H. Werner.
ein Mißtrauensvotum-
Gießen, den 6. Juli 1877.
Missions-Mitglieder die Absicht der Bürger nicht erfüllt werden konnte, und zweitens, um die Petition der Anwohner der Reichensand-Bahnhofsstraße, vor das Forum d-r Oeffentlichkeit zu bringen. Dieses lag im Interesse einer bestimmten Anzahl Mitbürger owohl als des Herrn Krausgrill. Herr Katz war nicht für diese Berufung, weil er der Ansicht war, alles Material müsse bis unmittelbar vor die Ersatzwahlen der Stadtverordneten aufgcspart werden.
Da ich durchaus nicht etnsehen konnte, was das alles mit der Stadtoerordneten- Wahl zu thun haben dürfte, eine Bürgerversammlung aber unumgänglich nothwendig war, und ein anderer eine solche nicht einberufen wollte, kam ich einfach einer Pflicht meinen Mitbürgern gegenüber nach, und einem Wunsche mehrerer Commissions-Mitglieder, wegen dem vorgeschrittenen Bau des Krauszrill'schen Hauses, als ich die Versammlung etnberief.
Herr Katz war davon in Kenntntß gesetzt, es hatte demselben das Material zur Durchsicht Vorgelegen; unter anderem eine von mir im Auftrag der erwähnten vier Commissions-Mitglieder ausgearbeitete Resolution, worüber sich derselbe privatim befriedigend äußerte. Es wurde Herr Katz gefragt, ob er den Vorsitz übernehmen wollte und von mir angenommen, daß Herr K. denselben übernehmen würde. In der Versammlung erklärte Herr K- nun, den Vorsitz nicht annehmen zu wollen, dle Resolution für werthlos, das Material unzulänglich und die Commission für beschlußunfähig.
Wenn sich nun über verbreitete Verdächtigungen beklagt wird, so erkläre ich damit nichts zu thun zu haben, denn ich halte mich nur an Thatsachen und dieses sind keine Verleumdungen. Um aber eine Probe der Consequenzm zu geben, wollen die verehrltchen Mitbürger, für deren öffentliche Interessen auch ich ein Herz habe, über Folgendes urthetlen: Man spricht öffentlich Uder eine Stephansmarkpartei im Stadt- oerordneten-Collegtum, hält aber die stenographische Aufnahme der Verhandlung für
Das Tonnen-Abort-System.
Wie viele Jahre haben sich die Sachverständigen im Interesse der größeren Städte und der Lanowirthschaft gestritten, ob das Abfuhr-System, oder das Schwemm- canal-System zweckentsprechender sei. Es hatte den Anschein, als ob die Anhänger oes Canal-Systems die Oberhand gewinnen würden, und so werden denn wirklich in mehreren größeren Städten Schwemmcanäle hergestellt. Aber die Erfahrung ist der beste Lehrmeister, und so dürfte denn in nicht allzuferner Zett das Canalisations-Fieber ausgetobt, und das nachfolgende Siechthum der städtischen Finanzen, sowie die lauten Proteste denkender Landwtrthe gegen die mit dem Schwemmsystem verbundene Dünger- oerschwendung u. s. w. dem Abfuhrsystem die ihm gebührende Anerkennung verschafft haben. Es ist bemerkenswerth, daß in jüngster Zeit der Stadt Cöln zur Anlage von Schwemmcanälen zwecks Ableitung der Fäcalstoffe die Eclaubniß vom königl. pceuß. Ministerium nicht ertheilt wurde.
Die Abfuhr wird bedingt:
Bei der Anlage von Abtrittsgruben;
Beim pneumatischen (Liernur'schen Röhren-) System; Bei der Anordnung von Tonnen.
