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Vermischtes.

Aus d er Wetterau. Nachfolgende Anekdote hat wenigstens den Vorzug, daß sie wahr ist, wenn sie auch einer gewissen Klasse von Protestanten nicht zur Ehre gereicht. Ein Bauer, o>er wie man hier zu Lande sagt, ein Oeconom aus dem wähl- habenden Dorfe *** und ein Jsraelite fahren zusammen im Postwagen. Em Wort gibt das andere, und so kommt die Rede endlich auf die Kirchensteuer. Der Oeconom gibt seinem Unwillen lebhaften Ausdruck, daß jetzt außer den vielen anderen Steuern auch noch für die Kirche gezahlt werden mässe.Nem , ruft er endlich entrüstet aus, das lasse ich mir nicht gefallen! Lieber trete ich aus der Kirche aus und trete zum Iudenthum über!"Dagegen mutz ich protestiren^, antwortet ihm der israelitische Mitreisende,solche Leute wie Sie, können wir in unserer Gemeinde nicht brauchen. Was? wieso? fragte etwas verblüfft der Andere,wir können , lautet die Antwort, nur solche brauchen, die bereit sind, für ihre Religionsgemeinschaft etwas zu leisten. <^ch zahle 12 fl. jährlich für unsere Synagoge, mein verstorbener Vater hat 50 st- ge­zahlt, wieviel wird es ihnen denn tragen, wenn die Umlagen für ihre Kirche ausge­schlagen werden?"

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ttgkeit ausgesetzt ist, keine Veränderung erleidet- Die Isländische Moos-Pasta hat sich in kurzer Zeit in allen Thetlen Deutschlands, sowie des Auslandes eingeführt, dieselbe wird dom den Aerzten mit Vorliebe verordnet und ist in den meisten Apotheken zu haben-

ualstrafe.

14. Beeinträchtigung städtischen E'genthums betr-

Literarisches.

Die im Verlage von Paul Wolff in Leipzig erscheinende erste Deutsche illustrirte Jagd-Zeitung: ,Der Waidmann. Blätter für Jäger und Jagd» freunde.E Redigirt von Fr von Jvernois, erscheint seit dem 1. October 1875 in Folio- Format zu dem billigen Preis van 4 Mk. 50 Pf. halbjährlich. Aus dem interessanten Inhalt der Nr. 8 erwähnen wir:

Das Jagdwesen in Württemberg. - Die Wacht im Walde- Aus dem Notiz­buch des Rock-Jsland-Jaad-Club in Amerika. 6. Die Schopfwachtel. Von F. Grüber. Telchner»Dreyse. Vereinsnachrichten. Naturgeschichtliche'Beobachtungen: Ueber das Aufsetzen kastrirter Rehböcke. Das Schlagen der Hasen. Zumrathselhaslen Geweih". Mit Abb. Ein prächtiges, widersinniges Rehgehörn. Mit Abb. Seltener Lod einer Tauchcrgans. - Mannigfaltiges: Wie füttert man die insektenfressenden Vögel im Winter? Erklärung des schlechten Schießens bei Regenwetter. Fuchsfang. Feldjagden in Rheinhessen. Fasanenjagd zu Nassidel. - Kunstbericht. Brieftasche. Reichhaltiger Jnseiatentheil Illustrationen: Die Wacht im Walde. Origmal­zeichnung von G- Koch- Eine Schopfwachtel-Kolonie bei Schnee. Von Emil Schmidt-

mittags

» f . t f i Landwirthschaftliches.

* , * / 'P TAn.finrKmtttn fflr Um durchgehende Pferde rasch zum Stehen bringen zu können

Gießen, 22. Febr. In Nachstehendem lassen wtr die Tagesordnung s r ^.^^ pon je^cr mannigfaltigsten Vorschläge gemacht und die verschiedensten Einrich- die Sitzung der Stadtverordneten Donnerstag, den «A. Februar l»7o, vC M Lunßeri getroffen worden. Doch scheint nichts so practisch zu sein, als die von M.

