Du Barry von London.
Gottesdienst.
Sonntag, den 5. August.
Morgens: Pfarrer Schlosser. Nachmittags: Pfarrvicar Schöner.
Die Pfarrgeschäfte für die Woche vom 5. bis 11. August besorgt Pfarrer Schlosser.
Allen Kranken Kraft unfc (AesunSdeit vvne Medizin und ohne Kosten Durch die Heilnahrung:
Kirchliche Anzeigen dcr ivangelischcil Gcmcindc zu Gicßc»
Vermischtes.
— Ein russischer Feldgeistlicher schilderte vor dem Abmarsche seines Regiments nach dem Kriegsschauplätze die Qualen der Hölle, welche den Feigling erwarten, mit den Worten: „Da werdet ihr bis am Halse im Branntwein stehen, ohne nur einen Tropfen davon genießen zu dürfen!-
— Naturwunder. Folgendes außergewöhnliche Natureretgniß wird im „Repu- blicano" berichtet: Eine Hündin englischer Race, Eigenthum deS Herrn Pron in Lugano, warf drei Hunde und eine Kotze. Die Katze wird von der Hündin zärtlichst gepflegt. Wahrscheinlich hat der Herr Correspondent vergesten betzusügen, daß auch noch eine Ente dabei war.
— (Die große Aehre.) Die „Südd. Presse" bringt folgende Notiz: „$on Rott am Inn kam dem Münchener Boten eine Haberähre zu, die ohne den Kolben die Länge von 1 M- 38 Cent, hat- Der Einsender bemerkt hierzu, daß diese in seinem Haberfeld nicht etwa vereinzelt dafteht, sondern Zeugniß des ganzen Ackerstandes ist. Diese Aehre scheint offenbar von demselben Acker herzustammen, auf dem Münchhausens bekannte Rübe gewachsen ist.
— (Unangenehmer Druckfehler.) Um nicht für jede Familie Bücher kaufen und Zeitungen halten zu müssen, hatten sich die Honoratioren eines Stäbchens zu einem „Ortsleseverein" zusammengethan und kündeten dies im Wochenblatte an. Durch einen impertinenten Druckfehler wurde die Gründung „Ortseseloerein" getauft.
Irischbäcker in Gießen.
Sonntag, den 5. August. Heinrich Faß am Kreuz. Christian Noll Wittwe in der Neustadt.
gestern hier verbreitet gewesene und von dem hiesigen Journal .Vestea publi- cirte Nachricht von einem großen rulsischen Siege am Lom bestätigt sich nicht. Bei Rustschnk herrscht vollkommene Ruhe. Der Bau der Biücke bei Petro- schani schreitet vor.
Wien, 1. August. Meldungen der „Presse": Tiflis. Abtheilungen des Daaestan'schen und Sjver'schen Regimentes recognoscirten in der Nicht des Samstag gegen die befestigte Stellung der Türken bei Wsinikao und Kars und >ogen sich nach kurzem Kampfe mit einem Verluste von 5 Osficieren und 65 Mann wieder zurück. Bukarest, 1. August. Die Verluste der Rusien auf dem europäischen Kriegs-Schauplatz- beziffern sich bis zum 27. Juli aus 8865 Mann, darunter 8 pCt. Ossiciere.
Petersburg, 1. August. Offictell. Tirnowa, 31. Juli. Gestern griff General Baron Krüdener abermals Plewna an, aber ohne Erfolg. Näheres ist noch nicht bekannt. , _ . ,
Konstantinopel, 1. August. Der Minister des Auswärtigen hat den Vertretern der Pforte im Auslande folgende Mittheilung gemacht: Die Ruffen haben am 30. Juli in drei Colonnen auf die türkischen Truppen unter Osman Pascha bei Lowtscha einen Angriff gemacht, wurden aber nach heftigem bis in die Nacht dauernden Kampfe zurückgeschlagen.
Bukarest, 1. August. Die russische Armee erhält fortwährend Verstärkungen. Der Personen-Verkehr auf der Eisenbahn-Linie Jaffy ist wegen Truppen-Transporten gestern eingestellt worden.
Konstantinopel, 1. August. Man versichert, die vereinigten Corps Suleiman und Reuf Pascha's hätten die Ruffen bei Jenitzagra geschlagen und ihnen große Verluste beigebracht. — Von Ardahan aus haben die Ruffen wieder die Offensive ergriffen und sind bis Pennek vorgerückt.
