richte ich an den Minister-Präsidenten die Frage: hat die jüngst stattgehabte Begegnung Andrassy's und Dismarck's in Salzburg das bisherige FreundschaftS- Lerhältniß zwischen unserer Monarchie gefördert oder nicht?
ArauLreich.
Paris, 27. September. Das an der Boulevard-Börse verbreitete Ge rüchl von dem Abschluß eines Waffenstillstandes findet feine Bestätigung.
Mons, 27. September. Der Strike im hiesigen Berzbau-District ist fast beendigt, insbesondere ist in den Ortschaften Dour und Elouzes die Arbeit wieder ausgenommen worden; zwei dahin gesendete Bataillone sind bereits wie- der zurückgekehrt. _
Der orientalische Krieg.
Wien, 27. September. Die „Polit. Corresp." meldet aus Cetiinje von heute: Die Kapitulation von Goransko erfolgte nach eintägigem Bombardement und heftigem Kampf am 24. d. Die Montenegriner erbeuteten 3 Ge schütze und 500 Gewehre; 300 Nizams wurden gefangen. Auch Piva wurde von den Montenegrinern besetzt; ferner eroberten dieselben das F^rt Krkoida und halten das ganze Gebiet bis Foca besetzt. — Nach einer M.ldung aus Ragusa wurden Bilk und die umliegenden Dörfer von den Montenegrinern einzeäsch.rt. Die Kranken, Verwundeten, sowie Frauen und Kinder wurden unversehrt nach Trebinje escortirt, wo der Belagerungs-Zustand p:oclamirt ist.
London, 27. September. Nich einer Depesche der „T'.mes" auö Cettinje hat sich Goransko den Montenegrinern ergeben.
E8t'en, 27. September. Das „Tageblatt" meldet aus Rustjchak: Die Festung wird seit vorgestern heftig bombardirt; die Forts erwidern das Feuer.
- Die „Preffe" meldet auS Sistowa, 25. d.: Gestern passi.ten 4 Garde- Kavallerie-Regimenter unter dem Kommando des Generals Gurko hierjelbst und zogm alsdann nach Süden hin weiter.
Konstantinopel, 27. September. Der Kommandant von Bazardjik meldet vo n 26. Septbr.: Aegyptische und tscherkessisch^ Reiter-Schaaren schlugen 1000 Mann russische Kavallerie bei Mossiou. — Suleiman P ischa berichtet vom 25. Septbr.: Angesichts des vom Lreraskierat an Mehemed Ali Pasch i ergänze.ieii Befehls zum Angriff auf Bjela wuroe L)eao»ikerai (?) Pascha von Suleiman Pascha angewiesen, eine Demonstration gegen^den von 2003 Ruffen besetzten Ort Elena auszuführen. Am Montag griff Seadaikerai Elena an, zerstörte eine Redoute und warf die Ruffen mit einem Verlust von 150 Todten zurück. Nachdem derselbe darauf noch vier andere Ortschaften in Brand gesteckt hatte, kehrte er in seine früheren Stellungen zurück. Der türkische Verlust war äußerst gering.
— Amtliche Meldung. Osman Pascha berichtet: Bei den Kämpfen der vorigen Woche, in welchen die Russen zurückzeworfen wurden, verloren dieselben 8000 Mann nebst 3 Geschützen. Am Dienstag griffen die Ruffen mit bedeutenden Streitkräften, unter welchen sich auch die Kaiser-Garde befand, die östlichen Positionen von Plewna an, wurden jedoch abermals zurückgewiesen, uno zwar mit 1500 Mann Verlust. Der Kamps dauert noch fort. 100,000 Ruffen greifen Plewna an.
Konstantinopel, 28 September. Die „Agence Havas" mebet: Einige hiesige Journale behaupten, daß die ägyptische Division unter Führung des Prinzen Haffan bei Silistria die Donau überschritten habe.
Konstantinopel, 28. September. Die „Agence Havas meldet: Das gestern veröffentlichte Telegramm Osman Pascha's (welches über einen mit bedeutenden Streitkräften unternommenen Angriff der Ruffen^auf die östlichen Positionen berichtete), bezieht sich auf Dienstag den 18. Septbr., nicht auf Dienstag den 25. Septbr. ________________
Lokal-Stotiz.
