Ausgabe 
28.4.1877
 
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69119 15

3596 66

Daher in 1876 mehr als in 1875 . .

Die Rückvergütungen betrugen: verunglücktes Schlachtvieh........

Brennmaterialien...........

Mehl. Hafer, Brod - - Getränke - ......

Lieferungen an das Militär

Daher in 1876 mehr als in 1875

Von dem Einkommen.......

D»e Rückvergütungen ab mit ... - Bleiben.......

Daher in 1876 mehr als in 1875

Bukarest, 26. April. Die telegraphische Verbindung zwischen Rumä­nien und der Türkei ist unterbrochen. Die Eisenbahn von Bukarest nach Jafiy befördert noch über Barbosöi Paffagiere. Der größte Theil der russischen Truppen rückt über Bolgrad in Rumänien ein. Der Vormarsch derselben gegen die Dobrudscha hin dauert fort. Es ist zweifelhaft, ob die türkischen Truppen aus dem Donau-Vilajet schnell genug in der Dobrudscha eintreffen, um den Ruffen den Weg zu verlegen.

L o k a l > St o t i r.

Gießen, 27. April. Nach dem vorliegenden Jahresbericht des städtischen Octroi- controleurs pro 1876 betrug das Octroteinkommen der Stadt Gießen:

Fritchbäcker ?u Gießen.

Sonntag den 29. April 1877. Daniel Rühl am Marktplatz. Jake Klingelhöffer am Wallthor. August Noll auf der Mäusburg.

Mischer Beifall.) .

Bukarest, 25. April. Türkische Truppen marschiren von Wlddin in der Richtung gegen die Dobrudscha ab, wo sie den Haupt-Angriff Seitens der Ruffen zu gewärtigen scheinen. Die Türken haben keinerlei Operation unter­nommen, um Kalafat, Magurele, Oltenitza und Giurgewo zu besetzen. Die russische Armee setzt ihren Einmarsch in Rumänien über Leovo und Jassy fort. Das russische Hauptquartier wird in einigen Tagen nach Jassy verlegt.

Bukarest, 25. April. Die rumänische Regierung hat die Präfecten angewiesen, im Derkebr mit den fremden Truppen-Führern nicht als Agenten der Central-Gewalt, sondern lediglich als Polizei-Beamte auftutreten und durch ihre offfciöse Dazwischenkunft die Bevölkerung vor jedem Constict zu bewahren. Die Regierung bat beschlossen, den Munictpal-Bebörden die Vertretung. der Communal-Jntereffen in den Beziehungen zu den Truppen Führern zu über­lassen.

Gießen, 27. April. Der Schwurgerichtshof der Provinz Oberhessen vom H. Quartal l. I hat tn den nachoerzeichneten Anklagesachen erkannt:

Am 21. April gegen Heinrich Roth von Frtschborn, wegen Versuchs eines schweren Diebstahls, Zuchthausstrafe von 1 Jahr 6 Monaten, Verlust der bürgerlichen Ehren: rechte auf die Dauer von 3 Jahren und Zulässigkeit der Polizei-Aufsichl.

Denselben, gegen Christian Dörr von Flensungen, wegen Diebstahls und Ur­kundenfälschung, Gefängnißstrafe von 4 Wochen.

Den 23. April gegen Heinrich Damm von Ockstadt und Consorten wegen Dted stahls rc., auf Vertagung dieser Sache wegen eingetretenen Hindernisses.

Den 24. April gegen Heinrich Kretschmar von Bobenhausen, wegen Diebstahls, Gefängnißstrafe von 3 Monate 14 Tagen.

Denselben, gegen Daniel Bollmann von Schweinsberg, wegen Diebstahls, Ge­fängnißstrafe von 4 Wochen.

Hiermit haben die diesmaligen Quartalssitzungen ihr Ende erreicht.

wurden heute eröffnet. Die

Belgien.

Brüssel, 25. April. DerEtoile belge" zufolge hat Prinz Peter Bonaparte an den Fürsten Orloff geschrieben und dem Kaiser Alexander seine Dienste in dem Feldzug gegen die Türken angeboten.

Rußland.

Petersburg, 25. April. Das kaiserliche Manifest ist gestern in Kischeneff in Gegenwart des Kaisers vor der Front der Truppen verlesen wor­den. Danach erfolgte die Ceremonie der Segnung des Oberst-Commaiidiren- den vor dem Jnsfeldrücken der Armee durch den Bischof Heute ist das Mani­fest in allen Kirchen des Reiches verlesen und' überall enthusiastisch begrüßt worden. Der Kaiser kehrt am 26. d. hierher zurück. Bezüglich des Urlaubs- Gesuches des Botschafters in London, Grafen L)chuwaloff, bemerkt die Cor- respondenz derAgence Russe": derselbe habe bereits vor einigen Monaten aus persönlichen Gründen Urlaub nachgesucht, da der Verwalter feiner Güter plötz­lich verstorben wäre. , m ,, . . .

