folgen:
Beyenheim-
Geborene.
Den 28. Oct- Dem Oeconomen Heinrich Weber, ein Sohn, Heinrich Karl
Magdalene, geb. den 27 August.
Den 29. Oct- Dem Photographen Ludwig Orth, eine Tochter, Amalie Emma
Ohne eigentlich krank ,u sein leiden viele Personen bei Eintritt der rauhe.en Witterung an katarrhalischen, durch Verschleimung und Hustenreiz lästigen, Beschwerden. — Viele hiergegen angewandte Präparate, wenn sie auch vorübergehend nützen, haben doch meistens den Nacktheit bet längerem Gebrauche Magenkatarrhe und Verdauungsstörungen zu erregen. Dagegen hat sich die von Apotheker Engelhard in Frankfurt a. M. dargestellte Jsländtsch-MooS-Pasta als ein Mittel bewährt, welches den Brustorgancn nützt, ohne den Verdauungsorganen lästig zu werden. Diese Pasta, welche in den Apotheken zu haben ist, bat sich einen wohlbegründeten Ruf erworben und bietet namentlich allen an chronischem Lungenkatarrh Leidenden eine wesentliche Erleichterung
Handel und Verkehr.
Gießen, 3. Nov. Auf dem heutigen Wochenmarkt kostete: Butler, per Pfd- 92—98 H, Hühnereier, per Stück 8 H, Käse, per Stück 6—9 Käsematte, per Stück 3 X Erbsen, 1 Liter 18 Linsen, 1 Liter 20^, Tauben, das Paar 55 H, Hühner per Stück 70 X Hahnen per St. 65 Enten JC 1.70, Kartoffeln 100 Kilo 6 jl 50
Frankfurt, 1 No». Am hiesigen Montags-Markte waltete die größtmögliche Geschäftsstille ob und bot unser hiesiger Land-Weizen zu wenig TranSactionen Veranlassung; ab unserer Umgegend X 22.50—23.50, Prtma-Waare viel über Cour«, fremder je nach Qualität und Herkunft von JC. 24-25.25. Die Vorgänge an der Berliner Getreide-Börse, betreffend die Treiberei von October-Wetzen, brachten in da« Geschäft einen unsicheren Ton hinein und unterbrochen den regelmäßigen Geschäftsgang Roggen hatte nur wenig Handel und stellte der Consum geringe Ansprüche. Prima- Roggen v4L 18.50 bis 75, sonstige Qualitäten .M 16.50-17.50, Tendenz fehlt- Gerste vernachlässigt; am offenen Markte geschieht sehr wenig, im Geheimen werden Preise bezahlt, die wir nicht als maßgebend betrachten; wir nottren je nach Qualität und Herkunft von 19—23. Hafer war in überwiegendem Angebot, so daß derselbe nur zu billigeren Preisen Aufnahme fand. Das Proviant-Amt bleibt reservirt und wäre nur zu sehr bedeutend billigeren Preisen Käufer Hoch Prima Hafer JL. 17, mittd Jt 15 bis 16, ganz ordinärer JC 12—13. Hülsenfrüchte rubig. Weiße Bohnen dringend offertrt, diesige Waare 22.50—23. In Reps und Rüböl wurde wenig gethan. Mehlmarkt sehr still. Futterstoffe dringend offertrt.
Mehl Nr. 1 JL 42, Nr. 2 JL 38, Nr 3 34, Nr. 4 je 30, Nr. 5 JL 24, Roggen
mehl o/i (Berliner Marke) JL 25, do. IL (Berl. Marke) JC 21, Weizen, effect- hi es-, ab Bahnhof hier JC. 23—24 25, ab unserer Umgegend 22—23.25, do. ftemder je nach Qual. 23—25.25, Roggen je nach Qualität JL 17—18.50, Gerste JL 18—24.—, öafer JC. 13—17.—, Kohlsamen V4L 36—37, Erbsen JL 21—24, Wicken 17.—, Lmftn jC 21—30, Rüböl, detail, v4L 83. Stimmung unsicher. (Die Preise verstehen sich sämmt- ltck per 200 Pfund Zollgewickt — 100 Kilo).
Getraute.
Den 30. Oct. Johannes Moos, Schuhmachermeister dahier, des Schuhmachermeisters Ludwig Moos in Rutterhausen, ehel. Sohn; und Katharine Müller, dcS »erst. Landwirths in Günterod, Adam Müller, ehel. Tochter-
Denselben. Heinrich Ludwig MyltuS, Tabaksfabrikant dah^-r, und Johanna Elisabeth Karoltne Busch, des Bürgers und Kaufmann«, Wilhelm Busch, ehel.Tochier.