Gießen, 29. Sept. Vor dem Schwurgertchtshof der Provinz Oberhess.m werden während der mit künftigem Montag beginnenden Sitzungen des IV. Quartals l. I die nachbemerkten Anklagesachen zur Verhandlung kommen, nämlich:
Den 1. Oktober, Vormittags 9 Uhr, gegen Elise, Wtttwe des Eberhard Buh von Eberstadt, wegen Diebstahls; Bertheid.: Gr. Hofger.-Advocat Curt man in Friedberg.
Denselben, Nachmittags 3 Uhr, gegen Jacob Süß von der OeS, wegen Meineids; Bertheid.: Gr. Hofg.-Advocat Batst.
Den 2. Oktober, Vormittags 8 Uhr, gegen Conrad Eifert HI. v)n Angersbach, wegen Brandstiftung; Vertheid.: Gr. Hofg.-Advocat Dr. Schwarz.
Denselben, Nachmittags 3 Uhr, gegen Wilhelm Bocher von Merlau, wegen Diebstahls; Vertheid.: Gr. Hofger.-Advocat Dr. Gutfletsch.
Den 3. Oktober, Vormittags 8 Uhr, gegen Johannes Schuch III. von Klein- Karben, wegen Meineids; Verthetd.: Gr. Hofg.-Advocat Wetdig.
Denselben, Nachmittags 3 Uhr, gegen Joh. Georg Brosius von Mornshausen, wegen schweren Diebstahls; Bertheid.: Gr. Hofger.-Advocat Lauer.
Den 4. Oktober, Vormittags 8 Uhr, gegen Großh. Bürgermeister Gemmer von Zell, wegen Verbrechens tm Amte; Verth.: Gr. Hofg.-Advocat Dr. Dtttmar.
Den 5. und 6. Oktober, jedesmal Vormittags 8 Uhr, gegen Anton Habig von Schletzenhausen, wegen Verbrechens wider das Leben; Verthetd.: Gr. Hofger.-Advocat Dr. Rosenberg.
Vermischtes.
Lauterbach in Oberheffen, 24. Sept. Am vorigen Samstag wurde dahier die von dem Oberhessischen Gartenbauveretn im Cosinogebäudc veranstaltete Herbst-Ausstellung von Obst, Gemüse, Pflanzen und Blumen eröffnet, und erfreute dieselbe sich am gestrigen Sonntage eines zahlreichen Besuches unsers Publikums und aus der Um gegend. Dieser strebsame Verein tn Obcrhessen, dessen Mitglieder zumeist tn den kleinen Orten der Provinz zerstreut wohnen und thättg sind, hat diesmal wieder, wie schon in mehreren oorhergegangenen Ausstellungen geschehen, Alles aufgeboten, um die gegen wärtige Ausstellung so werthvoll und reichhaltig auszufüdren, daß die Besucher mit Befriedigung dieselbe in Augenschein nehmen, und dazu hat auch der Präsident des Vereins. der unermüdliche Förderer und Pfleger der Gartenkunst, der Hr. Graf von Solms Laubach, der auch tm Berbands-Vorstande der rheinischen Gartenbauvereine eine bedeutsame Thätigkett zeigt, eifrig mttgewtrkt und da? Unternehmen fördersamst unterstützt Die Obstsortimente auS der oberhessifchen Provinz sind reichhaltig und schön, die Gemüse sind tn bester Culturvollkommenhelt zu sehen und auch Pflanzen, wie der Blumenflor der Herbstmonate illustrtren und zieren in ihrer Formenmannigfaltigkeit und Schönheit diese Ausstellung und zeugen auch hier von dem Fleiße und dem Streben der hejstschen Gärtner, für welche die Ausstellungszeit tn der Regel der Sammel- und VereintgungSpunkt der Mitglieder deS Vereins zum persönlichen Austausch über ihre Angelegenheiten ausmacht.