Was die Grubenanlage betrifft, so ist nicht zu verkennen, daß diese für den Hausbesitzer manches Bequeme hat. Allein die Fäcalten werden durch die längere Ansammlung und der dadurch bedingten Zersetzung für die Landwirthschaft weniger werth, weil ein großer Thetl des werthvollen Stickstoffes dadurch verloren geht. Auch ist es bekannt, daß durch das längere Lagern der menschlichen Auswurfstoffe eine sich ftetS steigernde Entwicklung gesundheitsschädlicher Gase stattstndet, welche in die Wohnräume eindringen, und, wie die Erfahrung lehrt, auch nicht durch Wasseroerschlüsse aus Denselben vollständig abgehalten werden können. Und wer bürgt dafür, daß auch die besthergestellte Grubenmauerung auf die Dauer dicht bleibt? Welchen Eindruck das Auspumpen des Gruben-Jnhaltes vermittelst der bekannten Latrinenpumpe auf unser Geruchorgan macht, dürfte Jedem bekannt sein.
Die deutsche landwirthschaftliche Presse sagt in einem Aufsatze über das Grubensystem unter anderem Folgendes: Das lange Verweilen der Fäcalstoffe in den Gruben macht dieses System auch in sanitärer Beziehung zu einem schlechten. Es steht das Grubensystem der Tonnenabfuhr unbedingt nach, und erfüllt die sanitäre Aufgabe der Abfuhr gar nicht, die wtrtbschaftltche und öconomische nur thetlwetse.
Das Lternur'sche Röhrensyftem dürfte in landwirthschaftlicher, wie in sanitärer Beziehung allen Anforderungen entsprechen.
Es wird jedoch darauf hingewiesen, daß die Auslagen, welche für Herstellung der Straßenreserooirs, Magistralrohre und sämmtliche zum Betrieb gehörende Apparate, pro lfde. Meter Straßenlänge nach Liernur's eigenen Angaben 28 JL betragen, wobei die Hausanschlüsse und Aborteinrichtungen nicht mit einbegriffen sind.
Jedenfalls werden durch eine solche Anlage die Finanzen der Stadt stark in Anspruch genommen.
Die einfachste und auch billigste Einrichtung ist das Tonnen-Abfuhrsyftem.
Es werden hierbei Tonnen unter die Abfallrohre der Abtritte gebracht, und werden dieselben in kühler Jahreszeit zum Mindesten alle acht Tage, in der wärmeren : Jahreszeit jedoch häufiger ihres Inhaltes entleert. Die Größe der Tonne ist so bemessen, daß solche gefüllt, von 2 Mann auf kurze Strecken getragen werden kann. Die Tonne erhält hierbei etwa 120 Liter hohlen Raum, und reicht dieser hin, um die Excremente von 10 Personen nebst dem zur Reinhaltung erforderlichen Spülwassers auf eine Woche zu fassen. Da, wo es sich als nothwendig erweist, werden 2 Tonnen unter ein Abfallrohr gestellt und mit einander gekuppelt. Hierbei ist die Einrichtung so getroffen, daß sich erst eine Tonne vollständig füllt, sich dann selbstthätig in einfacher Weise abschließt, worauf die 2. Tonne in Benutzung genommen wird. Benutzen nun mehr als 20 Personen eine solche gekuppelte Anlage, so würde die Entleerung in ver- hältntßmäßiger kürzerer Zeit erfolgen müssen.
Die Umwechslung erfolgt dergestalt, daß, sobald die gefüllte Tonne entfernt und geschlossen, eine leere und gereinigte Tonne sogleich wieder untergestellt wird. Zu einer einfachen Anlage gehören somit 2 Stück, zu einer gekuppelten 4 Stück Tonnen.
Die Abholung kann zu jeder Tageszeit erfolgen. Die gefüllten Tonnen werden nun außerhalb der Stadt an geeigneter Stelle entleert, und der Inhalt in der Regel mit , Kehricht und Asche vermengt. Es entsteht so ein Compostdünger, der bei erfolgter Reife ’ eine außerordentliche Wirkung hat. Daß die unoermlschten Fäces im Allgemeinen ein ; schlechtes Düngmittel sind, auch physikalisch weder dem Sand- noch dem Lehmboden : zusagen, ist durch die Erfahrung längst erwiesen.
Die entleerten Tonnen werden gereinigt in einem verschließbaren Schuppen auf- 1 bewahrt, so lange, bis durch die Umwechslung ihr Gebrauch bedingt wird.