Moskau, 25. April. Der Magistrat hat nach Veröffentlichung des Kriegs-Manifestes 1000 Betten für Verwundete und eine Million Rubel zu deren Pflege gestiftet. Gleichzeitig setzte derselbe eine Commission zur Entwer­fung einer Adresse an den Kaiser nieder. Nachmittags 2 Uhr fand in der Kathedrale des Kreml mit in allen Kirchen feierlicher Gottesdienst statt. Alle Kirchen waren von Andächtigen überfüllt.

Türkei.

Konstantinopel, 25. April. Gerüchtweise verlautet von Scharmützeln an der türkisch-russischen Grenze in Asien bei Kars. Türkische Zeitungen be­haupten, Suleiman Pascha habe nach Zurückwerfung der Montenegriner den Duga-Paß überschritten und marschire auf Nicsic.

Konstantinopel, 26. April An der asiatischen Grenze entspann sich ein Kampf. Seitens der Regierung wurde den Journalen Mäßigung anem- pfohlen; ebenso wird in den Moscheen den Muselmanen gepredigt, mit den Christen in gutem Einvernehmen zu leben.

Die Russen haben die Grenze der asiatischen Türkei bei Alexandropol überschritten. Wie verlautet, waren die türkischen Truppen angewiesen, einige Punkte der rumänischen Grenze zu besetzen. In Rescht (Persien) ist die Pest ausgebrochen. .

Der Sultan richtete ein Telegramm folgenden Inhaltes an den Armee Commandanten : Nachdem Rußland den Krieg erklärt habe, fei er ge­zwungen , zu den Waffen die Zuflucht zu nehmen. Der Sultan werde, die geheiligte Fahne des Kalifats erhebend, sich zur Armee begeben, bereit, fern Leben für die Ehre und Unabhängigkeit des Landes zu opfern. Suleiman rückt nach Niksic vor. 3000 Russen sollen bei Datum die Grenze überschritten haben. Ein Angriff auf Kars scheint beabsichtigt.

tiefes Mißvergnügen erwecken, denn trotz der unleugbaren Schuld der Türke, trage doch Rußland durch die Moskauer Rede des Czaren und die Erklärung Schuwaloff'S die meiste Schuld an dem Scheitern des Friedenswerkes. Das Schweigen Rußlands über etwaige Gebietserwerbungen errege nothwendig schweren Verdacht und werde mit Recht schlimm beurtheilt. DerStandard" nennt jene Schriftstücke die schlimmsten Muster kaiserlicher Logik, die jemals Europa geboten wurden. DieMorning Post" beurtheilt die Kriegserklärung als einen Beweis für die Absicht Rußlands, die Türkei zu zerreißen, und als einen directen Angriff auf die europäischen und asiatischen Interessen Englands. Letzteres werde nicht geduldig zusehen, wenn das despotische und anmaßende Rußland die Verfassung der Türkei niederstampfe und England den Weg nach Indien verlege. DerTelegr." gebraucht noch heftigere Ausdrücke, er spricht von barbarischen Eroberungsgelüsten und heuchlerischem Blutdurst und schließt mit der Versicherung, daß England fortan blos seine eigenen Interessen berücksichti­gen werde. Selbst die türkenfresserischeDaily News" schreibt, Rußlands Haltung beweise nicht sowohl religiöse Begeisterung als teuflische Heuchelei, doch trage die Haltung des britischen Cabinets große Schuld an dem Kriege.

London, 26. April. Gestern hat ein Cabinetsrath stattgefunden; heute tritt abermals ein solcher zusammen, um über die von England auf das russische Rundschreiben zu ertheilende Antwort zu berathen. DieMorningpost" theilt mit, daß die beurlaubten englischen Offiziere Befehl erhalten hätten, zu ihren Regimentern zurückzukehren; die bei Malta stationirte britische Flotten-Abthei- lung werde binnen Kurzem nach den orientalischen Gewässern absegeln.

London, 26. April. Bei einem Bankett der conservativen Partei ließ sich der Schatzkanzler Northcote dahin aus, die Regierung sehe die Lage nicht leichten Herzens, sondern mit Besorgniß an, jedoch in dem Bewußtsein, ihre Pflicht gethan zu haben. Sie werde solche auch fortgesetzt thun, indem sie mit Sicherheit auf die Unterstützung des Landes rechne bei Allem, was sie etwa unternehmen könnte.

