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Milch allmälig vanz entzieht.

Gültige Privat Banknoten.

Ladung.

tzannitlage zum erstenmal auf die Weide, jedoch ist da- nicht allgemein und bas Aus- Heiden findet je nach Umständen früher oder später statt. Der aufmerksame Bretz» züchter sucht seine Kälber erst allmälig an den Wechsel deS Aufenthalts zu gewöhne, ur.d sie dadurch vor den schädlichen Einflüssen des Witterungswechsels zu schützen, indem er sie täglich auf dem Hofe Herumlaufen läßt, wenn das Wetter trocken, warm und still ist.

In den ersten Monaten bei Werdegangs bringt man dem Kalbe mehrmals tag. lich etwas Milch zu saufen, sei dies nun abgerahmte oder Buttermilch, die man bri kaltem Wetter etwas warm macht Man hol zu dem Behuf einen Trog entweder frd, oder unter einem kleinen Schuppen stehen, wohin die Kälber zur Tränke getrieben wer« den, wenn sie sich aus Gewohnheit zur bestimmten Zeit nicht selbst etnfinden. Die Thiere lernen die Magd, welche ihnen die Milch bringt, so genau kennen, daß sie dem Rufe derselbe» sogleich Folge leisten. Mit dem Milchtränken auf der Weide fährt man fort, biS duS Nachgras kommt, wo man dann den Kälbern mit Vorsicht dir

Konstantinopel, 13. Februar. Gegenüber dem aus Kdnstantft nopel bahrten auf eine hierher gerichtete Anfrage erfolgten Dementi wird auf das Bestimmteste versichert, daß die türkischen Truppen in den Kasernen con« signirt sind und die türkischen Minister ununterbrochen Verathungen abhalten über Mittel gegen den drohenden Aufstand. Zahlreiche Verhaftungen von Jung'Türken werden vorgenommen.

Konstantinopel, 14. Februar. Der serbische Delegirte Christics und der türkische Unterhändler Pertew Effendi werden behufs Weiterführung der Friedens-Unterhandlunaen am Sonntag hier erwartet. Montenegro hingegen beharrt gegenüber der Forderung der Pforte, daß Montenegro einen Delegirten nach Konstantinopel senden solle, daraus, die Verhandlungen in Wien zu führen. Der Musteschar des Justiz-Ministeriums wird nach den westlichen Ländern Europas entsendet, um die dortige Gerichts-Organisation zu studiren, und am 14. d. Mts. über Marseille sich dahin begeben.

Pera, 13. Februar. Montenegro hat sich neuerdings rückhaltlos bereit erklärt, auf Grundlage der von der Pforte gestellten Bedingungen Frieden ab- zuscbließen. Die Pforte wünscht die Verhandlungen hier zu führen, Montenegro in Wien. Der serbische Friedensunterhändler Christics wird am Montag hier erwartet. Die Stimmung ist versöhnlich.

Aara, 14. Februar. Gegenüber Meldungen von einer angeblichen Re­volte in Puka wird constatirt, daß nur eine Änsammlung der Bewohner des von Miriditen bewohnten Bezirks Dibri stattgefunden hat, welche das Dorf Keira gegen einen von Seiten der Türken befürchteten Angriff vertheidigen wollten. Die Miriditen besetzten daher die Straße von Skutari nach Prizren und bemächtigten sich auch des zur Herstellung der Ordnung entsendeten türki­schen Beamten Zeinil Bey, mit der Erklärung, denselben nicht eher aus den Händen geben zu wollen, bis der Miriditen-Häuptling Marko Notza freige- laffen sei.

Lokal-Notiz.

Gießen, 15. Febr. Nächsten Sonntag Nachmittag bält die fieiw^ Feuerwehr Hungen eine Uebung ab. Zur Bestätigung des guten nachbarschaftlichen Verbal mssei «erden einige hiesige Feuerwehrleute der letzteren berwohnen. Besprechung über die Fahrt (OmnibuS) Freitag Abend 9 Ubr bei Hrn. Herbert, MauSburg.

L a n d w i r t h s ch a f t l i ch e s.

in Holland.

