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Nußrand.

Petersburg, 20. Juli. Eine englische Compagnie hat in diesen Tagen Vorschläge wegen Acquisitton der Lugan'schen Eisenwerke gemacht._____________

Der orientalische Krieg.

London, 20. Juni. DasReuter'sche Bureau" meldet aus Konstan­tinopel : Durch eine vom Sultan erlassene Verordnung werden Beamte, die ihren Posten im Vilayet Adrianopel verlassen, mit strenger Strafe, eventuell mit der Todesstrafe bedroht- In dem genannten Vilayet ist das Aufgebot en mässe angeordnet. Hobart Pascha, der mit zwei Panzerschiffen nach dem Schwarzen Meere abgesegelt ist, übernimmt an Stelle von Haffan Pascha den Befehl über die Flotte.

Konstantinopel, 20. Juli. Der Sultan beabsichtigt angeblich zu Gunsten des Prinzen Juffuf Jzzedtn abzudanken. Abdul Kerim Pascha ist ab­gesetzt wegen seiner Weigerung, die Offensive zu ergreifen.

DieAgence Havas" meldet: Der Kriegs-Minister Redif Pascha ist abgesetzt. Mehemed Ali Pascha übernimmt an Stelle von Abdul Kerim das Ober-Commando. Die Ruffen rücken an verschiedenen Punkten in Bulgarien vor, namentlich bei Rasgrad. Nach dem heftigen Angriff auf Nikopolis ist von keinem neuen Gefecht mehr gemeldet worden. Es wird abermals über Seitens der Kosaken und der Bulgaren verübte grausame Handlungen aus Bulgarien und Thracien berichtet. Amtliche Depeschen bestätigen, daß die Ruffen nördlich von Kars in der Richtung nach Gaim hin stehen und sich auch bei Bajazid concentriren.

In einem Telegramm des Ministers des Auswärtigen an die Vertre­ter der Pforte bei den auswärtigen Regierungen wird von einer Meldung Mukhtar Pascha's Mittheilung gemacht, wonach die Ruffen vor einem Monat in der Nähe Kars gegen einen Adjutanten Hamdi Pascha's, der türkische Todte und Verwundete reclamtren sollte, unter Nichtachtung der Parlamentär-Flagge Schüffe richteten und denselben am linken Arm verwundeten. In dem Tele­gramm des Ministers heißt es sodann: man sei berechtigt, sich zu fragen, ob die Russen daraus ausgingen, successive alle Gesetze des Kriegs und der Huma­nität zu verletzen.

Bukarest, 21. Juli. Rußland hat 50,000 Mann Verstärkungen nach Asien gesendet. Das Dobrudscha-Corps marschirt gegen Silistria; es führt einen Belagerungs-Park mit sich.

Wien, 21. Juli. DiePreffe" meldet aus Simnitza: Großfürst Nicolaus hat aus Anlaß der Gerüchte über von den Ruffen begangene Greuel- thaten an die dem Hauptquartier beigeordneten Militär-Attaches der fremden Mächte die Aufforderung gerichtet, sich persönlich an Ort und Stelle von der Unwahrheit dieser Angaben zu überzeugen.____________________________________

Lokal-Notiz.

Gießen, 23. Juli. Auszug auS dem Sitzungsprotocoll der Großherzoglichen Handels­kammer zu Gießen vom 11. Juli 1877.

Anwesend: Sämmtliche Mitglieder.

Bei Beginn der Sitzung widmete der Präsident des dayingeschiedenen GroßherzogS Ludwig III. Köntgl. Hokeit einen warmen Nachruf und erheben sich die Mitglieder zum Zeichen ihrer Theilnahme von ihren Sitzen.

Die Eingänge werden zur Kenntniß der Kammer gebracht.

Von der Großherzoglichen Direction der Oberhessischen Eisenbahnen wie auch von der­jenigen der Köln-Mindener Eisenbahn-Gesellschaft waren in Erledigung der eingereichtcn Be­schwerden Schreiben eingegangen, welche diesen nach äußerster Möglichkeit vollständige Abhilfe zusichern.

