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Donnerstag, den 18. Oktober
1891
Weßencr Anzeiger
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Durch die Post KeDsgen vierteljährlich 2 Mart 50 Pf.
”on Herbst- uno ln 9'ifige Aufträge
del MsrrtnrgS Bit B. Nr. 18.
Heinrich Blum zu Herbstein; am 16. Septbr. der Schullehrer Wilh. Brand zu Ober-Hilbersheim; am 29. Septbr. der evang. Pfarrer Peter Müller zu Staden.
Darmstadt, 15. October. Se. König!. Hoheit der Großherzog haben allergnädigft geruht:
Am 8. Octbr. d. I. den Provinzialdirector der Provinz Starkenburg und Kreisrath des Kreises Darmstadt, Friedrich Küchler, auf sein Nachsuchen von der ihm übertragenen Nebenstelle eines Präsidenten der Centralstelle für die Landwirthschaft und die landwirthschaftlicheu Vereine, sowie des landwirthschaft- lichen Vereins der Provinz Starkenburg zu entheben; an dems. Tage den Ministerialrath im Ministerium des Innern, Dr. Bernhard Jaup, zum Präsidenten der Centralstelle für die Landwirthschaft und die landwirthschaftlichen Vereine zu ernennen.
Mainz, 13. October. Nach dem „Mainzer Journ." soll die Bestätigung der Wahl des Dr. Dumont als Bürgermeister Seitens der Regierung bereits erfolgt sein. Das Crnennungs-Decret dürfte jedoch erst dann ausgestellt werden, wenn der Betreffende bei dem Justiz-Ministerium die Niederlegung seiner Advocatur erklärt hat.
Berlin, 13. October. Nach den nunmehr vollzogenen Ausschußwahlen des Bundesrathes ist das Großherzogthums Heffen in folgenden Ausschüssen vertreten: 1) im Ausschuß für Handel und Gewerbe (Dr. Neidhardt, Gesandter, Ministerialrath); 2) im Ausschuß für Eisenbahnen, Post und Telegraphen (Dr. Neidhardt); 3) im Ausschuß für Jnstlzwesen (Ministerial-Präsi- dent Kempff, Exc., im Behinderungssalle Dr. Neidhardt, die Minifterialräthe Finger und Hallwachs); 4) im Ausschuß für Rechnungswesen (Dr. Neidbardt); 5) im Ausschuß für die Geschäftsordnung (Frhr. v. Starck, Exc., Staats- Minister, im Behinderungsfalle Dr. Neidhardt). Als Stellvertreter fungiren überdies im Ausschuß für Zoll- und Steuerwesen Dr. Neidhardt, im Behinderungssalle Geh. Finanzrath Müller, sowie im Ausschuß für Elsaß-Lothringen Dr. Neidhardt.
Berlin, 16. October. Minister Friedenthal wird vornehmlich als Eulenburg's Vertreter, bezw. Nachfolger genannt. — Die Gerüchte von Vermittlungs-Versuchen gewinnen Bestand.
Kesterreich.
Wien, 15. October. Die „Polit. Corresp." veröffentlicht einen Auszug aus einer Note des türkischen Ministers des Aeußern an den türkischen Botschafter in London zur Mittheilung an Lord Derby, betr. die Beschwerden der Pforte gegen Griechenland mit der Drohung, nöthigenfalls daS Uebel mit der Wurzel ausrotten zu wollen. Lord Derby übermittelte diese türkische Note an Trikupis mit der Mahnung an Griechenland, seine Aufmerksamkeit lieber der inneren Entwickelung deS Lande- und deffen beklagenswerthen Finanz-Zustande zuzuwenden. Trikupis beantwortete die türkische Note und die Bemerkungen Derby's durch eine Note an den griechischen Geschäftsträger in London, worin er die türkischen Beschwerden einzeln zurückweist und die Mißwirthschaft der Türkei für Alles verantwortlich macht und betont, wenn die Türkei Beschwerden habe, möge sie sich nicht an England, sondern an Griechenland selbst wenden.
Araustreich.
Paris, 15. October. Es sind bis jetzt 494 Wahlen bekannt. Paris ist heute Abend sehr ruhig; nur zu den Zeitungs-Verkäufern drängt sich die Menge.
