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au« correct verfahrrn find und keinerlei Absicht vorlag, da« katholische Gefühl in verletzen. Nach einer kurzen Besprechung folgte die zweite Berathung des Gesetz-Entwurfes, betr. die Befähigung für den höheren Verwaltungs-Dienst. § 1 «ird in einer die Regierungs-Vorlage annähernd wieder hcrstellenden F-fiung, § 2 nach der Regierungs-Vorlage, §§ 3 bis 10 nach den Anträgen der Commission genehmigt. Die §§ H bis 13 werden zurückgestellt. Fort- setzung morgen. , r , u

Straßburg, 17. Mai. Wie es hecht, fei Hoffnung vorhanden, daß der Kaiser im Laufe des Sommers den Elsaß besucht.

Straßburg, 17. Mai. Die Session des Landes - Ausschuffes wurde heute eröffnet. Oberprästdent v. Möller hob in seiner Eröffuungs-Rede insbe­sondere die Bedeutung des bereits bekannten Gesetz-Entwurfs hervor, welcher das Gewicht der Stimme des Landes-Ausschusses bei der Landes-Gesetzgebung bedeutend verstärken soll, und wies ferner auf die Vorlage hin, welche den Kreisen Corporationsrechte verleihen soll, wodurch die Bevölkerung mehr zur unmittelbaren Theilnahme an der Verwaltung berangezogen würde. In seiner Erwiderung sprach der Alters-Präsident seine Befriedigung aus, daß weitaus die meisten Anträge des Landes-Ausschuffes aus der vorigen Session günstige Aufnahme gefunden haben, verhieß treuen Eifer für die neuen Arbe en und schloß mit der Hoffnung, der Ober-Präsident werde dem Lande seinen kräftigen und wohlwollenden Beistand auf dem Wege einer endgültigen politischen und administrativen Verfaffung leisten, welche den Wünschen und Bedürfniffen der Bevölkerung entspreche. Hieraus wurde Schlumberger mit 26 gegen 2 Stim­men zum Präsidenten, Zorn v. Bulach mit 20 Stimmen zum Vice-Präsidenten gewählt.

Schweiz.

Aarau, 17. Mai. Der Große Rath des Cantons Aargau hat mit großer Majorität die Nonnenklöster Hermetschwyl und Gnadenthal, sowie das Stift Sanct Verena aufzuheben beschloffen.

Schweden.

Stockholm, 17. Mai. Heute wurde der Reichstag durch den Staats- Minister im Namen des Königs geschloffen. Es wurde keine Thronrede gehalten.

Arankreich.

Paris, 16. Mai. Der französische Aviso Le Chateau Renard, der gegenwärtig vor Salonichi liegt, hat Befehl bekommen, sich gleich nach An­kunft des Geschwaders nach Beyrut zu begeben, wo eine lebhafte Aufregung herrschen soll. ,

DieDebats" entnehmen einem officiellen Consularberichte aus Tunis vom 9. Mai, daß ein Muselmann einen jüdischen Kaufmann tödtete, worauf die Juden den Leichnam unter Rachegesängeu in der Stadt herumtrugen.

PariS, 17. Mai. Die Deputaten Kammer hat heute die Discussion über den Amnestie-Antrag fortgesetzt. Die General-Debatte ist geschloffen. Morgen wird zuerst Raspail für vollständige Amnestie eintreten. Dusaure hat den Antrag auf gerichtliche Untersuchung gegen den Abgeordneten Rouvier eingkbracht.

Versailles, 17. Mai. (Deputaten-Kammer.) Caffagnac wirft der Regierung vor, bei Ernennung der Maires im Departement Gers einen Druck auf die Wahlen bezweckt zu haben. Der Minister des Innern, Marcöre, er­widert, daß im Programm des Ministeriums die Sicherung der Wahlsreiheit die erste Stelle einnehme. Die Aenderung in den Maires-Aemtern des Depar­tements Gers sei von der öffentlichen Meinung veranlaßt worden.

Versailles, 18. Mai. Die Deputaten-Kammer hat mit 394 gegen 52 Stimmen den Antrag Raspail's auf vollständige Amnestie verworfen. Die Rede Raspaills, worin derselbe das Verfahren der Communarden rechtfertigte, rief zahlreiche Unterbrechungen hervor.