1 Die Tonnen sind so gebaut, daß der obere Deckel abnehmbar ist. Hierdurch sind , dieselben leichter und sicher zu reinigen, bequemer zu repirtren und in gutem Anstrich
Eingesandt.
Die Rümmer 151 des Gießener Anzeigers vom 4. d. Mts. brachte eine Rechtfertigung über die Ablehnung des Vorsitzes des Herrn Katz in der Bürgeroersammlung vom 27. Juni. Es kann nun nicht meine Sache sein, nachzuweisen, baß Herr Katz zur Uebernahme deS Vorsitzes verpflichtet war, es hieße dieses einen Druck ausüben', und das liegt mir fern. Wohl aber zwingen mich die Motive, welche für Herrn Katz angeführt werden, zu folgender Erklärung. Von der Bürgerversammlung am 1. Juni wurde eine Commission gewählt zur Sichtung deS eingebrachten event. noch zu erlangenden Materials, bestehend aus sieden Personen. Diese Commission hielt am 7. Juni ihre erste Sitzung, in welcher Herr K. als Vorsitzender fungtrte. Schon in dieser Sitzung fehlte ein Mitglied der Commission. Als dringend zu erledigender Gegenstand lag eine durch mich eingebrachte Petition der Bewohner der Reichensand- Bahnhossstraße wegen dem Bau des Krausgrill'schen Hauses. Die Commission entschied sich mit Majorität dafür, daß diese Petition nebst einem Begleitschreiben der Commission der Stadtoerordneten-Versammlung oorgelegt werden sollte. Die nächste Commissions- Sitzung wurde auf den 21. Juni festgesetzt, zwecks weiterer Prüfung des Materials. Am 21. Juni erschienen nur vier Mitglieder, worauf dieselbe für beschlußunfähig er- flart wurde. In einer nochmaligen von diesen vier Mitgliedern anberaumten Sitzung erschienen nur zwei. Als Veranlasser der ersten BÜrgervelsammlung, glaubte ich, daß mit (Einberufung einer nochmaligen nicht gezögert werden durste, um erstens, Mitthei- lung über den Stand der Commission zu geben, weil durch das Verhalten der Com-
Berwischtes.
Darmstadt, 6. Juli. Man erzählt uns von einem sonderbaren, vor einigen Tagen hier abgeschlossenen Handel. Ein erst vor Kurzem verhelratheter Diener, der aber seine junge Frau nichts weniger als gut behandelte, erbot sich einem Arbeiter sein ganzes Mobiliar und seine Frau dazu für 100 JL zu verkaufen. Der Arbeiter ging daraus ein, zahlte den verlangten Betrag und empfing schriftliche Quittung über den vollzogenen Handel und die schriftliche Erlaubniß sich mit der Frau des Verkäufers zu verehelichen. Letzterer verschwand nach Empfang des Geldes aus hiesiger Stadt.
Mainz, 5. Juli. Die über daS Befinden des Bischofs v. Ketleler von Burghausen eingehenden Prioat-Nachrichten lassen auf den bedenklichen Zustand des Kranken schließen. Die nun fast drei Wochen dauernde Krankheit hat den Character eines gefährlichen Zehr-Flebers angenommen. Der mit 90 bis 100 Schlägen gehende Puls und die auf + 38° gestiegene Temperatur des Körpers lassen auf das Herannahen der Herz-Paralyse schließen. (+ 39« C. gelten als höchst bedenkliche, 43« C als todtliche Temperatur.) Besuche (auch die von hier abgegangenen) konnte der Bischof nicht empfangen.
Wiesbaden, 3. Juli. Ein Monstreproceß wegen Kindesmord rc. hat gestern vor dem Schwurgericht begonnen, welcher mehrere Tage unter Ausschluß der Oeffentlichkeit in Anspruch nehmen wird. Nicht weniger als 11 Personen, darunter Ehefrauen, Wtttwen und ledige Frauenspersonen sind eines durch Art. 218 des Str.-G.-B. mit Zuchthaus bis zu 5 Jahren bedachten Vergehens angeklagt. Eine Angeklagte ist kurz vor Beginn der Sitzung im Gcfängniß gestorben. Sechs weitere Personen sind angeklagt der Beschaffung und der Anwendung von Mitteln zur Begehung dieser Verbrechen, der Beihülfe und des Mordes bezw. der Begünstigung solcher Verbrechen.
