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M®. 68. Dienstag, den 21. März 1816.

Kießener Wyeiger

Anzeige- und Amtsblatt für den Kreis Gießen.

Erscheint täglich mit Ausnahme des Montags. Preis vierteljährlich 2 Mark 20 Pf. mit B-ringerlohn.

Expeditionr Schulstraße, Lit. B. Nr. 18. Durch die Poft bezogen vierteljährlich 2 Mark 50 Pf.

Amtlicher Hheit.

Bekanntmachung.

Aus Anlaß der Feier des Geburtsfestes Seiner Majestät des Deutschen Kaisers ist der auf Mittwoch den 22. d. Mts. fallende Amtstag ausgesetzt. Gießen, den 18. März 1876.

Großherzogliches Landgericht Gießen.

Erdmann.

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geboie Anftige, daß ij urg aus mit meinem ns -oberrorftellunflkn gebet iidje breiafnge Original Wattige Schauspiel vor

mng dieser beiden Stück- ileiitjritig an hochdasseld- reich mit Zhrem Besuch«

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Deutschland.

Darmstadt, 18. März. Schluß des Großherzoglichen Regierungs- blattes Nr. 13 :

10. Dienstnachrichten. Se. König!. Hoheit der Großherzog haben aller- gnädigst geruht: am 15. Januar den von dem Herrn Fürsten zu Isenburg und Büdingen in Wächtersbach auf die Gemeinde-Schulstelle zu Bönstadt prä- sentirten Schullehrer Johann Adam Volk zu Nieder-Florstadt für diese Stelle fcu bestätigen; an dems. Tage dem Schullehrer Peter Vetter zu Groß-Bieberau die zweite Gemeinde-Schulstelle zu Nieder-Modau, am 19. Jan. dem Schul­lehrer Friedrich Leithäuser zu Groß-Linden die erste Mädchen-Schulstelle zu Butzbach, am 20. Jan. dem Schullehrer Peter Diehl zu Betzenrod die zweite Gemeinde-Schulstelle zu Kelsterbach zu übertragen; an dems. Tage den von dem Herrn Grafen zu Erbach-Schönberg auf die Gemeinde-Schulstelle zu Zell prä- seutirten Schulverwalter Ludwig Schäfer aus Albach für diese Stelle zu bestä­tigen; an dems. Tage dem Schuloerwalter Peter Weber aus Heubach die dritte Gemeinde-Schulstelle zu Kelsterbach zu übertragen; am 24. Jan. den von der Frau Gräfin zu Erbach-Fürstenau auf die Gemeinde-Schulstelle zu Gütters­bach präsentirten Schullehrer Christian Ernst Selzer zu Kailbach für diese Stelle zu bestätigen; am 26. Jan. dem Schullehrer Philipp Aubel zu Rödgen eine Lehrerstelle an der höheren Mädchenschule zu Gießen, am 5. Februar dem Schulverwalter Ernst Wetteroth aus Griesheim die fünfte Gemeinde-Schulstelle zu Griesheim, dem Schulverwalter Heinrich Seibert aus Semd die sechste Gemeinde-Schulstelle zu Griesheim, dem Schullehrer Franz Adam Wegerich zu Vendersheim die fünfte Gemeinde-Schulstelle zu Bürstadt, am 7. Febr. dem Schullehrer Johannes Dix zu Spiesheim die sechste Gemeinde-Schulstelle zu Bürstadt zu übertragen; am 11. Febr. den von dem Herrn Fürsten zu Löwen­stein-Wertheim-Rosenberg auf die erledigte Gemeinde-Schulstelle zu Ober-Klingen präsentirten Schulverwalter Heinrich Kraft aus Ober-Klingen für diese Stelle zu bestätigen; am 17. Febr. dem Pfarramts-Candidaten Dr. August Buchholz aus Assenheim eine Lehrerstelle an der höheren Mädchenschule zu Gießen, am 18. Febr. dem Schullehrer Johann Merz zu Armsheim die kath. Schulstelle zu Fürfeld, dem Schulverwalter Johann Heinrich Hofmann zu Klein-Krotzenburg die kath. Schulstelle zu Erbach zu übertragen; am 22. Febr. den Hauptsteuer­amts-Assistenten 2. Klaffe bei dem Hauptsteueramte Gießen Jacob Ludwig Müller zum Calculator 2. Klaffe bei der Steuercontrole und Calculatur der Obersteuer-Düection zu ernennen; am 25. Febr. dem Schullehrer Johann Adani Lehr zu Lang Göns eine Lehrerstelle an der Stadtmädchenschule zu Gießen, am 28. Febr. dem Schulverwalter Johannes Spreng aus Unter-Schönmatten­waag die Gemeinde-Schulstelle zu Vobstadt zu übertragen.

