FrilchbLcker ?u Gießen.
stimmend beantwortet.
die Waffenplätze ter Provinz. In Varna langten weitere 4 Bataillone und 18 Krupp'fche Geschütze an.
Scliiffebericht Mitgetheilt von dem Agenten deS Norddeutschen Lloyd C. W. Dietz in Gießen.
Southampton, 18. April. Das Postdampfschiff Rhein, Capt. H- C- Franke, vom Norddeutschen Llyod in Bremen, welches am 7. Avril von Newyork abgegangen war, ist beute 3 Uhr Morgens wohlbehalten hier angekommen und bat nach Landung der für Southampton bestimmten Passagiere, Post und Ladung 6 Uhr Morgens die Reise nach Bremen fortgesetzt. Der Rhein überbringt 126 Passagiere und volle Ladung.
Sonntag den 22. Avril 1877. Georg Spies am Wallthor. Marti» Lenz am Markiplatz. Friedrich Hennings am Seltersweg.
ist in der letzten Zett wiederholt vorzekommen, daß Brautpaare die kirchliche Trauung begehrten, ohne daß die kirchliche Eheoerkündtgung vorausgegangen war. Wir bringen daher in Erinnerung, daß nach unserem Kirchengesetz die kirchliche Trauung ohne vorausgegangenes kirchliches Aufgebot unzulässig ist, und ersuchen die betreffenden Brautpaare, sich so rechtzeitig bei uns anzumelden, daß die Proclamauon spätestens an dem der Trauung vorousgehenden Sonntage vorgenommen werden kann-
Dr. S eel, Pfarrer. Schlosser, Pfarrverwalter.
Lokal'Notiz.
Gießen, 20. April. Heber die am Sonntag und Montag in Wenzel'» Saalbau gastirende Schweizer Sängergesellschaft Alpenrösli lesen wir in der „vadlschen Landeszettung" zu Mannheim: Das von den schweizerischen Alpensängern im großen Saale des Saalbaues gegebene Concert hatte sich eines sehr zahlreichen Besuchs zu erfreuen und befriedigten die Leistungen der Concertanten in hohem Grad, was sich durch oftmals stürmisch gespendeten Applaus und zahlreiche Dacaporufe unzweifelhaft zu erkennen gab- Die Sänger, 2 Herren und 7 Damen, traten in dem echten Berner Ober- »ändischen Sennercostüm, ohne jeden theatralischen Aufputz in sehr schlichter und bescheidener Weise aus, haben frische w-odlklingende und sehr gut mit einander har- monirende Stimmen, singen rein und mit voller Pi äcstion und sind überhaupt in ihrer nationalen Weise gut geschult. Besondern Beifalls hatten sich die Sologesänge der Geschwister Schild zu erfreuen, die als die Koryphäen der kleinen Truppe gelten müssen. Begleitet werden die Gesänge von dem Dirigenten und Unternehmer, Herrn Gesang- lebrer Jecker aus Bern, auf dem Piano, wozu dann noch in einzelnen Hirtengesängen harmonisch gestimmte Heerdenglocken treten, wodurch ein sehr orgtneller Effect erzielt wird. Die schweizerischen Alpengesänge unterscheiden sich von denen anderer Bergvölker, z. B- der Tyroler., Steiermärker, Oberbayern rc wesentlich durch ein durchgängig ernsteres, oft melancholisches Gepräge, was sehr wohlthuend und anbeimelnd wirkt, aber nur selten zu Ausbrüchen der Heiterkeit herausfordert.
Zweck das Blatt durch Verbreitung dieser Nachricht verfolgt, ist nicht erficht- ' Uch. Aber die Curie muß irgend ein geheimes Jntereffe haben, jene Gerüchte verbreiten zu lasten und dieselben durch scheinbare Beweise zu unterstützen. Der Cardinal Ledochowski hat nämlich aus dem Vatican die Anweisung erhalten, seine Wohnung aus dem Palazzo Mattei hinter e>t. Peter nach dem ersten Stock im Vatican — also dem päpstlichen Jmmunitätsbezirke — zu verlegen. Der Umzug wurde vor Kurzem bewerkstelligt. Das Manöver hatte aber eine Wirkung die im Vatican wahrscheinlich nicht erwartet worden war, denn allgemein bestärkte sich die Ansicht, daß der Cardinal ein Verbrechen begangen habe welches die Forderung der Auslieferung begründe. So schrieb der „Po- polo Romano" : „Da in Deutschland der Vertreter des Cardinals für Die Sprengel Gnesen und Posen verhaftet worden ist, scheint es, daß man bei einer Haussuchung eine Correspondenz entdeckt hat, welche den Cardinal durch etll Reat ernsteren Charakters compromittirt, als der einfache Ungehorsam gegen die Staatsgesetze und für welches man mit gerechterem Grunde die Auslieferung aniusen könnte. Aus Grundlage solcher Notizen soll die vaticanische Kanzlei dem polnischen Purpurträger angerathen haben, sich für jedes Ereigniß in den Gemächern des Vaticans in Sicherheit zu bringen." Begreiflicherweise hat diese Auslegung im Vatican eine große Entrüstung erregt und erschien sofort im „Observator Romano" folgende Note: „Ohne uns um die verleumderischen Insinuationen zu kümmern und in der Erwartung, daß die Zeit denselben ihr Recht widerfahren laste, können wir sagen, daß der heilige Vater, weil er von den Gerüchten, daß die Auslieferung des Cardinals verlangt werde, unterrichtet war, wollte, daß derselbe seinen Wohnsitz von dem anstoßenden Palazzetto di San Marta nach dem vaticanischen Palast verlege, um auf diese Weise eine neue Beleidigung der Cardinalswürde und einen neuen Schmerz zu ersparen, der zu jenen käme, welche der berühmte Purpurträger bereits zu erleb
Rußland.
