscheitholz erste Sorte per Q.-M.^X 10.80 bis 11.05, zweite Sorte «X 9.6080, Tannenholz erste Sorte «X 7.5090, Zwecke Sorte «X 6.7080. Geschnittenes Holz, je nachdem geschnitten, der Centner <X 1.60 bis 70. Tanräpfel per Hectoliter 60 Lohkuchen das 1000 jt. 911. Auf dem heutigen Markte war Geflügel in Masse zu billigen Preisen vorhanden. Schone Hahnen wurden mit<X 1.3060 bezahlt. Hasen, Jagdpreis per Stück <X 3.50, Markt­preis cX 4.20. Spansau gesucht, das Pfd. 6070

Versteigerungen. Artmtsvcrjleigerung. Mittwoch den 2. Octbr. d. I., Vormittags 9 Uhr, sollen auf der Rathhausstube zu Heuchel­heim nachfolgende Arbeiten öffentlich in Accord vergeben werden:

Gdietattadung.

5906) Ansprüche jeder Art an das Vermögen des Georg Christian Eifer in Ulfa sind bmnen 14 Tagen bei Meldung der Nichtberücksichttgung hier anzumelden.

Schotten, den 24. September 1878

Großherzogl. Landgericht Schotten.

Fresenius, S ü f f e r t,

Landrichter. Landg.-Astestor.

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die Delicatejsenhandlung von

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sind in vorzüglicher Qualität wieder

Bekanntmachung.

Vom 1. October d. Js. ab tritt auf der Eisenbahnhaltestelle Mücke an der Linie Gießen-Fulda der Oberhessijchen Eisenbahnen eine Postagentur in Wirksamkeit. Dieselbe erhält die Portotaxe von Ruppertenrod. Als Land­bestellbezirk werden der neuen Postagentur die gegenwärtig zum Landbesteübezirke teu Grimberg im Großh. Hesten gehörigen Ortschaften Flensungen, Ilsdorf, Stockhausen, Kl. Eichen, Lardenbach und Weickartshain, sowie das gegenwärtig zum Lanvbestellbezirke von Ruppertenrod gehörige Dorf Merlau zugetheilt.

Die Dienststunden für den Verkehr mit dem Publikum bei der Postagentur in Mücke sind für alle Tage gleichmäßig auf 79 Uhr Vorm., 24 Uhr Rachm. und 6-6V2 Uhr Nachmittags festgesetzt.

Darmstadt, den 24. September 1878.

Der Kaiserliche Ober-Postdirector.

In Vertretung:

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fein, so verlangt doch der Hauseigenthümer die Miethe in Baarem, und woher soll ber Miether unter so bcwandten Umständen baares Geld nehmen? Soll er mahnen? Dadurch verdirbt er sich vielleicht einige sonst recht gute Kundschaft; selbst die berech­tigtste Mahnung wird ihm leicht übel genommen. Ihm bleibt nichts übrig, als sich Geld zu hohen Zinsen, ja vielleicht zu Wucherzinsen anzmchaffen und mit bitterem Herzen denkt er derer, die aus purer Bequemlichkeit es versäumten, die Nota zu be­zahlen, obgleich sie recht gut dazu im Stande wären. In dieser Beziehung machen sich erfahrungsgemäß eine Menge gut situtrter Leute der schlimmsten Unterlassungssünden schuldig. Da werden die Rechnungen einstweilen zurückgelegt, bis ein ganzes Paquet vorhanden ist, damit dorn Alles auf einmal berichtigt werde. Darauf, datz der mit geringem Kapitale arbeitende Handwerker durch längeren Credit, den er notgedrungen geben mutz, in die schlimmste Verlegenheit gerathen kann, nimmt die besitzende Klasse viel zu wenig Rücksicht- Vornehme Damen tragen stolz die kostbarsten Toiletten, aber erst nach Jahr und Tag werden Kleidungsstücke und Zubehör bezahlt; angesehene Kaufleute lassen die Contobücher bet Krämer, Metzger und Backer vollschreiben, bis Beträge darin verzeichnet sind, welche dem Käufer geringfügig erscheinen wogen, bte der Verkäufer aber schmerzlich entbehrt. Dafür mutz Letzterer dann nicht selten wiederum seinen Lieferanten schuldig bleiben, muß Maaren, die er billig gegen baar haben konnte, zu viel höheren Preisen auf Credit nehmen, muß sich quälen und plagen, um bte nöthigen Summen für Gesellenlohn, Nahrungsmittel, Umlagen u. bergl. flüssig zu machen. Datz zur Zeit des Misthtermins selbst mancher ganz solvente kleine Geschäfts­mann bie schwersten Sorgen hat, bedarf wohl keiner weiteren Auseinandersetzung. Wir mahnen deßhalb auch dringend: bezahlt Eure Rechnungen! Jeder, der es irgend möglich machen kann, seine kleinen Schulden der erwähnten Art zu tilgen, begeht ein schweres Unrecht, wenn er dies unterläßt!" Aber nicht allein die kleinen Geschäftsleute können pünktliche Zahlung erwarten und brauchen, die größeren Geschäfte ebensogut. Da sollen am bestimmten Tage Wechsel eingelöst, Zinsen, Ladenmiethe u. s. w- bezahlt werden, geliehene Gelder soll der Geschäftsmann retour geben, was Alles er mit Leichtigkeit könnte, wenn seine Ausstände regelmäßig eingtngen. Allein das ist nicht der Full; von ausgegebenen Rechnungen geht kaum bis zur nächsten Messe der dritte Thetl ein, und während der Kaufmann nicht allein für seine Ausstände die Zinsen verliert, mutz er noch Kapitalien bei Vorschuß- und anderen Vereinen für theuere Zinsen selbst lechen. Eine Mahnung um Zahlung aber wird selbst von guten Freunden meist übel genommen. Also kauft nicht meyr, als ihr zahlen könnt, und dann zahlt pünktlich! Dann erst wird es im Handwerkerstande und im Kaufmannsstande wieder besser, und erst dann bat Handwerk wieder einen goldenen Boden!

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Oeffentliche Aufforderung.

5904) In dem Schuldenwesen des Heinrich Hahn von Groß - Buseck ist heute ein Arrangement abgeschloffen worden, von dem Einsicht auf der Ge­richts-Registratur genommen werden kann. Etwaige dem Gericht nicht bekannte Gläubiger werden ausgefordert, ihre Einwendungen gegen dieses Arrangement binnen 14 Tagen sogewiß geltend zu machen als sonst dasselbe bestätigt und in Vollzug gesetzt werden würde.

Gießen, am 27. Septbr. 1878.

Großh. Landgericht Gießen.

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