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ArauLreich.

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Jgnatieff gelöst werden-

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Gesuch

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3. Gesuch

4- Gesuch

5. Gesuch

6. Gesuch

Aelgien.

Eine Depesche des JournalsLe Nord" General Jgnatieff soll bei der Pforte

Brüssel, 23. October.

Wien vom 22. October lautet:

Petersburg, 21. October. Lord Loftus ist heute Morgen nach Aalta abgereist. _

Moskau, 22. October. Im Fortgänge des Procesies Strousberg er­widerte Polyansky auf die gestrigen Ausführungen des angeklagten Strousberg und wendete sich dabei namentlich gegen Landau. Strousberg setzte auseinan­der, daß in der Bank-Verwaltung Mißhelligkeiten geherrscht hätten; er habe Zuschriften bona fide an die Bank adressiert, damit Alle erführen, waS die Bank angehe; von den Mißhelligkeiten habe er sich keine Vorstellung machen können.

Gieße», 24. October. Gestern fand nach Ikmonatlicher Verhandlung die in diesem Blatte mehrfach erwähnte Untersuchungssache gegen die Herren A Katz. August Oppenheimer und den Redacteur dieses Blattes wegen Beleidigung der Herren Saatsanwalt Wolf und Apvellationsgerichtsrath Eckstein durch ein die Angeklagten freisprechendes Unheil des EassationS h ofes i» Darmstadt ihren Abschluß. Die Angeklagten sind sonach in allen 3 Instanzen freigesprochen worden. Die Gertchtskostcn trägt der Staat.

(Eine verbängnitzoslle Seereise.) Der Dampfer England der National-DampssÄiffr-Compagnie (Linie von 6 Messing), »elcher sor ungefähr 14 Tagen brt Sandy-Hoo : (.New-York) ankam, hatte eine Keife, reich an Begebenheiten, indem er die Mannschaften eines ieckgewordenen Schooncrs «rrfnahrn und außerdem die Passagiere deS Dampfer» St. Germain von der Keneral-TransaUsMic-Csmpany, der einen Unfall erlitten halte, ihrer Bestimmung zusührtr. AA 19 September 12 Uhr 30 Min. Nachmittags, als sich der England 38 Grad Wistl Länge unb 28 Grad nördl. Breite, also gerade östlich von Neu-Fundland befand, s»urbe srn besisrlbcn im Süd-Westen ein Fahrzeug entdeckr, welches die Nothstaggr gehißt hatte. Der Wind

Rumänien.

Bukarest, 22. October. DasAmtsblatt" veröffentlicht die Ordre de Bataille der combinirten rumänischeil Armee, deren Eommanlw Fürst Karl übernimmt. ___________________________

dem sechswöchentlichen Waffenstillstände bestehen und die Gründe auseinander- setzen welche Rußland hindern, sich bei dem Vorschläge eines sechsmonatlichen Waffenstillstandes zu beruhigen. Man glaubt zu wissen, daß die Sprache Jgnatieff's in Konstantinopel sehr gemäßigt sein und keineswegs den Charakter eines Ultimatums haben werde. Man bat berechtigten Grund, zu glauben, daß die fünf andern Großmächte den Vorschlag Rußlands unterstützen werden, nach­dem Serbien und Montenegro erklärt haben, nur einen mehrwöchigen, höchstens einen zweimonatlichen Waffenstillstand annehmen zu wollen. Die Zeitungs- Gerüchte, daß die gemeinsame Mediation jetzt aufgegeben sei, sind mindestens verfrüht.

Paris, 21. October. Dem Vernehmen derAgence Havas" zufolge hätte England erklärt, es könne, nachdem es den sechsmonatlichen Waffenstill­stand angenommen, gegenwärtig nicht die sechswöchentliche Frist befürworten, doch babe es gegen letzteren Termin nichts einzuwenden. Somit schwebe die Frage zwischen der Türkei und Rußland, welche sich jetzt von Angesicht zu An­gesicht gegenüberstünden, und werde in Konstantinopel durch den Sultan und

wehte stark, und die See war bewegt. $>er_ England steuerte auf das Fahrzeug zu und es stellte sich heraus, daß dasselbe der Sckooner Middlesex war, welcher sich auf der Reise von Milwaukee, Wisc. nach Leith (in Schottland) befand. Der erste Offi­zier de? England, Herr A. D. Hadley, ließ das Rettungsboot an der (5teuerborb: feite herunter, und ging an Bord des Scharniers- Der Capitän und die Mannschaft des Schoonertz waren gänzlich erschöpft in doffnungsloser Lage, und da sie gezwungen waren, ihr Schiff zu verlassen, nehm der England sie auf und fegte feine Reise roe'ter fort. Dieses Rettungswerk hatte zwei Stunden in Anspruch genommen und der Dampfer England arbeitete mit voller Kraft, um die verlorene Zeit wieder einzuholen.

