reue katholische Kirche in dem benachbarten Hersen aufaenommen hatte. Dem ländlichen Co!re<pondenten muh jedoch die Verantwortung für die darin enthaltenen Mit- tdeilunaen zu schwer gewo ben sein, denn in der letzten Nummer des Blättchens veröffentlicht er folgende B-richtigu 'g: , Zur Beachtung! Wenn in der letzten Nummer d Bl- angeg-brn wu de d2ß die hisiie kathol'.sche Ki che rm „romantischen" Stile auSgebaut worden sei, so t^nn fcas le i lich nur auf einem Sch'-eib- und Druckfehler beruhen, indem der B : chterstatter damit sagen wollte, daß diese Kirche nicht tm ro n.antischen, sondern tm „rumänisch, n" L-tile ousgebaut worden ist, wabrend die hiesige evsngelische Kirche tm „gotharschen" Stile ausc-eführt werden soll."
— E n Lehrling wurde vor.- seinem jähzoinigen Meister wegen eines dummen Streiches geprügelt, während der Letztere ousrt-i: „Michel, Michel, wie lange wirst du noch dem Teufel dienen?" — ,Das miss n Sie ja am besten", heulte der Junge, „i och drei Monate, dann ist meine Lehrzeit aus."
— (Neue Ansicht über Lebensversicherung.) Bauer, in der Stadt vor dem Schilde einer Lcbensvr'sichnung stehend, jn seiner Frau: „Kumm, Mutter, wullen rin aeh'n und uns inköpen, damit wir sterrwen können, wenn wie willen!"
Literarisches.
* Die K«lenderlitrratur Süddeutschlands hat eine sehr werthvolle Bereicherung erfahren durch das Erscheinen des Mittelrheinischen VerbandSkalcnderS für Landwirthe auf daS Jahr 1878. Aeußerltch sehr ansprechend auSgestittet und geziert mit den wohlgetroffe- nen Bildnissen des Kaisers und des neuen Landesherrn von Hessen, birgt derselbe außer dem üblichen Kalenderinhalt auf 80 Quartblättern ein vollständiges System von Formularen zur landwirthschaftlichen Buchführung Wer da weiß, wie sehr die Buchführung bei kleineren u»d mittleren Landwirthen noch im Argen liegt, muß diesen Versuch, Abhülfe zu schaffen, auf's Freudigste begrüßen.'
Die Schemata sind einfach und meist verständlich, sie erfordern nicht viel Schreiberei, sondern verlangen meist nur die Eintragung von Zahlen, sind aber dennoch geeignet, einen völligen Ueberblick über die Verhältnisse und Resultate der Wirthschaft zu gewinnen und es wird der Kalender, wenn die Blätter zur Buchführung richtig benutzt werden, sehr wohl als Beweismittel bei Reclamationen gegen etwaige zu hohe Einschätzungen zur Einkommen- oder Klassensteuer dienen können.
Der Kalender legt sodann ein außerordentliches reiches Material von wiffenschaftlichen und statistischen Hülfstabellcn (im Ganzen 25 an der Zahl), welche den Landwirth kaum nach irgend einer Richtung im Stich lassen werden. Den werthvollsten Inhalt aber bilden die zahlreichen Aufsätze aus allen Gebieten der Landwirthschaft, der Dünger- und Fütterungslehre, dem Gesinderecht, dem landwirthschaftlichen Genossenschatfswesen, der Thierarzneikunde re., welche von Autoren, wie Professor Dr. Krämer in Zürich, den Generalsekretären Dr. Weidenhammer in Darmstadt, Staatsanwalt Haller ebendaselbst, 91. Bergsträßer in Niederolm, R. Schaum in Herrnhaag u. A. geliefert wurden. Dieser überaus reichhaltige Kalender, welcher in dem Verlage A. Bergsträßer in Darmstadt erschienen ist, kostet nur 1 X und der letztere deutet an. daß er bei Bezug von Parthieen, namentlich seitens landwirthschaftlicher Vereine, noch Preisermäßigungen wird eintreten lassen. Nach alledem sind wir in der Lage, den „Mittelrheinischen Verbandskalender für Landwirthe" als eine verdienstvolle, einem wahren Bedürfnisse Abhülfe schaffende Erscheinung auf's Wärmste zu empfehlen.