England.

London, 16. Mai. Der Vorschlag, eine Anzahl Arbeiter auf Staats- kosten nach Philadelphia zu senden, soll demnächst wieder im Unterhause zur Sprache kommen. Der Arbeitervertreter Macdonald will von feer. Regierung die Aussetzung einer Summe für diesen Zweck verlangen. Der frühere Lord­mayor Sir Sydney Waterlow läßt auf seine Kosten zwei Arbeiter nach Phila­delphia reisen und die Ausstellung besichtigen.

Türkei.

Konstantinopel, 18. Mai. Djevdet Pascha ist zum Unterrichts- Minister, Vely Pascha zum Gouverneur von Brouffa ernannt worden; Ali Pascha bIeibt Gouverneur der Herzegowina._________________________

Vermischtes.

Frankfurt, 11. Mai. Von dem Fürsten Karl zu Löwenstein ist dem Frank furter Journal folgende Berichtigung zugegangen:1) Unwahr ist, daß ich im Be- ariffe sei, die Hofhaltung in dem Schlosst zu Klein-Heubach aufzulöirn; 2) unwahr ist daß ich fortan eines meiner in Böhmen liegenden Güter bewohnen wolle; so wie Z)'unwahr ist, daß durch die Mißerfolge des (-artistischen Krieges mir ein Verlust von etwas über neun Millionen Mark erwachsen sei. Klein-Heubach, 10. Mai 1876. Karl Fürst zu Löwenstein."

G oth a im Mai 1876. Der Rechenschaftsbericht der hiesigen Leb ensver­st ch erungs bank für 1875, welcher jetzt den Ausschüssen der Versicherten zur Prüfung vorliegt und demnächst veröffentlicht werden wird, liefert Nachweis über die sehr gün­stigen Ergebnisse dieser Periode. Der Zugang an neuen Versicherungen betrug 3981 Personen mit einer Versicherungssumme von 27,680,900 M. Kein früheres Jahr hat einen so starken Zugang aufzuweisen. Nach Abzug des mäßigen Abganges, der, soweit er bei Lebzeiten Statt fand, nur wenig über </5 Procent des ganzen Versiche­rungsbestandes betrug, erhob sich dieser Bestand für den Jahresschluß auf 46,603 Per­sonen mit 288,259,400 M. Versicherungssumme und es fand im Vergleich mit dem Bestände am Anfang des Jahres ein reiner Zuwachs von 1959 Personen mit 19,133,900 M. Statt. Gleich günstig waren die finanziellen Ergebnisse des vorigen Jahres. Die Einnahme an Prämien und Zinsen im Jahre 1875 betrug 13,157,640 M Nach Abzug der in 9,366,907 M. bestehenden Ausgabe stellt sich ein Zuwachs zum Bankfonds von 3,790,733 M und nach Feststellung der Bilanz ein reiner Ueb erschuß für 1875 von 3.530,635 M. heraus. Beide Beträte sind be­deutender, als in jedem früheren Jahre. Der Grund dieses günstigen Resultates liegt theils in dem guten Zinsertrag des Bankvermögens (der Durckschnittszinsfuß beträgt 4,81 Procent), theils in der mäßigen Ausgabe für Sterbefälle (557,453 M. unter der rechnungsmäßigen Erwartung), theils in den geringen Verwaltunsskosten, welche noch nicht 5*/z Procent der Jahresetnnahme betrugen.

Im Ganzen waren während des vorigen Jahres 5,678,600 M. für 1017 Sterbe- sälle zu vergüten.

Der Fonds der Bank stieg durch obigen Zuwachs auf 70,045,873 M. und

umfaßt 49,263,267 M- Prämienreserve, 4,805,478 M- Prämien »Uebertrag, sowie 14,794,782 M. reine Ueberschüfse. Letztere kommen in Den nächsten 5 Jahren (in diesem Jahre mit 38 Procent der 1871 eingezahlten Prämien) zur Vertheilung. Auf die im Jahre 1872 eingezahltm Prämien werden im nächsten Jahre sicherer Vor- auSsicbt noch 41 Proccnt Dividende zurück-ripä ort» werden. - _____

Wirthschaftliches.

