und spricht mit gewöhnlicher Stimme möglichst deutlich in die Oeffnung hinein. Wenn auf der zweiten Stattsn die Oeffnung des dortigen Apparates ziemlich dicht an das Ohr gehalten wird, so hört man Wort um Wort die ganze Rede und nimmt sogar die Stimme, den Klang und Chcrak^r getreulich wahr, daß man den Sprechenden sebr wohl erkennt, wenn man mit oem th.n eiger.tyümltchen Sprachklange bekannt ist. Auch ein Lachen oder Seufzer erkennt man deutlich, und bei einiger ILfcung ist es dem Hö er, als ob der Sprechende in einem Nebenzimmer sich befände. Will man auf das Gehörte eine Antwort ertheilen, so genügt es, wenn man daS Instrument vom Oh« zum Munde führt und ohne Weiteres zu sprechen beginnt, sobald man nur sicher ist, daß auf der fernen Station der frühere Sprecher den Apparat ans Ohr gebracht Hal, um die Antwort zu vernehmen.c
Letpzioj>22 Nov. DaS hiesige „Tageblatt" macht über den Stand der hier ausgetretenen Trichinose folgendes bekannt, anscheinend nach Mtttheilungen „aus ernt licher Quelle": „Bis jetzt sind,: abgesehen von einigen lediglich verdächtigen Fällen, 134 hier oorgekommene Fälle gedachter Krankheit beim Rathe zur Anzeige gebracht worden, darunter zwei mit tödtltchem Ausgange. Die nach Eingang jeder einzelnen An zeige sofort angestellten Erörterungen haben ausnahmslos ergeben, daß die Erkrankten oom hiesigen Hausfrauenver eine entnommene Mettwurst oder Roulade (Schinkenwurst), beziehentlich beides genossen hatten. In einem Falle ist angegeben worden, daß die erkrankte Person außer Mettwurst noch ebendaher bezogene sogenannte Rauchenden (kleine leicht geräucherte Würste) zu sich genommen habe." Die angestellten amtlichen Untersuchungen haben, wie das „L. T " anführt, allerdings dahin geführt, „anzunehmen, daß die von C. Rtntelmann in Braunschweig an den Hausfrauenoerein gelieferte Mett; wurst und Roulade die Krankheit verursacht habe." Zwar wisse man zur Genüge, daß in Braunschweig eine außerordentlich genaue und mustergiltige Controle der dortigen Schlächtereien geübt werde und von der Polizeidirektion daselbst sei ausdrücklich bc- [tätigt worden, daß die Untersuchung der Schweine, welche Herr Rintclmann schlachtet, von dem bestellten Trichinenschauer Dr. med. Oelmann stets mit großer Genauigkeit au-geführt werde- Allein es sei auch außer Zweifel, daß selbst durch die beste Contioie absolute Sicherheit nicht erzielt werden könne.
— Was einem Jagdltebhaber nicht alles widerfahren kann! Dieser Tage fuhr ein solcher nach der mehrere Stunden von seiner Hetmatb entfernten Zrad. Rach geraumer Zeit, als die Seinen ihn schon im Geiste fröhlich durch Wald und Fluren ft reifen sahen, traf plötzlich die Depesche bet ihnen ein: „Bitte schickt Jagdgewehr, Besenstiel war im Futteral!"
— (Zu viel auf einmal.) Die Frau Assessorin macht eine Landpartie und gibt vorher noch threc Köchin, die etwas beschränkten Geistes und von schwachem Gedächt- mß war, folgende Aufträge: Sie solle sich heute tüchtig rühren, den vorräthigen Kaffee gut durchbrennen, den Azorl mit Seife waschen, die Teppiche aufhängen, die Betten ausklopfen und die Kircher ausführen.
Wie nun die Frau »m Abend nach Hause kommt, da findet sie: den vorräthigen Kaffee tüchtig mit Seife geiSbit, die Teppische gewaschen, die Kinder gut ausgeklopft, den Azorl aufgebängt, die Betten ausgeführt, die Köchin selber aber durch rebrannt.
Mainz, 27. Nov- Daß unter dem Landvolke eine wahre Sucht nach Jnjurien- prozessen herrscht, wurde schon oft constattrt und kann bet jeder Gerichtssitzung wahrgenommen werden. Dies auch constatireud, schreibt ein hiesiges Btatt darüber weiter: Und was ist die Hauptsache dabei? Die Kosten; denn ob die bei den Landleulen geläufigen Schimpfworte zurückgenommen, ob hin und wieder ein Beleidigter bestraft wird, darauf kommt es weniger an; das könnten sich die Leute zu Hause ebenso und billiger zurecht schneiden. Bemerkenswcrth erscheint, daß die meisten Injurien Proceffe zwischen Weibern vorkommen und unlängst ein Bauer der Zungenfertigkeit seines Weibes wegen ein Hypotheken machte, um die Kosten für seine „theuere" bessere Hälfte zu zahlen.
— (Unterschied in der Ähnlichkeit.) Vagabund zum Gensdarm: „Mir arretinn Sie, und der Bettelmönch da bettelt dock auch?" Gensdarm: „Der bettelt zur Ehre Gottes, und Du bettelst zur Schande ver Menschheit!"
Allen Kranken Kraft und Gesundheit ohne Medici« und ohne Kosten butdb die Heilnahrung:
Revalesciere
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Abgekürzter Au-zug «uS 80,000 Certificaten.
Nr. 62476. Dein heben Gott und Ihnen sei Dank. Die Renleedbr* hat meine 18 jährigen Leiden im Magen und in den Nerven, verbunden mit allgemeiner Schwäche und nächtlichem Schweiß gänzlich beseitigt.
I. Comparet, Pfarrer, Sainte Romaine des Iler
Nr. 89211. Orvaux, 15. April 1875. Seit vier Jahren genieße ich die köstliche Revalesciere und leide seitdem nicht mehr an den Schmerzen in den Lenden, die mich während langer Jahre fürchterlich gefoltert hatten. In meinem 93. Jahre stehend, erfreue ich mich jetzt der vollkommensten Gesundhest. Leroy, Pfarrer.
Nr. 45270. I. Robert. Von seinem 25 jährigen Leiden an Schwindsucht, Husten, Erbrechungen, Verstopfungen und Taubl eit gänzlich bergestellt.
62845. Pfarrer Sollet von Ecramville. Bo« Asthma mit häufige« Erstickungen völlig hei gestellt.
80416. Frau Major Deutsch, geb. von Horn in Posen; deren Kinder oom Drüsenleiden hergestellt.
Nr. 64210. Marquise von BrLhan von 7 jähriger Leberkrankheit, Schlaflosigkeit Zittern an allen Glieder«, Abmagerung und Hypochondrie.
Nr. 75877. Florian Köller, K. 't. Militärverwalter, Großwardein, von Lungen- und Luströ.ren-Katarrh., Kopffchwindel und Brustbeklemmung.
Nr. 75970. Herr Gabriel Teschner, Hörer der öffentlichen höheren Handels- Lehranstalt in Wien, in einem verzweifelten Grade von Brustübel und NeroenzerrÜttung.
Nr. 65715. Fräulein de Montlouis, von Unverdaulichkeil, Schlaflosigkeit unh Abmagerung.
Nr. 75928. Baron Sigmo von 10 jähriger Lähmung an Händen und Füßen re.
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