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und näherte sich auf diese Art dem Verunglückten soweit, daß er denselben mit Hülse eines dargereichten Stockes glücklich aus dem Wasser ziehen konnte.

Se. Königl. Hoheit der Großherzog haben dem Adam Klug für diese muthvolle, mit eigener Lebensgefahr verbundene That eine Geldprämie aller- gnädigst zu verleihen geruht.

4. Bekanntmachung Großherzoglichen Kreisamts Alsfeld, die Erhebung einer nachträglichen Umlage der israelitischen Religions-Gemeinde Angenrod für 1876 betreffend.

5. Bekanntmachung Großherzoglichen Kreisamts Darmstadt, die Nicht- erhebung der Umlagen der israelitischen Religions-Gemeinde zu Ober-Ramstadt für 1875 betreffend.

6. Bekanntmachung Großherzoglichen Kreisamts Alzey , die für das Jahr 1876 zur Bestreitung der Communal-Bedürfnisse der Gemeinde Frei-Laubers­heim, im Kreise Alzey, zu erhebenden Umlagen betreffend.

7. Uebersicht der für das Jahr 1876 genehmigten Umlagen zur Bestrei­tung der Bedürfniffe der israelitischen Religions-Gemeinden des Kreises Darmstadt.

8. Erhebung in den Adelstand.

lichung wohlwollender Bestrebungen auf dem Gebiete der inneren Politik für etzt absehen muß.

Wien, 27. Juni. DerPolit. Corresp." wird aus Belgrad gemeldet Die Abreise des Fürsten zur Armee ist auf den 30. Juni festgesetzt. An dem- selben Tage soll das Kriegsmanifest erscheinen und am 1. Juli für ganz Ser. bien der Belagerungs-Zustand verkündigt werden. Aus Cettinje berichtet die­selbe Correspondenz die Einberufung aller Montenegriner vom 17. bis zu« 60. Lebensjahre und die bevorstehende Uebernahme der Regierung durch den Senat im Namen des Fürsten bis zur Beendigung des Krieges.

Wien, 28. Juni. Aus Ragusa wird gemeldet: Eine Versammlung der herzegowinischen Insurgenten proclamirte gestern den Fürsten Nikita von Montenegro zum Fürsten der Herzegowina.

Schweiz.

Bern, 27. Juni. Der Niederlaffungs-Vertrag mit dem deutschen Reick ist vom Nationalrath und vom Ständerath genehmigt worden.

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9. Ordensverleihungen.

10. Dienstnachrichten. Se. Königl. Hoheit der Großherzog haben aller- gnädigst geruht: am 18. Mai dem Schuloerwalter Lorenz Wilhelm Spitz aus Eppenrod die Lehrerstelle an der Stadt-Mädchenschule zu Gießen, am L2^Mai dem Schullehrer Ferdinand Hof zu Burg-Gemünden die erste Gemeinde-Schul- stelle zu Messel, dem Schullehrer Philipp Meiß zu Affenheim die erste evang. Schulstelle zu Bechtheim, am 26. Mai dem Schulverwalter Karl Schmitt zu Gadern die dritte kath. Schulstelle zu Wald-Michelbach, der Schulamts-Aspi­rantin Emma Metzler aus Darmstadt die Lehrerinstelle an der höheren Bür gerschule zu Groß-Gerau, dem evang. Pfarrer Karl Strack zu Groß-Buseck die evang. Psarrstelle zu Lang-Göns zu übertragen; an dems. Tage den von dem Frhrn. von Günderode auf die evang. Pfarrstelle zu Höchst a. d. N. prä- sentirten evang. Pfarrer Hermann Bernbeck von Altenschlirf für diese Stelle zu bestätigen; am 29. Mai dem Schulverwalter Ph. Hipp aus Gensingen die Ge metnde-Schulstelle zu Ludwigshöhe, am 30. Mai dem Schullehrer Phil. Seib zu Ober-Ingelheim die vierte Gemeinde-Schulstelle zu Biblis zu übertragen; am 1. Juni den Lehrer an der höheren Bürgerschule zu Heidelberg, Wilhelm Werner, mit Wirkung vom 1. Juni I. I. an zum Lehrer an der Realschule zu Gießen mit den Rechten eines Volksschullehrers zu ernennen; am 3. Juni dem Schulverwalter Philipp Keil aus Fürth eine Lehrerstelle an den städtischen Sckulen zu Mainz zu übertragen; am 6. Juni den von dem Herrn Fürsten zu Solms-Hohensolms-Lich auf die Gemeinde-Schulstelle zu Hausen präsentirten Schulverwalter Karl Becker aus Gleimenhain für diese Stelle zu bestätigen; am 10. Juni den von dem Ortsvorstaud zu Grüningen auf die Gemeinde- Schulsteke zu Grüningen präsentirten Schullehrer Heinrich Eckel zu Inheiden, den von dem Herrn Grasen zu Schlitz, genannt v. Görtz, auf die Gemeinde- Schulstelle zu Hemmen präsentirten Schulverwalter Conrad Eurich aus Uellers hausen für diese Stellen zu bestätigen.