— Sämmtliche hier wiedergewählte republikanische Deputirte haben größere Majoritäten erhalten, als bei der vorjährigen Wahl: Auf Gambetta fielen 1876 11,589 Stimmen, diesmal 13,912 von 15,720, Pascal Duprat 1876 6055, diesmal 12,824, Spuller 1876 12,060, diesmal 14,530, Baro- det 1876 8930, diesmal 12,570, Elsmenceau 1876 15,204, diesmal 18,773, Louis Blanc 1876 9806, diesmal 12,363. Die übrigen hier gewählten Republikaner haben fast ohne Kamps gesiegt.
— Jules Grevy ist auch im Jura-Departement mit großer Majorität wiedergewählt.
Paris, 15. October, Abends. Die hiesigen Abendblätter constatiren bei Besprechung des Ausfalles der Wahlen, daß sowohl die Oppositions-Partei, welche hoffte, in der Stärke von 400 Mitgliedern zurückzukehren, als auch die Regierung, welche darauf rechnete, 100 Sitze zu gewinnen, sich in ihren Erwartungen getäuscht sehen. Die Zahl der von der Regierung gewonnenen Sitze werden sich alsbald genau feststellen lasten. Der „Mestager de Paris" glaubt bereits constatiren zu können, daß die Regierungs-Partei jedenfalls einige 40 Sitze erobert habe; im Ganzen dürfte dieselbe deren 50 gewinnen. Dieser Ausfall der Wahl sei einer kräftigen Regierung günstig und geeignet, die Parteien derartig in Schranken zu halten, daß sie bereit seien, sich gegenseitig Concessionen zu machen, durch welche endlich die Krisis beendigt werden könnte, deren alle Welt müde sei. Der „Mestager de Paris" interpretirt schließlich das Verdict der Wähler dahin, daß es die Bedeutung habe: der Marschall habe nicht nöthig, sich zu unterwerfen oder abzudanken und spricht
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Deutschland.
Darmstadt, 14. October. Die Nr. 43 des Großherzoglichen Regierungsblatts hat folgenden Inhalt:
1. Oeffentltche Anerkennung einer edlen That. Am 1. August l. I. ge- rieth der achtjährige Sohn des Schullehrers Baier zu Lorsch, Simon Baier, beim Baden in der Weschnitz in der Nähe von Wattenheim in Gefahr zu ertrinken. Aus seinen Hülferuf eilte der in der Nähe befindliche Michael Mehlcr von Wattenheim herbei, stürzte sich, obwohl des Schwimmens unkundig, nach Abwerfen seiner Oberkleider in den an jener Stelle ziemlich tiefen Fluß und brachte den Knaben glücklich an das Ufer.
Se. König!. Hoheit der Großherzog haben dem Michael Mehler für diese muthvolle, mit eigener Lebensgefahr verbundene That das Allgemeine Ehrenzeichen mit der Inschrift „Für Rettung von Menschenleben" Allergnädigft zu verleihen geruht.
2. Summarische Uebersicht der Rechnung Großherzoglicher Landes-Waisen- Anstalt zu Darmstadt für 1876.
Die Gesammt-Einnahme beträgt 216,948 «X. 65 H, die Gesammt-Aus- gabe 211,891 .X. 65 verglichen bleibt Rest 5057 «X. und dieser besteht: a. in liquidirten Ausständen 1652 «X. 18 H, b. in baarem Vorrathe, dem Kapitalvermögen angehörend, 3404 «X 82 H.
Der Stand der Waisen am Schluste des Jahres 1876 ist folgender: Am Schluffe des Jahres 1875 blieben 1533. Während 1876 wurden ausgenommen : 1) in der Provinz Starkenburg 149, 2) in der Provinz Ober- Hessen 82, 3) in der Provinz Rheinhesten 73, 4) die Waisen, welche wahrend der Lehrzeit Unterstützung erhalten 95, zusammen 1977.
Entlasten wurden: 1) in der Provinz Starkenburg 130, 2) in der Provinz Oberheffen 77, 3) in der Provinz Rheinhesten 43, 4) Waisen, welche während der Lehrzeit Unterstützung erhielten 82, zusammen 332. Der Stand der Waisen am Schluffe des Jahres 1876 berechnet sich hiernach auf 1645.