Zwei Tage später, am 21. September, passirte der England drei ungeheure Eis­berge. Am folgenden Morgen entdeckte der England ein zweites Schiff, welches ebenfalls das Nothsignal zeigte und zwar ein wenig nördlich von dem eingehaltenen (Surfe des Dampfers- Letzterer wurde sofort dorthin gesteuert, und um 2Ve Uhr Mor­gens hatte man sich soweit genähert, daß man den Dampfer St. Germain erkennen konnte- Dies fand Iah 45 Grad 2 Min. nördl- Breite und 52 Grad 50 Min. westl. Länge. Die See ping sehr hoch, das Schiff arbeitete mächtig. Der St. Germain hatte sein Steuerruder verloren und war den Wellen preisgegeben. Um 5y2 Uhr Mor­gens konnte man, da das Schiff nicht in sinkendem Zustande war, damit beginnen, öte Passagiere von dem St- Germain auf den England zu bringen. Damit mußte man jedoch um 7Vr Uhr wegen des zunehmenden Windes aufhören. Der England nahm daher den St. Germain inö Schlepptau und steuerte nach St. Johns, Neu- Fundlai.d. Den nächsten Morgen um 6 Uhr kam in einer Entfernung von fünf en gl. JJieiLn Cape Rave in Sicht, um 4Vz Uhr Nachmittags gelangte man tn die Nähe von Cape Spear. Dort boten zwei Schleppdampfer dem Capitän Deculoux vom St- Germain ihre Dienste an, aber zu solch einem enormen Preise, daß der letztere das Anerbieten ablehnte und sein Schiff durch den England in den Hafen schleppen ließ. Der England verrichtete dies aut sehr geschickte Weise. Er. brachte den St. Germain 63/, Uhr Nachmittags in den Hafen von St- Johns, legte sich längs des St Germains und nahm die nock übrigen Passagiere desselben an Bord, was wegen des stürmischen Wetters mit beträchtlichen Schwierigkeiten verbunden war. Die Postsäcke und das Passagiergut wurden ebenfalls an Bord genommen und so setzte der England schwer beladen seine Reise fort-

Dresden, 19. October. In dem Grosse-Droguen-Geschäft der Herren Gehe und Eomp. ist, wie dieDr. Z." in Erfahrung bringt, dieser Tage eine Anfrage aus dem Orient eingegangen, ob das Haus im Stande sei, binnen kurzer Zeit 5000 Gentner Charpie zu liefern. Es folgte bejahende Antwort.

In dem Forstrevier Jägerhof bei Brom berg kam vor sieben Jahren ein weißes Reh zur Welt, welches vald seiner Seltenheit wegen der Liebling der Umgegend der Forstes wurde. An ein ungestörtes Weiden auf den der Forst naheliegenden Grundstücken gewöhnt, näherte es sich der Wohnung eines Käthners. Das zierliche Ge­schöpf aber wurde von diesem rohen Gesellen durch einen feigen Schrotschuß von der HauSthür aus niedergestreckt und darauf von dem Wildschützen in einem Sacke bei Seite geschafft. Der Förster ermittelte den Frevler, der mit einer Geldbuße von 600 Mark eventuell einem halben Jahre Gesängniß und in die Kosten verurtheilt wurde. Die zweite Instanz bestätigte dieses gerechte Urlheil.

Glühofens.

2. Den Winterfahrplan der Main-Weser-Bahn.

9. Fristgesuch aus Gelder au8 dem Rechnungsjahr 1875.

Beitreibung der Communal-Jntraden pro 1876.

Die Vorträge im Gewerbeverein.

Am vorigen Dienstag Abend, den 17. d. Mts-, begann Herr Geh. Baurath Professor v. Ritgen seine dem Loealgewerbeverein freundlichst zugesagten Vorträge überStil und ©tilarten'1.

