— Die „Polit. Corresp." meldet: Der Kaimakam von Groß-Zwornik
Der Gegner der-
Italien.
bei Ausbildung der Truppen aus und taffen auch den Mannschaften Allerhöchst-
vor, für
General der Infanterie v. Bose, erlassen:
Se. Mas. der Kaiser und König haben Mich zu beauftragen geruht, Ihnen heute beim Schluß der diesjährigen großen Herbstübungen wiederholt die ganz besondere Zufriedenheit Sr. Majestät mit den Leistungen des 11. Armee-Corps auszusprechen. Se. Majestät haben die hohen Erwartungen, welche Allerhöchst- dieselben betreffs des Zustandes des 11. Armee-Corps unter seinem, in dieser Stellung schon vor dem Feinde ausgezeichneten kommandirenden General hegen dursten, überall und vollständig erfüllt gesunden und wollen Allerhöchstihrer lebhaften persönlichen Anerkennung für Sie noch durch Verleihung der anbei erfolgenden Decoration des Kreuzes und des Sternes der Großkomthure des Königlichen Hausordens von Hohenzollern besonderen Ausdruck geben. Demnächst sprechen Se. Majestät auch den sämmtlichen Generälen, Regiments-Commandeuren und Ofstcieren Allerhöchsten Dank für ihre erfolgreiche Thätigkeit und Hingebung
Unter dieser mrihm Artikel: , anb andere kleine Wethe bezahl! wi nicht an AuWlidi
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ihre Zufriedenheit mit ihren Leistungen zu erkennen geben. Indem Ich Ihnen Vorstehendes zur weiteren Bekanntmachung mittheite, behalte Ich Mir Ihnen im Allerhöchsten Auftrage noch weitere spectelle Gnadenbewetse Osfictere und Mannschaften des Armee-Corps zugehen zu lasten.
Wtlhelmshöhe, 24. September 1878.
gez. Friedrich Wilhelm, Kronprinz.
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Rom, 28. Septbr. Das Schreiben des Papstes an Cardinal Ninr : ist allen Nuntien zur Ueberreichung an die betr. Regierungen mttgetheilt worden mit der Weisung, die Aufmerksamkeit letzterer auf die Verhältnisse hinzr- B lenken, in welchen sich der päpstliche Stuhl bez. der Ausübung seines getstlihea Amtes befindet. Aus Deutschland sind Depeschen eingelaufen mit Kundgebungci . des Dankes, daß die Lage geklärt und dem Episcopat, sowie den Kathol-kcr fl überhaupt eine Richtschnur für ihr Verhalten gegeben sei. — Der Minister des t Auswärtigen, Graf Corti, ist gestern Abund hier eingetroffen.
Rom, 28. Septbr. „Corriere Italia" veröffentlicht ein Schreiben ais g Athen, in welchem es heißt: Die Vermittelung der Mächte in dem griechisch I türkischen Zwiste werde einen Aufschub erfahre«, da es Englands Absicht s , I diese Frage zum Vortheile beider betheiligten Staaten zu schlichten. Mivh:t | Pascha habe, bevor er London verlasten, auf Verlangen der englischen Regi,-- rung seine Anschauung über die vortheilhaftesteu Mittel zur Versöhnung dr ff Empfindlichkeiten der Pforte mit den Forderungen Griechenlands dargelegl. I Anstatt der vom Congreß vorgeschlagenen Grenzbestimmung rathe Midhat ah I die Grenzberichttgung gegen Epirus und Thessalien auf den dritten Theil iu j r<duciren und Kreta an Griechenland abzutreten, da diese Insel für die Türk.'i | nur eine fortdauernde Verlegenheit darstelle. Der Vorschlag Midhat's sei von I der englischen Regierung sehr günstig ausgenommen worden und thue dieselbe A im Augenblick bei den anderen Mächten Schritte, damit ihre Mediation eher im Sinne des obigen Projects als in jenem des Berliner Vertrages stattfinde. \
Reapel, 28. Septbr. Der Ausbruch des Vesuvs hat nicht weiter Igugenommcn,
Hesterreich.
