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Samstag, den 6. October

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Erscheint t-Dttch mit Lusuabme des Ä»ni*ß». ©OeHHeiit Gchulftraße, Alt B. Nr. 16.

Hrei» vierteljährlich 1 Ikurf 26 Pf. mit Vringerloh Durch die Poft bezogen vierteljährlich 2 Mart 50 Pf.

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Der orientalische Krieg.

In dem zuletzt eingetroffenen Tele-,

Konstantinopel, 2. October.

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Deutschland.

Darmstadt, 2 October. Das Großh. Minifterium der Finanzen hat an die zweite Kammer der Stände das Ansinnen gestellt, der Verwendung von 47,250 Mk. zur Herstellung von Güterstationen bei den Haltestellen Ranstadt und Mittel-Gründau der Oberhessischen Eisenbahnen, sowie der Verwendung von 6200 Mk. zur Herstellung von Wasierleitungen im Bahnhof Gießen der Oberhessischen Eisenbahnen ihre Zustimmung zu ertheilen. Das Regierungs- Schreiben führt aus, wie in Folge eines Antrags der Abgg. Jockel und Ellen­berger wegen Verlegung der Haltestellen Mittel-Gründau und Ranstadt und Errichtung von Güterstationen bei denselben beide Kammern der Stände be- schlosien haben, die Regierung zu ersuchen, die Gemeinden Ranstadt und Mittel- Gründau unter Anberaumung einer nicht zu langen Frist zu einer Erklärung darüber aufzufordern, ob sie, vielleicht auch unter Anteilnahme anderer bethei- ligten Gemeinden und Jnteresienten, ordentliche Zufuhrwege zu den jetzigen Haltestellen Herstellen wollen, wenn dieselben auch zu Güterstationen eingerichtet werden, und, falls eine zustimmende Erklärung hierüber erfolgt, den Ständen baldmöglichst über die vom Staate aufzuwendenden Kosten Vorlage zu machen. Bei den mit den Gemeinden gepflogenen Verhandlungen wurde davon ausge' gangen, daß der Staat höchstens die Hälfte der fraglichen Kosten wegen Her­stellung der Zufuhrwege übernimmt, wogegen die Gemeinden die andere Hälfte zu übernehmen und sich zur demnächstigen Unterhaltung der Wege auf eigene Kosten zu verpflichten haben. Die Kosten der Herstellung der Zufuhrstraße zur Haltestelle Ranstadt sind zu 13,500 Mk. veranschlagt und die Gemeinde hat sich verpflichtet, dieselbe noch im Jahre 1877 zu beginnen, wenn ihr die Hälfte

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AranLreich.

Paris, 3. October. Jule« Simon hot sich heute mit befriedigendem

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Beschießung von Plewna Tag und Nacht fortgesetzt wird. Ein vom Sams­tag daürtes Telegramm aus Rustschnk berichtet von einem bei Pyrgos zwischen recognoscirend-n Tsch-rk-ff-n und drei Schwadronen Ruffen ^'tgMbt-n Schar- mükel bet dem 7 Russen getödtet wurden. Achmed Mukhtar Pascha ve- richtet' telegraphisch unterm 30. Septbc.: Eine russisch- Abtheilung von sechs Bataillonen Infanterie, -in Regiment Kavallerie und acht G-sihutz-N' welche aus der Gegend von Ardahan nach dem Lager von Karajal marschirte, erreichte nach Ueberschreitung des Kars-Flnffes das Dorf Agutschelarund> sen­dete die Kavallerie-Regimenter nebst einem Jnfanterie-Detachemement bis Jemkor vor. Von zwei türkischen Kavallerie-Regimentern angegriffen, und nach 2 Stun­den dauerndem Kampfe geschlagen, gaben d.e Rusten d.e von. ihre «J innegehabte Position aus und zogen sich unter Verlust von etwa 100 Mann nach dem Dorf Pardik zurück. Türkischerseits belief sich bet ,®exJu£

i 10 Todte und ebensoviel Verwundete. Der Sultan hat Mukhtar Pascha unb Osman Pascha den TitelGhazia" (der Siegreiche) verliehen und die­selben mit dem Osmauieh-Orden in Brillanten d-conrt. m

Ein von Montag datirtes Telegramm Achmet Mukhtar Pascha s meldet: Nachdem die Rusten in der Stärke von 8 Bataillonen Infanterie, 2 Regimentern Kavallerie und 8 Geschützen dei, Arpa-Fluß passirt Hatten, griffcn dieselben die Position Ganadjouvan an, wurden aber nach 5 Stunden dauerndem Kampfe geschlagen und mußte,, sich unter Zurücklassung von 400 Todten über den Fluß zurückziehen. Gleichzeitig wurde auf dem rechten Flügel der Türken ein von 4 Bataillonen Infanterie, 3 Regimentern Kavallerie und 2 Batterie,, ausgeführter russischer Angriff -b-nfalls abgeschlagen. '

Konstantinopel, 3. October. Die Pforte bewilligte d,e Donau- Pastag- bei Ädakaleh zum Zweck der Ueberfuhr einer bestimmten Quantität (soll zur Errichtung von Baracken für die Verwundeten.

