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Andere?<»
5.
6.
len hat.
Spanien.
Auf 406
daß Herr Zeit fort- anempfoh-
Berli«, 26. Januar. Im Fortgänge der heutigen Sitzung erledigte der Reichstag mehrere Petitionsberichte nach dem Antrag der Commission ; nahm den Antrag Bernuth und Genossen, betr. die Form der Wahlprüfungen, an; lehnte den Antrag Völck wegen Vorlegung eines Gesetzentwurfs zur Revision des Wahlreglements und der darauf bezüglichen Bestimmung des Wahlgesetzes ab und beschloß, über den Antrag Reichensperger auf Berathung der Impf- Petitionen zur Tagesordnung überzugehen. Endlich wurde die ^rste Berathung des Sombart'schen Antrages auf Erhöhung der Wechselstempel-Steuer erledigt. Staatsminister Delbrück erkannte an, daß die neue Münzwährung eine neue Stempel-Scala bedinge, sprach sich aber gegen die vorgeschlagene Scala aus. Die zweite Berathung des Antrages wurde von der Tagesordnung abgesetzt.
Berlin, 26. Januar. Die „Provinzial-Correspondenz" recapitulirt die Verhandlung des Abgeordnetenhauses über die Provinzial-Dotationsfonds und schreibt darüber: Das Kleinlichste war die Verdächtigung, als könne die fünft liche^Hinauftreibung der Course von der Staatsregierung veranlaßt sein. Der Finänzminister konnte mit gutem Grunde darauf Hinweisen, daß diese Börsen- Manöver nicht von einem Freunde der Regierung herrühren konnten. Die Staatsregierung kann ihrerseits nur wünschen, daß dieser Punkt weiter aufgeklärt werde.
Wiesbaden, 26. Januar. Ober-Staatsanwalt Diehl von hier erhielt gestern seine Versetzung als Appellrath nach Münster und wurde heute tobt im Bette gesunden. Diehl hinterläßt eine Frau und acht Kinder.
Stuttgart, 25. Januar. Laut hier eingetroffenen Nachrichten aus Petersburg ist Königin Olga daselbst gestern Abend um 11 Uhr, von dem Kaiser in Gatschma empfangen, angekommen. Die Königin hat sich sofort nach der Ankunft an das Krankenbett ihrer Schwester, der Großfürstin Marie, begeben.
Lokal-Notiz.
Gießen, 27. Jan. In der Sitzung der Stadtverordneten vom 20. Januar wurde Folgendes zur Verhandlung gebracht:
1. Mit der von dem Schulvorstand vorgeschlagenen Anbringung von Rücklehnen gegen die Fenster in verschiedenen städtischen Schulen wurde sich einverstanden erklärt.
2. Einem Gesuch des Herrn Philipp Koch von Wieseck um Erlaubniß zur Ueberbrückung des Grabens vor seinem Acker am Wieseckerweg soll unter der Bedingung stattgegeben werden, daß ein Grabendurchlaß von Vr Meter Höhe und Breite angelegt wird.
3. Der an dem Hauie des Herrn Lehrer P h. Jung bestandene städtische Entwässerungsgraben ist überflüssig und an denselben abgetreten worden; die deshalb abgeschlossene Kaufnotul wurde genehmigt.
welcher zur Aburtheilung über Priester keine andere als die geistliche Gerichtsbarkeit anerkennt, die Angelegenheit des Vicars persönlich einer nochmaligen Prüfung unterworfen und sodann sein Verdict dahin abgegeben, ' " Duchesne unschuldig fei. Die Geistlichkeit überschreitet seit einiger gesetzt in dieser Weise das Gesetz, weil der Papst ihr dies indirect
stillo ist in Madrid mit großer Majorität gewählt worden.
Rumänien.
Bukarest, 25. Januar. Der heute wieder eröffneten Kammer wurden von Seiten der Regierung verschiedene wichtige Vorlagen gemacht. Der Kriegs- Minister verlangt einen Extra-Credit von 5,600,000 Lei (1 Lei gleich 80 Pfg.) zur Ausrüstung der Armee. Der Finanzminifter legte ein Gesetz vor, wonach künftig die Landesmünzen mit dem Bildniß des Fürsten geprägt werden. Beide Vorlagen wurden von der Kammer mit Beifall ausgenommen und wurde der Creditforderung des Kriegsministers die Dringlichkeit zugestanden.
Madrid, 25. Januar. Die Cortes-Wahlen sind beendigt.