— Osman Pascha meldet, daß er gestern einen bedeutenden Sieg über die Russen erfochten habe. Die Ruffen wurden vollständig geschlagen und deroutirt. Dieselben waren 60,000 Mann stark. Der Kampf begann am Montag und wurde am Dienstag früh auf's Heftigste fortgesetzt. Die Ruffen, von Artillerie unterstützt, stürmten mehrere Male, wurden aber immer wieder zurückgeworfen. Sie ließen 800 Todte und 1600 Verwundete zurück und mußten sich in ihr Lager zurückziehen. Die Türken hatten nur 100 Todte und 300 Verwundete. Die Armee Osman Pascha's zählte 70,000 Mann.
— Officiell. Suleiman Pascha schlug gestern die Ruffen bei Eskifagra und fügte denselben große Verluste bei. Die Türken rückten in Eskisagra ein. Der neuerliche Angriff der Montenegriner auf Ntksic wurde zurückgeschlagen. Ali Saib Pascha schlug die Montenegriner am Montag bei Podgoritza.
Wien, 1. August. Die vierte rumänische Division vollzieht gegenwärtig ihren Uebergang über die Donau und wird in Turn-Magurelli und Fla- munda durch neue Truppen ersetzt. Vorgestern sind hier 60 Waggons mit Verwundeten eingetroffen.
Lokal-Notiz.
Gießen, 3. August. (Hessischer Genossenschaftstag.) Am 19. u. 20. Juli fand in Gießen der jährliche Verbandstag des hessischen Unterverbandes der deutschen Vorschuß- und Credit-Vereine statt, worüber wir in Nachstehendem zu berichten nicht unterlassen dürfen. Die Verspätung des Berichtes wolle man mit zufälligen Hindernissen
und der begleitenden Musik. ES folgten ernste und launige Redrn. unter letzteren tth begeisterter Toast des Herrn Adolf Noll auf die genossenschaftlichen Frauen uni Jungfrauen.
Wenn dergestalt der diesjährige VerbandStag der hessischen Genoffenschasten einen so würdigen, als schönen Verlauf nahm, so ge ührt lebhafter Dank hierfür in erster Linie oem Anwälte der Genoss »schaffen, Herrn Dr. Schulze, besten Anwesenheit auf den Vereinstagen stets in vorzüglicher Weise anregend und das GenostenschaftS- Üben fördernd wirkt. Es sei aber auch gedankt dem Vorsitzenden des AuSschustes der Gewerbebank, Herrn H anstein, der seiner Obliegenheit zur Veranstaltung und Leitung des Festes in so trefflicher Weise enlsprach, sowie allen Theilnehmern des Verernstages, deren zahlreiches Erscheinen in erfreulicher Weise das Interesse bekundete, welchem die genossenschaftlichen Bestrebungen immer mehr begegnen. Selbst socialdemokratische Wortführer vermögen, wie die Verhandlungen deS Vereinstages zeigten, daS Interesse nicht zu oerläugnen, und es darf gehofft werden, daß auch nach dieser Seite der Vereinstag der Früchte nicht entbehren werde.
