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Vorbereitungen zu einem Uebergange nach Rumänien sein sollen, oder ob es sich blos um Fällung von Holz auf der Donau-Insel handelt. Von russisch­rumänischer Seite sind alle Vorkehrungen getroffen, um den Uebergang über die Donau unmöglich zu machen.

Wien, 4. September. DiePolit. Corresp." bringt ein Telegramm aus Bukarest vom 3. d., wonach der Fürst von Rumänien anläßlich des Donau-Ueberganges der ganzen rumänischen Armee einen Tagesbefehl erlaffen hat. Kriegsminister Cernat übernimmt ein Corps-Commando, Bratiano leitet indessen das Kriegs-Ministerium. Die russischen Verstärkungen treffen mit Beschleunigung in großen Abtheilungen ein. Die russischen Positionen am Schipka-Paffe sind nunmehr detart besetzt und befestigt, daß sie für uneinnehm­bar gelten.

London, 4. September. Eine Depesche derDaily News" aus Po- radia, 31. August, constatirt hinsichtlich der letzten Kämpfe bei Plewna, daß der Angriff Osman Pascha's auf die russischen Positionen von Jgalince und Pelisat, aus welchem sich die furchtbarste Schlacht des ganzen Krieges ent­wickelte, allenthalben mit dem Rückzüge der Türken endigte. Die Rusien ge­wannen sämmtliche früher verlorenen Positionen wieder und verfolgten die Türken eine Strecke weit mit Kavallerie. Bei einer Stärke von 20,000 Mann verloren die Ruffen etwa 500, während der türkische Verlust sich auf 2000 Todte und Verwundete beziffert. Nach einem Telegramm derDaily News" aus Gorni-Studen haben die Ruffen zwar nicht ihre frühere Vorposten-Linie wieder­gewonnen, aber ihre Verschanzungen behauptet. Einem Telegramm deffelben Blattes aus Erzerum vom 2. d. zufolge treffen die Türken Vorbereitungen zum Marsch auf Alexandropol.

Wien, 4. September. Ein Telegramm derNeuen Fr. Pr." meldet aus Sistowa vom 2. d.: Mehemed Ali Pascha setzt seinen Marsch aus Katrkiöi und Osikowa fort. 15,000 Mann marschiren von Rustschuk gegen Pyrgos. Osman Pascha hat die russischen Befestigungen von Jgalince und Pelisat zer­stört; derselbe ist keineswegs in seine ursprüngliche Stellung zurückmarschirt. Aus dem Gefecht von Karaschaffankoi sind 110 Wagen mit Verwundeten hier eingetroffen. e _

Konstantinopel, 3. September, Abends. Die türktschen Truppen haben Sukhum Kale verlaffen und gleichzeitig 3000 Bewohner des Kaukasus, welche auswandern, nach der Türkei übergeführt. Dem türkischen Siege bet Pelisat wird eine gewisse strategische Bedeutung beigelegt.

Konstantinopel, 4. September. In einer Depesche vom 1. d. be­richtet Suleiman Pascha über eine Recognoscirung in der Richtung auf Ga- browa und Baltic, welche ergab, daß die Ruffen das Dors Derhilogatsch besetzt halten. Nach einer Depesche Suleiman's vom 2. d. dauert der Artillerie- Kampf am Schipka-Paß noch fort. Aus Montenegro hat angeblich die Regierung befriedigende Nachrichten erhalten. Redif Pascha hat sich noch immer nicht dem Kriegsgerichte gestellt.

Wien, 4. September. DiePresse" meldet aus Sistowa, 3. Septbr.: Russische Kavallerie (Avantgarde der bei Karabia die Donau überschreitenden Truppen) nahm gestern bei Gornje Dabnik einen türkischen Proviant-Transport von 80 Wagen. Die rumänischen Truppen bilden den äußersten rechten Flügel der russischen Aufstellung; dieselben haben die Bestimmung, die Verbindung von Plewna gegen Westen und Südwesten abzuschneiden. General Depp, welcher die befestigten Stellungen von Tirnowa bis zum Schipka-Paß besichtigt hat, meldet, daß alle Punkte mit Proviant, sowie Munition reichlich versehen, und daß Tirnowa und der Schipka-Paß vor einem directen türkischen Angriffe ge­sichert seien. , r _ ,

DiePolitische Corresp." meldet aus Belgrad, 4. September: Unter dem Vorsitze des Fürsten tagt fortdauernd der Kriegsrath zur Erwägung des Feldzugs-Plans. Horvatovic soll gegen Widdin, Leschjanin gegen Nisch, Nikolltc gegen Sienitza Aufstellung nehmen, das Drina-Corps ist für eine Desensiv- stellung bestimmt. Pionier - Abtheilungen sind bereits nach der Grenze ab- marschirt. Am 13. September müssen sämmtliche Osficiere auf ihrem Posten sein. Das Ministerium ist in Bezug auf die Kriegsfrage solidarisch einig.

