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Sonntag, den 25 Juni
Zweites Blatt.
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Vorstand.
Erscheint täglich mit Ausnahme des Montags.
Expeditionr Schulstraße, Lit. B. Nr. 18.
Preis vierteljährlich 2 Mark 20 Pf. mit Bringerlohn. Durch die Post bezogen vierteljährlich 1 Mark SO Pf.
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Hekierreickd.
Prag, 23. Juni. In dem Proteste wegen der Vorkommniffe bei der hiesigen Filiale der Creditanstalt hat die Jury den Director Lederer der 9^ untreuung, den Procuristen Senft der Mitschuld an der Veruntreuung schuldig gesprochen; rücksichtlich der sonstigen ihnen zur Last gelegten Vergehen erfolgte Freisprechung. Der Gerichtshof erkannte demzufolge gegen Lederer auf anderthalbjährigen, gegen Senft auf einjährigen schweren Kerker.
Stafien.
Rom. Von dem Verein der katholischen Jugend Italiens ist ein Programm für die 50jährige Feier der bischöflichen Thäligkeit Pius' IX. aufgestellt worden. Am I I. Aprü 1869 feierte man den 50. Jahrestag der Priesterweihe Giovanni Mastai Ferretti's. Am 16. Juni 1871 wurde trotz der für das Papstthnm nicht gerade gemüthlichen politischen Lage das 25. Jubiläum Pius' IX. des ersten von 262 Päpsten, der seit dem Apostel Petrus zu diesem Alter in seinem Alter gelangte, mit großer PraAt begangen. Das in Aussicht stehende Fest wird also das dritte an dieser Kette bilden. Am 3. Juni 1877 wird es 50 Jahre, seit Pius' IX. aus den Händen des Cardinals Castiglione, des nachmaligen Pius VIII., in der Basilika von St. Peter die bischöflichen Weihen empfing.
Vorstand.
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Neigten.
Brüssel, 22. Juni. Der „Nord" spricht über die Nicht-Intervention, wovon man jetzt in England rede, und sagt: Vom Beginn des Ausstandes an intervenirte Europa zu Gunsten der Türken, indem es dieselben davor behütete, daß alle Christen die Waffen ergriffen. Dieser Einwirkung auf die Christen hätte als Ergänzung eine gleiche Einwirkung auf die Türken zur Seite gehen müssen, und das war das Werk der Berliner Abmachungen. Jetzt von Nicht-Intervention reden, heiße die Intervention zu alleinigen Gunsten der Türken verlangen, was die schließliche Vertilgung der Christen im Oriente zur Folge haben müßte. Der „Nord" fordert die Engländer auf, diese gehässige Perspective im Auge zu behalten. England könne sich das Ucbergewicht im Oriente sichern, wenn es die Christen vertheidige, und das Land, statt es zum Untergänge zu verurtheilen, zum Gedeihen und Wohlstände führe.
England.
London, 22. Juni. Im Unterhause erklärte Disraeli auf eine Anfrage von Bruel, eine Debatte über die orientalische Frage sei unzweckmäßig, bie Mächte seien einig und übten keinen Druck aus. ES sei unbekannt, wie die Amnestie und Waffenruhe ausgenommen sei, doch scheine es, als wären die Insurgenten seitdem weniger activ, da die Verproviantirung der Festung m i?ci: Herzegowina erfolgt sei.
