Lehrer-Conferenz
des Bezirks Lich - Hungen
Montag den 2 3. October, Anfang 10 Uhr in £td).
des Bezirks Lollar
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Gießen, den 17. Octover io<o. ■■■■
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Schulstelle zu belassen.
6. Concurrenzeröffnungen. Erledigt sind: eine Lehrerstelle an ocr kath. Schule zu Bingen mit einem jährlichen Gehalt von 1114 Mk. 29 Pfg.; die ©cmeinde-Schnlstelle zu Booenrod, im Kreise Friedberg, mit einem jährlichen Gehalt von 685 Mk. 73 Pfg.; die erste Gemeinde-Schulstelle zu Kaichen, im Kreise Friedberg, mit einem jährlichen Gehalt von 771 Mk. 43 Pfg.; die zweite Gemeinde-Schulstelle zu Mühlheim, im Kreise Offenbach, mit einem jährlichen Gehalt von 1114 Mk. 29 Pfg.
Berlin, 16. October. Mehrfache begründete Beschwerden über schlechte Instandhaltung der Coupes der Personenwagen in Bezug auf Einrichtungen, Lüftung und Reinigung haben im Reichseisenbahn-Amt Veranlassung gegeben, die Aufmerksamkeit der Bahnverwaltungen auf diese Uebelstände, welche der schleunigen Abhiilfe bedürfen, hinzulenken und eine scharfe Controle deS Wagen- )ersonals zur Verhütung derartiger Unzuträglichkeiten zur Pflicht zu machen.
Berlin, 16. October. Die „Nordd. Allg. Ztg." dementirt die Gerückte von der Abdankung des Kaisers Alexander, fügt aber hinzu:, ÄlleS ist möglich; auch das Unwahrscheinlichste kann gegebenen Falles Wahrheit werden, und ein ärztlicher Ausspruch kann unter Umständen schwerer wiegen als Memo-
anda von Ministern. ,
Berlin, 17. October. Was die jüngst gemeldete Anwerbung von Arb«- ern aus der Kanonengießerei zu Spandau für die serbischen Werkstätten betrifft , schreibt man der „Volks-Ztg." aus Spandau: „Thatsächlich sind nur 105 deutsche Arbeiter für Serbien engagirt worden, von denen ungefähr 40 auf Spandau kommen, die übrigen sind Berliner Arbeiter. Der Bevollmächtigte der serbischen Regierung ist ein ehemaliger Arbeiter der Spandauer Gewehrfabrik, welcher vor neun Jahren nach Serbien ging, sich dort mit einer Serbin verheirathete und naturalisireit ließ und jetzt eine geachtete Stellung dort einnimmt. Derselbe hatte sich auch der Aufmerksamkeit der Berliner Polizeibehörden zu erfreuen, die in ihm einen Werber für die serbischen Heere witterten. Nachdem dieselben aber seine sämmllichen Papiere durchgesehen hatten, wurde er nach einer dreistündigen Sistirung wieder entlaffen und in der Aus- führung seines Auftrages nicht weiter behelligt."
Marpingen, 9. October. Der Protest, welchen die Gemeinde gegen die bekannte Auflage von 4000 Mk. beim Oberpräsidenten bereits vor 3 Wochen eingereicht und vor 8 Tagen erneuert hat, ist bis heute noch nicht beantwortet. Inzwischen hat der Bürgermeister die Umlage auszeführt; da aber sämmtliche Gemeinde-Mitglieder dir Zahlung verweigern, droht er mit Pfändung, und man glaubt, daß bereits in dieser Woche damit vorgegangen werde.
ILatien.
Rom, 17. October. Berichte der italienischen Consiilar-Agenten in Scutan unb'ßettinje schildern die Niederlage Derwisch Paschas bei Marti,nc und Spuz als eine vollständige. Die Türken verloren demnach 2o00 Mann, darunter 24 Oberste. Mukhtar Pascha wäre von den Insurgenten ganz umzingelt-
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Wien, 17. October. Das „Fremdenblatt" vernimmt, daß Italien gleichfalls den sechsmonatlichen Waffenstillstand als unannehmbar bezeichnet. Der Brennpunkt der Situation liege augenblicklich in London und Livadia. Was auch geschehen möge, erscheint dem „Fremdenblatt" die Eventualität aus- aeschlosien, daß Oesterreich das Drei-Kaiser-Bündniß verlaffe.
— Dem Telegr.-Corresp.'Bureau" wird aus Konstantinopel gemeldet: In Folge des Widerspruchs, welchen Rußland gegen den sechsmonatlichen Waffenstillstand erhoben hat, herrscht in den Regierungskreisen große Unentschlossenheit. Halet Pascha ist zum Handels-Minister und Djewded Pascha anstatt Khalil Pascha zum Justiz-Minister ernannt. — Das Journal „Basflret wurde unterdrückt. _. ,, ,
— Der Artikel des „Pesther Lloyd", welcher von einer Jsolirung Rußlands spricht, wird in hiesigen unterrichteten Kreisen als der wirklichen dipls- matischen Sachlage durchaus widersprechend angesehen.
