zurück.
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Hos-Sitzwalheim).
lähmte Frau wurde in Gegenwart der Fürstin an den Wunderplatz getragen, sie siel in Ohnmacht, und als sie wieder zu sich kam, konnte sie aufrecht von dannen gehen und der Himmelskönigin ein Loblied singen. Die Fürstin unterhielt sich auch mit den Kindern, denen die Mutter-Gottes erschienen sein soll. Das Gefolge der Fürstin war übrigens von dem Wallfahrtsorte nicht sehr erbaut und erzählte Unglaubliches über den Schmutz, von dem Marpingen starrt.
Geschehen Gießen, am 24. August 1877.
General-Versammlung
des landwirthschaftlichen Bezirks-Vereins Gießen.
Gegenwärtig: 1. Der 2. Director Regierungs-Rath Haberkorn. 2. Der General- secretär der landw. Vereine Dr. Weidenhammer. 3. 10 Ausschußmitglteder. 4. Eine größere Anzahl von VeretnSmitglieder.
Nachdem der Vorsitzende die Sitzung eröffnet und die Erschienenen willkommen geheißen hatte, sprach derselbe zunächst sein Bedauern darüber aus, daß der seitherige erste Director, Großh. Provtnzial-Director Freiherr v. Röder von hier versetzt und dadurch die Wadl eines neuen ersten Direktors nothwendig geworden sei und bat die Versammlung diesem Bedauern durch Erheben von den Sitzen Ausdruck zu geben, was sofort geschah.
Hierauf wurde zur Tagesordnung geschritten.
Zum ersten Gegenstand derselben:
Wahl eines ersten Dtrectors des landwirthschaftlichen Bezirks-Vereins Gießen;
beantragte der Großh. Bürgermeister Zimmer von Villingen, den jetzigen Kreisrath des Kreises Gießen, Großh. Prooinzial-Director Dr Boekmann zum ersten Director des landwirthschaftlichen Bezirks-Vereins zu ernennen, indem er darauf htnwies, daß zu diesem Posten wohl Niemand geeigneter sei, als der 1. Verwaltungsbeamte des Kreises, der schon vermöge seines Amtes zur Förderung der Landwtrthschaft ganz besonders verpflichtet sei. m
Nachdem noch von anderer Seite bemerkt worden war, daß der Großh. Pro- vinzial-Dtrector Dr. Boekmann in seinem seitherigen VerwaltungS-Bezirk Groß-Gerau bedeutende Verdienste um die Hebung der Landwtrthschaft sich erworben, wurde der genannte Beamte einstimmig durch Akklamation zum ersten Dtrector gewählt.
Wahl eines Secretärs und Rechners.
Der seitherige Secretär und Rechner des Vereins G r ü n e b e r g ist an die Stelle des verstorbenen Rechners Körber zum Rechner der allgemeinen geistlichen Wittwenkasse in der Provinz Oderhessen rc. ernannt worden und hat in Folge der ihm dadurch erwachsenen bedeutenden Arbeitslast um Entbindung von dem Amte eines Secretärs und Rechners gebeten. Diesem Wunsche wurde stattgegeben und auf Vorschlag des Vorsitzenden der Großh. Kretsaffessor Nover, ebenfalls durch Akklamation, zum Secretär gewählt, während auf Vorschlag des Großh. Bürgermeisters Pracht von Grünberg der Kreisamts-Gehülfe Laub er zum Vereins-Rechner ernannt wurde.
Prüfung der Rechnung für 1876.
Hierauf wurde die Rechnung des landwirthschaftlichen Bezirks-Verein- für 1876 geprüft und gut geheißen.
Feststellung des Voranschlags für 1877.
Der Vorsitzende trug sodann den Voranschlag für 1877, wie er von dem Ausschuß entworfen worden war, vor. Es entspann sich darüber eine längere Dtscussion, worauf beschlossen wurde, daß die Mittel des Vereins pro 1877 in folgender Weise verwendet werden sollen:
1. Zu Subventionen an junge Leute, welche den Obstbaumwärter-Cursus an irgend einer Anstalt besuchen............ 400 JL —
wobei jedoch bestimmt wurde, daß nur Solche bedacht werden sollen, von welchen vorausgesetzt werden kann, daß sie nach Beendigung des Cursus ihren Wohnsitz im Großherzogthum beibehalten.