Rockenberg, 2s. Sept. Die Bewohner unserer Nachbarorte wurden auS leicht- begreiflichen Gründen bei der Kunde von der in der hiesigen Garnison und gleich darauf unter den Sträflingen deS LandeSzuchthauseS auSgebrochenen, bis jetzt noch nicht aufgeklärten Krankheit in einige Aufregung versetzt und in Folge dessen der hiesige Ort von Pastanten vermieden. Wir können demgegenüber, gestützt auf die Erfahrungen und dte Urthetle der hier anwesend gewesenen medicintschen Capacitäten aufs Bestimmteste versichern, daß jede Furcht vor Ansteckung gänzlich unbegründet und der Besuch Rockenbergs gegenwärtig so gefahrlos ist, wie zu irgend jeder anderen Zeit
Kranke Soldaten sind gar keine hier und der Stand der Kranken im Zuchihause, der am 22. d. seine Höhe mit der Zayl 260 erreicht halte, fiel von da an rapio abwärt« und beschränkt sich j.tzt noch auf circa 1” R convalescenlen, während der übrige Toetl schon wieder ,n dem Geleise oer Hausordnung lebt. Der beste Beweis aber liU die Unge- sährlichkeit der Krankheit außerhalb der Anstalt lebender Personen dü ite die Tyalsache liefern, daß von sämmtlichen Beamten der Anstalt, deren mehrere Lage und Nächte unter den Erkrankten verweilten, kein einziger von der Krankheit befallen wurde. Wir bringen diese Thatsachen mit Rücksicht auf das am 30. Sept. u. 1. Oct. er. zu feiernde Kirchweihfest aufs gewissenhafteste unfeien Nachbarn tn Stadl und L^no zur Kennt- mtz, um allenfaUstge Beiürchtu/.gen Besuchlustiger zu verscheuchen. Herzhaft rufen wir jcoem Wankelmüthtgen, der noch mit sich im Streit ist, ob er die giesige Kirchwcihe oesuchen will oder nicht, entgegen: Kommen Sie unbesorgt nach R ckcnderg und treten Sie getrost ein in unsere prächtigen Kirnußhallen!
Brigham Uourrg.
Der „Nat.-Ztg." schreibt ein deutfch amerikanifcher Mitarbeiter: Der Mose« der Mormonen ist am 29. August in seiner selbstgegründeten Hauptstadt am großen Salzsee gestorben. (5r war Einer der „selbstgemachten" Manner Amerika's, wie sie sich in der vergangenen Periode unter Umständen, die sich allerdings nicht leicht wiederholen werden, und Raum und Gelegenheit zur größtmöglichen Entfaltung individueller Jnicativ-Begabung boten, durch Talent, mehr aber noch durch Energie und Glück aus niedrigen Anfängen thcils zu großem Reichlhum, theils. zu herrschenden und angesehenen Stellungen emporgeschwungen haben. Als der Sohn eines gewöhnlich neu engländischen Farmers wurde er am 1. Juni 1801 zu Wyitenham im Staate Vermont geboren, dessen Bevölkerung es liebt, ihren Charakter mit den Granitfelsen der grünen Berge ihrer Heimath zu vergleichen. Er erhielt die gewöhnliche-Schulerziehung, wie sie unter den Puritanern gebräuchlich war, und das Vorwalten der religiösen Zucht leitete seinen geweckten Geist schon früh darauf, selbst im „Garten des Herrn" thätig zu fein. Obwohl nur ein gewöhnlicher Zimmermann, predigte er schon in den zwanziger Jahren gelegentlich und wurde bald zu den eifrigsten Mitgliedern der Baptisten Kirche seiner Heim>th gezählt. Aber gerade bei solchen, sich tief mit religiösen Fragen beschäftigenden Leuten ist ein Auftauchen einer neueren Erleuchtung, ein Wechsel der Ueberzeugung häufiger, als bei indifferenten Routinechristen. So geschah es, daß als Mmrg im Jahre 1832 von der neuen Offenbarung des Buches Mormon und der von dem Propheten Joe Smith auf Grund derselben gegründeten „Reuen Kirche'' zu Kirtland im Staate Ohio vernahm, er von der neuen Heilswahrheit überzeugt und bekehrt wurde. Es liegt nicht der geringste Grund vor, an der Aufrichtigkeit dieser Bekehrung zu zweifeln, da der Zimmergesell ^oung, obwohl mit natürlicher Intelligenz und Energie begabt, doch zu jener Zeit unmöglich seine einstige Rolle als Prophet und Herrscher der neuen Gläubigen voraussehen konnte. Auch ist der Uedergang von streng doktrinärem Puritanismus Reu-Englands zum Mormomsmus, ja sogar zu den spätesten Conseguenzen der letzteren Religion