London, 22. Juni. Im Unterhause erklärte Disraeli auf eine Anfrage Biggars, es verstehe sich von selbst, daß die dem Könige und dem Prinzen von
Verlauf nehme und baldigst im ganzen Umfang des Großherzogthums durchgeführ roCfbC‘ Bet 7. Bauwesen A. „Technische Lokaldiener für die verschiedenen Zweige des Bauwesens" wurden die Anträge des Ausschusses und zwar einstimmig angenommen, dahin gehend: 1) die Besoldungen für 15 Kreisbaumeister mit 52,800 M. zu bewilligen, 2) für Bureaukosten von 15 Kreisbauämtern 5025 M. und für Transportkosten- Vergütung 3900 M. zu verwiegen. 3> für Kreisbauaufseher-Besoldungen unter Ab- trich einer Besoldung dritter Gehaltsklasse ä 1200 M-, 21,400 M-, für Ueberzugskosten 300 M. zu verwilligen. An der Debatte betheiligten sich Mrmsterialrath Fmck, die Abgg. Martm, Dr. Schröder, Hirschhorn. Die Sitzung wurde hierauf geschlossen. Nächste Sitzung morgen, Freitag den 23. Juni 1876, Vormittags 9 Uht-
Berlin, 22. Juni. In Antwerpen scheint den Ultramontanen der Siegesrausch über die letzten belgischen Ergänzungswahlen derart zu Kopfe gestiegen zu sein, daß ihre Selbstüberhebung sich bis zur Unzurechnungsfähigkeit gesteigert hat. Die dortige klerikale Presse hat die Initiative ergriffen und hetzt die gesammte Bevölkerung gegen die Deutschen. Dor wenig Tagen würbe in Folge dessen ein Deutscher, Herr Storm, auf offener Straße angefallen und fast erschlagen, aus dem einzigen Grunde, „weil er", wie die^Angreifer sagten, „ein Landsmann Bismarck'ö sei." Ein Kaufmann, Neffe eines der neuen, am 13. Juni gewählten ultramontanen Deputaten, Herr Meens, erschien auf der Börse und schrie laut in die Halle, „man müßte alle Deutschen Antwerpens, ja, alle Deutschen, welche das Land bewohnen, mit Gewalt verjagen, oder lieber sie vor die Mündung einer Kanone binden, denn sie allein wären die Urheber der Unruhen. In Folge dessen hat sich eine Deputation deutscher Bewohner Antwerpens zum deutschen Generalconsul begeben, um ihn von diesem Vorfall in Kenntniß zu setzen und die Stimmung im Allgemeinen ihm zu schildern. Der Generalconsul, Herr Commerzienrath R. Kind, ist daraufhin alsbald nach Brüssel gereist, wo er dem deutschen Gesandten, Grafen Brandenburg, die Ereignisse des Näheren darstellte und seine Intervention zum Schutz der Deutschen in Ansvruch nahm. Hoffentlich wird die deutsche Negierung energische Schritte in dieser Hinsicht thun.
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3.
ießener Anzeiger
AilM- ttnb Amtsblatt für fei Kreis Sichen.
'iinft, s°w*e zur Die Kammer ging sodann zu Abschnitt 5 »Lokalverwallung, Erhebung, Kasse- ar.b Rechnungswesen, A. Streitige Rechtsverhältnisse und Proreßführung." Nach kurzen - HLi-AklViLimeikungen Großh. Ministerialpräsidenten Schletermacher und des Abg. Hirschhorn •k« u jllmrbe der Antrag des Ausschusses, welcher dahin geht: statt der für Deservtten, Reise „ und Copialien geforderten 16,400 M. 12,000 M- zu verwtlligen, einstimmig
Vn^üidt’ enommen, nachdem die Forderung der Regierung gegen 6 Stimmen abgelehnt 1FIOJ2.— Md en war. Bei dem Abschnitt „Rentämter, (Obereinnehmereien" bringt der Abg.
" Zickel den Antrag ein, die Rentämter aufzuheben und die Erhebung der Domanial-
iltt fl* -Jfchabcn den Diftrtktseinnrhmern zu übertragen. Nach einer Erwiderung des Mini 111 , ^itlh!^ M'slrath Meisenzahl zieht Abg. Jockel seinen Antrag zurück- Hierauf wurden die ' Lasten Mräge des Ausschusses auf Bewilligung aller von der Negierung in diesem Abschnitt
rr,n Mrderten Beiträge einstimmig angenommen. C. Elementarverwaltungskosten der
Mrraldomänen. Der Antrag deS Ausschusses auf Verwillfirmg der geforderten
™ 1.2,376 M- wurde hierauf einstimmig und ohne Debatte angenommen.