Denselben. Karl Christian Anton Ludwig Steinberger, Bäckermeister dahier, -»es Bürgers und Bäckermeisters Karl Steinberger, ehel. Sohn; und Sophie Christine Auauste Lind, des öcift. Bürgers und Conditors, Ludwig Lind, ehel. Tochter.
Den 31. Oct- Christian SchönhalS, Schuhmachermeiffer dahier, des verst. Ackermanns in Reuters, Justus Schönhals, ehel. Sohn; und Katharine Elisabeth Weitzel, VeS verst. Leinwebers Reinhardt Weitzel in Bryenbetm, ehel Tochter.
Den 1. Nov. Johann Jakob Aßmann II-, Tagelöhner dahier, em Wittwer; und
Auszug aus den IUrHentzüiyern der Aladl (feieren. Evangelische Gemeinde.
Auszug a. d. Slaudesamlsregiltern des Standesamts Gießen.
Vom 27. October bis 2. November 1877.
Aufgebote.
30. Oct. Maurer Karl Friedrich Wilhelm Loth von Borna mit Karoltne, Wtttwe des Küfers Friedrich Fernkocn, geb. Krimer, von Gießen. 1. Nov. Der «Sergeant im II Großh. Hessischen Infanterie-Regiment Nr. 116, Heinrich Bommershetm von Dorheim mit Anna Margarethe Fuchs von BommerSheim- — Kaufmann Konrad Roth von Wallenrod mit Louise Scheuer von Obernheim
Eheschließungen. r , ä ri
30. Oct. Fabrikant Heinrtck Ludwig Myliiis mit Johanna Eltsabethe Karoline Busch, beide von Gießen. — Bäcker Karl C" i > n Anton Ludwig Steinberger mit Sophie Christiane Auguste Lind, beide von Gl ße . — Schuhmacher Johannes MooS von Ruttershausen mit Katharine Müller von Günterod. 31. Oct. vr. Wilhelm Pull- mann practischer Arzt in Grünberg mit Emilie Louise Loewe von Gteßen. — Schuhmacher Christian Schonhats von Reuter« nAt Katharine Eltsabethe Wettzel von
fein und bleiben, eine Stätte Karoline Kühn, geb. Boßhammer, des verst. Taglöhners, Johannes Kühn II. in Kappel, - - - Wtttwe.
Getaufte.
27. Oct- Ludwig, Sohn von Schuhmacher Theodor Schlitt. 26. Oct- Anna Eltsabethe, Tochter von Lademeister Johann Georg Hornhard. — Ein Kind weiblichen Geschlechts (noch ohne Vornamen) von Bäckermeister Emil Sauer. 23. Oct. Ludwig, ein in der EntbtndungS-Anstalt geborenes außereheliches Kind von AuSwartS- 24. Oct. Marie Katharine Natalie, ein in der Entbindungsanstalt geborenes außereheliches Ktnd von Auswärts. — Wilhelm, ein in der Entbindungsanstalt geborenes auß-reheliches Kind von Auswärts. 27. Oct- Anna Johanna, ein in der Entbindungsanstalt ge- orrnes außereheliches Kind von Auswärts- — Karl Wilhelm, ein in der EntdindunzS- jnftalt geborenes außereheliches Kind von Auswärts. 26. Oct. Otto Anton Ludwig Jacob, Sohn von Kaufmann Anton Fangmann. 25 Oct. Lma Marie Christine, Tochter von Schneider Eberhard Dort. 28. Oct. Karl Johann August Emil, Sohn von Schuhmacher Heinrich Seidewand.
Gestorbene.
27. Oct. Matthias, 1 Jahr 1 Monat 10 Tage alt, ein außereheliches K nd von Auswärts- — Christian, 7 Monat alt, Sohn von Maurer Adam Prasch. 28. Oct. Heinrich, 1 Jahr 7 Monate alt, Sohn von Ziegeleibesitzer Heinrich Schomber-— Anna Margarethe, 7 Monate 8 Tage alt, Tochter des verstorbenen Bremsers Philipp Schmidt. 30. Oct. Marie, 7 Monate 8 Tage alt, Tochter von Taglöhner Konrad Wagner. — BZilhelm Julius, 9 Tage alt, Sohn von Möbelfabrikant Karl Reiber. 1. Nov. Louise Reiber, geborene Friedel, 25 Jahre 11 Monate alt, Ehefrau des Mobelsabrikanten Karl Reiber. -
London, 1- November. Dem „Daily Telegraph» wird aus Erzerum «nm 31 Ouober t-learaphirt: Die türkische Armee hat sich gestern vvnHossan- L Zurückgezogen. Die in Hassan-Kale zurückgebliebene Arri-regarde wurde während der Nacht von einer beträchtlichen russischen Abtheilung vollkommen abgeschnitten. Zwei Bataillone wurden gefangen genommen. Die Verluste der Rusten sind unbedeutend. Di- türkische Armee hat jetzt eine Vertherdrgungs Stellung bei Devebogun auf den Höhen östlick von Erzerum>nne. .