(I. Ellerbrock )

Behandlung der Kälber von der Gehurt big zumAlter von7 Mona te

Die Aufzucht derjenigen Kälber, welche der Viehzüchter später zur eigentlichen Nutzung verwenden will, ber ®cußfä(b',r, Zooefkalveren, Aanhouders, woju die künftigen Milchkühe sowohl alö euch die Zuchtbullen für später und die zur Mästung als Stiere »-stimmten flehören, wird in W-stsri-riand, Nord- und Südholland mit mehr Umsicht und Sorgfalt betrieben, als in anderen Provinzen, obgleich das Verfahren im ganzen Königreiche dasselbe ist. r , . r

Dai neugeborene Kalb wird der Mutter sofort entzogen, ehe diese noch be­leckt hat, und entweder in einer Ecke des Kutzstalles selb», oder noch besser in der Scheune in eigenen trsckenen, warmen Ställchen untergebracht. Hier legt man bai Tbierchen auf ein gutes, weiches Lager von Streustroh, steckt ihm etwa? Salz ir. das Maul, reibt dieses, Zunge und Daumen damit ab, entfernt de» Schleim und Speichel von Nase und Lippen und reibt mit etwas Heu »der Streb die ganze Haut von unten bis oben trocken, indem man zugleich die Haare etwas auflockert. Nachdem dies ge schehen ist, versucht man daß Kalb saufen zu lassen. An manchen Orten geschieht do4 sofort, an anderen wartet man 6 bis 8 Stunden n»a) der wtourt. Zum Tränken nimmt man die der Mutterkuh abgemolkenc erste Milch, den sogenannten Priester, Driest, Biest, die mit Wasser zum dritten oder vierten Theile versetzt wird. Die spatere für oaS Kalb bestimmte Milch wird ebenfalls mit Wasser verdünnt. Den zuerst aus gemolkenen Priester gtebt man in der Regel dem Kalbe seiner ganzen Menge nach, «ährend die spätere, ebenfalls noch gelbe und dicke Milch theilweis mit zu'Butter und Käse verwendet wird, da das Kalb dieselbe nicht auf einmal verbrauchen kännte. Viele Hausfrauen verbrauchen diese zweite Muttermilch zu Pfannkuchen und Reisbrei und halten da- für eine Leckerei. Um dem Kalbe doS Saufen anzuge»öhnen, steckt man demselben den mit Milch benetzten Finger in's Maul, läßt eS daran saugen und taucht ibm den Kopf in daS gefüllte Trinkgeschirr, indem man dea Finger unter der Milch « dem Maule bei Kalbes zieht- So gewöhnt kann eS bald allein saufen. Dar Trünken, sowie die ganze Pflege der Kälber, ist mehr eine Obliegenheit der Mägde

AeöhL kölnisches Wasser

von Jean Maria Forina.

Meine Niederlage davon in der Expedition deS Giehener Anzeiger! empfehle tt <u M 13,70 per Dutzend, M- 6,85 per halbe! Dutzend, sowie in ganzen und halbv Fläschchen zu M. 1,28 und 68 Pfg- gehorsamst.

Johann Maria Karina in Köln-

und man sieht selten einen männlichen Dienstboten sich damit befaffen. Die Oberaus- icht aber, ober auch das ganze Geschäft fällt gewöhnlich ber Frau oder Tochter vom yaufe zu, die sich dasselbe denn auch nicht streitig machen lassen. Za der e.ften Zeit nänkt man die Kälber täglich 4 bi! 6mal, auch wohl noch öfter; später gewöhnt man dieselben an oieimaligt! Tränken*).

Hier ernährt man die Kälber bret Wochen und dort nur vierzehn Tage allein mit der Mutleimiich, warm fo wie sie von der Kuh kommt- In ber dritten ober mer- ten Woche rahm: man die Milch schon ab, macht sie jedoch noch waim wie frisch ge, molken, später beachtet man auch diese Maßregel weniger und gtebt dem Kalbe schon .-richt mehr die Milch seiner eigenen Mutter abgerahmt, sondern auch die anderer Kühe. An manchen Onen giebt man schon nach 14 Tagen bloß Buttermilch zu saufen; als Uedergang muß man jedoch Anfang! süß- abgerahmte Milch und etroa3 warmes Wasser mit zur Buttermilch setzen. Mit ber dritten Wocve kann man dem Kalbe auch schon etwas gutes, seines Heu vorlegen, jedoch nur wenig; oder man gtebt ibm geschnittene Kartoffeln und Runkelrüben, auch etwas kaltes Brot. Das Thier gewöhn: sich sehr bald an dresrs Futter und lernt es fressen. Mehrere Mal in ber Woche reicht man auch dem Kalbe einen Trank von gekochtem Leinsamen ober in heißem Wasser aufge­lösten Leinkuchen, zu dem man öfters etwas abgerahmte, ober Buttermilch, oder Abfälle auS der Käsefabrik gethan bat- Viele Viehzüchter wechseln diesen Trank mit einem solchen auS Gersten- ober Haferschrot, in Heuwasser gekocht Häufig rührt man auch ein Ei in die Milch.

