Einzelbild herunterladen

*N).

tert

i L«* Pr,mo

1011 « »t«u|fe (jj

mer.

tore' tM ä)bi (flt

-chlllftraße) ju 6abn

V28 W:

iltung

IU.

n unb itn ^axxtnlabet

&

Da- Comite.

urhaus)«

erraffe Sonntag- v°« __Kr^L lllfb ioraert «achmitt-S LeutoW W*

W D säen.

Nachmittags M'o ^Vorstellung «fit;»*

3 US

$Ss£

4«^ » frs*" ^'«iV'Rotheiibergen L0UI)!Si^ ^35 «iifjgJJ

11. ,, W

H«. LLb Sonntag, den 14. October ISlf-

6> i diener Än;ciger

Anzeige- ini Amisckti für ita Kreis Sieh«.

Sr'cheirrL mit Äutoabmc bet 0UuUat«

«rPsdMO», Schulstr-ß-, Btt B. Nr. 1B.

viertckMrlich > *®rf «Pt- "it Bringerin. Durch die Post he-sgen Vierteljährlich S Mark SH Pf.

wieder einmal versammelt war, soll sich weniger mit der orientalischen Frage, als mit der indischen Hungersnoth, für welche eine Abhülse aus Staatsmitteln der reichen Privatspenden zur Linderung der Roth ungeachtet unerläßlich er­scheint , beschäftigt haben Die Äußerungen des der Opposition angehörigen Lord Kimberlav. welcher seine Landsleute ermahnte, den Kopf kühl zu halten und zu warten, bis eine Entscheidung auf dem Kriegsschauplätze erfolgt sei, (affen darauf schließen, daß die Regierung für's Erste keine Angriffe auf ihre auswärtige Politik zu fürchten braucht. Der ungünstige Finanzausweis über das letzte Vierteljahr legt der Regierung begreiflicher Weise den Wunsch nahe, den Frieden möglichst bald wieder hergestellt zu sehen und dadurch dem Handel und Verkehr einen neuen Aufschwung zu ermöglichen. Die jüngst erfolgten sehr zahlreichen Beförderungen und Verabschiedungen in der Armee deuten indeß darauf hin, daß die Regierung es zugleich als ihre Pflicht erachtet, sich für alle Fälle bereit zu halten.

In Dänemark ist der Reichstag wieder eröffnet worden. Zur Bei­legung des zwischen Regierung und Volksvertretung obwaltenden Conflicts ist indeß weniger Aussicht vorhanden als je. In dem vom Folkething gegen die früheren Mitglieder Hall und Worsaae wegen gesetzwidrigen Verhaltens bei Erbauung des neuen Theaters anhängig gemachten Proceß hat das Reichsge­richt ein freisprechendes Urtheil gefällt.

Griechenland fordert von der Pforte als Genugthuung für die in Larissa stattgehabte Verletzung seines Consulates die Bestrafung der Uebelthäter, sowie die Aufhissung der griechischen Flagge in der Citadelle und deren Be­grüßung mit 21 Kanonenschüssen unter dem Spiel der türkischen Militärmusik. In Olympia haben die Ausgrabungen nach Ankunft der Mitglieder der deut­schen Expedition wieder begonnen.

KerUlchland.

Darmstadt, 12. October. Der Vorstand des Handelsvereins für Darmstadt und Bessungen hat an den Landtag eine Vorstellung, betreffend die Reform der btcrecteu Steuern, gerichtet, worin die Kammern ersucht werden, dahin wirken zu wollen:

1) Daß die fundirten und nicht fundirten Einkommensarten unter sich an ein billiges und gerechtes Besteuerungs-Verhältniß gebracht werden;

2) daß die Grundsteuer dergestalt veranlagt werde, daß sie der einzige und alleinige für die Besteuerung des aus dem Haus- und Grundvermögen entspringenden Reineinkommens ist;

3) daß die Gewerbesteuer so gestaltet und veranlagt werde, daß sie der einzige und alleinige Ausdruck für die Besteuerung des aus Gewerbebetrieb entspringenden Reineinkommens ist, gerade so, wie die Einkommensteuer die ein­zige und alleinige directe Steuer für Kapitalrenten, Gehalte und Arbeitsver­dienst ist;

4) daß das in einer Hand zusammenfließende Gesammteinkommen jeder Art gemerndeweis einer mäßigen Progressivbesteuerung unterworfen werde.