Am 5. Mai wurde dem Dr. Adam Kleyer aus Darmstadt das Patent als Geometer erster Klaffe für den Kreis Darmstadt, am 26. Mai dem Geometer zweiter Klaffe Ludwig Jochim aus Einartshausen das Patent als Geometer der ersten Klaffe für den Kreis Schotten ertheilt.

(Schluß folgt.)

Darmstadt, 27. Juni. Se. Königl. Hoheit der Großherzog haben mittelst allerhöchster Entschließung vom 25. l. Mts. den Ministerial-Gecretär erster Klaffe, Geh. Legationsrath Karl v. Werner, zum Ministerialrath in dem Gesammt-Ministerium zu ernennen geruht.

Darmstadt, 28. Juni. Auf eine Anfrage des Referenten des Aus- schuffes zur Vorberathung des v. Rabenau'schen Antrages in der zweiten Kam­mer wegen Durchführung des Titel 7 der Reichsverfaffung über das Eisenbahn­wesen hat die Regierung dem Vernehmen nach geantworret, daß sie sich der Pflicht nicht entziehen werde, die auf Durchführung dieses Titels gerichteten Bestrebungen der Reichsregierung im Bundesrathe zu unterstützen, daß sie sich aber die Prüfung der zu diesem Zwecke an den Bundesrath gelangenden Vor­lagen vorbehalte und sich über ihre Stellung zu derselben erst nach Kenntniß und Prüfung derselben schlüssig machen könne.

Berlin, 28. Juni. Der Geheime Medicinalrath Profeffor Ehrenberg ist gestorben.

Köln, 27. Juni. Das öffentliche Ministerium beantragte in der heuti­gen Schluß-Sitzung des Proceffes gegen Direction und Aufstchts-Räthe der Rheinischen Effectenbank das Schuldig gegen alle 13 Angeklagte und Gefäng- nißftrasen von 4 Jahren bis zu einem Monat.

Kiel, 27. Juni. Um 3 Uhr heute Nachmittag ist ein norwegisches Ge­schwader, die Monitors Thor und Trudrang, der Aviso Glommer unter dem Geschwader-Ches Lysholm in den Kieler Hafen eingelaufen.

Dresden, 27. Juni. Die Nachforderung von 700,000 Mk. für den Bau des Hoftheaters wurde von der zweiten Kammer nach einer scharfen De­batte ohne Abstrich mk allen gegen 6 Stimmen bewilligt.

Hektneich.