W a genräder aus Papier. AuS Papier gefertigte Wagenräder kommen tu Amerika immer häufiger in Anwendung Sie sind zwar theurer als eiserne, sollen sich aber wegen ihre^ Dauerhaftigkeit und der geringen Schienenabnutzung bezahlt machen. Sie werden aus gewöhnlichem Strobpapier gefertigt, welches eine Passung von 350 Tons (371,35 T.) unterworfen und hierauf rund gedreht wird. Unter den 25 Tons (26,525 T.) Druck wird bann die eiserne ober stählerne Nabe eingepreßt. Die Rad­reifen von Stabl haben innen eine Schräge von 7 Htm., in bie der Papierkern unter 250 Tons (26,525 T.) Druck eingepreßt wird. Zwei auf den Seiten vorgelegte, durch Bolzen verbundene Eisenschienen verhindern das Herausfallen des Papierkernes aus bem Kranze._____________________________________________

Von einem praktischen Arzte empfingen wir nachstehenbe Zuschrift, die wir wiederholt hiermit zur öffentlichen Kenntniß bringen. (Redactions-Artikel der Neuen Freien Zeit. Berlin.)

Durch Erkältung zog ich mir im verflossen-n Winter ein starkes Blasenleiden zu und wurde mein Zustand nach kurzer Zeit derart bedenklich, daß ich es vorzog, die Ansicht des genialen Professors Busch zu Bonn entgegen zu nehmen. Nachdem wir die Sache am 8. März d. I. weit und breit discutirten und deliberirten, auch von Busch der Cathetti applicirt worden war, ohne ein organisches Leiden vorzufinden, rieth Busch mir bei der dreimaligen täglichen Application des Catheters zu verbleiben, und nebenbei ein decoct. rad. gramin. zu trinken. Mein Leiden zog sich ins chronische, die Schleimhkit der urethra, Blase, Samengefäße verdickten sich, lockerten sich auf und es trat bei mir eine melancholische Verstimmung ein. Da alle geeigneten Mittel ver­geblich in Gebrauch gezogen, so ging ich endlich, man pflegt zu sagen:wer das Feuer nöthig hat, sucht's zur Noth in der Asche" zu den angepriesenen Dr Tiede- mann'schen Pen-tsao-^räparaten*) über, und überraschend war der Erfolg nach kaum verbrauchten zwei Flaschen. Ich setzte die Kur vorschriftsmäßig etwa 2 Monate fort "N bin feit der Zeit vollständig von meinem Leiden befreit. Ohne Aufforderung spreche ich Herrn Dr. Tiedemann hierdurch für die geleistete Hülfe meinen wärmsten Dank aus, und bitte zugleich die geehrte Redaction im Interesse aller ähnlich Leidenden zur möglichst weiteren Verbreitung dieses Falles nach Kräften mitwirken zu wollen."

Dr. med. Padberg,

prakt- Arzt und Geburtshelfer zu Solingen.

*) Vergleiche Inserat b. heut. Zeit-

Allen Kranken Kraft und Gefundbeit ohne Medicrn und ohne Kosten durch die GesundheitS Mehlspeise:

REVAME H

Seit 30 Jabren hat keine Krankbeit dieser angenehmen Gesundheitsspetse widerstanden and bewährt sich dieselbe bei Erwachsenen und Kindern ohne Medicin und ohne Kosten bei allen Magen-, Nerven-, Brust', Lungen-, Leber-. Drüsen-, Schleimbaut-, Dthem-, Blasen- und Nierenleiden, Tuberkulose, Schwindsucht, Asthma, Husten, Unverdaulickkeit, Verstopfung, Diarrhöen, Schlaflosigkeit, Schwäche, Hämorrboiden, Wassersucht, Fieber, Schwindel, Blutauf­steigen, Ohrenbrausen, Uebelkeit und Erbrechen selbst während der Schwangerschaft, Diabetes, Melancholie, Abmagerung, Rheumatismus, Gicht, Bleichsucht; auch ist sie al8 Nahrung für Säuglinae schon von der Geburt an selbst der Ammenmilch vorzuziehen. Ein Auszug aus 80,000 Certificaten über Genesungen, die aller Medicin widerstanden, worunter Certificatc vom Professor Dr. Wurzer, Geb. Medicinalrath Dr. F. W. Benecke, ordentlicher Profesior der Medicin an der Universität Marburg, Medicinalrath Dr. Angelstein, Dr. Shoreland, Dr. Campbell. Professor Dr. D6dö, Dr. Ure, Gräfin Castlcstuart, Marquise de Brehan, und vielen anderen hochgestellten Personen, wird franco auf Verlangen eingesandt.