Auf diese Weise füttert man in der vierten bis siebenten Woche fort und ver. ; mehrt nur allmälig die Menge der festen Futterstoffe, z. B. des Heues. Mit der sieben- - icn ober achten Woche entzieht man dem Thiere mehr und mehr die Milch und ersetzt dieselbe theils durch Wasser, theils durch Buttermilch. Zn der zehnten ober zwölften Woche ist schon auf grüned Futter zu rechnen, und nun gibt man dem Kalbe neben ' dem Heu täglich eine Portion guie5 Gras, die man allmälig vermehrt. Die Thiere werden hierdurch schon an das Weidefutter gewöhnt und mit der elften ober zwölften > Woche treibt man sie dann auf die Weide, auf ein Stück Land, was so nahe wie^-! lich am Wohnhause liegt. Viele Landleute bringen ihre Kälber am liebsten am Zo-

ein.

Mit dem Herbste (November) werden die nun 6 biß 8 Monate alten Kälber, welche nun Hokkelinge oder Pinken heißen, von ber Weide genommen und a» ihren fest bestimmten Platz in der Reihe beß Jungviehes im Stalle gestellt-!

) Manche Viehzüchter weichen insofern von ber Behandlung der Kälber, wie le hier beschrieben ist, ab, daß sie das Kalb nach ber Geburt noch 4 biß 6^ ja nj$ 8 Tage bei ber Mutter lassen. Sie bestreuen baß neugeborene Kalb mit oalj, ober Salz und Weizerckleie, öder Salz, Weizevkleie und gestoßenem Anis und lasten es döh ber Mutterkuh adleckcn und trocknen. Dann läßt man es am mütterlichen Euler saugen. Man läßt es dreimal tätlich saugen, und zwar zu bestimmten Zeiten. Tein i Stand bekommt «-6 mit tm Stande der Mutter, wo es vorn angebunden wird. N.'ch 8 Tagen trennt man Mutter und Kind, indem man baß letztere in das gut eingerichtete Kälberställchen br ngt, an das «Saufen ber Milch gewöhnt und ebenso behandelt ali die gleich nach der Geburt entfernten Kälber. In anderen Wirchschufteu aber läßt inu das Kalb bloß ein einzigesmal saugen, damit esden Priester" genieße, dann ernähn man dasselbe auf oben beschriebene Weise.

(Fortsetzung folgt.)

Serviert.

Belgrad, 14. Februar. Die Bevollmächtigten für die Friedens-Unter­handlungen mit der Pforte, Staatsräthe Christics und Matics, sind in Beglei­tung des Dolmetschers Bacsios nach Konstantinopel abgereist. Durch Verfi^ung des Fürsten wird die große Skupschtina auf den 26. d. Mts. nach Belgrad einberufen. Die Wahlen zu derselben sind auf den 20. d. Mts. anberaumt w ord eu.

Königin von Hannover und dreier Kinder zur katholischen Kirche wird hier officiöS dementirt. Midhat ist bereits in Brindisi angekommen; er versicherte einer englischen Deputation, der Grund seiner Verbannung seien russische. In- tiiguen und feine Vertheidigung desjenigen Paragraphen der Perfasfunz, welcher dem Sultan die Verbannung von Unterthanen ohne richterliches Urtheü °t bl Bonbon, 13. Februar. Im Oberhause erklärte Lord Derby auf An­regung Granville's, die Depeschen des Marquis v. Salisbury über seine Unter- redunqen mit dem Fürsten Bismarck und dem Herzog Deca,es seien in das Blaubuch aus dem Grunde nicht ausgenommen worden, weitste einen vertrau­lichen Charakter hätten. Ferner theilte Derby mit, daß die Unterhandlungen mit Nord-Amerika wegen Abschlusses eines neuen Auslieferungs-Vertrages fort­dauern. Im Unterhause kündigte Montagu an, er werde an den Schatzkanzler die Anfrage richten, ob Marquis v. Salisbury wirklich geäußert habe, daß die griechischen Unterthanen der Türkei das Recht hätten, sich zu empören, wenn sie Chancen des Erfolges zu haben glaubten. Aus eine Anfrage non MilU etroikettc der Unter-Staatsfecretär im auswärtigen Amte, Bourke, er habe leite Details über den Sturz Midhat Pafcha's, fei jedoch brieflich und dircct aus telegraphischem Wege benachrichtigt, daß dieser Sturz nichts an der Politik der Pforte ändere und die Reformen zur Ausführung gebracht würden. Der Schatzkanzler Northcote versicherte sodann gegenüber einer Anfrage Samuelson's, die Depesche von Lord Loftus an Derby vom 2. November über die friedlichen Versicherungen des Kaisers von Rußland sei selbstverständlich an Disraeli noch vor dem li. November mitgetheiit worden. Schließlich theilte noch der Unter- Staytssecretär Bourke auf Anregung Anderson's mit, daß die Verhandlungen mit der Pforte. betr. die Evntrole des Vertrages über den Sclavenhandel, be­reits seit anderthalb Jahren abgebrochen seien.

