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Samstag, den 10. März

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-i.> vi.r^ljahrlich 2 Mark 20 Pf. mit ' rmacrlohn. Durch dir Post bezogen vierte ljährlich 2 Mark 50 P(.

Erscheint täglich mit Ausnahme des M-rr^ags. Expedition: Schulstraße, Lit. B. Nr. 18.

GroßherzogUches Kreisamt Gießen, v. Röder.

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,cker sehen Buch- n Ersterer nur bis Trrtk ebendaselbst

) tte älteren na£t> langen Wenzel, 1 h)oüen.

ttag 3 Uljr rstand.

Eigenthum. , .

Der General Jgnatieff und seine Gemahlin dmirten gestern beim Fürsten Bismarck und besuchten später die Soiree beim Fürsten Radziwill, wo auch Mitglieder des HoseS und des diplomatischen Corps anwesend waren. Im Lause des Tages empfing Genera! Jgnatieff die Besuche der Botschafter Marquis Gontaut Biron, Grafen Launay und Carolyi. Heute Mittag 12 Uhr reist der General nach Paris ab, woselbst er längere Zeit zu ver­

weilen gedenkt. , ~

Berlin, 7. März. Zu Johann Jacoby's Begräbniß geht eine Depu- (0 ration von Abgeordneten und politischen Freunden nach Königsberg.

DerProv.-Corresp." zufolge wird der Kaiser demnächst den Ber- rnählungs-Feierlichkeiten in Dessau beiwohnen; für den Fall ist dann cm Ausent-

,S.Mäq!

Durchfchnittspreife im Monat Februar 1877.

Hafer X 19,84, Heu vK. 11,25 und Stroh 11,25 pro 100 Kilogramm.

® i e &. n. ien 8. März 1877. Großherzogliches Kreisamt Gießen.

v. Röder.

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Darmstadt, 8. März. Der Zusammentritt der ersten Kammer ist nunmehr tefiniliv aus Dienstag den 13. d. Mts. sestgesetzt. Man hofft, da» I särnmilick-e vorliegende Material in einer Sitzung -'ledigen zu können. '

Berlin, 7. März. Pesther Nachrichten melden die Ueberreichung der 1 Antwort der Großmächte auf Gortschakoff'» Circular-Rote vom 30. Januar. Die Aulworteii sind inhaltlich ideiltisch. Der Mißerfolg der Conferenzen br tt.ffc die Mächte genrcinsam, Rußland sei somit nicht genothigt, allem den diplomatischen Rückzug einzugestehcn. Durch das gemeinsame Vorgehen Europas werde die Lage der türkischen Christen wenigstens gesetzlich gebeffert. Rach remTageblatt" reist Jgnatieff in finanziellen Angelegenheiten nach? Pani. Barina, Hope, Epbrussi und Boohy hätten sich bereit erklärt, eine Lotterie' Anleihe von 50 Mill Rubel zum Emissions-Cours von 60 zu übernehmen. Rothschild habe abgelehnt. n

- DieBeil. Bürger-Ztg." bringt folgende Mtttheilung über eine Un­terredung ihres tzorrespendenten mit einem Begleiter des Generals Jg^attefs, dem Prinzen Tzeretleff: Letzterer äußette, daß, wenn bei der Reise Jgnatieff s überhaupt von einer diplomatischen Mission die Rede sein könne, eine solche für Berlin bei dem notorischen Freundschafts-Verhättnifie zwischen dem Berliner und Petersburger Hof nicht in Frage komme, vielmehr etwa erst für Paris und Wien, wo es sich allenfalls darum handeln könne, vorhandene Beziehungen noch mehr zu befestigen. Der Besuch Londons sei nicht beabsichtigt, aber auch nicht ausgeschlofien, wenn die Umstande es nöthig machen wurden. Ueber den «weck der Reise ließ sich Tzeretleff nur ausweichend vernehmen, erklärte jedoch ausdrücklich, daß sich Rußland auf eine Prokurist für die Türkei mcht em- lafien werde. In seinen sonstigen Bemerkungen gab derselbe seiner Anschauung Ausdruck, daß die türkische Verfafiung leeres Scheinwerk und die Lage der Christen fortdauernd eine prekäre sei. Beim etwaigen Kriegsfälle Elften nickt als Kriegsschauplatz in Aussicht genommen. Rußland leiste der Bildung fflbstständiger slavischer Staaten keinen Vorschub. Der slavischen Bevölkerung der Türkei liege nichts an einer politischen Neugestaltung, sondern an dem Auf­hören der Rechtsunsicherheit bezw. Erlangung der Sicherheit für Familie und

halt von mehreren Wochen in Wiesbaden in Aussicht genommen, woran sich möglicher Weise ein Ausflug nach Elsaß-Lothriugen anschließt.