Petersburg, 4. September. Aus Gorni-Studen, 4. Septbr., 7 Uhr 25 Min. früh, wird amtlich gemeldet: Gestern haben die Generale Jmeretinsky und Skobelow Lowtscha erstürmt. Nähere Angaben fehlen noch.

Verzeichnis

der zu den Kavallerie-Divisions - Uebungen vom 23. bis 25. September bei Darmstadt anwesenden Allerhöchsten und Höchsten Herrschaften, nebst Gefolge und Officieren.

Seine Majestät der Kaiser und König.

General-Adjutanten:

General-Feldmarschall Freiherr von Manteuffel;

General der Kavallerie Graf von der Goltz;

General-Lieutenant Freiherr von Steinäcker;

General-Major von Albedyll.

Generale ä la suite:

General-Major Graf Lehndorff;

General-Major Fürst Radziwill.

Flügel - Adjutanten:

Oberst-Lieutenant von Winterfeld;

Oberst-Lieutenant von Lindequist;

Major Graf von Arnim.

Militär-Cabinet:

Major von Brauchitsch;

Major von Treskow;

Rechnungsrath Mielenz;

Rechnungsrath Schulz.

Hosmarschall:

Graf von Perponcher.

Civil-Cabinet:

Wirklicher Gehcimrath von Wilmowski;

Geheimer Hofrath Borck;

Geheimer Hofrath Kanzki; Geheimer Hofrath Schneider.

Leibarzt Dr. von Lauer;

Russischer General-Major von Reutern;

Premier-Lieutenant Freiherr von Manteuffel, 1. Garderegiment, Adjutant des Feldmarschall Freiherrn von Manteuffel.

Seine Kaiserliche und Königliche Hoheit der Kronprinz.

General-Lieutenant von Gottberg, Chef des Stabes der 4. Armre-

Jnspection;

Obeist Mischke, persönlicher Adjutant;

Hauptmann von Pfuhlstein, persönlicher Adjutant;

Premier-Lieutenant von Gcrstein-Hohenftein, 5. Westphälisches Infanterie- Regiment Nr. 53. 1 Bayerischer Officier.

Seine Königliche Hoheit der Großherzog von Baden.

Seine Königliche Hoheit der Erbgroßherzog von Baden.

Seine Königliche Hoheit der Großherzog von Mecklen­burg-Schwerin.

Major und Flügeladjutant Bronsart von Schellendorf;

Hauptmann und Flügeladjutant von Witzrndorff.

Seine Königliche HoheitPrinz Karl von Preußen.

Major von Balluseck, Adjutant;

Major von Prittwitz und Gaffron, persönlicher Adjutant;

Stallmeister Rettelbusch.

Seine König!. Hoheit Prinz Friedrich Karl von Preußen.

Oberst von Geißler, Ches des Stabes der 3. Armee-Jnspection;

Rittmeister von Brösigke, persönlicher Adjutant;

Rittmeister von Borche, persönlicher Adjutant;

Premier-Lieutenant Freiherr von Wangenheim, Jnspectionsadjutant.

Seine Kölligliche Hoheit Prinz Albrecht von Preußen.

Zwei persönliche Adjutanten.

Seine Königliche Hoheit Prinz Wilhelm von Preußen.

Major von Liebenau, militärischer Begleiter.

Seine Durchlaucht der Fürst zu Schwarzburg-Rudolstadt.

Rittmeister v. d. Marwitz.

General-Feldmarschall Graf von Moltke.

Oberst de Claer, ä la suite des Generalstabs.

Hauptmann von Burt, Adjutant.

Major Steffen vom Großen Gencralstabe.

General Major von Heuduck, Ches des militärischen Reit-Instituts.

Fremdländische Osficiere.

Bayern:

General der Infanterie von der Tann, commandirender General deS

2. Bayerischen Armee-Corps;

Rittmeister und Adjutant Fürst Wrede, ä la suite des 3. Chevauxlegers- Regiments;

Major Düring, ä la suite des 4. Chevauxlegers-Regtments, Referent im Kriegsministerium.

Großbritannien:

Herzog von Manchester.

Italien:

Oberst-Lieutenant Graf del Mayuo, Militär-Attachs;

Oberst Ritter Giovanni Coroetto vom Generalstabe;

Hauptmann Luigi Bisetti vom Generalstabe.