Die Annoncen-Expedltion Th. Dietrich H? Co. tu Cassel über nimmt die prompte Besorgung von Anzeigen in sämmtliche Zeitungen Deutschland e und des Auslandes zu Originalpretsen. (Alleinige Jnseraten-Annahme f. d. „Casseler Tagespost.")
Gültige Privat Banknoten.
Die bescyrä ckeuden Bestimmungen des $ 43 des Reichs-Bankgesetzes vom 14. März 1875 sind (nach den tm Rclchsgesetzblalte erschienenen Bekanntmachungen) bezüglich nachnehender P-ivat-Notendanken als nicht anwendbar erklärt worden und es dürfen daher die Noten dieser Banken in ganz Deutschland, auch außerhalb desjenigen Staates, welcher denselben die Befugntß zur Notenausgabe erthetlt hat, zur Zahlung gebraucht werden: 1. Badische Bank in Mannheim. — 2. Bayerische Notenbank tn München. — 3. Bremerbank in Bremen. — 4. Breslauer Bank in B-eslau. — 5. Chemnitzer Stadtbank in Chemnitz. — 6. Cölnische Privatbank in Cöln. — 7. Danziger Privatbank in Danzig. — 8. Frankfurter Bank tn Frankfurt am Main — 9. Hannoversche Bank in Hannover. — 10. Leipziger Cassenoeretn in Leipzig. — 11. Lübecker Commerzbank in Lübeck- — 12. Magdeburger Privatbank in Magdeburg. — 13. Posener Privatbank in Posen. — 14. Sächsische Bank tn Dresden. — 15. Bank für Süddeutschland tn Darmstadt. — 16. Württemberger Notenbank tn Stuttgart. — Die Verwendung der Noten anderer deutscher Privat-Notenbanken oder Corporationen zur Leistung von Zahlungen außerhalb desjenigen Landesgebietes, für welches dieselben zugelassen sind, wird mit Geldstrafe bis zu 150 Mark bestraft.
Seitens der Nationalbank für das Großherzogthum Luxemburg sind neuerdings auf Reichswährung lautende Banknoten in Abschnitten zu 5, 10 und 20 Mk. ausgegeben worden. Die Verwendung dieser Banknoten zu Zahlungen innerhalb des Reichsgebiets ist nach $ 11 des Bankgesetzes vom 14. März 1875 verboten und wird mit Geldstrafe von 50 bis 500 Mk., tm Falle gewerbsmäßiger Ver - Wendung daneben mit Gefänx,niß bis zu einem Jahre bestraft.
Handel und Verkehr.
Grünberg, 8. Dec. Wetzen X 1135, Korn X 8.54, Gerste X 8.06, Hafer X 6.46, Molter X 8, Erbsen X 8.45, Wicken X 8, Samen X 14.50, Kartoffeln —- ^AlleS per 50 Kilo oder 1 Ctr.)
Frankfurt, 8. Dec. Der heutige Heu- und Stroh-Markt war sehr reichlich befahren. Heu kostete je nach Qual, per Ctr. X 2.40—3.20, Stroh per Ctr. X 2.40—2.50. Butter im Großen das Pfund l.Qual. X 1.20—25, 2. Qualität X 1.10, tm Detail 1. Qual. X 1.40—50, 2. Qual. 1 30—35. Eier, das Hundert 6—7. Weißkraut oer Gentner tm Durchschnitt X 12 35—50 Das Publikum gewöhnt sich im.nermehr daran auch bei We ßkraut auf das Gewicht statt auf das Stück zu kaufen, da sein Interesse 'abet mehr als bei -'em anderen Verfahren gewahrt ist. — Kartoffeln X< 6 per 100 Kilo. — Fleischpreise: Ochsenfleisch per Pfd. 70-75 Kuhfleisch 54-60 H, Kalb fleisch 60—65 Hammelfleisch 54—63 Schweinefleisch 70 H — Buchenschettholz bir Meter X 12 55 Tannenholz per Meter X 8.55, Buchenschettholz gehackt per Gentner X 1.75—90 j nachdem geschnitten.
Recht kölnisches Wasser
von Jean Maria Farina.