Aumänie«

Bukarest, 25. April. Die Kammern

Thronrede des Fürsten erklärt: Nachdem unsere Bemühungen bei den Mächten, die Neutralität Rumäniens als Recht anzuerkennen, erfolglos waren, so ist es unsere Pflicht, zu verhindern, daß Rumänien zum Kriegs-Schauplätze werde. Die Mächte protestirten nicht gegen den Einmarsch der Russen. Als Beweis der Anerkennung der politischen Individualität Rumän'ens werden die Russen Bukarest nicht occupiren. Die Kammern werden meiner Regierung die Haltung vorzeichnen. Für die Erhaltung der alten Rechte Rumäniens und die Integri­tät der Grenzen wird meine Person an der Spitze der Armee einstehen. (Stür-

* Vermischtes.

Mainz, 23. April. Noch ist der Procetz wegen Verfälschung der Warst nicht endgültig entschieden (der betr. Metzgermeister hat auch gegen das Bejirksger.chtlicke Urtveil Recurs an den Cassationshof tn Darmstadl ergriffen) als ein neuer FaUchungs- proc/ß im Anzug ist. Ein hiesiger Gewürzdändler hat dieser Tage eine Sendung Pfeffer (gemahlenen) von hier absenden wollen: als die Ladung jedoch zur Eisenbahn gefahren wurde, wurde die ganze Ladung auf Verfügung der Polizeibehörde consiscirt. Wie man vernimmt sollen in dem Pfeffer bereits andere Producte, die mit dem Pfeffer nicht verwandt sind, vorgrfunden worden fein.

(Warnung für Fabrikanten und Producenten.) Die .Magdeb. Ztg." bringt nachstehende Mittheilung: Oeffentliche Warnung für alle Geschäftsleute. Es ist schon mehrfach darauf hingewiesen worden, daß hier in Magdeburg (ebenso aber auch in größeren Städten der Rheinprooinz) eine AnzahlFirmen" sich zu einer sogenanmen schwarzen Bande" zusammengethan haben. Dieselben treiben ihr Wesen leider schon geraume 3eit, ohne daß es bisher möglich gewesen ist, ihnen im Wege des Gesetze; das Handwerk zu legen, weil einerseits die Geschädigten sich als solche anzugede'. scheuen, andererseits dieFirmen" unbegreiflicher Weise immer neuen Credit sinder. Nun die letzteren haben es aber auch schlau genug ang-fangen, die nichts Arges ahnen: den Geschäftsleute in die Schlinge zu locken! Sie bestellen zunächst bei ihren Opfer eine kleine Parthie Waare und reguliren prompt, der nächste größere Posten wird si doch auf Riel" gekauft und selbstverständlich nicht bezahlt. Als Referenzen gibt man su gegenseitig auf und natürlich erfolgen dann die besten Auskünfte. So liegen brJ Schreiber dieses zwei Auskünfte vor, in denen gesagt wird:Wir haben mit genannte Hirma seit iroei Jahren zu thun; dieselbe ist gut und können Sie ihr einen Credit voi 5 bis 10,000 J4 gewähren. Die Inhaber sind strebsame und tüchtige Leute und wn den in nicht zu langer Reit bedeutend emporkommen." Vorsiast also vor Allem ledra Geschäftsmanne! Die Inhaber sind mittellose Leute, die die erschwindelten WaaiN verschleudern, um eine Zeit langfein" leben zu können. Man erkundige sich daru, vor Abschluß von Creditgeschäften mit unbekannten Firmen bei alten renommirto Käufern l Die bereitsHineingefallenen" aber mögen bedenken, daß sie der ganzen W schäitswelt einen außerordentlichen Dienst durch rücksichtsloses Vorgehen ihrerseits r weisen würden! Jedem sei die weiteste Verbreitung dieser Warnung empfohlen 1

Kirchliche Anzeigen der evangelischen Gemeinde zu Gießen Gottesdienst.

Sonntag, den 29. April. Morgens: Pfarrverwalter Schlosser. Nachmittags: Pfarrvikar Schoner.

(Sonntag den 6. Mai soll daS heil. Abendmahl gefeiert werden.) Die Pfarrgeschäfte in der nächsten Woche besorgt Pfarrverwalter Schlosser.

Handel und Verkehr.

Mainz. 25. April. Weizen per Mai 27.10. Roggen per Mai 19.40. Hafer

Mai 17.75. Rüböl per Mai 35.30. ______________________________

Für Schlachtvieh . .

Fleisch u. Wildpret

Brennmaterialien

Mehl und Früchte

Getränke . -

in 1873 1

1^1

in 1876 JL

| 1

1

23433 28

24203 97

1357 50

1294 79

17360 28,

16917 84

13469 50,

15862 48

21643 12)

23466 83

77263 68

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17 6

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384 18

3259 13

3797181

1723 61

2240 7

2823 65

2590,53

8144 53

9029,10

8144,53

884 57

77263 68

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