Petersburg, 18. April. Die an auswärtigen Börsen verbreiteten Gerüchte über Veränderungen im türkischen Ministerium werden durch keinen Umstand bestätigt und erscheinen sonach als unrichtig. Der Kaiser und der Großfürst Thronfolger treten am Frsitag früh die Reise nach Kischeneff an und werden Montag Abend daselbst eintreffen. Die Correspondenz der „Agence Haoas" hebt hervor, im Protokoll sei wohl der Fall, daß die Pforte innerhalb einer bestimmten Frist die Reform-Maßregeln nicht zur Ausführung gebracht habe, vorgesehen, aber nichts für den Fall bestimmt, daß die Pforte die pernntorische Ablehnung des Protokolls selbst eintreten laste. Letzteres sei Angesichts der von England abgegebenen Declaration annullirt. Der von den europäischen Mächten auf der Conferenz zu Konstanstinopel verfolgte Zweck bleibe aber nichtsdestoweniger vollkommen bestehen. Rußland, dessen Hände durch die Seitens der Pforte erklärte Ablehnung frei geworden seien, werde bestrebt sein, diese europäische Aufgabe gegenüber der Pforte zu erfüllen.
Türkei.
Konstantinopel, 19. April. Dem russischen Geschäftsträger ging ein Telegramm zu, wonach Instructionen für ihn aus dem Postwege abgesendet wurden; voraussichtlich dürften dieselben die Anweisung zum Abbruch der diplomatischen Beziehungen und die Copie eines russischen Rundschreibens au die Mächte enthalten. Die Angelegenheit bezüglich der Behandlung der russischen Unterthanen während des eventuellen Krieges ist noch nicht geregelt; Rußland will Dieselben unter den deutschen Schutz stellen, während die Pforte, wie es den Anschein gewinnt, deren Ausweisung betreiben möchte.
Pera, 17. April. Das amerikanische Mittelmeer-Geschwader, aus den Schiffen Gettysburg, Vandalia, Marian, Trenton bestehend, welches angewiesen worden ist, nach Konstantinopel abzugehen, um die amerikanischen Jnteresten in Schutz zu nehmen, hat Erlaubniß empfangen, durch die Dardanellen zu fahren.
Nustschuk, 19. April. Der Ober-Befehlshaber der Donau-Armee, Abdul Kerim Pascha, bereist mit einer Commission von 4 Generälen, 4 Obersten und 2 Generalstabs-Majoren und in Begleitung eines englischen Majors
Kirchliche Anzeigen der evangelischen Gemeinde zu Gießen.
Gottesdienst.
Sonntag, den 22. April.
Morgens: Pfarrer Dr. S e e l.
(Feier des heil. Abendmahls.) Nachmittags: Pfarrverwalter Schlosser. Die Pfarrgeschäfte in der Woche vom 22. bis 28. April besorgt Pfarrer Dr. Seel.
den hatte.