Gegenüber der Meldung von Coutrahirung einer russischen Anleihe in Holland versichert derBerl. Börsen-Kurier" in U-ber-instimmung mit hier vorliegenden anderweitigen Nachrichten, daß eine neue russische Finanz-Transaction bisher noch nicht in Angriff genommen worden ist. .

Berlin, 8, März. DieAgence Generale Ruffe veröffentlicht einen v°m answärtigen Amte inspirirten Artikel, wonach der Friede gegenwärtig allein von England abhänge. Rußland e>strebe energisch die Verbefferung der Lage der Christen rind habe keinerlei Eroberungs-Absichten.

An Stelle des vom Amte zurücktretenden Grafen Armm-Boytzeuburg wird wahrscheinlich der seitherige Bezirks-Präsident in Metz, v. Puttkomer, rum Ober-Präsidenten der Provinz Schlesien ernannt werden.

In der heutigen Sitzung des Reichstags waren das Etatsgesetz und der Gesetz-Entwurf über die Kaserniruug des R-ichs-Heer-s eingegangen. Die Anträge auf Einstellung des Verfahrens gegen die Abgg. Bebel, Liebknecht und Hasenelever für die Dauer der Session wurden ohne Debatte genehmig Zu Mi'gliedern der Reichs-Schulden-Commission wurden die Abgg. v. Benda Wehrenpfennig, Kochhann, Duncker, v. L-wetzow und Wulssheim g-wahlt. hierauf folgte die Berathung der Gesetz-Entwürfe über die Verwaltung der Einnahmen und Ausgaben des Reiches nnd über di- Einrichtung und Befug- n,ffe des Rechnungs-Hofes; v. Benda empfiehlt die Annahme des Gesetzes. Der Abg. Richter (Hagen) erklärt sich gegen d,e Berathung m der Commission und empfiehlt die Berathung im Plenum des Hauses; dafür^sind auch die Abgg. v. Kaidorff, v. Maltzahn und Lasker. Das Haus beschließt hierauf dem^Antrage Richters gemäß Plenar-Berathung. Nächste Sitzung। Sonnabend 11 Uhr. Auf der Tagesordniiug stehen die erste Berathung des ReichS-Ha

Halts-Etats und des Antrages Richter's auf Abänderung d>s Gesetzes über den i Reichs-Jnvaliden-Fonds.

i nummerirte :eo Firmen bis zum snden, und sind die auf Wunsch vorher

üge ist der Anfang erdurch

loncertvereins-

Hesterrcich.

7 sy?äri. Die Polit. Corresp." meldet in einer Correspon- bens aus St.'Petersburg, daß Fürst Gortschakoff den russischen Botschafter in London, Grafen Schuwalvff. angewiesen habe, bei der britischen Regierung um eine Rückäußerung aus das Rundschreiben Gortschakoff s vom 31. Januar ch- üsuchln Dem Grasen Schuwaloff sind auch gleichzeitig Weisungen über die Anschauungen der russischen Regierung zugegangeu, deren Grundzüge folgende sind: ^Entweder erachten die Pariser Trattat-Mäckte und jwa,i sp«.ell Eng- and den Paiiser Vertrag von 1856 trotz der Zurückweisung der Conferenz- Beschlüffe Seitens der Pforte noch für gültig, oder Rußland sieht auch dl- aus dem Vertrag für die Türkei sich ergebenden Rechte als erloschen an. Jm ersten Fall- beansprucht Rußlaud, daß di.i Tractat-Mächt- «-Ensam m'ß d - volle Annahme der aus der Conferenz m Konstantinopel S°!aHten B-schluffe in ihrer ursprünglichen Form Seitens der Pforte hinwrrken solle. D durchswäre auch Rußland di- vollständig- Möglichkeit geboten, jede kriegerische Verwicklung

Gewinnsten verwendet werden.

Gießen, am 7. März 1877.

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Auf Grund des § 10 der Statuten wird die diesjährige Generalversammlung der Mathildenfilstung ' Mittwoch den IZt. Marz, Vormittags 11 Uhr,

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ichlag pro 1877 festgestellt und die regelmäßige Ergänzungswahl des Vorstandes vorgenommen werden tr .

Gießen, den 7. März 1877. m .

p ' Für den Vorstand.

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