Meine Niederlage davon tn der Expedition des Gießener Anzeigers cmvsrhle tu- zu M. 13,70 per Dutzend, M. 6,85 per halbes Dutzend, sowie in ganzen und halbe« Fläschchen zu M. 1,28 und 68 Pfg gehorsamst.
Johann Maria Aarina in Köln.
Besondere Ztekanntmachungen Bekanntmachung.
Montag den 17. d. MtS., Morgen« 10 Uhr, soll im Vorderhause des Provinzial-Arrest- houses dahier die Lieferung d<s Brodes und der warmen Speisen für die Gefangenen des Pl-vinzüll-Arresthauses während des Jahres 1878, unter den alsdann bekanrt gemocht werdenden Bedingungen, öffentlich ru Accord-egeb.n werden, wozu man Stetg- liebhaber h er mit einladet.
Gt-ß-n. am 8 December 1877.
Großherzvt l. Stadtgericht Gießen. 6963)Bottich er.
MkMnlmachung.
Zur Bezahlung der Zinsen, welche von den bei der hiesigen Spar- und Leihkasse ungelegten Kapitalien am Ende dieses Jahres fällig werden, sind nachstehende Termine festgesetzt und zwar:
Donnerstag den 13. December 1877,
Samstag „ 15 „ „
Dienstag „18. „
Mittwoch „ 19. „ „
Donnerstag „ 20. „ „
Samstag „ 22. „ „
Donnerstag „ 27
Samstag „ 29. „ „
fowi :
Mittwoch den 2. Januar 1878,
Donnerstag „ 3. „ „
Samstag „ 5. „ „
Dienstag „ 8. „ „
Mittwoch „ 9. „
Donnerstag „ 10. „ „
Samstag „ 12. ,, „
Dienstag „15 „ „
Mittmoch „ 16.....
Donnerstag „ 17. „ „
Samstag „ 19. „ „
Die Interessenten werden daher auf- ^efordert, die Zahlungen an diesen Tagen in Empfang zu nehmen und hierzu durch Vorzeigung der Schuldscheine sich zu legtttmiren.
Zugleich wird bemerkt, daß die auf den Donnerstag fallenden Zahlttge für die Interessenten der Stadt Gießen, dagegen d e übrigen Zahltage für die Auswärtigen b.stimmt sind.
Die Herren Bürgermeister w rden ersucht, dieses in ihren Gemeinden auf ortsübliche Weise bekannt machen zu lassen.
Gießen, den 29. November 1877.
Der Rechner der Spar- und Leihkasse: Kehr.
Aecliten jRerger
Medicinal - Leberthran
empfiehlt in Vi und Vt Flaschen, sowie im Anbruch. (6545
Gg. Will). Weidig.
Allgemeiner Anzeiger.
Bekanntmachung.
Freitag den 21. December d. I., Vormittags 10 Uhr,
soll die Strinmüh e bei Blkbrr.auf weitere sechs Jahre verpachtet werden; bemerk! wird, daß auf einem Gang bei dem geringsten Wasserstand per Tag 8 (Zentner gemahlen werden können; auf Verlangen können 10 Margen Aecker und Wiesen mit abgegeben werden.
Gleichzeitig wir) die Mühle auf Erb- u. Eigenlhum einer öffentlichen Versteigerung ausgesetzt. (6929
Rsdheim, den 9. December 1877.
Der Vormund:
Christ ian Schlier b a ch IIl.
Versteigerungen. Versteigerung.
Freitag den 14. d. M-, Vormittags 10 Uhr, sollen auf den Straßen nach Reiskirchen und nach Steinbach Ausgangs hiesiger Stadt 28 Haufen Astholz meistbietend versteigert werden.
Gießen, am 12. December 1877. (6969
Großherzogl. Kreisbauamt Gießen
In Vertretung: M. Wahl, Greßherzagl. Kreisbauaufseher.
Arbeitsversteigerung
zu Heuchelheim.