Oesterreich:

Major Anton Gyömörey de Gyori- Gyömöre vom Husaren-Regiment Freiherrn von Edelsheim-Gyulai Nr. 4.

im

Die Straßenbeleuchtung. , ,

Baugesuch des Maurers Wilhelm Steinbach. Desgleichen des Oeconomen Wilhelm Schäfer. Anlegung einer fahrbaren Straße zwischen Gartfeld und dem Wallthor. Anlegung einer Straße zwischen Neustadt und Wallthor.

Gesuch desFrtedrichRosenbaum um Erlaubniß zum Bauen im Hamm. Die Kosten des Trauer-Geläutes betreffend.

Decretur von Kostenrechnungen.

Die in Gießen bestehende Handwerkerschule.

Gesuch des Oeconomen Fritz Kemp ff um Gestattung der Anlage einer

Ueberbrückung am Krofdorfer Weg.

12. Baugesuch des Kaspar Schomber.

13. Die Umänderung der Abzugskanäle in der Reichensand-B ah nhofsstratze.

14. Die Anschaffung der Geschichte des Kriegs gegen Frankreich 1870/71.

15. Der Polizelaufsichtsdienst in der Stadt Gießen.

Lokal'Srotiz.

Gießen, 6. Sept. Wir lassen nachstehend die Tagesordnung für die Stadt- verordneten-Sitzung am Donnerstag den 6. September 1877, Nachmittags 4 Uptz

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alten Realschulgebäude, folgen: .

Die Rechnung der Löber'schen Stiftung pro 1876/77 betreffend.

Vermischtes.

Frankfurt, 30. Aug. Das hiesige Polizei-Präsidium veröffentlicht eine Ver­ordnung der k. Regierung zu Wiesbaden, wonach das Tödten und Fangen der nach­stehenden Vogelarten bei einer Geldstrafe - bis zu zehn Dealer im Unvermogensfalle bis zu 14 Tagen Gesängnitzstrafe verboten ist. Singdrossel, Misteldrossel, Schwarz, drossel, Nachtigall, Rothkchlchen, Gartenrothschwanz, Hausrothschwanz. Blaukehlchen, Waldlaubsänger, Fitissänger, Grasmücke (gelbe und graue und -Schwarzkopf), Wiesen- schmetzer (schwarzkehlig, braunkehltg), Zaunkönig, Wiesenpteper, Baumpieper, Bachstelze (weiße, gelbe und graue), Haus- und Rauchschwalbe, Fliegenfänger,

Mauerläufer, Meise, Kleiber, Spechtmeise (Blauspecht), Goldhähnchen, Buchfink, S ieg. litz (Distelfink), Zeisig, Blutfink, (Gimpel, Dompfaff), Ammer, Lerche, Ziegenmelker, Mauerschwalbe, Wiedehopf, Mandelkrähe, Wendehals, Kukuk, Spech , Wachtel, Pirol, Staar, Storch, Rabe, Ncbelk.ähe Saatkrähe, Dohle, Schleiereule, Sumpfohreule, Waldohreule, Steinkauz, Bussard, (der sauh'üßige und der Mäusebussard.)

Würzburg, 25. Aug. Vor einigen Tagen kam hier ein eigenartiger Fall von Blutvergiftung vor. Ein Fräulein sah in einem Winkel des Hausganges ein Thier sitzen, das sie für ein kleines Hündchen hielt und sich nehmen wollte. Das Thier war aber eine große Ratte die sofort an die Nabende hinaufsprang und dieselbe in die Hand biß. Nach im Laufe der Nacht schwollen Hand und Arm heftig an und die Bttroffene liegt nunmehr unter den unverkennbaren Symptomen der Blutvergiftung levensge. jährlich darnied^r.^ öeit bie Verwilderung unserer Jugend und die

immer mehr überhandnehmende Rauflust geht, und wie nöthig es wäre, daraui zu sinnen, wie man ihr energisch ent< eqentritt, beweist, daß hier gestern wegen einer ga z geringfügigen Ursache ein Handwerkslehrling auf offener Straße das Meffer zog uno seinem Partner damit einen St ch versetzte, so daß an dem Aufkommen des lungen Menschen einherBett meldete der Telegraph, daß auf einem französischen ^iegs- schiffe die Asiatische Cholera ausgebrochen wäre. Aus dem französischen Kriegsbafen Toulon wird nun aeschrieben:Wir erwarten l)ter mit der grfesten Aengstlichk^ die Ankunft der .Correze", die in einigen Tagen geschehen und die unseinn un^imichm Asiatischen Gast die Cholera mitbrtngen soll. Das Factum, daß die Krankheit an