Indem wir uns gehorsamst erlauben, heißt es am Schluffe der Vor­stellung , das Vorstehende den gesetzgebenden Factoren des Großherzogthums dringend sn's Herz zu legen, geben wir uns der Hoffnung hin, daß einer be­friedigenden, den Staats- und Volks-Interessen entsprechenden Lösung der staatlichen Steuerreform die dringend nothwendige Reform der bestehen­den Communal-Steuergesetzgebung auf dem Fuße folgen wird.

Wiesbaden, 11. October. DerRhein. Courier" meldet: In Gei­senheim ist die Rinderpest ausgebrochen.

in Aussicht.

Der englische Ministerrath, der jüngsthin nach längerer Pause

Wochenübersicht.

Unser Kaiser, der noch immer in Baden-Baden weilt, hat dort wäh­rend der vergangenen Woche einen großen Theil seiner Zeit den Regierungs- Geschäften gewidmet und namentlich die erforderlichen Entscheidungen für die bevorstehende Landtags - Session getroffen. Der Kronprinz ist von Baden- Baden nach Potsdam zurückgekehrt und hat sich am 8. d. nach Marienburg begeben, um der dort stattfindenden Enthüllung des Denkmals Friedrichs des Großen beizuwohnen.

Aus dem Gebiet der auswärtigen Angelegenheiten rst zu mel­den, daß der deutsche Botschafter in Petersburg der russischen Regierung ein Memorandum unterbreitet hat, welches die Wünsche der Reichsregierung in Bezug auf die Förderung des Handelsverkehrs zwischen Deutschland und Ruß' land zusammenfaßt. Das deutsche Panzergeschwader hat von Malta aus die Heimreise angetreten. Die deutsche Kriegsflotte hat durch den Stapellauf der KorvetteStosch", eines Schwesterschiffes der CorvettenBismarck" und

Hesterreich.

Pesth, 11. October. Es verlautet, der Ministerrath erwäge, ob er der Krone die Einstellung der Untersuchung wegen der Siebenbürger Angelegenheit im Gnadenwege Vorschlägen solle.

Pesth, 10. October. Im Unterhause beantwortete Ministerpräsident Tisza die Interpellation Helfy in Betreff des Siebenbürger Putsches. Er widerlegte das Gerückt, welches die Affaire als eine innere Revolution dar­stelle, wahrt der Regierung das Recht, in solchen Fällen einzuschreiten und lehnt die Mittheilung von Details ab, weil sich die Angelegenheit in den Händen der ordentlichen Richter befinde. Die Untersuchung werde Herkunft und Zweck der Waffen-Sendungen klarstellen. Bisher seien etwa 2000 Gewehre und drei Kisten Dynamit saisirt, sowie acht Individuen verhaftet. Uebrigens seien weder außerordentliche militärische Maßregeln getroffen, noch besondere Regierungs-Commiffäre an Ort und Stelle entsendet worden. Die Antwort des Ministers wurde mit großer Majorität zur Kenntniß genommen.

ArauLreich.

Paris, 12. October. DieFrance" behauptet, der kaiserliche Prinz habe in Straßburg den Kommandanten General Schachtmayer besucht. Ein seit 15 Jahren im Departement Seine-et-Marne seßhafter amerikanischer Bür­ger wurde ausgewiesen und gewaltsam nach der belgischen Grenze gebracht.

Blücher", einen neuen Zuwachs erhalten

Fürst Bismarck traf am 5. d. von Friedrichsruh wieder in Berlin ein, hielt sich aber auch diesmal nur kurze Zeit dort auf, indem er schon drei Tage nachher, an demselben Tage, an welchem der Bundesrath wieder zn- sammentrat, nach Varzin abreiste.