4 Uhr, im Rathhaussaale folgen: Klosak neulich in Wien erfundene und patentirte Vorrichtung, welche in der Art einge-

Die Aufnahme eines Anlehens. richtet ist, daß die Blenden aus zwei Thetlen bestehen, welche durch einen kleinen Riegel

Der Zeicbnenunterricht an den stadtrschen Lchulen oerr. kn ebener Lage erhalten werden und welche, wenn der Riegel mit Hülfe einer Schnur

Bedürfnisse für die höhere Mädchenschule. zurückgezogen wird, vermöge einer Feder so aneinander gedrückt werden, daß die vor-

Bedürfnisse für die Turnanstalt. deren Theile der Blende die Augen der Pferde sofort bedecken Daß aber ein Pferd,

Die Wahl eines Mitglieds des katholischen Schulvorstand s il)in bie atI(jen geschlossen werden, stille steht, ist bekannt.

, Beschwerde der Frau Justizrath v. Rotsmann wegen Zuziehung zur Eom- \ ______5. . . j^...==

- 1 * Als besänftigendes und reizmilderndeS Mittel bei katarrhalischen Astectlvnen

ist eine Abkochung von Isländisch Moos von jeher anerkannt worden, die jedoch durch den bitterer, üblen G schmack schwer zu nehmen ist. Diesen werthoollen Arzneistoff in eine angenehme und bequeme Form zu bringen, hat sich Herr Apotheker Karl Engel­hard in Frankfurt a- M zur Aufgabe gestellt und es ist ihm gelungen, eine Is­ländische Moos-Pasta herzustellen, welche sich durch lieblichen^ nicht zu süßen Geschmack auszeichnet und bei häufigem Genuß den Magen nicht säue.t Die Ver-

munalsteuer in Gießen.

7. Den Zugang zu dem Postamt Gießen.

8. Die Büraertriebviertel betr.

9. Die Eröffnung der Reichensand-Bahnhofstraße.

10. Baugesuch des Johanne« Lang von Gießen.

11. Baugesuch des Daniel Weller V. von Heuchelheim.

12. Uneinbringliche Posten aus dem Rechnungsjahr 1875. ----- ------

13. Gesuch des Philipp Morgel von Reiskirchen um Erlaß einer Conventro- Packung in Schachteln ist derart, daß das Präparat, wenn es nicht allzu großer Feuch-

(Ein gefährlicher Ritt.) Herr Metzgermetster Hl auS Worms lud vrr einigen Tagen Abends in den Zug halb 7 Uhi ein fett.5 Schwein in einen ihm hierzu ange­wiesene.". Packwagen und stellte sich, wie dieses fein muß, zu demselben. Die schöne Aussicht von Gunderheim und Umgegend scheint jedoch den Herrn Metzgermeister ver­anlaßt haben, zu öffnen und sich in diese Oeffnung zu stellen. Während nun besagter Herr ganz gemüthilch Umschau hielt, bekam sein Schwein ebenfalls Lust nach frischer Luft: es sprang seinem Herrn zwischen die Beine und Roß und Reiter flogen in dir Tiefe. Der Zug war schon stark im Gange vor der Weiche. Glücklicher Weise kam iedoch der Reiter zur Erde ohne sich zu beschädigen. Wäre der Zug nur noch einige ISchritte weiter gefahren, so wäre der Sturz über die Brücke bei der Wiedensohl ca.

'0 Fuß tief unvermeidlich und das Ende wohl ein schreckliche- gewesen, während so »er Meister sein Thier wieder am Strick nach der Station brachte, um es mit dem iächsten Zuge nach Worms zu bringen.

(Ein neuer Fisch.) Junge Frau:Saa', mein lieber Eduard, da hörte ich lestern vom Herrn Professor Murmler eine neue Fischart erwähnen, die sollten wir >°ch auch einmal bekommen!" - Herr: .Nun, wie beißt sie denn, mein liebe« Kind?" - Frau:Spezi-Fisch (specifisch) faßt der Prozessor."