Deputirte kommen 30 Sagastisten, 10 Clericale, 1 Cantonalist und 1 gemäßigter Republikaner (Castelar.) Alle Anderen sind ministeriell. Canovas de Ca-
Hesterreich.
Wien, 26. Januar. Die „Pol. Corr." meldet: Der Kaiser ernannte unterm 12. M. den Weihbischos Kutschker zum Erzbischof in Wien.
Wien, 26. Januar. In der gestern stattgehabten, voraussichtlich letzten Conferenz der Herrenhaus-Mitglieder wurde ein Schreiben der Minister verlesen, worin dieselben, wie die «Presse" berichtet, eine Erörterung aus Rück sicht auf die schwebenden Verhandlungen mit Ungarn ablehnen und übrigens betonen, daß das Ministerium sich seiner Verantwortlichkeit und politischen Ehre bewußt sei. Es «erde demgemäß Verhandlungen mit Ungarn führen und könne eine Instruction oder Directive um so weniger entgegennehmen, als das Parlament seiner Zeit in der Lage sein werde, das ResilMtt der Verhandlungen frei zu berathen. Die Versammlung nahm das l^rÄben zur Kenntniß und trennte sich ohne formelle Beschlußfassung.
Pesth, 26. Januar. Auf eine Interpellation über die Verhandlungen mit Oesterreich antwortete der Ministerpräsident: er könne Details jetzt noch nicht enthüllen, dürfe die Last der Verantwortlichkeit nicht im Vorhinein auf die Legislative abwälzen. Die Regierung müffe die Verantwortung ganz tragen. Das Haus beschließt, diese Antwort zur Kenntniß zu nehmen.
ArÄuin'ci-H«
Paris, 25. Januar. Laut Nachrichten von der spanischen Grenze haben die spanischen Truppen in Guipuzeoa heute die allgemeine Vorwärts-Bewegung begonnen. Nach den letzten Meldungen von Nachmittags 3 Uhr gewannen die Truppen Terrain in der Richtung auf Lasarte.
Bayonne, 26. Januar. Aus San Sebastian von gestern wird gemeldet : Die Regierungs-Truppen haben wichtige Positionen zwischen Hernani und Lasarte eingenommen und campiren jetzt in den genommenen Stellungen.
Belgien.
Brüssel, 24. Januar. In den Kreisen unserer Richter und höheren Verwaltungsbeamten erregt ein Vorfall Sensation, der eines Commentars nicht bedarf. Ein Vicar in Lüttich, welcher den auch sonst bekannt gewordenen Name Duchesne trägt, ist wegen Vornahme unzüchtiger Handlungen von zwei Zucht- polizeigenchten, sowie von einem Appellhofe verurtheilt worden und in letzter Instanz har der Cassationshof die Nichtigkeitsbeschwerde des geistlichen Herrn verworfen. Der Bischof von Lüttich jedoch hat, gestützt auf den Svllabus,
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Da« Baugesuch de« Herrn Bahnmeisters I Gerhard soll unter dem Vorbehalt befürwortet werden, daß das projectirte Gebäude 5 Meter hinter die Straßenltnie gchellt werde und daß Bittsteller aufl dieser Befürwortung keine Ansprüche auf Straßenanlage und Beleuchtung habe. H
Durch dcn Bau der Brücke in der Btsmarckstrahe ist die vorjährige Gras-Erndte von der Wieseckboschung nicht vollständig gcwes.n. Dem Pächter wurde de«, halb entsprechender Nachlaß an Pachtgeld bewilligt Öc6
$ür Ausbesserung des Wegs von der neuen Anlage in die Stephanßmark nach dem Steg über die Wleseck wurden 25 Mark Credtt bewilligt.
7. Der vorgelegte Plan über das neue Nivellement der Straße vom Walltbor nach der Neustadt erhielt die Genehmigung. uu?or nad?
8' AmttchO^"*" Straßen-Arbeiten kamen die Koftenoorauschläge zur Vorlage
3) über Erdauffüllung der Straße auf dem Gartfeld mit 555 Mark.
b) über Erdauffüllung m der Bismarcksstraße mit 696 Mark
C) bieC$^marWra°eemart DeranWla9tc Einfriedigung bei Turnplatzes gegen d) über die zu 63 Mark veranschlagte Herstellung eines gepflasterten Ueberaanas bäube^unb™*18^11*8“1 $U$roe8 in bct Unioersttätsstraße nach bem Postge-
C) ^CrltE»un-g?‘,rAE,llcn d-r Kreuzung ber Reichensanb-Bahnhassstraße.
