1977.
Dienstag, den 24 April
APcigk- null Amtsblatt fit tat Kreis Meßen
Hesterreich.
Corresp." aus
Wien, 20. April. Nach einem Telegramm der „Mit.
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Erscheint täglich mit Ausnahme deS Montags. (Expeditionr Schulstraße, Lit. L. Nr. 18.
"raufst. Cher.
v. Weber, bolo il Chgs. ° Strauß. Chor.
Titte.
Chor.
d- Arahms.
Duett.
Wagner.
Chor.
”• Strauß.
Solo.
v. Conradi. Chor.
Deutschland.
Darmstadt, 21. April. Die Nr. 19 des Großherzogltche» Regierungs-
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'1877;
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^r-Geschsch^.. derlanöks
01 C- Erausse hier.
Preis vierteljährlich 2 Mark 20 Pf. mit Bringerlohn.
Durch die Post bezogen vierteljährlich 2 Mark 50 Ps.
Petersburg von heute wäre das verkündigte Rundschreiben des Fürsten Gort- schakoff bisher nicht abgesendet, da d.e Kundgebung der EutschUeßuuger. der rulsischen Regierung bis zum 29. April hmausgeschoben (et. Die Ruck eff- des Kaisers von Kischeneff nach Petersburg werde am 30. d- Mts. erfolgen.
Wien, 21. April. Die „Abendxost" erachtet den letzten Friedensversuch für gescheitert. Rußland werde wahrscheinlich kein Ultimatum an dte Pforte richten, sondern gleich eine Krtegs-Erklarung erlassen. In Konsta - tinovel wird die britische Flotte erwartet unter dem Vorwand der Beschutzung der britischen Colonie. — Der Sultan wird schwerlich zur Armee abgehen.
scheu Verlegenhettem^ ^ute Abend 9 Uhr 45 Min. nach Wiesbaden abgeret^^ ^b„schlesi«n. Zur Typhus-Epedernie geht der „Schles. Ztg" aus Ober-Heiduck die Mittheilung zu, daß in Schwarzwald, »wischen Emtracht- unt Friedenshütte, in der verflossenen Woche allem 50 Typhus-Erkrankung n lonstatirt worden sind und daß die Schulklassen »on Eintracht- und Friedens- Hütte wegen der Typhus-Epidemie bis aus Weiteres gesperrt bl-iben. ^ernad) kann von einer Abnahme der Epidemie wohl nicht die Rede sei,'. Solche Zahlen sprechen und gebieten, daß von denjenigen Setten, deren nächste Pflicht es ist, helfend einzugreifen, mit der größten Energie und ohne Zögern einge-
fortzusetzem ^ber den Inhalt des erwarteten russischen Mani
festes lirotbem Reuter'schen Bureau" eine Privatmeldung aus Bukarest vor, geltend gemacht werden, daß, nachdem die Anstrengung n des Kaff s Ale;-nd r den Frieden zu erhalten, in Folge der Hartnäckigkeit der Pforte ge'cheiterr seien^die Lage der Christen in der Türkei sich verschllmmert habe, Leben und C aentbum^derselben gefährdet sei. Der Kaiser sei im Namen der Humanität und im Vollbewußtsein seiner Pflichten als natürlicher Protector der Slaven im Orient zu den. Entschlusie genöthigt, durch Waffengewalt d,e,en,gen Gararn tieen für die leidenden Glaubens-Geno en tit der Türker zu erlangen , we qe ür die Siehernng ihrer künftigen Wohlfahrt unumgänglich uothwendig seien. Die militärische Intervention Rußlands verfolge keine Erobetungs-Ziele t werde nach Erreichung der erwähnten Resultate endigen. - Heute findet hier ein Ministerrath statt.
Belgien.
Lgierüng habe dst Petition erhalten, aber noch keine Entschließnng gefaßt, und werde nichts «h^^die Kammer^rde ferner von. Mini- Ä Ai^wärtiaen erklärt: wenn jemals Belgien von den Machten aufge-
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London, 20. April. Im Unterhause antwortete Unterstaatsseeretar Lord Hamilton auf eine Anfrage von Duff, di-i Beziehungen der ost,mdischen Regierung zu dem Emir von Afghanistan hätten sich nicht geändert. Unterstaats - secretär Bourke erklärte auf Veranlassung Gourley's, es ^i unmöglich, zu sag , welches die Lage von neutralen Schiffen m den Dardanellen, dem Bosporus, Scknvarze» Meere und dem Suez-Canal für den Fall des Krieges b«
Pforte und Rußland sein würde. Die Regierung werd-- .h'ure'chend Maßregeln treffen, die englischen Jntereffen zu schützen; dieselbe könne sich^mcht darüber auslaffen, mit welchem Rechte die türkische Regierung russische Lchtffe bindern könnte, den Suez-Canal zu passiren, glaube mdeß, die bereits n den Cm, hineingefahrenen Schiffe würden nicht daran gebindert werden, die Durchfahrt
Frankreich.
Paris, 20. April. „Temps" will davon unterrichtet sein daß der nach Konstantinopel entsendete englische Botschafter Layard keineni best. mmten Vorschlag machen, sondern nur den Gang der Dinge m Konstantmope. b-ob- achten und eine später etwa sich bietende Gelegenheit zur Vermittlung nutzen solle.