durchaus kein so weiter Schritt, als man heute gern zu glauben geneigt ist. Denn das puritanische Dogma betonte nicht nur wie der gejammte Protestantismus die Alleingiltigkeit der Bibel als Glaubensquelle, sondern gefiel sich noch ganz besonders darin, die Satzungen des alten Testamentes und besonders den Lebenslauf der alten Patriarchen als von der wahren, göttlichen Offenbarung beseelt und mustergültig in den Vordergrund zu schieben- Diese Vorliebe für das Alttestamentarische äußert ^sich bis auf den heutigen Tag durch das Vorwiegen althebräischer Vornamen bei den Zankccbevölke rung- Diese Ansicht, die vollkommen logisch aus Dem alten Testarnentsglauben entwickelt werden kann, behauptet, daß die Offenbarung der wahren Religion schon lange vor Christus und MoseS den Stammeltern des Menschengeschlechtes im Garten Eden zu Theil geworden, daß sie von den Nachkommen nach «llen Richtungen, und wie das Buch Mormon ausdrücklich und im Detail erzählt, auch nach Amerika schon mit der ersten Einwanderung der Urväter der jetzigen braunen Rasse gelangt sei. In Folge von widrigen Einflüssen aber sei diese Offenbarung im^Laufe der Zeit verdunkelt und nur von wenigen frommen Männern (al8 „Gehcimlehre") in größerer oder geringerer Reinheit festgehalten worden, welche letzteren, von Zeit zu Zeit als Propheten auftretend, die wahre Religion, so weit sie sie verstanden, wiederherzustellen suchten. Solche Propheten seien Moses und Christus in der alten Welt gewesen. In der neuen W-lt aber sei die im Besitz der „Geheimlehre" befindliche Partei nach langwierigen Kämpfen in einer gewaltigen Schlacht, die im heutigen Staate Rewyork stattgefunden, vernichtet worden, ein dem Schwerte entronnener Flüchtling habe jedoch vor seinem Tode in der Nähe des Schlachtfeldes Das heilige Buch Mormons, das Die echte Uebcrlicfcrung Der göttlichen Offenbarung enthalte, vergraben und dadurch vom Verderben gerettet. Endlich habe Joe Smith, der gottbegnadigte Prophet, dieses Buch aufgefunoen und Damit Den Auftrag erhalten, Das neue Zion, Dessen Herrlichkeit Das ganze Weltall umschatten würde, zu begründen.
Nachdem Ioung einmal zur Ueberzeugung von der Wahrheit dieser Offenbarung gelangt war, warf er sich sofort mit Dem ganzen Eifer feiner Natur auf die Propaganda desselben, und bald war er ein leitender Geist Der neuen Kirche. Schon im Jahre 1835 wurde er Einer Der Zwölf Apostel, Die als Missionäre in alle Welt geschickt worDen, um Den HeiDen (ÄentileS) Die neue Offenbarung zu preDigen. In Dieser Rolle hatte Der fähige, energische und rüstige Mann bedeutenden Erfolg, und fein Ansehen stieg entsprechend.
Unterdessen hatten sich die Mormonen zum Aufbau ihres „Neuen Zion"-Staates nach Dem damals nur Dünn besiedelten Staate Missouri begeben, gerieten aber hier bei Dem Versuche, einen Staat im Staate zu gründen, in Confliet mit Der Bevölkerung und Den Behörden, der in ihrer summarischen Vertreibung endete. Sic flohen nach Illinois und gründeten am Misfis- ippi, nicht weit vom heutigen Davenport, die Stadt Nauvoo, die mehrere Jahre sich blühend entwickelte. Der Prophet Smith übte seinen Gläubigen gegenüber eine autokratische Oberherr, schäft aus, die in dem Maße, als sich das benachbarte Illinois, Daß Damals erst vor kurzem nach einem blutigen Kriege Den JnDianern entrissen worDen war, mit freien AnsieDlern füllte, Den letzteren anmaßenD, gefährlich unD unmoralisch erschien. Ganz besonders war dies der Fall, als Joe Smith im Wege einer weiteren Offenbarung die Vielweiberei zunächst als Geheimlehre Der „Heiligen Der letzten Tage" znm Doama zu erheben suchte. Ob Dies, wie man will, persönlicher SensuaUtät Des Propheten zuzuschreiben oder nicht, ist gleichgültig, da die Entwickelung dieser Lehre von vornherein unmöglich gewesen, wenn dieselbe nicht im strengsten logischen Einklänge nicht nur mit der Offenbarung des Buches Mormon, sondern der der Bibel gestanden hätte.