Mannheim, 4. Juli. Eine Brodvisitation, welche gestern Seitens der Polizei bet den hiesigen Bäckern vorgenommen wurde, lieferte das bemerkenswerthe Ergebniß, daß bei einer namhaften Anzahl von Bäckern größere Quantitäten mtndergewichttgen Braves aufgefunden worden, in Folge dessen eine (hoffentlich exemplarische!) Strafe die betr. Bäcker treffen wird.
— (Sandregen.) In Rom fiel am 22. v. M. Nachmittags ein reichlicher Sandstaubregen. Der Siroccowind hatte aus Afrika herüber dichte Staubwolken gebracht, die um 4 Uhr Nachmittags die Sonne wie einen blassen Mond erscheinen ließen. An manchen Orten fiel der Staub mit Wasser vermischt in Schlammtropfen nieder. Der Astronom Pater Seccchi schreibt über die in Rom beobachtete Erscheinung im „Osser- vatore Romano" vom 23. d.: „Viele werden gestern erstaunt gewesen sein, die Sonne verblaßt und einem Monde von grünlicher Silberfarbe ähnlich gesehen zu haben. Diese Erscheinung ist nicht selten, wenn leichter Staub aus den afrikanischen Wüsten unsere Luft erfüllt. Ein solcher Staub lag auch gestern Abends und heute Früh reichlich auf den Blättern der Pflanzen; er besteht in den kleinen Rückständen, welche der gestern gefallene Schlammregen hinterließ. Der heute im Observatorium auf dazu bestimmten polirten Platten gesammelte Staub hat die gewöhnliche Ziegelsteinfarbe und ist mit Pflanzenbestandtheilen gemischt. In Neapel war, wie wir telegraphisch erfuhren, die Luft auch so neblig, doch fand nur ein mäßiger Ausbruch des Vesuvs statt und fiel keine Asche. Eine eben eintreffende telegraphische Meldung sagt, daß der Vesuv heute wie gestern und vorgestern große Massen von Rauch ausstößt."______________________
Wien, 6. Juli. Die „Polit. Corresp." meldet aus Belgrad: Es geht das Gerücht, daß eine Minister-Krisis bevorstehe, weil die Skupschtiua entgegen dem Willen des Cabinets die Wahl der Führer der Conservativen Milutin und Garaschanin verificirt hat. Rarko Älimpits hat seine Entlassung als General gegeben und wurde zum Delegirten bei der Skupschtina ernannt. Das vorjährige Gesetz über das Moratorium für die durch den Krieg heimgesuchten Kreise wurde bis 7. November 1878, für die übrigen Landeskreise bis 7. November 1877 prolongirt. Fürst Milan kehrt heute nach Belgrad zurück. — Dieselbe Correspondenz meldet aus Ragusa: Die Truppen Suleiman Pascha's und Ali Saib's marschiren größtentbeils gegen Skutari und Antivari ab und werden anscheinend theils nach Thesialien, theils an die Donau befördert werden. Die Herzegowina, Albanien, sämmtliche türkischen Forts und Blockhäuser sind mit Proviant versehen. Ein kleines für die Defensive genügendes Corps bleibt unter dem Befehle Mehemed Ali's zurück.
— Die „Presse" meldet aus Bukarest: Das russische Hauptquartier wurde heute nach Sistowa verlegt. Der Czar besuchte am 5. d. Mts. zum dritten Male Sistowa, von der Bevölkerung mit Blumenspenden jubelnd begrüßt. In Sistowa ist bereits eine neue Verwaltung organisirt.