IranLreich.
DariS, 15. October. Es ist das Gerücht verbreitet, auch ein Waffenstillstand von sechs Wochen werde von der Türkei angenommen werden. Bestimmtes darüber erfährt man nicht.
— Wie „Ternps" berichtet, haben sich bis jetzt schon 370 österreichische Aussteller für die Weltausstellung von 1878 gemeldet.
London, 16. October. Die „Times" veröffentlicht den Text des türkischen Waffenstillstands-Vorschlages; sie erachtet den Ton deffelben als einen gemäßigten; der Waffenstillstand werde thatsächlich bedingungslos angeboten, die Pforte spreche nur ihre Hoffnung auf den Einfluß der Machte ans, nm dal Zuströmen von Freiwilligen zu hemmen. Die „Times' spricht die Ansicht aus, daß Rußlands Haltung seine Intervention gewiß mache, falls tue türkische Regierung die Vorschläge der Pforte ablehne. Da Rußland den sechsmonatlichen Waffenstillstand verweigere, würde die Pforte unweise handeln, einen kürzeren Termin abzulehnen. Von Bismarck hänge es ab, die Welt vor einem furchl- baren Kriege zu retten : er möge seine Macht brauchen, Deutschland möge erklären, es erlaube Rußland nicht die Besitznahme der Donau, lind der ftavische Enthusiasmus werde gedämpft werden. Eine feste Haltung Dmtschlands |et die beste Friedens - Garantie; ein Bündniß Deutschlands und Englands zur Herbeiführuiiz der nothwendigen Aenderungen in der Türkei wurde Europa vor großem Unglück bewahren. — Die Herzogin von Edinburgh ist in Malta ""^°London, 16. October. Das fünf Panzerschiffe starke Canalgeschwader bleibt vorläufig noch eine Woche in Gibraltar. Die Regierung hat in Woolwich Ausrüstungs-Gegenstände, sowie eine bedeutende Menge Lagergeräthe für Natal einqeschifft und bereitet für alle eintretenden Fälle dort die Bildung einer Co- lonne von 2000 Mann vor. - Der Hof wird gegen den 20. November nach Windsor zurückkehren.
blatts hat folgenden Inhalt: , ,
1. Oeffentliche Anerkennung einer edlen That. Se. Komgl. Hoheit der Großherzog haben mittelst Allerhöchster Entschließung vom 16. Septbr. I. dem Vicefeldwebel Christian Kenner von der 12. Compagnie des Großh. Hess. 1. Infanterie-Regiments (Leib-Garde-Regiments) Nr. 115, aus Goldhausen, im KöiÜgreich Preußen, für die von ihm mit Muth und eigener Lebensgefahr vollbrachte Errettung des Knaben Georg Schneider von Darmstadt von dem ^.ode des Ertrinkens, das Allgemeine Ehrenzeichen nut der Inschrift: „Für Rettung von Menschenleben" zu verleihen geruht.
2. Bekanntmachung Großherzoglichen Ministeriums der Finanz en, dte Abänderung der Statuten der HessischenLudwigs-Eisenbahn-Gefellschaft betreffend.
3. Dienstnachrichten. Se. König!. Hoheit der Großherzog haben aller- gnädigst geruht: am 16. Septbr. den Dr. med. Ferdinand Fuhr aus Windhausen auf die Dauer von fünf Jahren zum Assistenzarzt bet der akademischen chirurgischen Klinik auf Widerruf zu ernennen; am 19. Septbr. den von dem Stadtvorstande zu Gießen auf die erste evaug. Pfarrstelle zu Gießen prasentir- ten evaug. Pfarrer Dr. Seel für diese Stelle zu bestätigen; an dems. Tage dem evaug. Pfarrer Wilhelm Köhler zu Ober-Beerbach die evaug. Pfarrstelle zu Steinbach zu übertragen; am 25. Septbr. den Lehrer an der Realschule zu Alsfeld, Konrad Spamer, zum Lehrer an der Realschule zu Gießen, den Lehrer an der Mittelschule für Knaben zu Darmstadt, Friedrich Röder, zum Lehrer an dem Gymnasium zu Darmstadt, den provisorischen Reallehrer Wl Schmidt aus Tübingen, im Königreich Württemberg, zum Lehrer au der Realschule zu Bingen, den Schulamts-Aspiranten Wilhelm Weiß aus Hohenstadt jiim Wer an der Realschule zu Michelstadt, den provisorischen Lehrer an der Realschule zu Michelstadt, Schullehrer Wilhelm Hilß, zum Lehrer an der Realschule zu Michelstadt, den provisorischen Lehrer an der Realschule zu Friedberg, August Claus, zum Lehrer an dieser Realschule, den Lehrer an der Musterschule zu Friedberg, Heinrich Weinel, znm Lehrer an der Realschule zu Friedberg, den Schulamts-Aspiranten Heinrich Scheerer aus Borsdorf zum Lehrer an dem Gymnasium zu Gießen, sämmtliche ©enaunten unter Belastung in der Kategorie der Volksschullehrer, den Reallehrer Theophil Becker zu Michelstadt zum Lehrer an der Realschule zu Darmstadt, den in der Eigenschaft als Volksfchullehcer angestellten Seminarlehrer Johannes Heinrich Süß zu» Lehrer an dem Schullehrer-Seminar zu Friedberg, den in der Eigenschaft ms ^olksschullchrer ange- stellten Semin.rlehrer Bernhard Ofenloch zum Lehrer dem Schiillehrer- Seminar zu Bensheim zu ernennen; am 28. Septbr. dem Schullehrer Heinrich Rodrian zu Gau-Weinheim die vierte Gememde-Schulstelle zu Alzey, dem Schullehrer Andreas Röder zu Framersheim die Gemetude-Dchulstelle zu Kettenheim zu übertragen. „ , ,L . t
4. Militärdienstnachricht. Se. König!. Hoheit der Großherzog haben allergnädigst geruht: am 1. Octbr. den Großh. Premierlieutenant a la suite der Infanterie, Eduard Zernin, zum Hauptmann zu ernennen.
