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Dienstag, den 30. Januar
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A«?kize- Md Amtsblatt für bei Kreis Gießen
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ihre durch stürmisches Wetter Lloyddampfer antreten werden. Berlin, 27. Januar.
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Berlin, 27. Januar. Das königl. Stadtgericht sprach heute die definitive Schließung der socialistischen Arbeiter-Partei in Deutschland, mit dem Sitze in Hamburg, aus; ebenso die Schließung des Berliner socialistischen Wahlvereins für den Geltungsbereich des Vereins-Gesetzes, und verurtheilte die Socialiften-Führer Hanisch, Oberasst, Greiffenberg und Geib zu mehrwöchentlichen Gefängnchstrafen.
Preiö vierteljährlich 2 Marr 20 Pf. mit Bringerlohn.
Durch die Post bezogen vierteljährlich 2 Mark 53 Pf.
Erscheint täglich mit Ausnahme des Montage» Expeditionr Schulstraße^ Lit. B. Nr. 18.
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Abends 8 Uhr,
Kesterreich.
Wien, 26. Januar. Die „Poltt. Corresp." meldet aus Konstantinopel: Zwischen der Pforte und Montenegro sind bereits Friedens-Verhandlungen im Gange; die Pforte ist zu einigen territorialen Concessionen an Montenegro bereit. Die drei aufständischen Provinzen sollen als militärische General-Gouvernements reorganisirt werden und nebelt den Gouverneuren christliche Civil- Adminiftratorcn erhalten. Außerdem sollen die Polizei-Corps (Zaptiehs) nach dem Muster der österreichischen Gensd'armerie militärisch orgamfirt und zur Hälfte aus eingeborenen Christen zusammengesetzt werden. — Ferner wird derselben Correspondenz aus Petersburg geschrieben: Rußland werde zuvörderst constatiren, wie weit die Einigkeit des europäischen Concertes gehe. Die neue Situation mache directe Verhandlungen unter den Cabinetren zur ersten Aufgabe; Rußland sei fest entschlossen, die Beschlüffe der geeinigten Mächte durchzuführen, müsse aber auch außer Zweifel stellen, ob Rußland als Europa oder nur als Rußland aufzutreten habe.
— Die morgen erscheinende amtliche Wiener Zeitung wird ein kaiserliches Patent, datirt vom 23. Januar, veröffentlichen, demzufolge die Auflösung des Tyroler Landtags angeordnet und die Einleitung von Neuwahlen verfügt wird.
Wien, 26. Januar. Montenegro und Serbien haben sich unter der Hand durch die englischen Consuln in Cettinje und Belgrad an den englischen Minister des Auswärtigen gewandt, um dessen directe Vermittlung in Friedens- Verhandlungen nachzusuchen, Beide beanspruchen Gebietsvergröß^rung; Serbien, wie bekannt, Klein-Zwornik. Die Pforte indessen, welche wohl geneigt ist, ein kleines Gebiet an Montenegro abzutreten, will für Serbien nur den Stand wie vor dem Kriege bewilligen. Milan wünscht Frieden, und wenn derselbe in den jetzigen Verhandlungen unerreichbar sein sollte, ein Ministerium Marinovics. Ristics ist dem Friedensschlüsse abgeneigt und will Rußlands Vorgehen abwarten. Lord Derby hat die Schritte Serbiens und Montenegros in Stambul zur Kenntniß gebracht; dieselben bilden augenblicklich dort den Gegenstand ernster Berathungen. Man hofft ein günstiges Grgebniß, da die Pforte für die Ausführung der neuen Verfassung des Friedens bedürftig ist , und den Russen jeden Kriegsvorwand nehmen will.
Pesth, 27. Januar. Im Abgeordnetenhause hat der Deputirte Helfy eine Interpellation über die Bankfrage eingebracht und zugleich die Anfrage an das Ministerium gerichtet, ob dasselbe, wenn es sich zur Durchführung der selbstständigen Nationalbank nicht fähig fühle, durch seinen Rücktritt ermöglichen wolle, daß sowohl die Bankfrage als auch die übrigen noch schwebenden hochwichtigen wirtschaftlichen Ausgaben den Landes.Interessen entsprechend gelöst ; würden.
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Ab,«ös 8 Uhr, ,eih „
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Deutschland.
Darmstadt, 26. Januar. Der Gesetzgebungs-Ausschuß der zweiten Kammer befürwortet die Annahme des den Ständen vorgeikgten Gesetz-Entwurfs, betr- den Schutz der in Pflege gegebenen fleineii Kinder, in allen Haupt- Theilen. Die vorgeschlagenen Acnderungen sind merst redactioueüer Natur. Nur verdient hervorgehoben zu werden, daß der Ausschuß die in den Art- 3 und 4 angedrvhteu Strafen von 20 ans 40 M. erhöht wissen will, vorbehaltlich der Befugniß, auf 20 herunter zu gehen, wenn milvcrnde Umstände vorhanden sind- Die Regierung hat sich Vorbehalten, ihre Stellnng zu ten einzelnen Abänderungs-Vorschlägen im Plennm zu bezeichnen.
Darmstadt, 27. Januar. Die Nr. 5 des Großherzoglichen Neglerungs blatts hat folgenden Inhalt: .
1. Bekanntmachung Großherzoglichen Ministeriums des Innern, die Bestätl- flting von Stiftungen und Vermächtnissen betreffend.