©tefe 2 Kostenuberschläge würben genehmigt und sollen diese Arbeiten aus- geführt werden. ' 1 UUÖ
JÄÄS? ,m,i 5pir,0"t‘1 ®rI‘6 °°" «drrn Communal-
Bekanntmachung.
Amtliche Verkaufsstellen für Postwerthzeichen befinden sich zr. Z. bei ^eimerlinö Sf TribuS, Seltersweg, L. Wenrel, S e l t e r s w e g, I. W. Kurz, Neustadt, C. F. Semrnler, Wallthorstraße.
Gießen, den 21. Januar 1876.
Kaiserliches Postamt.
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Montag dcn 3 von «cnnitia soll im Siebener Sh ssernewald, in bem t nachverzeichnetes N
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HviMsi in der Obersörst In dem Doinanial sollen nachverzeichnete steigert werben:
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Nadelholz 204 Dornen -
II. Mittwoch den 13 Eichen - Stämme Durchm. 3-11 Meter 285 Me/Hoh-Stämmc Durchm, 6-16 Meter;
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Vermischtes.
„ ~ Bo« ben Berliner Pfanbscheinperschiebern von
.bis Zh-s'ch m letzter Zeit befonbers baS Z pe.vorragenb bemerklich gemacht besten Geschäft bat aber, wie lerne Brillanten, inch, bloo L>cht-, sondern auch Schattm-i selten. Folgende cunofe Histoiia, von einer Fahrt nach Wetzlar, wird uns von einen unserer Abonnenten, ans .,eser, an ber Münbung her Wetzbach und Dill in die Labn gelegenen Stadt, mttgetbeilb Ein Verein junger Leute m Wetzlar la« in einer Nun," e,n Schiebersluckchen, in welchem der Schwindler mit Erfolg agut hatte. Die lungen Leute waren moralisch entrüstet über die offenbar Se rü- gereien und beschlosten an dem ersten besten Mitgliede der Berliner Pfandschein sch,eber- Gllbe Revanche zu nehmen. Einige Tage daraus erschien in einer «erliner siig eine ^'nonee: Em bis fünf Mille gegen doppelte Sicherheit und 80 Tblr. 4tn8 pro Mille und Monat werden gesucht - Ein Mitglied des Wetzlarer Anti-Bauernfänger- Verein? schreibt unter dem Namen Goeber an ben Mille-Sucher in Berlin. -tch habe eine Summe non 1200 Thaler erspart, die ich, da die Sparkasse zu" w'cniL Zinsen bezahlt, bet Ihnen anlegen möchte. Die Sicherheit, die Sie mir gewähren mußte aber eine wirklich doppelte fein. Warin besteh, dieselbe?- - Darauf erfolgte die Antwort von Berlin aus: .Mein Geschäft ist ein Lombard- ober Riiekkauss- Zkschas Sie erhalten von mir zu ihrer Sicherheit Pfandscheine, Schmuck- und ^illanten achen auch goldene Uhren. Der Nutzen für Sie beläuft sich bei 1200 auf 96 bi8 100 Tblr. monatlich. Da ich selbst nicht kommen kann, so werde ich, wenn Ihnen meine Offerte konventrt, meinen Freund, Herrn B. schicken, ber bas G-sckäft abschließen soll.- Unterzeichnet ist dieser Vries: Golbwamcn-Hänblcr." Ekwuich nun von beiben Seiten brieflich bestimmt, baß ber .Freunb- B. am nächsten Sonntag Morgens 9 Uhr m Wetzlar Eintreffen, unb von Goeber auf dem Bahnhose empfangen rotto"Joate>: - <F?el f?.nn C1*6 d-nken, mit welcher Ungeduld bas „Corps der Rächern Wetzlar dem Bo schaster des Lombarden Z. entgegen sah. Bald hatte sich's auch n d-r kleinen Stadt herum gesprochen, daß am Sonntag mit bem Morgenzuge eim in der Wolle gefärbter, ganz achter Psanbfcheinschieber aus Berlin auf bem Bahnhose JU schen fein würbe, und zur bestimmten Stnnbe war der Perron so erfüllt voii Neu- gierigen wie ber betreffenbe Bahnhof in Beilin bei Ankunft ber zwölf Äquariums- Krokobile es gewesen ist. Endlich halt der Zug und aus einem Soupe zweiter Elaste steigt -'N.Mann mit militärischem Schnurrbart, feine Haltung ist gebückt, aber d e A"^n blicken scharf umher. Aus der Weste erblickt man eine dreifach goldene KStte, die