11. Charakterertheilung. Se. König!. Hoheit der Großherzog haben aller- gnädigst geruht: dem Privatdocenten und Assistenten am chemischen Laborato­rium zu Gießen, Dr. August Laubenheimer, den Charakter alsaußerordentlicher Professor" zu verleihen.

12. Dienstentlassung. Se. König!. Hoheit der Großherzog haben aller- gnädigst geruht: am 25. Febr. den Schullehrer an der ersten Gemeindeschule zu Nieder-Ohmen Friedrich Ramge auf sein Nachsuchen mit Wirkung vom 29. April d. I. an vom Dienste zu entlasten-

13. Versetzungen in den Ruhestand. Se. König!. Hohiit der Großherzog haben allerguädigst geruht: am 19. Febr. den Forstwarten der Forstwartei Köddingen Förster Friedrich Schaaf unter Anerkennung seiner langjährigen treuen Dienste auf sein Nachsuchen, am 22. Febr. den Lehrer an der Stadtknaben­schule zu Darmstadt Mitprediger Georg Hager, am 26. Febr. den Hofstall' svuragewärter Heinrich Zoll, an dems. Tage die Lehrerin an der zweiten evang- Mädchenschule zu Mainz Friederike Lippert aus ihr Nachsuchen in den Ruhe­stand zu versetzen. . ,L , .

14. Concurrenzeröffnungen. Erledigt sind: die mit e'nemakademisch ge bildeten Lehrer zu besetzende Stelle eines Oberlehrers an der Mittelschille für Mädchen zu Darmstadt mit einem jährlichen Lehrergehalt von 1715-2400 Mk., 515 Mk- für Nectoratsvergütung und Wohnungsvergütung, für den verheiraihe len Lehrer 342, für den unverheiratheten 172 Mk.; die stelle eines akademisch gebildeten Oberlehrers an der Stadtknabenschule zu Darmstadt mit einem halt von 1715 2400 Mk. jährlich, 515 Mk. Oberlehrer-Vergutung und Woh- iningsvergütung wie zu Nr. 1 ; die Stelle eines akademisch gebildeten Lehrers

der französischen und deutschen Sprache und der Geschichte an der Mittelschule zu Darmstadt mit einem Gehalt von 17152400 Mk. jährlich, Wohnungs­vergütung wie zu Nr. 1. Die Concurrenzeröffnung in Nr. 4 des Reg -Bltts. wird zurückgezogen, diejenige in Nr. 7 wie vorfteht sub 3 nach Maßgabe der stattgehabten Gehaltserhöhung wiederholt; eine Lehrerstelle an der evang. Schule zu Lampertheim mit einem Anfangsgehalt von 942 Mk. 86 Pfg., der sich durch von 5 zu 5 Jahren eintretende Zulagen auf 1371 Mk. 43 Pfg. erhöht. Dem zu ernennenden Lehrer kann bei günstiger Qualifikation gleichzeitig die Ober­lehrerstelle an der evang. Schule zu Lampertheim übertragen werden, mit wel­cher eine Remuneration von 544 Mk 30 Pfg. verbunden ist und werden in diesem Fall bei Regulirung des Gehaltes die in anderen Gemeinden zugebrach­ten Dienstjahre unverkürzt zur Anrechnung gebracht; die zweite Gemeinde- Schulstelle zu Altheim mit einem jährlichen Gehalt von 771 Mk. 43 Pfg.; die. vierte Gemeinde-Schulstelle zu Groß-Bieberau mit einem jährlichen Gehalt von 771 Mk. 43 Pfg.; die Gemeinde-Schulstelle zu Ludwigshöhe mit einem jährlichen Gehalt von 685 Mk. 71 Pfg.; drei Lehrerstellen an der Gemeinde­schule zu Pfungstadt mit einem jährlichen Gehalt von 942 Mk. 85 Pfg., wel­cher bis zu dem Betrag von 1714 Mk. 28 Pfg. steigen kann; die erste Gemeinde-Schulstelle zu Horrweiler mit einem jährlichen Gehalt von 685 Mk. 71 Pfg.

