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Mittwoch, dm 30. August

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told zum Steuercommissär des Steuercommifsariats Fürth zu ernennen; am 29. Juli dem Schullehrer Jarob Koch zu Schornsheim die sechste Gemeinde- Schulstelle zu Kostheim, dem Schullehrer Johannes Neher zu Ober-Erlenbach die siebente Gemeinde-Schulstelle zu Kostheim; am 31. Juli dem Schullehrer Jacob Ditter zu Haisterbach die vierte Gemeinde-Schulstelle zu König zu über tragen; am 1. August den Ministerial-Canzlisten zweiter Elaste bei der Canzlei des Ministeriums der Finanzen Friedrich Hecht zum Ministerial-Canzlisten erster Elaste zu befördern; an dems. Tage den von der Gesammtfamilie der Freiherrn von Schenck zu Schweinsberg-Rülfenrod auf die evang. Pfarrstelle zu Ober-Breidenbach präsentirten Pfarramts - Candidaten Eduard Hainer aus Ober-Breidenbach für diese Stelle zu bestätigen; am 2. August dem Schul­lehrer Heinrich Winter zu Momart die Gemeinde-Schulstelle in Sandlofs zu übertragen; am 5. August den Calculator erster Elaste bei der Calculatur der Brandversicherungs'Commission August Reinhard Georg Haag zum Revisor bei der gedachten Commission zu ernennen; am 7. Augusts dem Schulverwalter Heinrich Arnold aus Monzernheim die zweite Gemeinde-Schulstelle zu Weinols­heim, im Kreise Oppenheim, zu übertragen.

10. Charakterertheilungen.

11. Versetzungen in den Ruhestand. Se. Königl. Hoheit der Großherzog haben allergnädigst geruht: am 24. Juli den Brückengeld - Erhebex .bei der Mainüberfahrt zu Kostheim Ludwig Schranz, unter Anerkennung seiner mehr als 50jährigen, treu geleisteten Dienste auf sein Nachsuchen, am 1. August den Oberrechnungs - Revisor bei der zweiten Abtheilung der Justifikatur der Ober­rechnungs-Kammer Ernst Lehmann auf sein Nachsuchen, am 2. August den Schullehrer an der kath. Schule zu Udenheim Jacob Faust auf sein Nach­suchen unter Anerkennung seiner langjährigen, treu geleisteten Dienste in den

Abwesenheitserklärung.

Ordensverleihungen.

Ermächtigungen zur Annahme und zum Tragen fremder Orden.

Ertheilung von Erfindungspatenten.

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London, 27. August. DemReuter'schen Bureau" wird aus Belgrad von heute telegraphisch gemeldet, daß die Seitens der Regierung eingelettete Friedens-Action von der Bevölkerung ungünstig ausgenommen und die Unzufrie­denheit mit den Friedens-Tendenzen der Regierung im Wachsen begriffen sei. Die ZeitungJstok" brachte einen kriegerischen Artikel, welcher allgemein als Ausdruck der öffentlichen Meinung angesehen wird. Die Regierung habe, viel­leicht unter dem Eindrücke dieser Stimmung, die Seitens der Conjuln gefor­derte Einstellung der Feindseligkeiten verweigert.

London, 26. August. Times, Daily News und Daily Telegraph drücken ihre Befriedigung über Milan's Vermittlungs-Ansuchen aus und mah­nen die engliche Regierung, ihren Einfluß bei der Pforte aufzubieten, damit diese durch Nachgiebigkeit das Zustandekommen des Friedens erleichtere.

Nrrßtand.

Petersburg, 25. August. In den Abschiedsworten, welche der Kaiser,

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Schönberg steht das Präsentationsrecht zu den vorgenannten fünf Stellen zu, die Gomeinde-Schulstellen zu Erzbach, zu Unter-Ostern, zu Erlenbach, p Rohr- U bach im Kreise Erbach, sämmtlich mit einem Gehalt von 685 Mk. <tJpjg.;

>1 die Gemeinde-Schulstelle zu Ober-Kainsbach mit einem Gehalt von 771 Mk.

Namensveränderungen.