— “ 8 o f a l - St o t iz.
ffitefien 3 November. Im Anschluß an unseren F-stb-richt in Nr. 2o3 be8 „Anz-i- gerB" über »en Empfang Seiner König!. Hoheit d-s G.oßh-rzog- lasten w.r nachstehend noch
1 Das Widmungsgevicht bei Ueberreichung des Bouquets. Allerdurchlauchtigster Landesvater!
Unser Beschützer und treuer Berather.
Schenket in fürstlicher Gnade und Huld Uus für drei Worte nur gnädiqst Geduld! Erstlich so möchten wir gerne Euch reichen Unserer Liebe und Ehrfurcht ein Zeichen!
Nehmet die Blumen, die unsere Stadt
Euch zu erfreuen gewunden hat.
Aber die Blumen — sie welken geschwinde — Morßen schon werden zum Spiel sie dem Winde. Darum, so bring' ich Euch was nicht verweht Und bis an'« Ende der Tage besteht:
Kindliche Liebe und Treue und Neigung, Frohen Gehorsam« stete Bezeiaung;
Was nur ein Fürst sich wünscht und begehrt, Das sei unserm Großherzog bescheert!
2 Di- B-arüßuna St. Königl. Hoheit durch den Bürgermeister bei Vorstellung der Stadtverordneten-Versammlung.
üw. Königliche Hoheit «ollen All-rgnädigst gestatten, daß ich Ihnen ,m Namen des hier versammelten Stadtvorstandes Ihrer getreuen Stadt Gießen für die uns zu Th.il qewordeiie Ehre Ihres Besuchs ehrfurchtsvollst dan e. Leider ist es uns bei dir Kür^e der rz-it nicht möglich gewesen, unterer Freude -inen unseren Wünschen entsprechenden äußeren Ausdruck zu geben; indessen glauben wir hoffen zu dürfen, daß tiw stönialtcke Hoheit auch die ohne glanzvolles äußeres Gepränge bei Ihrem ersten Besuch- feit Ihrer Thronbesteigung sich kund liebenden Versicherungen innigster Treue und Anhänglichkeit und aufrichtiger Lieb- unD Verehrung huldvoll entgegen,un-bm-u aeruhen werden. Moae während einer langen und gesegneten Regierung der Statt Gießen noch recht oft' das Glück und die Freude zu Thcil werden, Ew. Königliche Hoheit in ihrer Mitte begrüßen zu dürfen''.
* 9 8. Die Ansprache des Rektors der Universität.
Königliche Hoheit!
mache Gebrauch von dem schönen Ehrenrechte des Rectors der Landes-
Universität, den Gefühlen der Ehrfurcht und der Liebe Ausdruck zu geben, mit welchen
die Universitätsstadt Gießen den allergnadlgsten Landesherrn zum ersten Mal festlich in ihren Mauern willkommen heißt.
Es aeschieht im Namen einer Hochschule, die mit Stolz der Zelt gedenkt, da Ew.
Königliche Hoheit zu ihren akademischen Bürgern zählten und die Jugendbegelsteruna für die Wissenschaft in sich aufnahmen, die Sie jetzt als ihr väterlich fürsorgender Beschützer bethätigen und auch ferner belhätigcn zu wollen huldvoll verheißen haben.
Es aeschieht im Namen einer Stadt, deren tapfre Jugend unter Ew. Komgltchen Hoheit Befet-l an dem ruhmvollsten aller Kriege ehrenvollen Theil genommen hat und deren Bürgerschaft mit warmem Danke anerkennt was eine Regierung des allgemelnften Vertrauens in treuer Arbeit leistet für das Wohl des Landes und an ihrem Thell für das
Es geschieht mit dem herzlichsten Wunsche, daß das erhebende Schauspiel begeisterter Unterthanenliebe, das Ew. Königliche Hoheit auf dieser Relse begleitet, Sle begleiten möge in einem langen, reich gesegneten Regentenleben, daß der Bund, den Ew. Königliche Hoheit auf dem Schlachtfeld geschlossen mit dem Volk in Waffen em glückverheißendes Vorbild sei des Bundes, der in unserem Lande Fürst und Volk in me getrübter Eintracht zur Arbeit des Friedens vereinigt. Und es geschaht rnit dem Gelob- niß, das hier feierlich ausgesprochen werden soll: Diese alte UmversitatSstadt wird unter Ew. Königlichen Hoheit allergnädigstem Schule scm und blelben, eine Statte Netßiaer ernster Arbeit, ein Sitz unerschrockenen Wahrheitssinnes und tapfren Burger- muttes; aber auch eine Schule jenes Geistes der Pflichttreue und der Selbstverleugnung, der Mannszucht und der Vaterlandsliebe, ver uns das Reich geschaffen, uns Staat unb - . .