Wie«, 25. Juni. "Die Blätter geben ihren Besorgniffen über die abermalige kriegerische Haltung Serbiens Ausdruck. DiePreffe" meint, Eu­ropa würde zunächst vollständig neutraler Zuschauer des Kampfes bleiben und Oesterreich-Ungarn hätte nur seine Grenzen zu sichern. In dem Momente je­doch, als die Integrität des türkischen Reiches gefährdet wäre, würde es Auf gäbe Europas sein, ein ernstes Wort mitzusprechen. DieNeue Fr. Pr." ist geneigt, das serbische Säbelgeraffel für eitel Humbug zu halten. Auch das Fremdenblatt kann sich mit dem Gedanken nicht vertraut machen, daß es in Serbien wirklich losgehen soll. Jedenfalls könne letzteres sich Seitens Oester­reich-Ungarns der schärfsten Grenzaufsicht versehen.

Wien, 27. Juni. DieWiener Abendpost" sagt in ihrem heutigen Tagesbericht: Die Nachrichten aus Belgrad berichten von umsaffenden Kriegs­rüstungen von Seiten Serbiens. Sodann folgen detaillirte Angaben über die von Seiten der Pforte gegen die Agresstv-Politik dieses Vasallenftaatet getroffe­nen Anstalten. Man scheint in Konstantinopel einen Zusammenstoß für unver­meidlich zu halten und verlautet auch demgemäß von den Reform-Plänen Midha?s nichts Näheres. Es ist selbstverständlich, daß die Regierung Mu- rad's in dem Augenblicke, wo ihre ganze Aufmerksamkeit dem Ernste der äußern Lage und einer eminenten Friedensstörung zugewendet ist, von der Verwirk-

Kelgieu.

Brüssel, 26. Juni. Die Ausstellung für Gesundheitspflege und Ret- tungswejen ist heute Nachmittag vom König eröffnet worden. Der König be­sichtigte sämmtliche Abtheilungen. Die deutsche Kaiserin beglückwünschte den Grafen Flandern zu dem Erfolge der Ausstellung.

England.

London, 27. Juni. Im Unterhause erklärte der Schatzsecretär Norlh- cote auf eine Frage Oreillys: die Nachricht, daß ein britisches Schiff in Riel Lebensmittel, Waffen und Geld für die Türkei gelandet, sei durchaus unh gründet. England habe weder direct noch indirect Waffen oder Geld an die türkischen Streitkräfte in der Herzegowina geliefert. Es halte vielmehr strengste Neutralität aufrecht und erwarte ein Gleiches von den andern Mächten.

Loudon, 27. Juni. Wie demReuter'schen Bureau" aus Gibraltar gemeldet wird, hat die englische Regierung weitere Anordnungen zur Vervoll­ständigung der Ausrüstungen der Festung getroffen.

London, 27. Juni. Im Oberhause erklärte der Unterstaats-Secretäi des Kriegs-Mmisteriums, Lord Cadogan, auf eine Anfrage Delaware's, die Bedeutung dec Aufgabe, die Festungswerke von Malta mit Geschützen neunen Kalibers, die mit Allem, was gegenüber gestellt werden könne, den Kampf auf'- zunehmen vermöchten. zu versehen, werde nicht verkannt, detaillirte Msttheilun- ien werde das Haus nicht erwarten, doch schritten die Ausrüstungs-Arbeiteii kräftig vorwärts, die Festungswerke von La Valetta seien in durchaus befrie­digendem Zustande.

London, 27. Juni. Im Unterhause erklärte Unterstaats-Secretär Bourke aus Richard's Anfrage bezüglich der Revision des Handels-VertrageS mit China: England habe bei Frankreich, Deutschland und Amerika Erkunbi- gunzen eingezogen, um sich zu gewiffern, was dieselben thun wollen. Kr Birmingham ist an Stelle Dixon's der Radikale Chamberlain in's Unterhau­gewählt worden.

Türkei.

Konstantinopel, 25. Juni. Wie dieAgence Havas" meldet, haben auf der Insel Chios am 21. d. Mts. einige Ruhestörungen stattgefunden. 811

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Ursache wird angegeben, daß ein türkischer Gensd'arm einen Christen getödtei hätte. Die Ruhe ist schon wieder hergestellt.