Bei D. „Technische Forstverwaltung und Forstschutz" sprachen Minifterialrath - Knsenzahl, die Abg. Dr. Schröder, Dittmar und Theobalo. Schließlich wurden nach Anträgen deS Ausschusses verwilligt: für Besoldungen, Bureaukosten und Dienst-- .... 'W 0 itibe von 9 Forstmeisterstellen 53,826 Mark; die gesammte Anforderung für Ober-
U - 8afl?r‘ oßfÜ 'tler mit 294,625 M- 38 Pf., die Kosten des Forstschutzes mit 179,329 M. 17 Pf.
n ' dd die Kosten für Holzmacherlohn und sonstige VerwaltungStosten mit 743,528 M-
die Oberbergbehörde, über dst- jetzt Beschluß gefaßt wurde, bewilligte die Kammer Irbit Jahre 1877—78 13,770 M-, während für die letzten 6 Monate des Jahres
b M 4685 M bewilligt wurden- 2 . t t „
E. „Verwaltungskosten der directen Steuern, indirecten Auflagen und Regalien.
, kimmtliche Anträge des Ausschusses, die im Wesentlichen auf Bewilligung der Re- i^ungsanforderungen gehen, wurden nach kurzer Debatte, an der sich betheiligten der
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i Crttn M Mtnisterialpräsident Schleiermacher, die Abgg. Welcker, Dittmar, Ellenberger ‘ i. Dr- Schröder, einstimmig angenommen.
Bei Pos. b., „Landesvermessung und Verfertigung definitiver Katasters wurde, n einigen Bemerkungen deS Ministerialpräsidenten Schleiermacher, der Aba- Frhr
3,1 V'_ *• Rabenau und Welcker, die Ausschußanträge einstimmig angenommen^ Dieselben
rn 1^' k'n dahin1) die für Kosten des Katasters im Budget eingestellte öuinme von i,JO0 Mark zu bewilligen, 2) die Regierung zu ersuchen, das Geeignete zu veranlassen, "^hig, durch Gesetzesvorlage, daß das Katastervermesiungswesen einen rascheren
Darmstadt, 20. Juni. In der heutigen Sitzung der zweiten Kammer wurde s ^Äie Berathung über das Polytechnikum zu Ende geführt. Die schließliche Abstimmung z <,mtrn- L-.m0ob zunächst, daß der erste Theil des Antrages der Ausschuß-Majorität, „die Re- , UNnen-Rosim, Mßiaung zu ersuchen: zu erwägen, wie der die Steuerkräfte des Landes naturgemäß in , l!en. x immer wachsendem Maße belastende Aufwand für die beiden Hochschulen (Universitä! wnb Polytechnikum) vermindert werden kann", angenommen, dagegen der weitere Zu- .nöthigenfalls durch Aufhebung des Polytechnikums" in namentlicher Abstimmung nut 29 gegen 18 Stimmen abgclehnt wurde Für die Ablehnung des Zusatzes stimm-
* , er\ n ttn: Büchner, Conradi, Dittmar, Dumont, Edinger, Falk, Franck, Görz, Heinzerling, ier-Spvlj, BvhlttZost (Heppenheim), Köntger, Küchler, List, Martin, Maurer, Oechsner, Ofann, Racke, U. :c. bestens cmMMu>ze, Scriba, Stephan (Heßloch), Stüber, Theobald, Ufinger, v Wedrkino (Darm er Nreiie fiitt» 4 siadi), v. Wedekind (Hiltersklingen), Welcker, Wolfskehl, Wolz. Für den Zusatz :
+ Luri, Ellenberger, Hallwachs, Heidenreich, Hirschhorn, Jöckcl, Jost (Allertshofen),
"Kugler, D/atty, lllröllinger, Pfannstiel, v Rabenau, Schröder, Stephan iOsthofen), । P|i|am Aadsack, Weber, Weyrauch, Weitd. Hiernächst erfolgte rücksichtlich de>- Geld-Bewilli uteivi EMü Annahme des Minderheits-Antrags, welcher die von der Regierung geforderte Haww. Summe zwar nicht ganz, aber doch im Ganzen 128,810 Mk. unter der Rachgabe der —-----------Kaw-ndung von 20,720 Mk. al^ Pausch-Summe bewilligt wissen will, mit 24 gegen