Einer Beschwerde wegen der verspäteten Bestellung der Brief- und Packetpost war die Kaiserliche Ober-Postdirection in Darmstadt bezüglich der Briefbestellung entgegengekommen, indem sie zur Beschleunigung derselben eine Ausgabestelle für Briefsendungen bei dem Post­amte II dahier einrichten, sowie eine Vermehrung des Bestellpersonals eintreten lasten will; die weitere Beschwerde gegen die allzu verspätet erfolgende Bestellung der Packete und Werth­sendungen wurde jedoch um deswillen unberücksichtigt gelüsten, weil in den meisten Städten von ähnlicher Bedeutung wie Gießen die erste Packetbestellung nicht vor 11 Uhr beendet sei und dieselbe in vielen Städten, u. a. auch in Offenbach, weit länger daure, während der Nachmittags- bestellung, welche hier in der Regel nunmehr erst um 6i/27 Uhr Abends nach Schluß vieler Comptoirs erledigt ist, gar nicht erwähnt wurde. Die Kammer nahm hieraus Anlaß, das Kaiserliche General-Postamt in Berlin zu ersuchen, so schleunig als möglich diejenigen Anordnungen zu treffen, welche den berechtigten und durch den dermaligen wirklichen Nothstand herbeigeführten Klagen die billige und geeignete Abhilfe gewähren, da oft die wichtigsten Handlungen, welche aus den bei Fahrpostgegenständen befindlichen Correspondenzen resultiren, überhaupt nicht prompt und Nachmittags an dem nämlichen Tage gar nicht mehr vorgenommen werden können. Wenn die Kaiserliche Ober-Postdirection in Darmstadt sage, daß auch in Offenbach die Packetbestellung Vormittags noch später als 11 Uhr stattfinde und dort in diesem Umstande keine Gefährdung des Handelsintereffcs erblickt werde, so sei damit ebenso wenig constatirt, daß dies nicht dennoch der Fall sein könnte, wie auch, daß die Verhältniffe, welche oft schon durch die verschiedenartigen Geschäftsbräuchen bedingt würden, dort ganz andere seien als hier, abgesehen davon, daß nicht zugleich dargethan worden, daß auch dort die zweite Bestellung erst Abends um 7 Uhr vollzogen ist. In Berücksichtigung des Umstandes, daß zu der Vormittagsbestellung alle Gegenstände ge­hören, welche nach 1 Uhr Nachmittags des Tages vorher, und zu der Nachmittagsbestellung alle diejenigen, welche in den Frühstunden bereits hier angekommcn seien, müsse anerkannt werden, vaß das diesseitige Verlangen kein zu weitgehendes und die dermalige Lage eine den Handelsstand schwer schädigende und der Remedur unbedingt bedürftige sei.

Vermischtes.

19. 3uli. Unsere Polizei widmet der Visitation der Lebensmittel ganz tm Stillen fortwährend ihre Thätigkeit. Namentlich sind es die Metzger, deren Maaren, ohne daß sie nur eine Ahnung davon haben, aus ihren Läden auf die Polizei und von da zum Chemiker wandern, der sie untersucht und nach dessen Gutachten dann die weiteren Maßregeln rasch getroffen werden, so daß dieselben keinen Augenblick sicher sind. Es wurden gestern wieder bei einem Metzger eine Anzahl Fleischwürste und bei einem anderen Htrnwürste, welche mit Stärkemehl vermischt waren, in Beschlag ge nommen. - Vorgestern wurde auch bei zwei verschiedenen Bäckern zu leicht befundenes ®rot) un& untcr die Armen verteilt und heute eine nicht unbedeutende

Quantität Butter,^ welche mit Stearin vermischt war und so zum Verkaufe kam, con- siScirt. Die Verkäufer werden sich bet Gericht über ihre unreelle Handlungsweise zu verantworten haben. 0