Zur Warnung für unsere ven Ball besuchenden schönen Leserinnen wollen nir nicht versäumen, ihnen das Resultat der chemischen Untersuchung mitzutheilen, die NN englischer Arzt, Dr. Whitmore, kürzlich mit vier grünen Tarlatankleidein vorge- wmmen hat- Die Veranlassung zu dieser Untersuchung war der Umstand, datz zwei )on den jungen Damen, welche derartige Kleider auf dem Ball getragen hatten, unter Symptomen einer Vergiftung gefährlich erkrankten. Bei zwei Tarlatanroben war die Zarbc dunkelgrün, bei den beiden andern schön apfelgrün. Die dunkelgrünen Farben nun enthielten ungewöhnlich viel Arsenik. Auch in dem einen apfelgrüneu Stost wurde stwas Arsenik gefunden, jedoch in geringerer Menge, wogegen hu andere apfelgrüne Farbe vollkommen unschädlich war. Die Vorsicht gebietet also, bei der Wahl eines grünen Tnrlatankleides entweder eine Probe des Stoffes vorher chemisch untersuchen zu lassen oder lieber auf das Tragen ßrüner Roben, so kleidsam sie auch tri vielen Fällen sind, ganz zu verzichten. Leider sind auch andere billige Farben, wie man sie zum Färben der Ballstoffe nimmt, insbesondere gewisse blaue Nuancen, arsemkhalttg.

(Eine verzwickte Verwandschaft.) In Paris gibt es, wie derFtga-o" ver­sichert, zwei legitim mit einander verehelichte Personen, die einen gemeinsamen Bruder haben. Die Sache verhält sich so: Eine Wittwe hatte einen Sohn, welcher die Tochter eine« Wiitwrrs heiratheie. Die Wittwe und der Wittwer wurden danach selbit ein Paar und bekamen einen Sohn, der nun der gemeinsame Bruder der zwei lungen Eheleute ist. m n

(In Doppeldiensten.) Mann:Weiß der Teufel, was mein Rastrmesser hat, daß es gar nicht mehr schneiden will! ' Frau:Ich weiß nicht, waS mein Alter hat, daß er immer über'S Rastrmesser schimpft; es ist 's beste Messer im ganzen Haus, - ich schäl' ja alle Tag' meine Kartoffeln damit!"

(Noch ein Schwindel.) GinGeleimter* bittet um Veröffentlichung folgender Thatfachen. Fast durch alle Zeitungen wird gegenwärtig ein Inserat verbreitet, laut dessen Geschäftstreibende Darlehen gegen mäßige Provision, soAar auch ohne Unter­pfand erhalten. Adressen werden unter trgend eine Chiffre, natürlich nebst betgefugter Franko-Marke erbeten- - Bei heutiger schlechter Zeit greift Mancher nach diesem rettendem Strohhalm und sendet seine Groschenmarke ein um niemals wieder etwas __________ von der Geschichte zu hören. DieBriefmarkensammler" machen also kein Übles Ge- tMnnif* SRoIfeS anaefreffen und die Begriffe in Betreff des heil. «LacramenlS! schüft, welche« erst nicht mehr lukrativ fein wird, wenn die Summen alle geworden d« Eh« wmw nL L- Wj* L' - MM » »

hervorgeganaen, bie bei Ehe bas Recht, unter bie Sacramente ge ch aufgekommen und augenblicklich in England Mode sind und deren Bedeutung erklärlich werben, streitig machten. Daß ein solches Urtheil von etnem geistucyen <sk= rojrbz wenn man den großen Unterschied ber englischen Sprach-: und Schreibweise be- Tirhtähnfe ausaeben kann, ist wohl nicht zu verwundern, wunderlich aber ist denkt, haben dieser Tage zu einem bedauerlichen Unglücksfall Anlaß gegeben. In einer swiniftt-r dasselbe vollsianbia im Einklang mit ber bürgerlichen Schenke zu Durham waren nämlich mehrere Söhne der glüneu Jnfcl beim Whisky

es, baß ber Justiz-Mlnister daffelve vollstanotg im die Aus7ra- versammelt und gäbe" sich zum Zeitvertreib schwere Wörter zum Buchstabtren auf.