15. Sterbefälle. Gestorben sind: am 4. Febr. der Schullehrer i. P. Ackermann zu Gronau; am 5. Febr. der Kreisarzt Dr. Carl Georg Geromont zu Seligenstadt; am 6. Febr. der Schullehrer Georg Wilhelm Daniel Heyl zu Volxsheim, im Kreise Alzey; am 12. Febr. der Rentamtmann Steuerrath Franz Schuster zu Gießen; am 19. Febr. der Rentamtsdiener i. P. Gröninger zu Grünberg; am 21. Febr. der Kreisdiener i. P. Georg Bernhard Baillet zu Mainz; am 22. Febr. der Oberstabsarzt a. D. Dr. Johann Weyland zu Worms

Darmstadt, 18. März. Der Finanzausschuß der zweiten Kammer wird Dienstag den 21. d. Mts. wieder zusammentreten. Gegenstände der Ta­gesordnung der ersten Sitzung bilden: 1) Der Gesetz-Entwurf, die Regelung der finanziellen Verhältnisse zwischen dem Staat und der evang. Kirche des Landes betr., 2) die Proposition der Regierung, die Veränderung der Baube­hörde betr., 3) die Vorlage der Negierung, die Erbauung eines Justizgebäudes zu Gießen betr. Donnerstag den 23. d. Mts. wird der Finanzausschuß in gemeinschaftlicher Sitzung mit den Vertretern der Negierung die bereits seit längerer Zeit erstatteten Berichte über den Hauptvoranschlag der Staats-Ein­nahmen und Ausgaben für die Finanzperiode 1876/78 einer Durchberathung unterziehen.

Berlin, 17. März. Wie dieWests. Ztg." aus Münster erfährt, wird Bischof Ketteler von Mainz dorthin kommen, um sich persönlich vor dem Untersuchungsrichter wegen Beleidigung des Oberpräsidenten zu verantworten.

Berlin, 17. März. Das Haus der Abgeordneten genehmigte in der Abendsitzung alle übrigen an die Budget-Commission verwiesenen Etats-Titel nach den Anträgen der Commission, lehnte den Antrag auf angemessene Er­höhung des Communal-Zuschusses für Elbing im Etat des nächsten Jahres ab und genehmigte endlich die Etats für das Abgeordnetenhaus und das Herren­haus. Damit ist die zweite Lesung des Etats erledigt. Morgen stehl die erste Lesung der Städte-Ordnung auf der Tages-Ordnung.

Berlin, 17. März. Das Abgeordnetenhaus erledigte den Rest des Cultus-Etats und die an die Budget-Commission verwiesenen Etats-Titel des Handels-Ministeriums, indem es alle Positionen genehmigte. Die Anträge, bezüglich Errichtung einer polytechnischen Hochschule und Gründung von Lehr­instituten für das Berg- und Hüttenwesen, sind u. A. ebenfalls angenommen. Fortsetzung in heutiger Abendsitzung.

Kesterrerch.

Wien, 16. März. Die Schließung des Tyroler Landtages ist, wie oasInnsbrucker Tagblatt" berichtet, auf höchst eigenthümltche Weise erfolgt. Der Herr Statthalter hat dämlich an den Landeshauptmann folgendes Schrei­ben gerichtet:

Hochwohlgeborener Ritter! Ich beehre mich, Euer Hochwohlgeboren mitzutheilen, daß der tyrolische Landtag in Folge besonderen Allerhöchsten Aul träges vom heutigen Tage wegen pflichtwidrigen Benehmens der Mehrheit