,§ronkfurt, 18. Juli. Heute hat in unserer Stadt die Eröffnung der von dem M'.tteldeurschen Kunstgewerbe-Derein veranstalteten Ausstellung kunstgewerblicher Er- zcugnisie stattgefunden. Dieser Verein hat sich die Aufgabe gestellt, seinerseits alle Mittel zu ergreifen, um zu der so nothwendigen Hebung des deutschen Kunstgewerbes beizutrc ^.en. Die erste Aeußerung seiner Thätigkeit ist diese in einem schönen Lokale (Gallusgasse ~1) gebotene Ausstellung. Sie vereinigt zunächst einheimische Producte de-o Kunstgewerbes aus Frankfurt und seinen Nachbarstädten, aber auch aus ferneren Gegenden Deutschlands. Daneben tritt jedoch auch das Ausland auf, von dem wir ou> kiefern ^biete uoch so Vieles lernen können. Wie groß das Interesse ist, welches diesen Bestrebungen von Seiten der Gewerbetreibenden sowohl als auch des Handels entgegengebracht wird zeigt em kurzer Ueberblick über die Aussteller, von denen wir 5Trittin beben wollen, um so mehr, als ihre Zahl fortwährend im Wachsen

begr'sten ist und auch für bie nächsten Monate schon neue Anmeldungen vorliegen. Wir sinden treffliche Arbeiten, schmiedeeiserne Geländer und Gitter, von Sipf und Garny hier, Kun.tschreinerarbeiten von Dickelmann hier und Delkeskamp in Bockenhelm, vorzügliche

Leinenstickereien von Frau Orthenberger-Hertz, Gobeltnstickereien von I. Rothkamm vorm. Dejonge, Gaslustres von I. Valentin, Porzellanmalerei von N. Franz, PortefeutUe- arbeit von Knipp in Offenbach, Spiegel von Schneider und Wenzel hier, Tapeten von Hochstätter und Söhnen in Darmstadt und Pfähler hier. Vorzüglich durch inländisches und ausländisches Fabrikat vertreten sind die Teppiche und Möbelstoffe durch Besthorn, Gecks und Vesper, Adler-le-Camp und Pieft und Dittmar, gestickte Weißwaaren durch D. Bonn, die Keramik durch Villeroy und Boch in Mettlach, Ginori in Doccia bei Flo­renz, sowie Erzeugnisse der Meißener Porzellansabrik, der Fabriken von Limoges rc rc. Glas durch Taccchi, Kunftmöbel durch Jacquet, treffliche Bucheinbände durch Zügel und Alt. Die Zeit der Ausstellung eines Gegenstandes beträgt in der Regel zwei Monate, bet besonders werthvollen und für den Transport schwieriger Arbeiten wie bet dem hier aufgestellten, aus der Münchener Ausstellung noch in gutem Gedächnnß behaltenen Kabinet Pössenbacher auch wohl längere Zeit- So vermag die Ausstellung immer neuen Retz zu bieten und kann allmählig ein vollständiges Bild der Entwicklung auf dem Gebiete des Kunstgewerbes darstellen. Gerade dadurch aber wird sie ein nicht unwesentlicher Sporn für alle Thetlnahmer sein, immer Tüchtigeres zu leisten und so an der Hebung des Kunstgewerbes mitzuarbeiten.

(Eine bärtige Frau.) In einer Pariser Schaubude ist einebärtige Frau* zu bewundern, das Entree am Eingänge nimmt ein kleines, freundliches Mädchen in Empfang. Ein Zuschauer, welcher sich drinnen an dem Phänomen ergötzt hat, glaubt dem niedlichen Kinde etwas Scherzhaftes sagen zu müssen und fragt, es sanft unter das Kinn fassend:Nicht wahr, Kleine, die bärtige Frau ist Deine Mama?"Nein, inein Herr, sie ist mein Papa."

(Auch nicht übel!) DasAltonaer Tageblatt" enthält in seiner Nummer 144 oom 22. Juni rc. mit fettgedruckten Lettern wörtlich folgendes Inserat: (Warnung.) Ich warne hiermit das Dienstmädchen Christiane Rave aus Aale in Jütland, geboren den 17. August 1857, sich nicht zu unterstehen, den Verlobungsring meines Mannes zu tragen, noch mit meinem Manne länger Arm in Arm auf der Straße zu gehen, über­haupt binnen 8 Tagen unseren Fabriksboden zu verlassen, da ich sonst andere Maß­regeln zu ihrer Fortbringung ergreifen werde. Ich bin weder von meinem Mann ge­schieden, noch lasse ich mich von ihm scheiden. Ueberhaupt nimmt es sich doch komisch aus, daß mein Mann öffentlich mit einem 20jährigen Mädchen ausgeht, während unsere Tochter bereits 17 Jahr alt ist. Frau Claussen, Ehefrau des Victor Claussen, Dampf­sägereibesitzer, gr- Bergstraße 166.