2. An die landwirthschaftltche Versuchs- und Auskunfts-Station in Darmstadt Beitrag.............. 85 „ — „
wobei von dem Vorsitzenden darauf aufmerksam gemacht wurde, daß in Folge dieses Beitrags die von Mitgliedern deS landwirthschaftlichen Bezirks-Vereins beantragten Untersuchungen von Düngern rc. zu einem erheblich geringeren, als dem tarifmäßigen Kostenbeträge vorgenommen würden.
3 Zu Subventionen an Solche, welche eine der Ackerbauschulen zu Friedberg oder Alsfeld, oder einen Wiesenwärter-CursuS besuchen................... 500 „ — „
wobei vorausgesetzt wurde, daß die Betreffenden, bezw. deren Eltern, zur Bestreitung der desfallsigen Kosten nicht im Stande seien.
4. Dem Heinrich Müller zu Wettershatn Restbetrag der ihm Behufs Theilnahme an dem Obstbaumwärter-Cursus zu Bensheim zugesicherten Subvention........... 60 „ — „
5 Zu Subventionen an Solche, welche den Lehr-Cursus für
Hufschmiede an der Veterinär-Anstalt in Gießen besuchen . 300 „ — „
6. An die Expedition deS Gießener Anzeigers Aversum für Aufnahme populärer Artikel über Landwtrthschaft..... 250 „ — „
7. Für Lehrzwecke und Literatur............ 50 „ — „
8. Reservefonds........i......._.__ 246 ,, 83 „
Zusammen 1891 JL. 83
Bestimmung des Orts für die nächste General-Versammlung. Endlich wurde beschlossen, daß die nächste General Versammlung in Grünberg abgehalten werden soll, an welcher der Großh. General-Secretär Dr. Weidenhammer einen Vortrag über Molkereiwesen zu halten versprach.
Zum Schlüsse hielt der Director der Veterinär-Anstalt Professor Dr. Pflug noch einen interessanten Vortrag über die Merkmale der Rinderpest und die verheerenden Wirkungen derselben, wofür ihm der Vorsitzende den Dank der Versammlung aussprach.
Hiermit wurde die Sitzung geschlossen.
Zur Beglaubigung.
Der Vorsitzende. Der Secretär.
Haberkorn, 2. Director. Grüneberg.
Allgemeiner Anzeiger.
Verdecke der Äinb«- isundheit der M beauftragt, Mew Der Beamte hat In ib da, wo er dtebp den weißen AW der im LaboratoM mmehr herausaeM ,n Dieses auffallend« Waren inW flunfl der Sta^tSan- ntjtben, das SW- im Verein wil den jnnorn die vnE und^rM^dir geübt und dadurch
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^erstrigerungen.
Dienstag , den 4. September l. I., Vormittags 9 Uhr, sollen im alten Rathhaussaale behufs Anschaffung vonSchulbänken versteigert werden:
1. Schreinerarbeit, veranschlagt zu 503 — 2. Weißbinderarbeit, „ w 116 60
3. Zinngießerarbeit, „ « 32 40
Gießen, den 29 August 1877.
Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. 4842) A. 93 ramm.
Grumiuetgras-Uersteigerung.
4841) Montag den 3. September, Morgens 8 Uhr anfangend, soll das Grum met-Gras von 120 Morgen von den Wiesen der Herren:
Heinrich Busch Erben,
Heinrich Becker,
Dr. Kchrer,
Karl Löber Wttw.,
G- Ehr. Spruck Erben,
Ehr. Jughard,
Heinrich Adami, H. M. Jughard rmd noch Andern meistbietend versteigert werden. Zusammenkunft am Neustädter Thor.
Gießen, den 29. August 1877.
_______________Müller.
Mobiliar-Versteigerung.
Freitag den 31. d. Monats, Nachmittags 2 Uhr, lasse ich 10 bis 12 vollständige Betten, zwei Sophas, 4 Kleiderschränke, 1 Küchenschrank mit Glasaufsatz, 1 Glasschrank, 1 Eis- schrank, 8 Commoden, 8 Waschtiche, 8 Nachttische, verschiedene Tische, mehrere Dutzend Stühle, diverse Spiegel, Nouleaux und 15 Lampen, vollständige Waschservice, 20 St Blumenkübel rc. u. Hausgeräthe, versteigern.
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