.. Dienstnachrichten. Se. Königl. Hoheit der Großherzog haben aller­gnädigst geruht: am 12. Juli dem evang. Pfarrer E. A. Julius Hof von Ober-Ingelheim die zweite Pfarrstelle zu Babenhausen, im Decanate Groß- Umstadt zu übertragen; am 22. Juli dem evang. Pfarrer Philipp Eißer zu Steinbach die evang. Pfarrstelle zu Nieder-Modau, zu übertragen; am 27. Juli den Kreisbauausteher-Aspiranten Martin Seibert aus Friedberg zum Kreisbau­aufseher bei dem Kreisbauamte Grünberg, den Kreisbauaufseher-Ajpiranten Gg- Hartmann aus Reinheim zum Kreisbauaufseher bei dem Kreisbauamte Alzey, den Steuercontroleur des Steuercontrolbezirks Alzey Friedrich Ludwig Bech-

Darmstadt, 27. August. Die Nr. 41 des Großherzoglichen Regierungs­blatts hat folgenden Inhalt'

1. Bekanntmachung Großherzoglichen Ministeriums der Finanzen, bie Organisation der Steuercommiffariate betreffend.

2. Bekanntmachung Großherzoglichen Kreisamts Bensheim, die Erhebung einer Umlage zur Bestreitung der Bedürfnisse des israelitischen Friedhofs-Ver­bands zu Alsbach für 1875/77 betreffend.

3. Uebersicht der von Großherzoglichem Ministerium des Innern für das Jahr 1876 genehmigten Umlagen zur Bestreitung von Communal-Bedürfnissen

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Lützel-Wiebelsbach mit einem Gehalt von 771 Mk. 44 Pfg. Dem Herrn fifflfl VA Fürsten zu Löwenstein-Wertheim-Rosenberg und dem Herrn Grafen zu Erbach- Xaä in den voraenannten fünf Stellen zu :

42 Pfg.; dem Herrn Grafen zu Erbach-Erbach steht das Präsentationsrecht zu den vorgenannten fünf Stellen zu ; die Gemeinde-Schulstellen zu Hüttenthal, zu Ober-Sensbach, beide mit einem Gehalt von 685 Mk. 71 Pfg.; dem Herrn Grafen zu Erbach-Fürstenau steht das Präsentationsrecht zu den beiden Stellen zu; die zweite Gemeinde-Schulstelle zu Gadernheim, die Gemeinde-Schulstellen zu Altenschlirf, zu Lauerbach, zu Rai - Breitenbach, sämmtlich mit einem jähr­lichen Gehalt von 675 Mk. 71 Pfg.

Berlin, 26. August. Die neue Justiz.Organisation wird auch eine In­stitution aus dem Leben schaffen, welche sich keiner großen Beliebtheit beim Publikum zu erfreuen hatte, nämlich den Diensteid. Wenn der öffentliche Be­amte als Zeuge die Richtigkeit seiner Aussage auf seinen Diensteid nimmt, so bedarf es keiner neuen Eidesleistung. Die Justizcommission hat nun diese Be­stimmung aus der Strafproceß- Ordnung entfernt. Man wird sich wohl nicht der Ansicht anschließen können, welche der Commiflär der preußischen Regierung, Geheimerath Oehlschläger, als Begründung für die Beibehaltung des Dienst­eides entwickelte. Danach soll namentlich die Nothwendigkeit, den Beamten in jedem einzelnen Falle zu vereiden, zu einer Entwürdigung des Eides führen. In Ostpreußen z. B. soll es nach der Erklärung des Regierungs-Commissärs vorkommen, daß auf die Denunciatiou weniger Beamten hin 2- bis 3000 Holz­diebstähle in einem Jahre erledigt wurden. All' dieser Einwendungen ungeach­tet sprachen sich fast alle Mitglieder der Commission für die Abschaffung des Diensteides aus.