Wien, 28. Septbr. Das „Telegr.-Corresp.-Bureau" meldet aus Rom von heute: Die Nachrichten verschiedener Journale, daß die Verhandlungen zwischen dem Vatikan und Deutschland vollständig gescheitert seien, find unbe-! gründet. Der Vatikan verlangt nicht die Abschaffung der Maigesetze, sondern«
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der Salzsteuer; Vereinfachung des Zolltarifs; fortschreitende Verminderung der nur eine für die Kirche weniger verletzende Auslegung derselben. Es handelte die inländische Consumtton und Production schädigenden Grenzzölle unter Be- sich niemals um formelle Acte, bte der Gegenstand emes Lpecmlgesetzes seur rücksichtigung unserer industriellen Verhältnisse; jährliche Steuerbewilligung durch sollen, wie es bezüglich der "Abschaffung der Malgesetze der Fall |eiu mußte, den Reichstag, deshalb vorläufige Beibehaltung der Matrikularbeiträze unter Bis jetzt herrscht zwischen den beiden verhandelnden Therleu Übereinstimmung. Annahme eines gerechteren Vertheilungs-Maßstabes und bis zum Ersätze der- Die Verhandlungen wurden nicht unterbrochen. Die gegenseitigen Vorschläge selben durch eine directe quotisirte Reichssteuer. — 5) Aufrechterhaltung der werden allerdings mit Hinblick auf die obwaltenden Schwierigkeiten langsam Freizügigkeit, der Gewerbefreiheit, der Coalitionsfreiheit; Förderung der allge- studirt. , ~ n
meinen und technischen Bildung der arbeitenden Klaffen, insbesondere der Lehr- - Die „Polit. Corresp." meldet: Der Kaimakam von Groß-Zwornik linge: gesetzliche Anerkennung der auf Selbsthülfe begründeten Vereinigungen; ließ schriftlich die Unterwerfung der «Stadt anzeigen. Die dortigen Einwohner weiterer Ausbau der wirtschaftlichen Gesetzgebung, insbesondere bezüglich des legten ihre Waffen nieder, welche sammt den Geschützen von den dortigen Schutzes für das Leben und die Gesundheit der Arbeiter, der Frauen und Christen bewacht werden. In der oberen Festung werden die Geschütze gleich- Kirider, der Arbeitszeit der Letzteren, der Fabrikordnung, der gewerblichen falls durch christliche Einwohner bewacht. — Dieselbe Correspondenz meldet Schiedsgerichte und Einigungsämter; Reform der Acttengesetzgebung im Sinne aus Belgrad: Gestern überreichte der russische Ministerresident Persianl seine einer strengeren Verantwortlichkeit der Gründer und Gesellschafts-Organe, sowie Crcditive mit der Versicherung, der Czar werde das Interesse Serbiens stets einer wirksameren Controls der Actionäre. — 6) Ablehnung des Reichseisen, fördern und dessen Ansprüchen als unabhängiger Staat zur Geltung verhelfen. bahn-Projectes; Festsetzung der im öffentlichen Interesse für die Anlage und — Die „Polit. Corresp." meldet aus Bukarest von heute: Anläßlich den Betrieb der Eisenbahnen nothwendigen Bedingungen durch Reichsgesetze und der bevorstehenden gänzlichen Räumung Rumäniens seitens der Ruffen l'eß Handhabung derselben durch Reichsbehörden mit unmittelbarer Executivgewalt. — die russische Regierung das Bukarester Cabmet sondiren, ob dasselbe geneigt sei, 7) Verbesserung der Reichsjustizgesetze in Bezug auf die Aburtheilung der poli- die nunmehr ablaufende Convention durch eine neue Vereinbarung zu ersetzen tisch-n und Preßvergehen durch Geschworene, den Zeugnißzwang und Gerichts- zum Zwecke der Sicherung der Etappenstraßen für die rususchen Truppen in stand in Preßsachen, die gerichtliche Verfolgbarkeit der Beamten, die Entklei- Rumänien auf die Dauer der russischen Occupation Bulgariens. Wie es düng des Eides von confessionellen Formen und in Bezug auf die Ausdehnung scheint, äußerte sich die rumänische Regierung noch nicht darüber; in Regie- des Beschwerderechts gegen Versagung der Strafverfolgung durch die Staats- rungskreisen soll aber wenig Neigung vorhanden^ sein, eine neue Convention ai waltschaft; Freiheit der Advocatur. — 8) Individuelle Gewissens- und abzuschließen. Die Einräumung von Etappenstraßen an Rußland in der Do- Glaubensfreiheit; Abgrenzung des Rechtsgebietes der Kirchen und Religions- brudscha dürfte weniger.Schwierigkeiten finden. — In Donau-Bulgarien soll gesellschaften gegenüber dem Staat durch Staatsgesetz, daher allgemeine Gesetz- bereits eine Agitation für die eventuelle Vereinigung der Dobrudscha mit dem gibnng über die Religionsgesellschaften ohne Rücksicht auf einzelne Confessionen Fürstenthum Bulgarien im Gange sein.