(Eine Anecdote aus dem Etsenbahn-Coupö.) Die Ansprüche der Damen auf ritterliche Behandlung seitens der Herren sind gewiß wohl begründet: aber daß sie auch rücksichtsvolles Benehmen seitens des zarten Geschlechts voraussetzen lassen, mag hin und wieder wohl vergessen werden. Zu ihrem Leidwesen mußte die Vernachlässigung dieser Reciprocitäts-Regel eine Dame erfahren, die der Zufall auf einer Eisenbahntour in der Umgebung von Paris einem jungen Manne als einzigen Coupö-Gefährten be» schied. Der Dame war es gelungen, ein kostbares Schooßhündchen mit in daS Coups schlüpfen zu lassen. Es herrschte eine tropische Hitze und daS Thier, daS stark mit Moschus parfümtrt war, erfüllte den ganzen Raum mit einem betäubenden Duft, der dem Mitreisenden Herrn höchst lästig wurde.Bitte um Verzeihung, Madame, würden Sie mir nicht gestatten, eine Cigarre zu rauchen, der Moschusgeruch ist mir unaus­stehlich." Ein Ausruf des Unwillens war die Antwort der Nachbarin, die die erbetene Erlaubniß rundweg verweigerte. Der Herr jedoch kann den Geruch nicht länger er­tragen, und ohne sich viel um die unhöfliche Nachbarin zu kümmern, zündet er sich eine herrliche Pura an. Einige Minuten darauf schläft er ermüdet ein, in der Hand noch immer seine Cigarre haltend. Die Dame, oom Geist der Rache getrieben, nähert sich vorsichtig ihrem vis-a-vis, zieht ihm sachte die Cigarre aus der Hand und husch! ist das verhaßte Object zum Fenster hinaus. Gleichwohl hatte die Manipulation den Schlummerden geweckt, doch sagte er kein Wort. Bald darauf überließ sich die Dame ihrerseits einem Reiseschlummer. Die Gelegenheit war zu verlockend: sachte faßt der wachende Nachbar, den duftenden Pudel beim Hals, und husch ist er zum Fenster hinaus. Als später die Dame, die von dem Verschwinden ihres Lieblings noch keine Ahnung hat, erwacht, merkt sie sofort ihr und des HundeS Geschick.Mein Hund!" ruft sie entsetzt,wo ist mein Hund? O Jammer, er ist verloren! Mein Herr, was haben Sie mit meinem armen Lulu gemacht?" Der Nachbar regt sich nicht-Aber werden Sie mir denn sagen, mein Herr, wo mein armes Thierchen geblieben ist?" Nun, Madame," erwidert endlich der Andere,quälen Sie sich nicht. Ihr Hund hatte ein so intelligentes Aussehen, und er versteht sich gewiß gut auf's Apportiren; er hat ohne Zweifel meine Cigarre fallen sehen und hat sich daran gemacht, sie zu suchen. iJch denke, auf der nächsten Station werden wir ihn sie apportiren sehen!" Man kann sich das Gesicht der Dame nach solcher Apostrophe denken.

In Neapel bestehen dermalen fünf Zeitungen, deren Namen mit P. anfangen, nämlich:Paese,Pensiero,Piccolo,Popolo undPungolo. Die Zeitungs-Aus- rufer an den Straßenecken rufen nun erleichternder Abkürzung wegen nicht die angegebenen Namen aus, sondern dlos:Pa!Pc!Pi!Po!Pu! eine ganz artige neapolitanische ABC Hebung!

Straßburg, 13. Juli. Vorgestern hat die zuständige Behörde etwa 1700Liter aus Frankreich kommenden, mit Fuchsin verfälschten Rothwetn vor dem Ftscherthore in die Jll abfließen lassen. (Die armen Fische!)

Handel und Verkehr.