- 23 Stimmen-’ Aus der mehr als mehrstündigen Debatte heben wir hervor, daß
[ lilflflflx Echlüder dem Ausschuß-Antrag nicht eine direct auf Aufhebung der Anstalt gerichtete ' Serben3 beigemessen haben wollte, während Kugler, die Aufhebung uls bestimmt rn Ntk VÜYll. Irr Zrrtention des Antrags liegend bezeichnete. Alle Redner, die für die Aufhebung von oMmi ^tprcch.n, betonten wesentlich nur die Finanzlage, welche zu Ersparnissen auffordere, '• mb bekannlen Mähremd die Anstalt erhöhte Kosten veranlasse. Minister-Präsident v. Starck erläuterte, ■ h.r nna^nebmer Abg. Wolfskehl veranlaßt, die Stellung der Regierung zu der Frage, die ent- .. gjnraiiüHfflw 'Wkden für das Fortbestehen der Anstalt einstehe, er selbst habe im Ausschuß, wo von (»scintr „Aufhebung" gar nicht, sondern nur unterhaltungsweise von einer „Vereinigung 'mit her Universität Gießen" die Rede gewesen sei, nur geäußert, daß die Regierung, «15 ein solches Ersuchen an sie gelange, dasselbe in Erwägung ziehen werde, wozu sie j: verpflichtet sei. Mtnrsterial'Rath Knorr begründete ausführlich die vom Ausschuß «l^fitzten Airsprüche der Regierung, welche mit größter Sparsamkeit zu Werke ge- Sangtn sei, und wies die Angriffe Maurer's, welcher von Flitter-Werk, welches sich aus Den Straßen geltend mache rc., sprach und die Regierung zu bisher nicht geübter L-arsamkeit ermahnte, als unbegründet und nicht bewiesen zurück. Abg. v. Rabenau, bir bi< hrssischen Finanzen als an einem Deficit laborirend darstellte, ward von Mi- Iiftirial-Präsident v. Starck und den Abgg. Welcker und Osann auf Grund der Ziffern diS Budgets eingehend widerlegt. Dumont war — jedoch ohne Antrag zu stellen — fir eine Verlegung nach Mainz, welche Stadt die nöthtgen Räumlichkeiten und die nöibi^en Mittel bei Staats-Zuschuß zu bewilligen bereit sei. Es waren noch viele ffitbncr eingeschrieben, das Haus votirte jedoch auf Schluß. (Das Resultat der Abstimmung haben wir bereits gebracht. (Die Red.)
Darmstadt, 22. Juni. Die zweite Kammer der Landstände setzte heute in . Bttr 20. Sitzung die Berathung über den Hauptvoranschlag für die Finanzveriode in Millionen W ,Ä/78 fort und begann mit „Oberbaudirectian und obere Bergbehörde". Nach ziem- Millionen M‘lii lebhafter Debatte, an der sich betheiligten der Gr Ministerialrath Fink, die Abgg.
‘' 1 v-n;nnpn Mar ir. Schröder, Frhr. von Nordeck zur Rabenau, Dr. Osann, wurden die Anträge des '2"‘ 5 -11 Ausschusses einsttmmig angenommen, die dahin geben, für 1876 bie feiner für die en FeaerBcbaOeu )•“Cberbaubtrection erforderlichen Besoldungen mit 49,890 Mark und für Kanzlerkosten palt der seitherigen 7508 Mark 9360 Mark zu bewilligen, also zusammen 59,250 M., i RJinguOtner unter Abstrich des Gehalts eines Raths dritter Gehaltsklasse mit 4400 M-, für
' • hrilbrii^-n Gehalt eines Secretärs 3300 Mark, diese jedoch nur für die Amt-dauer des ersten
,rthen bei memj dieser Stelle und im Uebrigtn die in dem Nachtragsetat Gr- Ministeriums
r procent^tnanäen geforderten Betröge für Dienststellen mit 22,900 M-, für Kanzleikosten n 5-lvjÄ'W ^590 Mark für die Jahre.1877—78 zu bewilligen- Die Befchlußsassung über bi'.n Antrag deS Ausschusses bezüglich der Oberbergbehörde wurde vorläufig aus-