5. Dienstenthebung. Se. König!. Hoheit der Großherzog haben allergnä- digst geruht: am 28. Septbr. den Schullehrer Johann Christian Gilbert Seipp zu Birklar, im Kreise Gießen, von der ihm übertragenen Gemeinde-Schnlstelle zu Muschenheim auf fein Nachsuchen zu entheben und auf feiner bisherigen
Darmstadt, 16. October. Das Finauz-Ministerium richtete vor einiger Zeit an die Stände und zunächst an die zweite Kammer, die Proposition, ihre Zustimmung dazu zu ertheilen, daß zu besonderen einmaligen Vergütungen an die mit der Umwechslung der Münzen süddeutscher Währung; in münzen beauftragten Großh. Kastebeamten der Betrag von 13,313 Mk. aus den Ueberschüsieu der Hauptstaatskaste entnommen werde. Namens des Finanz- Ausschustes der zweiten Kammer hat der Abg. Theobald über diesen Gegenstand Bericht erstattet. Ganz in Uebereüiftimmutig mit dem Finanz-Ministerium erachtet der Ausschuß einerseits die Großh. Beamten für verpflichtet, sich vorübergehenden, mit außerordentlicher Anstrengung verbundenen, aber ihrem eigentlichen Dienste nicht fremden Dienstgeschäften ohne besondere Belohnung zu unterriehen, kann aber andererseits auch nur billig finden, daß den Beamten für die 'm Jntereste des Dienstes gemachten außergewöhiilichen Ausgaben und für getragene Verluste (Aushülfe und Zählverlust) Entschädigungen zu Thell werden. Das Finanz-Ministerium will die Entschädigungen für die Districts-Einnehme- reien und Rentämter nach Abstufungen von 50, 75, 100, 150, 225, 375 und 600 Mk., für die Obereinnehmer, Hauptsteueramter und Haupistaa.skasse aber mehr nach Pauschalsummen gewährt haben. Dem Finanz-Ausschuß scheint eine Zumeffung den Vorzug zu verdienen, welche als Regel den Betrag der zur Umwechslung gebrachten Münzen nach Procenten der Umwechsluiigsfumme zur Richtschnur nimmt, zugleich aber auch die Beschwerlichkeit des Geschäftes, resp. die durch dieselbe wahrscheinlich veranlaßten außerordentlichen Ausgaben mehr nach den einzelnen Beamten-Kategorieen berücksichtigt. Ein MltgUed des Ausschusses (Abg. Kugler) ist für Ablehnung der ganzen Vorlage, die Mazorlta dagegen beantragt Bewilligung von 8567 Mk.
Darmstadt. 17. Octbr. Die Nr. 44 des Grotzherzoglichen Reglerungs-
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Die Fr-zeder wurde dahin erledigt die Erwerbung der deut Resolutianen, welche der d Glieder zur Begutachtung i inderungen und unter H> Fassung erhallen wurden: Po8.1: Die Eisenbahnc, die wirlhsch«sllil gemeinnützige A, werden.
Der tefdjufc btutfiin Staat) i bieftm ßaiiit bin Er erkennt es mögen sie einzpne sre nicht ausschlie tungeil, ihres Bei »em Standpunkt müssen.
Pos. 2; Zur Durchsührui Aussichts- und ÜI unerläßlich.
Der Versuch, Vorbereitungsstad rechtigten Stü-ksich Eisenbahngesellschf derungdesWohlei wurzeln.
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