3. Nachträgliche Uebersicht der für das Jahr 1877 von Großherzoglichem Ministerium des Innern genehmigten Umlagen zur Bestreitung von Communal- Bedürfnisten in den Gemeinden des Kreises Gießen.
4. Bekanntmachung Großherzoglichen Kreisamts Friedberg, die Erhebung einer nachträglichen Umlage für die israelitische Religions-Gemeinde Butzbach betreffend.
5. Ordensverleihungen.
6. Ermächtigungen zur Annahme und zum Tragen fremder Orden.
7. Namensveränderungen.
8. Dienstnachrichten. Se. Königl. Hoheit der Großherzog haben aller- gnädtgst geruht: am 18. Juli dem Schulamts-Aspiranten Friedrich Biedenkapp aus Rodheim die fünfte evang. Schulstelle zu Lampertheim, am 21. Septbr. dem Diakonus und ersten Lehrer zu Groß-Bieberau, Friedrich Gustav August Römheld, die evang. Pfarrstelle zu Arheilgen, am 24. Septbr. dem evang. Pfarramts Candidaten Adolph Hepding aus Offenthal die evang. Pfarrstelle zu Ulrichstein zu übertragen; am 26. Septbr. den Kreisbauaufseher-Aspiranten Jakob Heinrich Wolf von Armsheim zum Kreisbauausseher bei dem Kreisbauamt Nidda zu ernennen; am 28. Septbr. den von dem Herrn Fürsten zu Menburg-Birstein aus die zweite Schulstelle zu Münster präsentirten Schulverwalter Martin Lotz zu Sulzheim für diese Stelle zu bestätigen; am 1. Octbr. den Finanz-Aspiranten Jakob Weitzel aus Ilbeshausen zum Registratur-Assistenten bet der Registratur des Ministeriums des Innern zu ernennen.
9. Versetzungen in den Ruhestand. Se. Königl. Hoheit der Großherzog haben allergnädigst geruht: am 10. Septbr. den Lehrer an dem Gymnasium zu Worms, Emil Willenbücher, bis zur Wiederherstellung seiner Gesundheit mit Wirkung vom 7. October d. I. an, am 13. Septbr. den Forstwarten der Forstwartei Vorholz, Förster Jakob Unkelbach, aus sein Nachsuchen und unter Anerkennung seiner langjährigen, treu geleisteten Dienste, am 24. Septbr. den Schullehrer an der ersten evang. Schule zu Hahn, Nik. Röder, unter Anerken- nung seiner langjährigen treuen Dienste, am 26. Septbr. den Forstwarten der Forstwartei Frankenstein, Förster Karl Weyland, an dems. Tage den Forstwar- ten der Forstwartei Gorxheim, Förster Ernst Steinbrenner, auf sein Nachsuchen und unter Anerkennung seiner 50jährigen, treu geleisteten Dienste in den Ruhestand zu versetzen.
10. Concurrenzeröffnungen. Erledigt sind: die erste Gemeinde-Schulstelle zu Reichelsbeim mit einem jährlichen Gehalt von 857 «X. 14 H; die zweite Gemeinde-Schulstelle zu Altenstadt mit einem Gehalt von 771 <X. 43 die evang. Schulstelle zu Fischbach mit einem Gehalt von 685 «X. 71 H; eine Lebrerstelle an den städtischen Schulen zu Offenbach mit einem Anfangsgehalt von 1200 c/ft. Dem Fürsten zu Menburg-Birstein steht das Präsentationsrecht zu; die Gemeinde - Schulstelle zu Nonnenroth mit einem Gehalt von 685 .X. 71 H. Dem Fürsten zu Solms-Braunfels steht das Präsentations- recht zu.
11. Sterbefälle. Gestorben sind: am 17. Juni der Forstmeister i. P. Ludwig Dittniar zu Darmstadt; am 6. Septbr. die Lehrerin i. P. Maria Josephine Dupuis zu Mainz; am 7. Septbr. der Landgerichtsdiener i. P.
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