Berlin, 26. August. Nach allen hier eingelaufenen Berichten hat der Witterungswechsel der letzten Tage, welcher sich in ganz Mitteldeutschland durch den Eintritt von Regen und kühlerer Temperatur vollzogen hat, die großen Befürchtungen der Landwirthe zumeist beseitigt. Auch die Militärbehörden hatten für die beginnenden Herbstmanöver mit Rücksicht auf die Fälle, welche durch die bisherige Dürre und Trockenheit sich gestalten möchten, Vorkehrungen getroffen, so bezüglich der Versorgung der Mannschaften mit Triukwasser; auch waren den Mannschaften besondere Verhaltungsmaßregeln gegen die Ein­wirkung der Hitze eingeschärft worden.

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Wien, 27. August. Diplomatischen Privat-Nachlichten aus Konstanti­nopel zufolge verlangt die türkische Regierung, Fürst Milan solle sich mit seinem Friedens-Gesuche direct an sie wenden.'<.

Wien, 28. August. Gestern conferirten die.^Botschafter Deutschlands, Rußlands und Englands mit Baron Hofmann, der Ändrassy zeitweilig vertritt. Gegenstand der Conferenz war die Verständigung über dies Form eines Collectiv- Schrittes bei der Pforte.

ArasLreich.

Paris, 27. August. Durch ein so eben erlassenes Decret wird eine Volkszählung für dieses Jahr angeordnet.

Paris, 28. August. Zum Deputirten für den Wahlbezirk Pontivy wurde wiederum der Clericale de Mun gewählt, jedoch nur mit einer Majorität von 375 Stimmen. In Guimgamp siegte der Republikaner Huon mit 6334 Stimmen gegen den Legitimisten Lucinge, auf welchen 5834 Stimmen fielen.

Paris, 28. August. Die Meldung derAgence Havas", wonach die Signatur-Mächte überetngekommen wären, als Friedens-Bedingungen vorzufchla- gen: Erhaltung des Fürsten Milan, Zahlung einer Kriegs-Entschädigung durch Serbien, Besatzungsrecht der serbischen Grenz-Festungen durch die Türken wird in hiesigen diplomatischen Kreisen als unbegründet bezeichnet. Es sind bisher überhaupt noch keine Basen für die Verhandlungen aufgestellt. Von türkischer Seite wird zur Wahrung der Suzeränetäts-Rechte nach wie vor als nothwendig erachtet, daß Fürst Milan den Friedens-Antrag direct nach Kon­stantinopel richte.

Ruhestand zu versetzen.

12. Coneurrenzeröffnungen. Erledigt sind: die vierte Gemeinde-Schulstelle zu Groß-Rohrheim mit einem Anfangsgehalt von 950 Mk. jährlich, welcher sich durch von 5 zu 5 Jahren eintretende Zulagen bis zum Betrage von 1400 Mk. erhöht; die sechste Gemelnde-Schulsteüe zu Nieder-Jngelheim mit einem Gehalt von 942 Mk. 86 Pfg.; die erste Gemeinde-Schulstelle zu Treis a. d. Lda. mit einem Gehalt von 771 Mk. 43 Pfg.; die zweite Gemeinde-Schulstelle zu Assen- heim mit einem Gehalt von 771 Mk. 42 Pfg.; dem Herrn Grafen zu Solms- Rödelheim zu Assenheim steht für diesmal das Präsentationsrecht zu dieser - Stelle zu; die evang. Pfarrstelle zu Stockstadt im Dekanat Eberstadt. Dota- ; Al tionsmäßiger Gehalt 2907 Mk.; die Gemeinde-Schulstelle zu Schneppenhausen 1 -,A mit einem Gehalt von 685 Mk. 72 Pfg.; die Gemeinde-Schulstelle zu Kimbach mit einem Gehalt von 771 Mk. 43 Pfg.; die Gemeinde-Schulstelle zu Wal­bach mit einem Gehalt von 685 Mk. 71 Pfg.; die Gemeinde-Schulstelle zu Rimhorn mit einem Gehalt von 720 Mk.; die Gemeinde-Schulstelle zu Höller, bach mit einem Gehalt von 685 Mk. 71 Pfg.; die erste evang. Schulstelle zu ------ - ' t einem Gehalt von 771 Mk. 44 Pfg. Dem Herrn