Abgekürzter Auszug auS 80,000 Certificaten. Brief von der hochedlen Marquise de Bröhan.

Neapel. 17. April 1862.

Mein Herr I In Folge einer Leberkrankhett war ich feit sieben Jahren in einem furcht­baren Zustande von Abmagerung und Leiden aller Art. Ich war außer Stande zu lesen oder schreiben, batte ein Zittern aller Nerven im ganzen Körper schlechte Verdauung, fort- nährende Schlaflosigkeit und war in einer steten Nervenaufreaung die mich hin uno her trieb and mir keinen Augenblick der Ruhe ließ, dabei im höchsten Grade melancholisch. Viele 'lerzte, sowohl Engländer als Franzosen, hatten ihre Kunst erschöpft, ohne Linderung meiner Leiden. In völliger Verzweiflung habe ich Ihre Revalesciire versucht, und setzt, nachdem leb nci Monate davon gelebt, sage icb dem lieben Gott Dank. Die Revalesciere verdient das 'öchste Lob. sie hat mir die Gesundheit völlig hergestcllt und mich in den Stand gesetzt, meine gesellschaftliche Stellung wieder einzunehmen. Genehmigen Sie, mein Herr, die Versicherung meiner innigsten Dankbarkeit und vollkommenen Hochachtung.

Marquise bt ©ti han.

Nr 75,877. ^Florian Köller, K- K- Militärverwalter, Großwardein, von Lungen- und Luftröhren-Katarrh, Kopfschwindel und Brustbeklemmung.

Nr. 75,970. Herr Gabriel Teschner, Hörer der öffentlichen höheren Handels-Lehranstalt Wien, in einem verzweifelten Grade von Brustübel und Nervenzerrüttung.

Nr. 65,715. Fräulein de MontlouiS von Unverdaultchkeit, Schlaflosigkeit und Abmagerung.

Nr. 75,928. Baron Siamo von lOjährtger Lähmung an Händen und Füßen ic.

Die Revalescifere ist vier Mal so nahrhaft als Fleisch und erspart bei Erwachsenen und Kindern 50 Ma! ihren Preis in anderen Mitteln und Speisen.

Preise der Revalcscifcre Vr Pfund Mk. 1,80 Pf., 1 Pfd. Mk. 3,50 Pf., 2 Pfd. Ml. .5,70 Pf., 12 Pfd. Mk. 28,50 Pf.

Revalesciere Chocohtöe 12 Taffen Mk. 1,80 Pf, 24 Taffen Mk. 3,50 Pf., 48 Tassen Mk. 5,70 Pf. u. s. w.

Revalesciere Biscuiten 1 Pfd. Mk. 3,50 Pf., 2 Pfd. Mk. 5,70 Pf.

Zu beziehen durch Du Barry dc Co. in Berlin, W. 2829 Passage (Kaiser-Galleries mb 163164 Friedrichsstraße, und bei vielen guten Apothekern, Droguen- Specerei- uni Delicateffenhändlern im aanzen Lande.

In Gießen zu haben bei M ü ll e r L S ck w a g e r. -4

Frisch bscker ? u Gießen.

Sonntag, den 21. Mai 1876 D. Rühl am Rathbaus, CH. Faß in der

I Kirchliche Anzeigen der evangelischen Gemeinde zu Gießen.

Gottesdienst.

Sonntag, den 21. Mai.

Morgens: Pfarrvicar Schoner.

(Feier des heil. Abendmahls.) Nachmittags: Mitprediger Drescher. (Die Pfarrgeschäfte in der Woche vom 21. bis 27. Mai besorgt Pfarrvicar Schoner.)

Die abwesenden Jhnbei a«n Sajaru« unbßu ,(ta tvtmlt auf*» 6(i, vom Erscheinen Wer m btn Wein an M Mperion ober bnr* MW ihre Rechte nu gehabte Veräußere jrmögen« zu mähren, toi für sie bestellt unb i 6-i It werde verhandelt ließen, den 18. Mai Vroßherzogliches Lau

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