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Mo« LS. Sonntag, den 11. Februar 18-7,

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Erscheint »KAlich mit Ausnahme des Morris. vierteljährlich i Äark 20 Pf. mit Vrinqerlohn.

: Schulstrape, 8it. v. Nr. 18. Durch die Post bezogen viert clsährlich 2 Mark 5H Pf.

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Amtlicher H 6 e i l.

Bekanntmachung.

796) Der Ingenieur Hugo Oppler dahier beabsichtigt in der Hosraithe von Heinrich Capeller am Weg nach dem Schiffenberg einen Dampf­kessel zum Betrieb einer Locomobile aufzustellen.

Etwaige Einwendungen gegen dieses Vorhaben sind binnen 14 Tagen bei der unterzeichneten Behörde, bei welcher auch Plan und Beschreibung des Kessels rc. eingesehen werden können, bei Meldung des Ausschlusses vorzubringen.

Gießen, den 8. Februar 1877.

Großherzogliches Kreisamt Gießen.

___________________________________________v. Röder._____

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An Stelle des auf Nachsuchen entlassenen Experten Zimmermeister Daniel Haas in Grünberg ist dessen seitheriger Stellvertreter, der Zimmer- meister Christoph Haas in Grünberg, zum ständigen Experten in Brandversicherungs- und Brandentschädigungs-Angelegenheiten ernannt worden.

Gleichzeitig wurde der Maurermeister Christoph Bock in Grünberg als Stellvertreter des ständigen Experten Conrad Bock von da bestellt und verpflichtet.

Gießen, den 7. Februar 1877.

Großherzogliches Kreisamt Gießen.

v. Röder.

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Verwaltung des Staats-Schuldenwesens von 1875 geht an die Budget-Com­mission. Die Zeughaus - Vorlage wird nach längerer Debatte, bei welcher Röckerath und Nayhaus gegen und Virchow und Götting für die Vorlage sprechen, wobei Abg. Götting wegen einer die Haltung der Centrums-Partei critisirenden Aeußerung vom Präsidenten rectificirt wird, in dritter Lesung un­verändert nach den Beschlüssen der zweiten Lesung genehmigt. (Die Sitzung

Deutschland.

Darmstadt, 6. Februar. In der heutigen Sitzung der zweiten Kam­mer wurde zunächst in die Berathung des Gesetz-Entwurfs, den Schutz der in fremde Pflege gegebenen kleinen Kinder betr., eingetreten. Zur General-Debatte betonte Abg. Heinzerling die Schwierigkeit der Regelung der vorliegenden Materie überhaupt, insbesondere in einem kleineren Staate; dies dürfte jedoch nicht abhalten, das pärticuläre Gesetz zu voiiren. Einem Anträge, welcher eine

dauert fort).

Berlin, 8. Februar. In Folge der lauen Witterung und anderer den Kohlen-Consum erheblich beeinträchtigender Verhältnisse haben eine Anzahl von Kohlenwerken in Rheinland-Westfalen ihre Production therls eingestellt, theils ermäßigt und sind zu Arbeiter-Entlassungen geschritten. Dem Vernehmen nach ist Vorsorge getroffen, diese Arbeiter, soweit es anzänglich und soweit sie sich dazu eignen, bei den Staatseisenbahnbauten zu beschäftigen.

Köln, 7. Februar. Ende der vorigen Woche traf von Dresden ein Vieh-Transport hier ein, welcher die Rinderpest einschleppte. Am Sonntag fiel ein Stück und am Montage wurden zwei Ochsen abgeschlachtet, welche ebenfalls von der Lungenseuche befallen waren. In dem betr. Stalle standen noch 18 Ochsen, die, nachdem sie abgischätzt worden, heute auf der Mülheimer Haide erschossen und tief begraben wurden. In Folge dessen ist über dem nördlichen Stadttheile die Viehsperre verhängt und die Abhaltung des Marktes innerhalb der Stadt verboten worden. Dieser Fall könnte leicht die Rinderpest in größerem Maßstabe in Deutschland verbreitet haben, da wegen des Trans­ports aus der Linie Dresden-Köln sehr leicht mehrfach Rinder angesteckt sein dürften.

Kassel, 9. Februar. Wie dasHess. Wochenbl." mittheilt, hat der Kronprinz Veranlassung genommen, dem hi-sigen Gymnasium zum bleibenden Andenken an den Besuch dieser Anstalt Seitens seines ältesten Sohnes eine Stiftung zuzuwenden, deren Charakter aus nachfolgendem Erlaß hervorgeht : In dankbarer Anerkennung der günstigen Ergebnisse, welche der Besuch des Kasseler Gymnasiums für die geistige Entwickelung und Bildung Unseres älte­sten Sohnes gehabt, will Ich in Gemeinschaft mit der Kronprinzessin, Meiner Gemahlin, ein Stipendium von Eintausend Mark jährlich begründen, welches einem würdigen mittellosen Schüler des Lyceum 1 riedericianum zur Ermög- Hebung eines Universitäts-Studiums verliehen werden soll. Dasselbe wird zur Erinnerung an den Ausenthalt Unseres Sohnes in Kassel den NamenPrinz Wilhelms Stipendium" führen und soll in jedem einzelnen Falle dem aus Vor- : schlag des Lehrer-Collegiums von Uns zu bestätigende» Abiturienten für die - Dauer seiner Universitäts-Studien überwiesen werden. Unter den Bewerbern ; sollen die Söhne der Lehrer des Gymnasiums in erster Reihe Berücksichtigung : finden. Die Verwaltung Meiner Chatonlle ist angewiesen worden, vom ; 1. April d. Js. ab den Betrag von 250 Mark vierteljährlich praenumerando