Nom, 18. April. In der Deputaten-Kammer kündigte Mussolino ( ein2 Interpellation an über die Absichten der Regierung Angesichts der bevor- ' stehenden Verwicklungen im Orient. Cesaro will eine Interpellation stellen hinsichtlich der von Der Regierung für den Fall des Kriegs zum Schutz der italienischen Unterthanen im Orient getroffenen Maßnahmen, und ferner darüber, ob die Regierung mit den übrigen Großmächten in ein Einverständniß hinsichtlich der Neutralität Rumäniens eingetreten sei. Der Minister der auswärtigen Angelegenheiten, Melegari, sagte die Beantwortung für nächsten Montag zu. — Aus der heute zur Ergänzung des Grünbuches vertheilten Corre- fpondenz geht hervor, daß in dem Moment, in welchem die Forderung Englands hinsichtlich der Abrüstung die Unterzeichnung des Protokolls beinahe vereitelt hätte, die italienische Regierung bemüht war, Die Schwierigkeiten zu ebnen, indem sie eine entsprechende spontane Erklärung Rußlands anregte. Der in den Proces verbal aufgeuommene Vorbehalt Italiens wird in einer Depesche Melegari's au Menabrea vom 31. März dahin erklärt, daß Italien volle Actions-Freiheit behalte für den Fall, daß England erklären sollte, daß das Protokoll, soweit es England angehe, seinen Werth verloren habe. In einer Depesche an den Geschäftsträger in Konstantinopel vom 13. April erklärt Melegari, er habe bet Empfang des türkischen Circulars dem Gesandten der Pforte sein lebhaftes Bedauern ausgesprochen über die Entschließung der Pforte, welche leider die ernstesten und für die an die Erhaltung des Friedens sich knüpfenden Interessen uachtheiltgsten Folgen haben könne.
Nom, 19. April. In Der Finanz-Commission der Deputirten-Kammer wurde Seitens des Minister-Präsidenten Depretis erklärt: die Regierung habe die neue Phase der orientalischen Frage vorausgesehen, als sie ihr Finsnz- Exposä vorlegte. Man hoffe auf eine Localisirung des Krieges; nur falls Rußland aus Konstantinopel losmarschire, könnte die Situation verwickelter werden. Er (Der Minister) sei nicht Willens, die Finanz-Vorlagen zu modifi- ciren. — Das Journal „Italic" bezeichnet die Nachricht, daß einige Mitglieder des Ministeriums die Auflösung der Kammer herbetführen wollen, als unbegründet. Der „Bersagliere" schreibt: Im Ministerrath ist eine Ueberein- stimmung über die Lösung aller Fragen erzielt. Die italienische Regierung hat das Ersuchen Rußlands, an denjenigen Orten der Türkei, wo keine Vertreter Deutschlands residiren, den Schutz der russischen Unterthanen zu übernehmen, zu-
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er Geburt an selbst der Ammenmtlch oorzuziehen. — Ein Auszug aus 80,000 Cettt fkaten über Genesungen, die aller Medicin widerstanden, worunter Certtficate vom Professor Dr. Wurzer, Medicinalrath Dr. Angelstein, Dr Shoreland Dr. Campbell Professor Dr. S)6b£, Dr. Ure, Gräfin Castlestuart, Marquise de BrShan, und vieler anderen hochgestellten Personen, wird franco auf Verlarrgen eingesandt.
Abgekürzter Auszug aus 80,000 Certeficaten.
Nr. 62476. Dem lieben Gott und Ihnen sei Dank. Die lisvalvseldro bat wein 18jährigen Leiden im Magen und in den Nerven, verbunden mit allgemeiner Schwach- und nächtlichem Schweiß gänzlich beseitigt. . . _
I. Comparet, Pfarrer, Samte Romame des Dee.
Nr. 89211. Orvaux, 15. April 1875. Seit vier Jahren genieße icb die kostllch- Revalescibre und leide seitdem nicht mehr an den Schmerzen in den Lenden die mia während langer Jahre fürchterlich gefolttrt hatten. In meinem VS. Jahr ^ stehend, er freue ich mich jetzt der vollkommensten Gesundheit. Leroy, Pfarrer.
Nr. 45270. I. Robert. Von seinem 25 jährigen Leiden an Schwindsucht, Husten Erbrechungen, Verstopfungen und Taubheit gänzlich bergestellt-
62845. Pfarrer Boilet von Ecrainville. Von Asthma mit häufigen Ersttckuvger völlig |^6e6,te[1^rau gyajor Deutsch, geb. von Horn in Posens deren Kinder von Drüsenttiden^hergestUlt.^uise H^han von 7 jähriger Leberkrankheit, Schlaflostgket
Zittern an allen Gliedern, Abmageruna und Hypochondrie.
Nr 75877. Florian Köller, K. K. Militarverwalter, Großwardein, von Lun-rr und Luströhren-Katarrh., Kopsschwtndel und Brustbeklemmung.
Nr. 75970. Herr Gabriel Teschner, Hörer der öffentlichen höheren Handel» Lehranstalt in Wien, in einem verzweifelten Grade von BrustübU und Nervenzerrüttun-
Nr. 65715 Fräulein de MontloutS, von Unverdaulichkeit, Schlaflosigkeit uw (b.nag^runfl^s. $aron Sigmo von 10 jähriger Lähmung an Händen urch Füßen
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Mnberg, den 13. .
GrMzogliches Lar SeNheim, Landrichter.
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Mittwoch den von Bormittül sollen auf dem hiesiger werden:
1) Maurerarbeit, ve
2) Zimmerarbeit,
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