$ * Bukarest, 3. October. Der türkisch- Brückenbau b-i Süistrta ist bis zu der vorliegenden Donau-Insel gediehen. Bel Kalaraschi sind an die ®DnalgggienP,Cn 3#°Dct*6et. DiePolit. Corresp." meldet aus Bukarest von heute: Seit vorgestern ist eine größere Bewegung der rujsisch-rumänflchen

genommen: t wünschcnswerth, a. die zur Bi-rfabrikation zulässig»

Rohmaterialien speciell zu benennen; d. die Mittel welche angwen dürfen, nicht gut gerathenes B,er zu verbessern, »ubezeich > ^x,dunq verlässigen Couservirunasmittel namentlich aufzuführen unb bet »

nur nach genauen Instructionen zu gestatten; d. die Concession für Schenk

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Allskige- uiiii Amtsblatt fit btu Kreis Gieße«.

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wirthschaften von der Herstellung guter, eventuell Eiskeller abhängig zu machen und daß von einem zu bestimmenden Zeitpunkt an jede Wirthschaft (unbeschadet entgegenstehender Rechte) bei Vermeidung des Concessionsverlustes einen guten Keller Herstellen lasten und unterhalten muß; e. ein genaues Programm über den Gang der Bieruntersuchungen zu verfassen; f. Anstalten zu errichten ober zu benennen, an denen Sachverständige zur Untersuchug des Bieres herangebil­det werden. 2) Es wolle eine Commission ernannt werden, welche über die Zulässigkeit neuer in Vorschlag gebrachter Rohmaterialien, VerbesserungS- und Conservirungsmittel Versuche anzustellen und Bericht zu erstatten hat. 3) Es ist Wünschenswerth, daß auf Staatskosten Versuchs-Brauereien nebst benöthig- tem Laboratorium eingerichtet werden.

Hesterreich.

Wien, 3. October. Das Abgeordnetenhaus hat in der Steuer-Debatte^ unter Ablehnung aller anderen Anträge, den Antrag auf Contingentirung der Personal- und Einkommen-Steuer vor Einschätzung derselben mit 117 gegen 83 Stimmen angenommen.

Wien, 4. October. Es wird mehrfach bestätigt, daß die confiscirten Waffen tbeilweise für Polen bestimmt gewesen seien. Allgemein wird ange­nommen, daß Ruhestörungen in Polen gleichzeitig mit dem Szekler-Putsch ge­plant waren. DasFremdenblatt" behauptet, daß Klapka diesfalls betheiligt ei. Die Siebenbürger Sachsen geriethen in die größte Bestürzung unb be­fürchteten einen Uebersall der Szekler. Die Pesther Polizei inhibirte Tele­gramme und Briefschaften. Die Zahl der Verhaftungen hat bereits zwanzig erreicht.

^e^-uafynfaitotleii fwv mit isenso armen angesuut.

Zusammenstoß zwischen Militär unb dem Volke fort nod; ferne Bestätigung er­fahren. I» der B-völk-rnng cirkuliren SckreSens-Nachiichtew

Peftk, 3. October. Im Abgeordnetenhaus- theilte Mocsarh mit, baß der Aba. Helfy polizeilich überwacht werde, und forderte den Präsidenten auf, Informationen einzuholen. Tisza antwortete: der Vorfall geschah ohne sein Misten. Helfy erklärte: da er sich nicht frei fühle, so Ahe er von einer be­absichtigten Interpellation bezüglich des Siebenbürger Putsches ab. Tisza, welcher inzwischen den vor dem Abgeordnetenhaus zur Bewachung He sy s ge­standenen Polizisten entfernen ließ, erwiderte, Helfy fei vollkommen frei.

hi Meyern, ine neue Novelle ins, be UH", merksam machen ber unb unter rlaffen.

I in Leipzig. Lungen an.

au« Staatmitteln gewährt unb wenn zn^M^^^^ntz-,grWLl^ch»NkV"'ockllr ftändi?-n"Lwrst7ti°n'bei'Raustadt betragen 21,450 Mk. Di- Kosten des Z- suhrweae« zur Haltestelle Mittel-Grünban sinb zu 6500 Mk. veranschlagt unb bie Gemeinde will die Hälft- derselben unter denselben Bedingungen tragen, wie solche bei Ranstadt aufgestellt wurden. Di- GesamnUkosten der Ernchtung dieser Station find zu 15,600 Mk. veranschlagt. D,e Kosten einer Anschlny- l-ituiig an die Wasserversorgungs-Anlage der Mam-Weser-Bahn in G.egen sind voranfchlagsweise mit 6200 Mk. angesetzt. Die Vorlage wurde dem Fmanz.

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äusser Wahlurne hervorging. Das Loo« entschied, wie Sie bereit« telegrm ®er orientalische Krieg.

Ka^t in welcher Herr Dr. Dumont sein- Annahme motivtren w,rd. U ber unsere» nunmehrigen Bürgermeister sind di- pachten sehr gethe, Bürgeimeister durch eine Unzuträglichkeit, die ihm in seiner jetzigen o fc^ Ä Die Prov.-Corresp." enthält eine Hinweisimg

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