Der Eindruck, den dieser einleitende, in verständlicher Sprache gehaltene Vortrag auf die aufmerksam lauschenden Zuhörer machte, war ein wahrhaft begeisternder. Einen ganz beionberen Reiz verlieh dem Vortrag die Vorzeigung und Erklärung vieler, den Gegenstand erläuternden, sehr sauber ausgeführten Zeichnungen, Photographieen und Gppsmodelle aus der rerchhalrigen Sammlung deS kunstwissenschaftlichen Instituts und war es dem Herrn Redner gelungen, in einem Zeitraum von voll IVe Stunden vor seinen Hörern in einer äußerst fesselnden Weise eine ganze Fülle der Belehrung und Aufklärung zu entwickeln.,

Mit diesen Vorträgen überStil und Stilarten" bietet der geehrte derzeitige Präsident des Localgewerbeoereins seinen Mitgliedern eine Gabe, wie sie gerade gegenwärtig denselben nicht wohl willkommener fein dürste; sind doch, seitdem ein R euleaux sein gewichtiges Urlheil über die Verhältnisse der deutschen Industrie und Kunst in die Welt gesandt. diese Gegenstände nicht mehr von der Tagesordnung ver­schwunden. Mit vollem Rechte hätte man daher bei diesem ersten Vortrage ein zahl­reiches Erscheinen unserer Vertreter der künstlerischen und technischen Berufskiassen, namentlich der Herren Bauhandwerker, erwarten dürfen; doch war dieses Fach ver­gleichsweise nur schwach vertreten. Wir wollen indessen für diesmal zu ihrer Ent­schuldigung annehmen, daß den meisten die schon einige Tage vorher erschienene betr. Anzeige wieder entfallen war. Denn welcher nach Weiterbildung und Vervollkommnung strebende Bauoandwerker, Möbelschreiner, Tapezier, Tecoralionsmaler, Graveur, Gold­arbeiter u. s. w. würde nicht gerne einmal, ober was schadet'S dennnoch ein­mal" die Deutung des BegriffesStil in der Kunst", die sinnige Erklärung der Säulenconstructtonen von einer Autorität seines Faches vernehmen? Ist es Dir, junger Künstler, z. B. inne, daß datz Laubwerk des Kapitäls, das Du gezeichnet oder modellier, in jeder geringen Aenderung seiner Biegung einem neuen Gedanken Aus­druck verleiht? Und wenn Du mit dem Rundhobel eine dorische Säule bearbeitest, weißt Du, was diese Rinnen wohl zu bedeuten haben? Kennst Du die eigenthümlichen Gesetze desStilisirens" einer Pflanze für ornamentale Zwecke? Und weißt Du dieses Pflanzenornament zu modificiren, je nachdem die Aufgabe herantritt, dasselbe in Stein zu meifeln, in Holz zu schneiden, in Erz zu gießen, in Elfenbein zu graoiren, oder in Blech zu treiben? Und wenn Du ein gothisches Laubwerk in einen mächtigen Quader zu meifeln, oder in den zierliche» Tafelaufsatz zu graviren hast, weist Du, daß diesem Laub das Eichenblatt mit dem Gallapfel seine Gestalt verleiht? Ist es Dir bekannt, daß die stilisirteDistel" dem Gedanken des Schutzes, der Abwehr, einen Ausdruck gibt und wie der formgewandte Hellene diesen gleichen Gedanken in noch edlere Formen zu hüllen versteht? Junger Bauschlosser, wenn Du in der Sonnlags- Zeichenschule tagelang an dem zackigen Schloßschild gezeichnet, hast Du einmal oarüber nachgedacht, was der Architect mit dem Zackenzierrat ausdrücken wollte? Und Du, angehender Mtchel Angelo Bnonarolti, weißt Du, daß auch Dein Bördchen und Äesimschen eineMelodie" besitzt, wenn sie sich auch nurla, la, la" singt?! Auch Du, Stuccator, hast denEierstab" viel Meter lang gegossen, ahnest Du, daß et infolge einer künstlerischen Verirrung entstanden? Und Ihr Uebrigen, ist Euch bei der Betrachtung der am Tempelbau so häufig angewandten stilisirtenWeinrebe" auch einmal das biblische Wort in den Sinn gekommen:Ich bin der Weinstock, Ihr seid die Reden!"?

Die hier berührten Punkte mögen eine wenn auch nur schwache Skizze des interessanten Gegenstandes unb der Reichhaltigkeit des genannten Vortrags abgeben. Jedem gebildete» Menschen bieten solche Vorträge des Interessanten genug ; hat doch ein Besucher, der die Bildhauerkunst seit einer langen Reihe von Jahren in .anerkann­ter Vortreffiichkeit au4übt, dem Schreiber dieser Zeilen versichert, daß ihm dieser Vor­trag ein hoher Genuß gewesen und neue Ideen in ihm angeregt habe!