Gesetzgebung finbet unb nach dtesbezugltchem Vortrage beim n l^je (nnien auch auf das W >rtHibernian", das clasische Adjectio, welches in gewohn-

buna ber Leiche Romero's verorbnet, wofern biesem Act bas Zntereffe oer Prosa durchirisch" ersetzt wird, und über dieses schwere Wort geriethen sie in

Gesundbeit nicht im Wege stehe, andernfalls aber bas Grab des- aigcn Streit- Vom Wortgefechte zur Thatsächlichkeit führt den Irländer ein kurzer

c V nbinfonbern unb die übrigen Gräber auf's Neue ein- Schritt, der denn auch bei der erwähnten Gelegenheit leider gemacht wurde. Einem

selben durch einen Zaun av^usonoerl unv 9 <tx ' t nlirtheilt der Gesellschaft, Namens Donelly, wurde der Schädel eingeschlagen und seine ortho-

zuweihen befiehlt. Solche Verordnungen sind, wie das komgl. D ^-' graphischen Bemühungen haben ihm das Leben gekostet. r

fÄon früher in Folge ähnlicher Vorkommnisse auf den Kirchhofen von Selsars, _ (Unschuldiger Schmerz.) Meister:Xaver'l, warum weinst beim? Hast nnb Nillena erlassen worden. Es scheint, als ob die spanische Regie Heimweh nach Deiner Mutter?"

SDaneö ^lUe V owürfnitz mit der Curie dem Carlismus, Lehrjunge: Ach nein, Meister, ich weine bloß um den Ochsen, daß er wegen

rung befürchtete, durch em etwaiges Z r s tz d m klein Bröckchen Fleisch ist todtgeschlagen worden, was ich da im Teller habe,

der in den letzten Zugen liegt, neue Lebenskraft emzuflotzen. _ poetisch verklärter Mahnbrief ist in diesen Tagen einem Berichterstatter

Madrid, 21. Februar. Die Armeen machen weitere Fortschritte. 4jerkßrPost" Gesicht gekommen. Ein Berliner Bankhaus brilltrt, nämlich in einem

önnin ift in Arcoitia einaeroaen. Primo de Rivera hat alle festen Plätze m solchen, im Allgemeinen wenig erheiternden Schreiben willkürlich ober unwillkürlich Ä D..A?L 6-l>;n ... >-< Md.

in die Hände der Regierungs-Truppen gefallen ; em Theil ber Geschi tz 1 Um Ordnung Ihrer Wechselangelegenheiten,

den Carlisten in Abgründe gestürzt worben. Da wir uns sonst genöthigt seh'n,

20. Februar. Das Desertion unb Auswanbern der Car Klagend gegen Sie vorzugehn.

o fnPT1-.xfe tocaen einem bevorstehenben Eon Genaue Schätzungen deS preuß. fiat. Bureaus haben ergeben, day gegen­listen Nimmt immer noch ZU. Die lser ch 9 wärtig ungefähr 200,000 Dampfmaschinen aller Art mit mehr als 12 Millionen Pferde-

venio wieberholen sich. stärken im Gange sind; diese entsprechen wiederum der Kraft von ungefähr 100 Mil-

. lionen Menschen Wären die vorhandenen Pferdestärken gleichmäßig auf die männliche

Wußland. Arbeiterbevölkerung sämmtlicher Cultursiaaten ber Erbe veitheilt, so ftünbe schon

Petersburg, 21. Februar. Die Großfürstin Maria Ni-olajewna, H-U,° jedem Arbeiter ein, mittig feine schwerste Arbeit übernehmender ®=mpf,@ebilfe

Schwester des Naiseis', ist heute früh nm 1 Uhr ibren Leiden erleben. |3--------------------------------------------------------

Dilles ^errti Bethmont, Varni und Bert. (Iambetta ist in Avignon ÄÄ"' <# » B-M. «,»-h>r b« f.SKr< P°»

zeipräfekt Renault in Corbeil.

England.

London, 19. Februar. Der katholische Bischof von Silford erließ einen Lirtenbrief, betr. die deutsche Kirchenversolgung, in welchem er den Eng­ländern die Unterstützung der Priester znmuthet; bie gewissenhafte Bertheilung der Geldspendung würben bie Paulus-Vrreine übernehmen.

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Hungen, den Eroßherzog!

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