Nachdem am 19. Juli Abends der Empfang der Gäste, sowie eine Vorberathung stattgefunden hatte, welche Geschäftliches erledigte, insbesondere die Tagesordnung des folgenden Tages feftftellte, fand am 20. Juli im Wenzel'ichen Saalbau die Hauprver, sammlung statt, unter dem Vorsitze der Herren Verbandsdirector Stück aus Cassel und I. Hanstein von Gießen. Herr Hanstetn begrüßte mit warmen Worten d e erschienenen Theilnehmer. Dem hierauf folgenden Berichte des Herrn St^ück über die Statistik des hessisches Unterverbandes entnehmen wir, daß dem Verbände derzeit 20 Vereine mit etwa 15000 Mitgliedern angehören. Die Mitgliederzahl und das Vermögen dieser Vereine haben sich im letzten Jahre erheblich vermehrt. Keiner derselben hat mit Schaden gearbeitet. Der Geldumschlag sämmtlicher Vereine betrug im vergangenen Jahre 77 Millionen Mark. Das Verhaltnttz des eigenen Betriebskapitales der Vereine zum fremden beträgt durchschnittlich 25 zu 75. Am günstigsten flohen hier Wetzlar und Cassel mit 42, bez. 4O°/o eigenem Vermögen, am niedrigsten Friedberg und Melsungen mit 8, bez. 5o/o. Die Niedrigkeit der letzteren Verhältnisse wurde mit Recht von verschiedenen Seiten für bedenklich befunden. Die Gewerbebank Gießen arbeitete mit 15°/0 eigenem Vermögen und 85o/g fremden Geldern. Aie hat, gleich dem Vorschußvereine Wieseck, im Verhältniß zum gesammten Betriebsfonds den höchsten Reservefonds unter sämmtltchen Vereinen und zahlte mit 5 anderen Vereinen die höchste ®iD*bAOT Hanstein referirt über di- Verhandlungen des vorjährigen allgemeinen Verbandstagcs in Danzig, dem er, als Delegtrter bei hessischen Unl-ro-rbandes be,gewohnt halte. Mitthctlenswerth ist insbesondere aus dem R-seraie, daß die dem deut- schen Genostenschaftsverbande angehörigen Vereine im vorhergehenden Jahre emen Bestand von einer Million und 360,000 Mitgliedern, ein eigenes Vermögen von 360 Millionen, darunter 92 Millionen Reservefonds, und einen jährlichen Geldumschlag von 2600 Millionen Mark gehabt haben. Die Gesammtzahl der eingetragenen Genossenschaften betrug 4700, darunter 815 Vorschußvereine. Beachtenswerth ist die Thatsache, daß unter den Mitgliedern der letzteren sich 37000 Lohnarb^ter befinden, womit dir oft gehörte Behauptung widerlegt wird, als stünden dieser Bevolkerungsklafie die Bestrebungen der Vorschußvereine ferne. . , n kL n.
Nach dem Referate des Herrn Hanstein folgten die Berichterstattungen über die Zustände der einzelnen Vereine. Von besonderem Jnterefie erscheint das auf die Gewerbebank Gießen Bezügliche. Dieselbe hatte im verflossenen Jahre 700 Mitglieder, einen Reservefonds von 38704ein Mitgliederoermogen von 103934 einen Reingewinn von 14607 Es kam die Frage in Betracht, welche Schritte geeignet seien, um die Gewelbsteuerpflicht, welche hinsichtlich der Gewerbebank auffallender Weife, im Widerspruche mit der Behandlung fast allen anderen Genossenschaften, seit einem Jahre voo der Steuerbehörde geltend gemacht wird, zu beseitigen. Gemeinsames Vorgehen mmmt- ltcher Vorschußoeretne bei den Landständen soll Abhilfe schaffen. Die Gewerbebank fand Tadel, weil sie die ihr zum DrScont gegebenen Tratten nicht vor Verfall zum Accept präsentire. Es wird indeß siagUch sein, ob unter den vier odwalienden Per- Haltnissen eine solche Präsentation durchgängig möglich und nützlich fern werde. Beanstandet wurde auch, daß in der Gewerbebank der Aufsrchtsrath und nicht der Vorstand über Creditbewilltgungen entscheide. Die bereits in Angriff genommene Statutenreoision wird hier Abhilfe schaffen, was um so nölhiger ist, weil in der Thal nach dem Genossenschaftsgesetz dem Aufsichlsrathe nur das Recht der Creditoerweigerung, nicht der Creditbewilligung zusteht- , n
Es sollte sodann nach der Tagesordnung folgen die Berathung über eine allgemeine Instruction für die Aufsichtsrälhe der Genossenschaften, sowie über die Novelle zum Genossenschaftsgesetze. Die vorgerückte Zett ließ indeß nur eine summarische Behandlung dieser Gegenstände zu, welche für eine definitive Beschlußfassung noch Nicht