2. Uebersicht der von Großherzoglichem Ministerium des Innern für das Jahr 1877 genehmigten Umlagen zur Bestreitung von Communal-Bedürfnissen in den Gemeinden des Kreises Alsfeld.
3. Ordensverleihung.
4. Dienstnachrichten. Se. Königl. Hoheit der Großherzog haben aller- anädtgst geruht: Am 3. Januar dem Schullehrer Andreas Geil zu Nreder- Wiesen die zweite Gemeinde-Schulstelle zu Groß-Rohrheim, dem Schullehrer Caspar Heinrich Maul zu Bernshausen die erste Mädchen-Schulstelle zu Lauterbach, dem Schullehrer Johannes Lennert zu Lorsch die erste Gemeinde- Schulstelle daselbst, am 6. Januar dem Schullehrer Eduard Otto zu Groß- Linden eine Lehrerstelle an den städtischen Schulen zu Darmstadt zu übertragen; am 12. Januar den von dem Grafen zu SolmS - Laubach auf die Gemeinde- Schulsteüe zu Inheiden präsentirten Schulverwalter Karl Ludwig Weck aus Zungen für diese Stelle zu bestätigen; am 15. Januar dem Schullehrer Johannes Braun zu Fleschenbach die dritte Mädchen-Schulstelle zu Alsfeld zu
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Der engliche Botschafter Elliot machte dem 45,.vpvvn_ ____... Mittheilung, daß England entgegen der Auf
fassung Rußlands den Pariser Vertrag durch die Ablehnung der Conferenz- - - ' — *■ \ betrachte. Hierauf möge die Pforte bei den
die Mehrzahl der Botschafter bei der Pforte, unter ihnen auch v. Werther, “• ---- verzögerte Abreise am 27. Januar vermittelst
Am 29. December 1876 wurde dem Heinrich Raufert aus Biblis das Patent als Geometer 2. Klasse für den Kreis Bensheim, am 8. Januar 1877 wurde dem Philipp Hardt aus Groß-Linden das Patent als Geometer 2. Klasse für den Kreis Gießen ertheilt.
5. Versetzungen in den Ruhestand. Se. Königl. Hoheit der Großherzog haben allergnädigst geruht: am 18. December 1876 den Bauausseher Adam Sünner zu Dorheim aus sein Nachsuchen, an demselben Tage den Schullehrer an der Gemetndeschule zu Gumbsheim, Karl Pabst, auf jein Nachsuchen bis zur Wiederherstellung seiner Gesundheit, am 1. Januar 1877 den Universitäts- Rentamtmann an der Landes-Universität, Adam Schmidt, unter dem Vorbehalte seiner demnächstigen Renctivirung in den temporären Ruhestand zu versetzen und demselben zugleich die Erlaubniß zu ertheilen, auch ferner die Uniform der activen Beamten zu tragen; am 6. Januar den Landgerichtsdiener bei dem Landgerichte Reinheim, Johannes Konrad Linn, aus sein Nachsuchen unter Anerkennung seiner langjährigen, mit Eifer und Treue geleisteten Dienste, am 17. Januar den Hofstall-Fouragemeister Wilhelm Schäfer in den Ruhestand zu versetzen. f
6. Concurrenzeröffnungen. Erledigt sind: die mit einem Theologen zu besetzende zweite Diakonats- und erste Mädchen-Schulstelle zu Erbach mit einem jährlichen Gehalt von 1400 dem Herrn Grafen zu Erbach-Erbach steht das Präsentationsrecht zu dieser Stelle zu; die erste kath. Mädchen-Schulstelle zu Dieburg mit einem jährlichen Gehalt von 1114 Jl. 29 H; dem Kreisrathe zu Dieburg, sowie dem Pfarrer und Stadtvorstand daselbst steht das Präsentationsrecht zu dieser Stelle zu.
Darmstadt, 27. Januar. Bei der gestern stattgehabten engeren Wahl zum Reichstage siegte Büchner (Fortschritts-Partei) mit mehreren tausend Stimmen Majorität gegen Welcker (national-liberal).
Berlin, 26. Januar. Der Reichs-Anzeiger theilt bestätigend mit, daß
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rechner, Herrn Polizei- wird keiner Maske vei
Vorschläge nicht als gefährdet
Verhandlungen mit ihren Vasallen-Staaten fußen.
Berlin, 27. Januar Der „Nordd. Allg. Ztg." zufolge ist die Frage wegen der Theilung der Provinz Preußen in zwei Provinzen in Folge neuer dringender Anträge zum Gegenstand eingehender Erwägungen im Schooße der Regierung gemacht worden und wird demnächst auch das Staats-Ministerium
Gießen, am 25. Januar 1877.
Betreffend: Die Ausführung der Verordnung vom 2. December 1874, die Eintheilung der Volksschulen in Klaffen und Abtheilungen und den Lehrplan für die Volksschulen betreffend.
Die Großhcrzogliche Kms-Schul-Commiflwn Gießen
an die Schulvorstände deS Kreises.
Diejenigen von Jbnen, welche mit Erledigung unserer Auflage vorn 28. O-tober °. I. (Amtsblatt ohne Nummer) noch im Rückstand- sind, werden hiermit an deren Erledigung innerhalb längstens 8 Tagen erinnert. Bezüglich jeder der 4 Fragen ist besonderer Bericht zu erstatten.
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