Verbefsirm-g dahin bezwecke, im Falle des Todes eines in Pflege gegebenen ; kleinen Kindes, sofern nicht ein behandelnder Arzt zugezogen gewesen, eine Ob- . tuetion obligatorisch zu machen, werde er zustimmen; im Uebrigen beantrage er, nach dem Zustandekommen des Gesetzes die Regierung zu ersuchen, im Bun desratb dahin zu wirken, d' die Materie demnächst reichsgesetzlich oder doch durch ähnliche Gesetze in den einzelnen Bundes-Staaten geordnet werde. Schröter sprach sich dahin aus, daß nur von einem Reichsgesetz wirkliche Re- suliate zu erwarten seien; ähnlich v. Rabenau, während Wolz für Regelung durch Particular-Gesetz einirat. Mimsterial-Rath Weber hält auch eine paiti- mlarr'chuiche Ordnung der Sache, und zwar in der proponirten Weise, für erfolgreich, wofür auch der Berichterstatter Hirschhorn eintrat. In der Special Discussiou gelangten nach längerer Debatte, die sich theilweise um gertngfügi ,r.J' gere Abänderungen der Regierungs-Vorlage drehte, die Ausschuß-Anträge zur 1 v Annahme. Abgelehnt ward ein Antrag des Abg. Dumont auf Aufnahme einet

Bestimmung über Führung von Listen über die in Pflege gegebenen Kinder, in» dem Ministeriell Rath Weber dies als eine Bestimmung reglementarer Natur bezeichnete,, und em weiterer von den Abgg. Heinzerling und v. Wedekind (Darmstadt) unterstützter, vom Abg. Hirschhorn als Berichterstatter und ande­ren Abgeordneten bekämpf!er Antrag desselben Abgeordneten auf obligatorische Obduction der in der Pflege verstorbener Kinder, wenn sie nicht ärztlich behan­delt wurden. Die Resolution Heinzerling wurde angenommen. Auf Verlangen der Negierung wird eine zweite Lesung des Gesetzes eintreten.

Mainz, 8. Februar. Bischof Ketteler kommt abermals mit den Straf­gesetzen in Conflict und zwar wegen Nichtbesetzung der Pfarrei zu Nieder- Süulheim. Eine Vernehmung des Bischofs von Seiten des hiesigen Unter» suchungs-Gerichts ist bereits erfolgt. Auch der Caplan zu Nieder-Saulheim ist in diese Anklage verwickelt. Derselbe wird sich wegen unbefugter Ausübung geistlicher Amtshandlungen zu verantworten haben.

Berlin, 7. Februar. Von den bekannten Bedingungen der Türkei |ut

an Sie zu zahlen.

Berlin, 27. Januar 1877.

(gez) Friedrich Wilhelm, Kronprinz.

Siegen.

n getragener KleidungsM ,em'o werden Kleider mit hr * Herren- unb DaM rtrennt aus chemischem W

w:rb mcht wie vorgeM 12. Februar NW n nur«" «estm Tage l

HesterreiH.

Wien, 8. Februar. Jgnatieff reiste heute Vormittag mit seiner Familie Lemberg nach Petersburg.

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Utt O«.UP London, 8. Februar. Di- von der Könizm bei d-r heute «folgten Der Bericht über die Eröffnung deS Parlaments gehaltene Thronrede recapllulirt Eingangs die Er-

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Sw fLaDOßfln baldig,bie Verhandlungen mit Serbien soll die auf die türkische Flagge bezügliche zu- m rückaezoaen werden, falls es noch nicht geschehen ist. Ueber den Umschwung

in Konüa itinopel gehen die Ansichten noch immer auseinander. Während die Einen an Krieg glauben, fassen Andere die Möglichkeit eines Separatfriedens mit Rußland in's Auge, auf Kosten der Verfassung, die, ohne zuruckgenommen zu werde", thatsäcklich unausgeführt bliebe. Ein solcher Separat-Fnede könnte diskrtte EheiM auch kurz vor dem Ausbruch der Feindseligkeiten oder nach einer ersten Rieder- |U läge der Türkei abgeschlossen werden. Jedenfalls aber glaubt man nicht, daß

dne couililutionelle Beschränkung des Absolutismus in der Türkei Platz r ' greifen werde.

n nrf' Berlin, 8. Februar. Abgeordnetenhaus. Die Einbringung des Gesetz-

u Entwurfs der Theilung der Provinz Preußen wird für morgen erwartet. Im Abgeordneteichaule ist eine Gesetzvorlage eingegangen, betr. die Zinsgarantie- f Uebernayme Seitens des Staates für die Prioritäten-Anleihe der Berlin- Dresdener Bahn im Betrage von 23/10 Millionen. / " dr "