Türkei.

Die belchränkenben Bestimmungen bes § 43 be? Reichs-Bankgesehetz von 14. März 1875 sind (nach dem im Reichsgesetzblaite erschienenen Bekanntmachungen bezüglich nachstehender Privat-Notenbanken als nicht anroenbbar erklärt morden uni cs dürfen daher die Noten dieser Banken in ganz Deutschland, auch außerhalb bti jenigen Staates, welcher' denselben die Refugniß zur Notenausgabe erthetlt hat, jW Höhlung gebraucht werde»: 1. Badische Bank in Mannheim. 2. Bayerische Noten bank in München. 3. Bremerbank in Bremen. 4. Breslauer Bank in Breslar 5. Cbernnitzer Stadtbank in Chemnitz. 6. Cölnische Privatbank in Cöln. - 7 Danziger Privatbank in Danzig. 8. Frankfurter Bank in Frankfurt am Main.- y. Hannoversche Bank in Hannover. IQ. Leipziger Cassenoerein in Leipzig. -1'- Lübecker Commer^ank in Lübeck. 12. Magdeburger Privatbank in Magdeburg. - 13. Posener Privatbank in Posen. 14. Sächsische Bank in Dresden. 15. Bor für Sübdeutschland'in Darmstadt. 16. Württemberger Notenbank in Stuttgart-- Die Verwendung der Noten anderer deutscher Privat-Notenbanken oder Corporationc nur «'Muna von Zahlungen außerhalb desjenigen Landesgebietes, für welches dieselbe zugelassen sind, nnrb mit Geldstrafe bis zu 150 Mark bestraft.

Seitens ber Nationaldank für das Großherzogthum Luxembur« sind neuerdings auf Reichswährung lautende Banknoten -in Abschnitten zu 5, »' u,'d 20 Mk nusgegeben worben. Die Verwendung dieser Banknoten zu Zahlunse ; -nerbalb des Reichsgebiets ist nach 8 11 des Bankgesetzes vom 14. März 1875 ver boten und wirb mit Geldstrafe von 50 dis 500 Mk., im Falle gewerbsmäßiger wenbunq daneben mit Gefangniß bis zu einem Jahre bestraft- ___ '

Das Forttränken mit Milch wahrend des Weibeganges ist zwar in allen P-.g. vinzen gebräuchlich, doch sind auch viele Meiereidesitzer, welche den Kälbern, oenr. fit einmal auf der Weibe sind, gar nichts verabreichen- Für solchen Fall müssen inbeßcn die Kälber schon -.m Stalle von der Milch entwöhnt und mit Wasser getränkt mord« |

Diejenigen Herren, welche sich für daS Znstandekommt« des Giesiener landwirthschaftltchen Local-Vereines interes- sire», werden zu einer Besprechung auf

Dienstag den 20. Februar, Abends 6 Uhr, tm Locale des landwirthschaftlichen Instituts am Brandplatz eingeladen.___________

Sehlffsbericlit Mitgetheiit von dem Agenten deS Norddeutschen Llov> W. Dietz in Gießen.

Southampton, 14. Febr. Das Poi'tdampsschiff Weser, Capt. F. von Bülon vom Norddeuttch u Lloyd in Bremen, welches am 3. Februar von Newyork abgeganßr war, ist ceftern 10 Uhr Abends wohlbehalten hier angekommen und hat nach ßanbun, bei für Southampton bestimmten Passagiere, Post und Labung beute 3 Uhr Morges dir Ne'se nach Brrmen fortgesetzt- Die Weser überbringt 89 Passagiere unb öoü:

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