unbehanbschuhten Finger strotzen von blitzenden Ringen, aber ber Uebenieber ben ber «otfibafter“ tragt, ist ein äußerst schäbiger. - Er geht, ohne eine Ahnung bavoa zu Haden, baß ßunberte von Augen ihn beobachten, in ben Wartesalon unb trinkt hier, in der Hoffnung aus ein gutes Geschäft, zwei Glas Madeira. Jetzt tritt Goeber n Begleitung eines Uhrmachers ,u B. in ben Wartefalon, wo Niemanb weiter anwe- fenb war. Die gegenfeitige Vorstellung ist bald beenbet unb man schreitet zum @e» Hast. @. legt ein bitte« Portemonnaie vor sich auf den Tisch, unb ber Schäbige fangt an Taschen auSzuraumen — vorläufig feine eigenen. „Salb lagen die Pfandscheine, Uhren unb Gold ju förmlichen Klumpen geballt,' um mit Schillers Tamber lu r-den. Der Wetzlarer betrachtet aber mit burchauS kühlen Blicken bie verlocken sollenden Herrlichkeiten unb fragt nur, wie bie schöne Galaihee: »Sonst nichts? — Ist das Alle«?" — Unb „in seiner letzten perzweifelnben N,th' holt ber Z.'sche Ge- anbte noch einen Brillantenschmuck aus ber Tasche, dessen Werth angeblich 400 Tblr.
^^."NLrt ihm B.t „Von Pfandscheinen habe ich keine Kenntniß, baß bie Goibsachen echt sind, muß erst erwiesen werden, unb einen Taxator für Brillanten würben wir in ganz Wetzlar nicht finden. Sebaure unter biefen Umständen auf ibr Geschäft nicht eingehen zu können." Danach steckte er fein Portemonnaie wieder in die Tasche, macht eine kurze ironische Verbeugung und ging mit Helbentritte» ab Mit Blicken voll de, tiefften Grimm« ließ der Schäbige mit ber dreifach goldenen Kette seine ausgepackten Kleinoblen in ber Taschen tiefsten Grünben rofeber verschwinden unb ging, um Luft zu schöpfen, auf den Perron hinaus. Hier war er bald umringt von Spottsüchtigen, die ihn fragten, wie bi, Leihhaus-Papiere in Berlin stehen wie viel karötig feine Urketten seien, und aus welcher böhmischen Glasschleiferei er se-ne Brillanten beziehe. Als endlich der Zug nach Berlin hielt, trat noch ein Mitglied des „Vereins zum Fangen von Bauernfängern- an B. bei an unb mit den pathetisch gesprochenen Worten: „Du glaubst zu schieben und Du wirst geschoben'" schob er ben Psandschein-Verschieber in bas geöffnete Coups. Unter bem Hohnaelächter bes aanien Publikums dampfte der aus« Eis Gelockte nach Berlin zurück. (Berl. Tagebl) 4
Landwirthschaftliches.
(Häcksel-Maschinen.) Die durch ibre vorzüglichen Dresch-Maschinen rühmlichst bekannte Firma P h. Mayfarth & C o m p. m Frankfurt a. M- hat eine neue Häcksel-Maschine für Hand- und Göpelbctrieb construirt. welche alle bisheriaen Systeme bedeutend übertrifft. Diese Maschine, die größte uno leistungsfähigste ^äckiel- Maschine für Handbetrieb, hat eine Schnittfläche von 32 Centiineter breit und 8V. Centimeter hoch, eine Breite und Höhe, wie sie bei einer Häck'el-Maschine für Handbetrieb bisher nie erreicht worden ist, habet geht sie so leicht, daß ein Knabe sie anhaltend drehen kann. Das Schwungrad, an welchem 2 Messer angeschraubt sind bat 105 Zentimeter im Durchmesser und wiegt 112 Pfund. Durch äußerst einfache NErstellung schneidet sie 5 verschiedene Längen Häcksel ohne Unterschied ob Heu Klee oder Gras. Leistung per Stunde ca. 600 Pfund Häcksel. Die Maschine ist mit Ausnahme der Einlagelade ganz aus Sta^l und Eisen gebaut, das Fußgestell <iU8 ©d)ntkbe?i^n
Mehrere Tausend Exemplare wurden von obiger Firma abgescßt, welches nenir gender Beweis für vorzügliche Qualität und Preiswürdigkeit. * 11
Die Fabrikanten Ph. Mayfarth & Comp. in Frankfurt a. M. erteilen jede wettere Auskunft gerne, man schreibe nur dahin. y 1