M..,...«. ..... ......
jubdnbtn Ruf Seim Königlich- Hoheit «roßherzog ' Denselben. Dem Schuhmacher Johann Diedrich, eine Tochter, Johann- Mar.
hsudwia IV. lebe hoch! hoch' hoch!" garethe Minna Elisabeth Christine, ged. den 1. Oct- .
vucroifl । B Denselben. Dem Lokomotivheizer Johannes Krahl, eine Tochter, Sophie Marie
Vermischtes.
— (Sie raube Wirklichkeit.) Dem in Toledo (Ohio) erscheinenden «Expreß ent- _ .
Sder"s!'d7s^«r^ ÄfKS Oct- Dem Schuhmachermeister Philipp Reitz, eineToch.er, «nna, geb.
sich in den Angeln, denn sie saß (die Jungfrau nämlich) leicht und graziös darauf, Denselben. Dem Leistenmacher Georg tippet, eine Tochter, Anna Margarethe Wl< 0U@rlVaTte®e“ne<Sb‘let4t auf bas eiserne Geländer gelegt, seine Fingerspitzen Luise, fle^ b«i 7. Oct un a 9rieblid) Otto, geb. den 6. Oct.
W °us die beiden Liebenden. „ ""
Seren",-' sagte er, „süße Serena,-' und er sah die himmliiche Rölhe jungfräu. Friedrich Reinhold, geb den 3. <5^ ,
licher Sck-m in ihren zarten Wangen aufsteigen. --Serena, mein Engü, fuhr er fort. Den 2. Nov. Luise R-iber, geb. Fii-b-I, d-s Bürger« und Tapezierer«, Karl « 3- -° r...»
Dollwetscker meiner Lieke wären, — Himmelherrgottsakrament! — Au, au, Himmel, Millionen! Au, hu, hu, hu. rrr—Kreuzsterndonner—Hi, ho, hu,—." Da siand sie aus ----------------——--------———----, f ...... ' -
von der sckwinaenden Pforte, und Th^änen der Erleichterung kamen in seine Augen, -*--*«* —
während er den zwischen der eisernen Pfortangel gequetschten Daumen in seinen Mund nahm und ihn säugte, wie ein Baby btt Milchflasche.
Sie aber vergoß Thränen der Entrüstung und eilte mit den Worten in 8 Haus.
„Ein Mann der sich in Gegenwart einer Dame einer solchen Sprache bedienen kann, und set sie auch durch die heißeste LiebeSgluth hervorgeprrßt, verdient nicht, daß ein ordentliches Mädchen überhaupt noch sein gedenke." Er und sie werden sich keinesfalls hetrathen.
Mi tt h e i l u n g
Französische Mühlsteine werden hiermit den Herren Mühlbesitzern au« der Fabrik aus ?tordHausen zu entnehmen empfohlen, wo ihnen die drei- oIS fünffache Dauer derselben gegen die Accord-, oder gar der feilen französis chen Herstellung garantirt wird. DaS beste Existirende bietet denn auch wirklich da« größte aller Lager, das größer ist, als die ^einzelnen Lagervorräthe der Bruchdefitzer in Frankreich und dem alle Brüche steuern, namentlich die von Süd-Frankreich, dte das feurige, starke Gestein liefern. Wir empfehlen so aus Uederzeugung und aus Dankbarkeit für unsere in einer ungekannten Mahltüchtigkeit uns erfreuenden und die «roßb- mögliche Dauer versprechenden Steine, nachdem wir Alle der ureist aus Frankrktch bezogenen Mühlsteine nach nur kurzer Benutzung verlusttg gingen. W e n d e kind s Fabrik bietet uns in Nordhausen bequem die Prüfung unserer Mühlsteine ohne Decke und im Rohbau. Und dazu rathen wir. Man weiß seine guten Steine dann auch von der inneren Sorgfalt und Güte, also der wohlthätigen Beständigkeit.
Die Namen der Einsender und Referenzen sind in der Exp- d-Ztg- zu erfahren
— 5Befcuf« ®erniinbcrung von Schreibereien und Jncasiokosten et» suchen wir die geehrten Inserenten dringend, kleinere Inserate bei der Aufgabe gefälligst baar bezahlen zu wollen.
Expedition deS Gießener Anzeigers.