1 Nach diesen Verhandlungen, die ein besonderes Interesse erhielten durch die ungemein lebhafte und anregende Bethetligung des anwesenden Anwaltes der Genossenschaften, Herrn Dr. Schulze-Delitzsch, sand eine zahlreich besetzte gemeinsame Msttags- tasel statt. Herr Verbandsdirector Stück brachte hierbei der Stadt Gießen, Herr Hanstein den Prinzipien und derThäligkeit des Herrn Dr. Schulze ein Hoch. Dieser wiederum gedachte in zündender Rede der wesentlichen Vortheile genossenschaftlicher Selbsthilfe für das Wohl des Einzelnen, wie dcr Gesammtheit und warnte vor dem Vertrauen auf Staatshilfe, wie die socialdemokratische Partei solche prooozirt. Die Stimmung wurde nun immer belebter, unterstützt durch die Güte des Mittagslisches
Revalesciere
«eit 30 fahren hat keine Krankheit dieser angenehmen Gesundheit-, speise widerstanden und bewährt sich dieselbe bei Erwachsenen und Kindern> ohne Verein und ohne Kosten bei allen Magen, Nerven-, Brust-, .Lu ^en-,Leber- Drüsen chleimbaut-, Alhem-, Blasen- und Nierenleiden, Tuberkulose Schwindsucht, Astana, duften, Unverdaul'chkett, Verstopfung, Diarrhöen, Schlaflosrgkeit, schwache Hämor« ’bo'ben, Wassersucht, Fieder, Schwindel, Blutauffteigen, Ohrenbrousen, Uebelke-t und ^brechensebst während der Schwange schalt, Diabetes, Melancholie Ab naaerun , Rheumatismus, Gicht, Bleichsucht; auch ist sie als Nahrung für Säuglinge schon von er Geburt an selbst der Ammenmilch vorzuziehen. — Ein Auszug aus 80,000 Ceirt- ncaten über Genesungen, die aller Medicm widerstanden, worunter Certificate vom lliofessor Dr. Wurzer, Medicinalrath Dr. Angelstein, Dr Shoreland, Dr. Campbell, ßtoLffor Dr. Dädö, Dr. Ure, Gräfin Castlestuart, Marquise de Brähan, und vielen anderen hochgestellten Personen wird franco auf Verlangen e-nge'andt.
Abgekürzter AuSrng auS 80,000 Certtflcaten.
Nr. 62476. Dem lieben Gott und Ihnen sei Dank. Die L6v»ls«oidr« hat mein, 18 jährigen Leiden im Magen und in den Nerven, verbunden mit allgemeiner Schwäche and nächtlichem Schweiß gänzlich beseitigt. _
uno nachliicyem » 5 6ompflret/ Pfarrer, Sainte Romaine de* Dee.
Nr. 89211. Orvaux, 15. April 1875. Seit vier Jahren genieße ich die köstliche Revalesciere und leide seitdem nicht mehr an den Schmerzen in den Lenden, die Ulich während langer Jahre fürchterlich gefoltert oatten. In meinem 93. Jahre stehend, er. freue ich mich jetzt der vollkommensten Gesundbeit. Leroy, Pfarrer.
' Nr. 45270. I. Robert. Von seinem 25^jährigen Leiden an Schwindsucht, Husten, Qrrbredbtinacn, Verstopfungen und Taubheit gänzlich bergestcüt.
62845. Pfarrer Sollet von Eerainoille. Von Asthma mit häufigen Erstickungen völlig b^gestelit.Deutsch, geb. von Horn in Posen; deren Kinder vom
N^e4210^^sNarquise von BrShan von 7jähriger Lcberkrankheit, Schlaflosigkeit Gittern an allen Gliedern, Abmagerung und Hypochondrie. »
3 Nr 75877 Florian Köller, K tt. Mllitaiverwalter, Großwardein, von Lungen- und Luftröhrkl, Kol rrh., Kopsschwindel und Brustbeklemmung. -
75970. H.rr Gabriel Teschner, Hörer der öffentlichen höherm Handels- Lehranstalt in Wien, in einem verzweifelten Grade von Brustübel und Neroenzerrütwng.
Nr. 65715. Fräulein de Montlouis, von Unoerdaulichkeit, Schlaflosigkeit und ibmafleruna^g yaron Sigmo von 10 jähriger Lähmung an Händen und Füßen rc.
Die Revalesciere ist viermal so nahrhaft als Fleisch und erspart bei Erwachsenen und Kindern 50 Mal ihren Preis in anderen Mitteln und Speisen. 70 „
Preise der Revale«eifere */t Pfd. 1 80 1 Pfd. 3 JL 50 2 Pfd' 5 »X -vi
^^Revalescifere Aocolatie 12 Taffen 1 JL 80 24 Taffen 5 Jt 50 48 Tosten
Revalescifere Biscuite» 1 Pfd. 3 JL 50 2 Md. 5 JC 70
au belieben durch Du Barry u. Co- in Berlin W., 28 29 ^vstage (Kai,er Gallerie) und bei vielen guten Apvtbekern, Droguen-, Specerei- und Delicatestenhandle, n UN ganzen Lande, in Gießen bki Flüllbi' A Sehwa^er.\—