Bukarest, 6. Juli. 120,000 Ruffen haben die Donau bei Sistowa passirt, darunter 20,000 Mann Kavallerie und 250 Geschütze incl. Belagerungs- Geschütze. Ungefähr 80,000 Mann stehen bei Turnu-Magurelli und Simnitza. Großfürst Nicolaus mit General Jgnatieff und dem Generalstabe setzte gestern über die Donau und verlegte sein Hauptquartier nach Sistowa. Die bei Sistowa in Bulgarien eingerückte russische Armee ist in drei Corps eingetheilt. Das Haupt-Corps rückt auf Rustschuk vor, das zweite nach dem Balkan und das dritte gegen Nikopolis. Die Rusten stellten den Juden und Griechen keine Pässe aus.
Konstantinopel, 6. Juli. Der Minister des Auswärtigen telegra- phirte an die Vertreter der Pforte im Auslande: Unsere Militär-Commandanten in Asien telegraphiren, daß die Rusten, von unseren Truppen vollständig geschlagen, Sarikamisch geräumt und sich, von unseren Truppen verfolgt, weiter zurückgezogen haben. Mukhtar Pascha hat sein Hauptquartier vorgeschoben. In den Kämpfen der Division Alaschgert bei Karakilista, welches die Division jcht inne hat, wurden die Russen unter beträchtlichen Verlusten geschlagen. Auf dem Rückzüge folgten ihnen 700 Wagen mit Verwundeten.
Wien, 7. Juli. Meldung des „Tageblatts" : Belgrad, 6. Juli. „Bosna" meldet: Im Vitogara-Gebirge fanden Kämpfe mit den Insurgenten statt. Fünfzig Insurgenten blieben tobt und wurden Reitpferde, Vieh und Munition verloren. Auf türkischer Seite wurde ein Officier verwundet. Auch im Jazaz- Bezirke wurden die Insurgenten geschlagen. Die türkischen Beamten im Sandschak von Banjaluka verübten große Ungesetzlichkeiten. Die Christen erhoben bei dem Gouverneur Klagen und forderten Abhülfe.
zu erhalten.
Die Abfuhr erfolgt zur bestimmten Zeit von einem dazu verpflichteten Unternehmer, der die Kosten der Abfuhr vorerst vom Tonnenbesitzer erhebt.
Die Einrichtung des Tonnen-Abfuhrsystems hat sich in schon vielen Städten ganz vorzüglich bewährt. Es hat auch die Stadt Gießen zwecks Einrichtung der Tonnen- Aborte in den sogenannten Winkel diejenigen Mittel bewilligt, welche zur Sicherstellung der Abfuhr zu jeder Jahreszeit, und Werthbarmachung des Faces erforderlich sind, nachdem vorher diese Angelegenheit sorgfältig geprüft, die für den hiesigen Ort vorge- schlagene Tonnen-Construction besichtigt und für zweckmäßig erkannt worden war.
Es ist somit der erste Schritt zur Einführung des Tonnensystems in der Stadt Gießen geschehen, was mancher Hausbesitzer gewiß mit Freuden begrüßen wird.
Den Landwirthen in der Umgegend dieser Stadt kann diese Einrichtung vom besten Nutzen sein, da denselben eine Quelle werthvoller Dungstoffe gesichert ist, was namentlich für den kleineren Landwlrth von der größten Wichtigkeit ist.
Für die Vorsteher der landwlrthschaftlichen Local-Vereine dürfte es sich daher empfehlen, diese Angelegenheit näher zu erörtern, und wird die Stadt Gröningen in Holland über die feit einer Reihe von Jahren gemachten Erfahrungen über den Dung- werth der Fäcal-Composte gewiß zuverlässige Auskunft ertheilen, falls irgend welche Zweifel noch obwalten sollten. B—
SchiffMbericht. Mitgetheilt von dem Agenten deS Norddeutschen Lloyd C. W. Dietz in Gießen.
Newyork, 7. Juli. (Per transatlantischen Telegraph.) Das Postdampfschiff Main, Capt. G. Reichmann, vom Norddeutschen Lloyd in Bremen, welches am 23. Juni von Bremen und am 26. Juni von Southampton abgegangen war, ist gestern 2 Uhr Nachmittags wohlbehalten hier angekommen.