England
London, 20. April. Aus Washington ward dein „Reutei'schen Bureau gemeldet i Der Kriegs-Secretär hat befohlen , daß b>- Bund°strup^n sich 8 N.-w-§7>rleans zurückziehen sollen. — Schneider aus Chicago, ein Belgier von Geburt, ist zum nordamerikanischen Gesandten bei der Schweizer Ei genossen- schäft ernannt. ^r „Times" aus Konstantinopel von heute meldet,
daß die Pforte auf die Neutralität Oesterreichs und d>e Vermittlung Frankreichs rechne • die türkische Regierung, von dem drohenden Kriege erschreckt, würde wohl gerne friedlichen Vorschlägen Gehör schenken, wenn es nicht zu
1. Bekanntmachung Großherzoglichen Ministeriums des Innern, dieAu - Hebung der Stellen der Criminal- und Polizeikasfe-Rechnerund die Ueber - La der Geschäfte derselben an die Großherzogliche Hauptstaatskasse betreffend^
9 2. Uebersicht der von Großherzoglichem Ministerium des Jnnnn fur das Jahr 1877 genehmigten Umlagen zur Bestreitung von Communal-Bedursnisteu m den Gemeinden des Kreises Friedberg.
3. Uebersicht der für das Jahr 1877 von Großherzoglichem Minister um des Innern genehmigten Umlagen zur Bestreitung von Communal-Bedurfniffen in den Gemeinden des Kreises Gießen. ,, - < <
4. Bekanntmachung Großherzoglichen Kreisamts Gießen, die Erhebung der Umlagen der Stadt Gießen für 1877 betreffend. , , tn.otio
5. Concuirenzeröffnungen. Erledigt sind: die zweite GemenEe-Dchulstelle zu Londorf, im Kreise Gießen, mit einem jährl. Gehalt von 737 JL 14 ,
iie Gemeinde-Schulstelle zu Frankenhausen, im Kreise Dieburg, mit einem jährl. Gehalt von 685 J&71^. _ , ,. ■
Mainz, 21. April. Mit dem Eintritt der besseren Jahreszeit ist m den Arbeiten an de» neuen Festungswerken eine erhöhte Thatigkelt emgetietem. & handelt sich noch um die Bewegung sehr bedeutender Erdmassen, welche die neuen Gräben versperren und zum Ausböschen der Wälle dienen sollen. Unter den weiter zur Ausführung kommenden Festungs-Neubauten ist deri nunmehr beschloffene, allerdings längst vorgesehene Umbautes sog. „Weffenauei Lagers", eines bedeutenden Verschanzungs-Werkes der äußeren> dlme der Um, wallung, zu erwähnen. Es beherrscht sowohl den Thalweg des Rheines, als auch theilweise den wichtigsten Punkt des südlichen Dorterrains de Kstung die sog „Hechtsheimer Höhe." Den Fortschritten der Artillerie S-geuuber st der Umbau dieses Forts, sowie theilweise der Werke ver ganzen toufc-gro liöchja, auf welcher der Mangel eines einheitlichen Anlage-Systems am deut- licbften hervortritt. Durch den gleichzeitigen Umbau des m jenen Verichanzun- gen liegende» geräumigen Reduits sollen gleichzeitig weitere Kasernen-Raume ;1Clt,On‘§8e®lin7"19. April. Diese Nacht hatte» wir wieder ein gwMgeuer, welches die Fabrik von Kullrich in der Stallschreiberstraße total Unäscherte, an 200 Arbeiter sind in Folge dessen brodlos gewordem Ein harterSch, g ... schweren Zeit. — In der Oranienburger Vorstadt, dem vierten Bezirk der Maschinenarbeiter, herrscht namenloses Elend. Thaisächlich nagen Qd rte am Hunger.uche und einzelne Familien surd aus nackter Erde gebette. Natürlich geben damit Erkrankungen Hand in «and und vermehren das E end. rmlfe kann kaum ausreichend gewährt werden, denn die spenden. gehen spar- sich ein. — Der Mörder der Frau v. Sabatzky ist noch immer nicht "griffen, trotz der Verhaftung, welche die Polizei vorgenommen hat. Es fehlt eben seber Anhaltspunkt zur Bezeichnung des Thäters.
— Das Berliner städtische statistische Amt hat nachgewiesen, daß die Bevölkerungs-Dichtigkeit in Berlin bei weitem Paris und Loudon übertrifft. Auf die 16 700 Häuser kommen je 58 Bewohner, d. i. 7 bis 8 Mal mehr als >n London. Während letzteres für jeden Einwohner 6 üsRnthen Nachenraum bietet, kommen auf Berlin nur 4 HiRuthen, also 62 iHMeter — em sehr ungünstiges Verhältniß.
Berlin, 19. April. Der „Reichs-Anz." veröffentlicht eine Verfügung, wodurch Minister Hofmann zum Vertreter des Reichskanzlers be'. der Leitung der Reichsbank ernannt wird.
Berlin 21. April. Die Mittheilungen sind falsch, daß England Schuld fei an der schroffen türkischen Ablehnung des Protokolls. Der Grund dafür war die Furcht vor einem Ausstande in Konstantinopel. Der wrrkliche Begu des Krieges Seitens Rußlands ist angeblich verzögert, aber nicht wegen erfolgreicher Friedens-Unterhandlungen, sondern behufs der Vergrößerung der turn
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Straßbura, 21. April. Die „Straßb. Ztg." meldet für bestimmt, daß der Kaiser am 30. April, Nachmittags 2y3 Uhr, von Karlsruhe kom- menb'^<®un‘Se3dbtuna8.9)Zelbilng über die Ankunst des Kaisers ist durch Bischöfen im
eine inzwischen eingetroffene neuste Meldung überholt worden. Danach trifft per Kaiser erst am 1. Mai, Nachmittags 5 Uhr, hier ein.
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Ro. 98