Die Vielweiberei Joe Smiths erregte aber sofortigen Anstoß unter den wenig dogmatifi- renben Ansiedlern von Illinois, von denen damals Diele, wie es heute abermals in der Nachbarschaft der Mormonen der Fall, noch nicht einmal Gelegenheit fanden, eine einzige Frau aufzutreiben. Es kam zum gewaltsamen Confiiete, der Prophet wurde gefangen genommen und im Gefängniß ermordet, der Tempel von Nauvoo zerstört und die mormonische Colonie überhaupt verfolgt und unterdrückt.
In dieser gefährlichen Lage ging die Prophetenwürde durch Wahl der Aeltesten und Bischöfe auf Den energischsten Der Apostel, Brigham $oung über. Dieser erkannte mit staatsmännischem Blicke sofort, Daß Der Aufbau einer neuen Religionsgenoffenschaft, namentlich wenn Dieselbe altfemitiscbe unD patriarchalische Moralgrundsätze zur Geltung bringen wollte, in unmittelbarer Berührung mit Dem Weltverkehr uno Der sächfiichen Raee unmöglich fei. Er faßte deßhalb ohne Verzug Den großen Entschluß, Das neue „auserwählte Volk", wie weiland Moses die Kinder Israels aus Egypten, in einem großen, reinigenden Wüstenzuge zu einem gelobten Lande zu führen, wo der Aufbau und die vorläufige Erstarkung des „neuen Zion" ohne Störung Durch mächtige Feinde vor sich gehen konnte. Mit gleicher Schärfe wählte er als Ziel Der Auswanderung ein Gebiet, das allen Anforderungen zu entsprechen schien. Jenseits der Damaligen Grenze der Vereinigten Staaten in Der entlegensten und fast noch nie von Entdeckern, sondern nur von waghalsigen Jägern und Abenteurern berührten Ecke der Republik Mexiko lag das Becken des großen Salzsees, das ringsum durch eine theils gänzlich wüste, theils noch unbewohnte Oede von dem Weltverkehr getrennt lag. Nicht weniger als 1000 englische Meilen in irgend einer Richtung entfernt, lagen die Küste des Stillen Meeres im Westen, die vorgeschrittensten Ansiedelungen der sächsischen Race im Osten, und eS schien keine Gefahr, daß eine solche Kluft, durch Wüsten und Gebirge verschärft, in einem Jahrhundert überschritten werden konnte. Bis dahin aber mochte das Volk der heiligen genügend erstarkt sein, um etwaige Angriffe der Heiden ab' wehren zu können.
__ (Schluß folgt.) _
Handel und Verkehr.
Gießen, 29. Srpt. Auf dem heutigen Wochenmarkt kostete: Butter, per Pst.
1.5—15, Hühnereier, per Stück 6—7 Käse, per Stück 6—9 H, Kasematte, per St. 3 Erbsen, 1 Liter 18^, Linsen, 1 Liter 22 Tauben, das Paar 50 H, Hühner, per Stück 75 Hahnen per St. 70^, Enten p. St. JL 1.60, Kartoffeln 100 Kilo 6
Frankfurt, 26. September. (Fruchtbericht.) An unserem Montags-Markt »ar Weizen nreber recht vernachlässigt unb fiel die oergleichswetse kleine Zufuhr au6 Ungarn nicht in die Waagschaale, da weder unsere Mühlen noch Bäckereien hervorragenden Begehr bekundeten. Man handelte hiesigen Landweizen frei hier Jt 23 50, ab unserer Umgegend JL 22—22.75, wirklich feine Waare viel über Notiz; ungarischer zweiter Hand JL 25 bezahlt. Roggen-Preise stehen unter dem Drucke starker Zufuhren