Friedberg, 19. Juli. (Fruchtbericht.) Veranlaßt durch das fortwährende Regenwetter sind die Preise für Getreide höher als in der vorigen Woche. Besonders Weizen, in welchem die Vorräthe auf ein Minimum zusammengegangen sind, würde bei stark auflretendem Begehr noch eine bedeutende Steigerung erfahren. Der Absatz in Mehl ist etwas stärker als seither, allein die Preise tu Weizenmehlen sind dem Wei­zen gegenüber zu gering. Alle anderen Getreidesorten fest bet kleinem Geschäft. Wir notiren: Weizen JC. 287229, Roggen JL 23, Gerste JL 1919.50, Hafer 15 19.

Wiesbaden, 19. Juli. (Fruchtmarkt.) Weizen (100 Kilogr) 30 JL, Korn , Hafer (100 Kilogr.) jl 1519, Stroh (100 Kilogr.) JL 5, Heu (100 Kilogramm) Jt 56.

Camberg, 17. Juli. 160 Pfd. Rother Weizen 23 jt, Korn, Gerste, 100 Pfd. Hafer JL 8.40, Kartoffeln.

Limburg, 17. Juli. (Fruchtmarkt.) Durchschnittspreise: Rother Welzen (160 Pfd.) JL 24.10, Weißer Weizen (160 Pfd.) JL 24, Korn (150 Pfd.) JL 17.60, Gerste (130 Pfd.) JL 14.20, Hafer (100 Psd.) J4 8.50, Erbsen, Butter*L 1.25.

Weilburg, 18. Juli. Weizen per 160 Psd. JL 22.88, Korn, Gerste per 130 Pfd. JL. 13.28, Hafer per 100 Pfd- 9.25, Kartoffeln, Erbsen.

Gültige Privat Banknoten.

Die beschränkenden Bestimmungen des S 43 des Reichs-Bankgesetzes vom 14. März 1875 sind (nach dem im Reichsgesetzblatte erschienenen Bekanntmachungen) bezüglich nachstehender Privat-Nolenbanken als nicht anwendbar erklärt worden und es dürfen daher die Noten dieser Banken in ganz Deutschland, auch außerhalb des­jenigen Staates, welcher denselben die Befugntß zur Notenausgabe ertheilt hat, zur Zahlung gebraucht werden: 1. Badische Bank in Mannheim. 2. Bayerische Noten­bank in München. 3. Bremerbank in Bremen. 4. Breslauer Bank in Breslau. 5. Chemnitzer Stadtbank in Chemnitz. 6. Cölnlsche Privatbank in Cöln. 7. Danziger Privatbank in Danzig. 8. Frankfurter Bank in Frankfurt am Main 9. Hannoversche Bank in Hannover. 10. Leipziger Cassenveretn in Leipzig. 11. Lübecker Commerzbank in Lübeck. 12. Magdeburger Privatbank in Magdeburg. 13. Posener Privatbank in Posen. 14. Sächsische Bank in Dresden. 15. Bank für Süddeutschland in Darmstadl. 16. Württemberger Notenbank in Stuttgart. Die Verwendung der Noten anderer deutscher Pcivat-Notenbanken oder Korporationen zur Leistung von Zahlungen außerhalb desjenigen Landesgebietes, für welches dieselben zugelassen sind, wird mit Geldstrafe bis zu 150 Mark bestraft.

Seitens der Nationalbank für daS Großherzoathum Luxemburg sind neuerdings auf NeichSwährung lautende Banknoten in Abschnitten zu 5, 10 und 20 Mk. ausgegeben worden. Die Verwendung dieser Banknoten zu Zahlungen innerhalb des Reichsgebiets ist nach § 11 des Bankgesehes vom 14. März 1875 ver­boten und wird mit Geldstrafe von 50 bis 500 Mk., im Falle gewerbsmäßiger Vcr- wendung daneben mit Gefängniß bis zu einem Jahre bestraft.

Die Annoncen-Expedition Th. Dietrich Co. in Cassel über nimmt die prompte Besorgung von Anzeigen in sämmtliche Zeitungen Deutschlands und des Auslandes zu Originalpreisen. (Alleinige Jnseraten-Annahme f- d.Casseler Tagespost-")

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