Sage doch ja nicht, lieber Freund:Das Alles brauche ich für Gießens be­scheidene Verhältnisse nicht zu wissen, nicht zu können!" Geht denn nicht unsre lieve Vaterstadt sichtbarlich einer Großstadt entgegen ? Werden die Bedürfnisse nicht mit jedem Neubau andere, anspruchsvollere und wer wehrt's Dir denn, deiner^v>rma eine Anerkennung zu erwerben, die weit über die heimatlichen Mauern binau88ept ( Uno - Hand aus's Herz! willst Du nicht als Glied einer größeren Genossenschaft einepatriotische Pflicht" darin erblicken, nach Deinen Kräften dahin zu streben, daß dasdeutsche Handwerk" und diedeutsche Kunst" zu Ehren kommen auf dem Erdenrunde? r .

Muß es nicht dem denkenden Arbeiter, dem Kunsthandwerker, einen besonderen geistigen Genuß bereiten, mehr Lust und Liebe zur Arbeit erwecken, wenn er in den Gebilden, die er schafft, dieSprache des Künstlers" auch wirklich lesen, und wenn er statt immer nur mechanisch zu coptren, auch einmal »stügerecht und selbstständig etwas componiren, wenn er seinem Ideal eine Gestalt ver.eihen kann.

Wer aber dürfte in unsrer Vaterstadt mehr dazu berufen sein, das Verstandnitz für die schöne Formenwelt uns einzuflösen und den Sinn dafür zu wecken, als gerade der derzeitige Präsident unseres Gewerbevereins, der gefeierte Baumeister, der es ver­standen, dieWartburg" aus ihren Trümmern in wonnevoller Verklarung erstehen

Gießen, 24. October. In Nachstehendem lassen wir die Tagesordnung für die Sitzung der Stadtverordneten Donnerstag den 26. Oktober 1876, Machmittags 4 Uhr, im Rathhaussaale folgen:

1. Abhör der Rechnung der Löber'schen Stiftung pro 187o/76.

2. Den Neubau der Realschule betr.

Steueraufsehers S ertling um Bauerlaubniß. Johannes Schneider II. um Bauerlaubniß. «astwirths Peter Hudeler um Bauerlaubniß. Konrad Häuser um yauerlaubniß.

Actien-Brauerei Gießen wegen Anlegung eines

Konstantinopel, 20. October. (Auf indirectem Wege). Der hier­her gemeldete Artikel derTimes" und die Nachrichten, deren zufolge England es perhorrescirt, der Pforte militärischen Beistand zu leisten, machen hier er­heblichen Eindruck. Die Stimmung ist in den Kreisen, welche die bisherigen Regierungs-Beschlüsse förderten, resp. daran theilnahmen, mehr oder weniger gedrückt. Jedenfalls findet nach dem bevorstehenden Empfange des russischen Botschafters eine nochmalige Erörterung in Divan statt.

Konstantinopel, 21. October. Die Türken haben am Donnerstag bei Alexinatz die Offensive ergriffen und dreizehn befestigte Positionen der Ser­ben besetzt, die vollständig geschlagen wurden.

Konstantinopel, 23. October. Die Regierung hat ein Komplott gegen das Leben des Großvezirt und Midhat Paschas entdeckt. Die Rädels- führev, zwei Ulemas vom höchsten Range und Ramiz Pascha, sind verhaftet und nach Rhodus deportirt. Weitere Verhaftungen werden erwartet.

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Belgrad, 22. October. Bei der heutigen Taufe des Sohnes des Fürsten vertrat der russische Consul den Czarcn als Pathe. Sämmtliche Con- sulu der fremden Mächte waren bei der Tauf-Feierlichkeit zugegen.

Belgrad, 22. 'October. (Amtliche Meldung.) Vorgestern und gestern schritten die Türken auf der ganzen Lmie zum Angriff vor; namentlich am Ufer der Morawa bei Krevit wurde auf's Hartnäckigste gekämpft; die wieder holten Angriffe der Türken wurden überall zurückgeschlagen. Dasselbe war der Fall bei dem am 16. und 17. d. Mts. gegen die Jbar-Armee gerichteten An­griffen der Türken. Am Timok haben erneuerte Rccoznvscirnngs - Gefechte stattgefunden.

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