Konstantinopel. Im Libanon sind die Maroniten schon wieder in Zwietracht mit den Drusen. Sie schaaren sich abermals um die Fremde Jussuf Karam's, welcher bekanntlich vor Jahren der Pforte viel zu schaffen gemacht hat, und wollen sich nun an den neuen Sultan wenden und die Si« nennung eines anderen Gouverneurs erbitten. Daoud Pascha, welcher mehlen Jahre lang den Libanon verwaltete, war ein tüchtiger Administrator und em gerechter Mann. Alle seitherigen Gouverneure blieben weit hinter ihm zurück Möglicher Weise wird eine Deputation die Petition dem Sultan persönlich überreichen.

Konstantinopel, 27. Juni. Die türkischen Truppen an der serbislhrn Grenze und die Donau-Flottille h ben Befehl erhalten, sich beim ersten Sigiul für den Beginn der Feindseligkeiten bereit zu halten. Wie die Zeitung versichern, hat die Pforte dem Fürsten von Montenegro ihre Befriedig^ über seine neutrale Haltung unter den gegenwärtigen Umständen ausgedM mit dem Hinzufügen, derselben werde Rechnung getragen werden. Dal Commando der Truppen an der serbischen Grenze wird der Kriegs Minst"

Lokal-Notiz.

Gießen, 29. Juni. Nächsten Sonntag und Montag wird unS Herr 2B euI tl in seinem Garten die rühmlichst bekannte Capelle des Herrn Waßmann (81- 4^1' Füsilir Regiment, Frankfurt, (46 Mann), welches jahrelang im Zoologischen iIaN!» mit größter Bravour spielte, vorführen, verbunden mit Feuerwerk unb. bengauM Beleuchtung von dem berühmten Pyrotechniker C- Vidaccovick aus Höchst.

Amerika.

New - Aork, 27. Juni. Die demokratische Convention hat sich W in St. Louis versammelt und constituirt. Die Berathungen wurden fobm« bis zum Abend vertagt. .___J

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1 Maurerarbeit, ter A Zimmerarbeit, 3) Dachbeckerarbeit 4) Schreinerarbeit, 5 NN arbeit, 8 Weißbmderarbeil o ^'erarbeit, *) Feldbrandüacksteit

w Klagt zu Steinbrechen, Win uni, iwJ

Vermischte-.

Herborn (an der Köln-Gießener Eisenbahn), den 26. Juni 1876. Auf jt heutigen hiesigen Markt wurden gebracht: 375 Ochsen, 317 Kühe unb Rmder, Schweine. Der nächste Markt ist am Donnerstag den 27. Juli l. I.

Eich, 23. Juni, Abends Die erbetene militärische Hülfe ist heute Nackmitl^

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Abdul Kerim Pascha übernehmen.

Galacz, 20. Juni. Angesichts der von den hiesigen Comitss zur si!' voltirung der Bulgaren mit einer größeren Frechheit getriebenen Wühlerirn durch Sendung von Emiffären, Commandanten, Mannschaften und Waffen sich nun endlich der rumänische Ministerrath entschloffen, gegen dieselben allem Ernste einzuschreiten. Er hat zu diesem Behufe öffentlich die Artikel bil Strafgesetzes in Erinnerung gebracht, welche über Verschwörungen, Vereine ni Waffensendungen, deren Zweck die Störung der Ruhe benachbarter, befreuidk« ter Staaten zu stören ist, handeln. Die Truppenmacht der Türken an bl 1 unteren und oberen Donau vermehrt sich von Tag zu Tag. I -- Msi

3. Juni, Abends. Die ervetene ntiinan)ct?e ouue iji ycmc yiuiuu».*--,, < »

Gimbsheim eingetroffen und es begab sich dieselbe sofort an den ^hb j0