und ohne Bevorzugung bestimmter Kirchen, namentlich Feststellung der Bedin- Wien, 28. Septbr. Die „Wiener Ztg." veröffentlicht folgende Erne -- gungen unter welchen Religionsgesellschaften staatlich anerkannt werden und nungen: des Mmisterialraths Anton v- Niebacker zum Regierungs-Commissar Corporationsrechte erhalten müssen; allgemeiner obligatorischer und unentgelt- bei der österreichisch-ungarischen Bank, des Ministerial-Secretärs Friedrich Ritter licher Volksunterricht, Trennung der Schule von der Kirche. — 9) Volle Geiringer v. Winterstein zum Stellvertreter desselben,, ferner des Gouverneurs Durckfübruna des constitutionellen Systems in den Einzelstaaten. der Boden-Creditanstalt Moser zum Gouverneur ber österr.-ungar. Bank.
j__—__i—__ ' ' Wien, 28. September. Officiell. Der Commanbant bes 13. Armee«
Deutschland. Corps, Herzog von Württemberg, telegraphirt von Livno, 28. bs., Nachmittags
' er m u ,Q 1 Uhr: Die 7. Division unter Generalmajor Müller, bie Brtgabe bes General«
Majors Csikos, eine achtcentimetrige unb eine halbe muncentimetrige Felbbatterie cntljält bas Gesetz, bie Ausführung bes beutschen Gerichtsverfassungs Gesetzes eire^ten aug ^r Richtung von Jezero, Travnik, Serajewo, Prolog kommend, «4». D°. »■ =0 x,»? ~
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Gesetz, den L-chutz der in fremde Verpflegung gegebenen Kinder unter Beschießung. Dieselbe mußte jedoch infolge des undurchdringlichen, mit starkem sechs Jahren setreffenb. Reaen untermischten Nebels von ber östlich der Stadt postirten Feldbatterie
t ' 27‘ Septbr. Se. Konigl. Hoheit der Großherzog haben e|n® wer^en. Nur die Gebirgsbatterien der 1. unb 3. Gebirgsbrtgade allergnädigst geruht: 1T unh ^(e Geschütze ber Briqabe Csikos konnten aus der Ebene von Gorica unb
Sept, ben Distrtctseinnehmer ber Districtseinnehmerei Gießen I, Höhen westlich vonLivno einigermaßen wirken. Um 4 Uhr Nach-
Renbanten Johann Peter Becker, aus sein Nachsuchen unb unter Anerkennung mitfA ( te ^^rNebel unb wurde die Beschießung aus allen 38 Geschützen seiner nahezu fünfzigjährigen treu geleisteten Dienste in ben Ruhestanb zu ^fgenommen. Die Artillerie wirkte aus's Erfolgreichste. Die bcm
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5ßrinjen Heinrich und dcr 'Prinjeg ßuife ^~u cII^otmlt(a9 ^ler eln®e' brannte es an mehreren Punkten. Die feindlichen Vortruppen wurden aus allen
troffen und am Bahnhof von der Großh. Familie empfangen worden. S-UeÜ nack kumem Kampfe in di- Befestigungen und di-Stadt zurückgeworfen.
— Se. Maj. der Kaiser ist heute Abend um 6 Uhr Mtn. hier durch- Fischü,terung des Feindes und die mörderische Wirkung des GeschützseuerS gereist und wurde am Bahnhof von der Großh. Familie und der hier anwesen- £ ®qeisaltla, daß heute früh um 7 Uhr, als bie Artillerie nahe günstige
den Kronprtnjessin des deut chen Reiches begrüßt. Rach einem halbstündigen ^°r-n >o gewairig,vap y l > genommen batte eine D-vutatiou
Aufenthalte -folgte die Weiterreise. Das zahlreich anwesende Publikum begrüßte der ^«^»1^,0« Erschien. 9
ben Kaiser mit Jiibelnben Zurufen. u auc ^em Thurme bes oberen Castells bie kaiserliche Flagge unter bem llzr-
®ettC^8 bEt $e6unS bt8 "®r°6cn ÄUrfUlften meinen Jubel der Truppen aufgehißt. Die TrophLen durften bedeutend sei», r “ääSh TfÄ"* ,T £kÄ."IXSÄXÄÄft"-* weg«?d°r" X'ÄhÄ?« und b« von Wahlvochehern Truppen in Ertragung furchtbarer Strapatzen und in ihren tartischen L-.stunzra
begangenen Ungesetzlichkeiten Ermittelungen und wegen eines andern Punktes >°ar @el)tbr. Der Landtag wurde heut- eröffnet. DaS bi.
strafgerichtliche Unt«s^ ß voller fstliche R-scrip. des Königs fordertzur Wahl d« Deputation für d-n^am
Kassel, 26. September. Der Kronprinz hat im Auftrage des Kaisers W 5" machenden Vorlagen an. Das Rescr.pl wurde nut lebhaften Zwwi
nachstehenbes Schreiben an ben fommanbirenben General bes 11. Armee-Corps^begrüßt.