Montag L-cn 17. December, Nachmittags um 2 Uhr, sollen auf dem Rathhaus zu H?uchelh-lm nachstehende Sauarbeiten durch öffentlich? Versteigerung in Accord gegeben werden,
als: <//£
1. Maurerarbeit, lt. Ueberschlag 154,60
2. Dachdeckerarbeit, lt- „ 222,—
3. Schreinerarbeit, lt- „ 25,—
4. Schlosferarbeit, IL „ 101,50
5. Weißbinderarbeit, lt. „ 78,—
6. Pflastererarbett. lt. „ 140,—
7. L'eferung von Pflastersteinen
(II. Sorte behauen)
lt. Ueberschlag 270,—
8. Sandlieferung, IL „ 125,—
9. Steinlieferung zur Unterhaltung
der Wege, lt. Ueberschlag 372,—
10. Stetnsetzen und Sandmessen, lt- Ueberschlag.....40,—
11. Steinschlagen und Decken,
lt. Ueberschlag 248,—
12. Planirarbeit, lt. „ 600,—
Gießen, den 12. December 1877. (6972
Körner, Bezirksbauaufseher.
Aeilgekstenes.
6971) 400 Stück Birnstämmcken zu
haben tm Kömer'schen Garten.
Gegen Hüsten
Gumi-Brust-Bonbons
-O begutachtet von ►—
Dr. Rudolph von Wagner, kgl. Hofrath o. ö. Professor an d. Universität Würzburg zu haben bei den Herrn : (6960
Emil Fischbach, Hch. Kinkel und Eduard Lind.
11 iliMllffl IIMnMMKS—MMB Bei Th. Thomas, Leipzig, erschien: «TTfoin geistlichen Dursik. Ktotte geschichten in zierl. Reime gebracht durch den Pater Profundus, preis ITC. (.50.
Feinste
Gäliseleberwurst
im Anschnitt, empfiehlt (6977
Gg. Wilh. Weidig
van der Gt0ßh^rz0giichen Saline Nauheim, aus gradirter Soole bargefieüt, durch seine Schärfe und Leichtlöslichkeit aus- okzetchnet, ist stets »orräthig und zu billigsten Preisen zu beziehen in unterer Niederlage bei Großh. Rendanten Herrn Becker und Herrn Kaufmann JT. « B Bapst auf ötm Markt in Gießen- (6891
Großherzogliches Salinen- und Bergamt
________Bad Nauheim.___________
6976) Heute treffen
frische Schellfische
ein. (6976
Gg. Wilh Weidig.
6968) Feuergeräthe und Schirmständer, Ofenschirme und Vorlagen, Verdampf- schaalen, Uhrenwaagen, Lassetten, Toilettenspiegel, broncirte Kohlenkasten rc- empfiehlt _____________________Cmil Pistor.
6973) Empfehle zu Weihnachtsgeschenken meinen Vorrath in Spazierstöcken, Pfeifen und ächten Wiener Meerfchaumfpitzen zu den billigsten Preisen.
Chr. Schopbach.
Japanische Schreib- L Copir-Tinte (Encre violette ä copier).
Dieselbe ist von violetter, dem Auge angenebmer Farbe, wird indeß beim Gebrauch nach kurzer Zett schwarz, trocknet augenblicklich, greift weder Papier 19d) Feder an, ist leicht fließend, schimmelt selbst bei längerer Ausbewahrun/, .icht und ist unanslöschbar. Auch bann, wenn die Schrift bereits mehrer^ 'age alt ist, lüfeir dieselbe noch makellose Copien und empfiehlt sich des Quellen Trocknens und der vorzüglichen Schwärze wegen ganz besonders zum riittragen in Handels- und Geschäftsbücher.
Niederlage davon in 4 Fl.ffchenfüllungen L % Vit r jl 2, i/v L t. r
1.25, i/4 Liter 75 J/8 Liter 50 in Giessen bei der Expedition
?es Gieficner ____________________________
Von einer Offenbacher Fabrik erhielt eine Partie ganz feiner Portefeuilles - Waaren zu bedeutend zurückaesetz-en Preisen, welche, sowie mein Lager in allen Arten von Korbmöbeln und Schnitzereien, letztere von 50 H per Stück an, offerire.
6975) _____________PH. Schlatter.
Comed Beef
(amerif. Rinder-Roulade)
per 2-Pfd.-Büchse
JC. 1.70
„ 5.20
Beef Tonyuex Payfiandu Ooc
„ Ochsenzungen
» 2 „
„ Büchse
n
„ 3.20
° 4—
Tonyues
n tl
empfiehlt
4925) Emil Fischbach.