Aus Anlaß der Broschüre des Erzbischofs Martin von Paderborn, welche nicht Revision, sondern Aufhebung der Maigesetze" fordert, hat sich in allen nichtultramontanen Kreisen, die der Deutsch-Konservativen nicht ausgenommen, die Ueberzeugung befestigt, daß an eine friedliche Beendigung des Kampfes des Staates gegen die römische Hierarchie so bald noch nicht zu denken ist. Das Verfahren des abgesetzten Erzbischofs von Posen, Ledochowski, welcher fortfährt, diejenigen Geistlichen seiner früheren Diöcese, welche sich den Maigesetzen unterwerfen, mit Strafen zu bedrohen, und jüngsthin noch den staatstreuen Pfarrer Rymarowitz suspendirt bat, zeigt, daß bte Ultramontanen i,i ihrem Widerstande gegen die staatlichen Gesetze und Ordnungen nicht nach- laffen. Glücklicherweise lasten die Regierungsbehörden und Gerichte es wenig- st.uS nicht an der prompten Ausführung der Gesetze fehlen: zum Beweis dient die soeben erfolgte Ernennung eines Regierungs-Kommissars zur Verwaltung des Vermögens der durch Absetzung des Bischofs Blum Dacant gewordenen Diöcese Limburg und die Absetzung des Succursal-Pfarrers Klassen m Trier durch den kirchlichen Gerichtshof. Erfreulich ist auch, daß der Kultusminister eine Reklamation der Krefelder Ultramontanen gegen die Umwandlung der dor­tigen Volksschulen in paritätische abschlägig beschieden hat.

In Oesterreich-Ungarn dauert die durch den Stebenburger Putsch hervorgerufene Erregung noch fort. Bei der von der Regierung angestellten Untersuchung hat sich herausgestellt, daß die Sache keineswegs so harnüos war. wie sie nachher von gewister Seite dargestellt wurde, und ^ß selbst Mitglieder d s ungarisches Reichstages dabei betheiligt waren. Ein fast komisches Nach­spiel bekam die Affaire durch die polizeiliche Ueberwachung des ungarischen Abg. Helfy, von welcher die Regierung behauptete, sie habe auf einemMiß­verständnisse" beruht. Das cisleithanische Ministerium hat dadurch, daß das Abgeordnetenhaus den Antrag auf Contingentirung der Personal-Einkommen- stcuer vor Abschätzung derselben annahm, einen wichtigen L>ieg in der Steuer­reform-Frage davon getragen. Die neuesten Nachrichten über den Fortgang der deutsch-österreichischen Zollverhandlungen lauten leider sehr ungünstig.

Dki Gesundheitszustand des Papstes scheint sich mit dem Eintritt der kühleren Jahreszeit gebessert zu haben. Die Reise des Kammer-Präsidenten Crispi nach Berlin hat den Feinden des Königreichs Italien begreiflicher Weise willkommenen Anlaß zu Verdächtigungen und Angriffen gegen dessen Jie gierung gegeben und besonders in Frankreich starken Anstoß erregt. Die tta- dmische Regierung hat sich in Folge d-ff-n zu der Erklärung herbetgelaff-n, daß Crispi keine amtliche Mission gehabt habe; dadurch wird indeß L,e hohe politisch- Bedeutung seiner Reise keineswegs abgeschwächt.

Die gegenwärtig aus ihrem Höhepunkte angelangt- Wahlbewegung in Frankreich hat je länger je mehr dm Charakter eines Kampfes zwischen dem republikanischen Liberalismus und dem Klerikalismus angenommen. Die Regierung Proteflirt zwar noch immer gegen den Vorwurf, daß sie klerikale Zweck- verfolg-, aber die Bischöfe selbst strafen sic Lugen, indem sie in ihren Hirtenbriefen 'erklären, daß das Heil der Kirche auf dem Spiel stehe, und daher in allen Kirchen Frankreichs Andachten zu Gunsten derCandidaten des Pap­stes", wie die Regierungs-Candidaten allgemein genannt werden, abhalten lassen. Al« das Ziel derjenigen, welche im Elisee als Treiber wirken und die Faden ter ossiciellm Bewegung in der Hand halten, tritt das bonapartistische Kaiser- thum nut der Farbe des Papste« immer deutlicher hervor. Ob es indeß ge­lingen wird, dies Ziel zu erreichen, ist heute trotz aller Gewalttnaßregeln der Regierung und trotz aller Unterstützung Seiten« der Geistlichen ungewisser al« je. Im Ganzen und Großen wird die Situation immer mehr der von 1830 äb- lich und stellt fomit eine der Juli-Revolution entsprechende Katastrophe