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Freitag, den 18. August
An^eizk- nb AvlisdiÄ für bei Kreis 8ießs«.
Erscheint täglich mit Ausnahme bei Montags. P^riS vierteljeidlich 2 Mark 30 Pf. mit Acingerlohn.
Erveditionr Schulstraße, At. ö. Nr. 18. Durch die Post bezogen viertel;ahrlrch 2 Mark 3S Ps. __________
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Amtlicher Hheit.
Gießen, am 16. August 1876.
Inirg.
nhsilizung höW (« erstand, ---- lt.
Betreffend: Das Landgestüt, insbesondere die Bedeckung der Stuten durch die Landgestütsbeschäler.
Das Großherzogliche Kreisamt Gießen
an die Großherzoglichen Bürgermeistereien Beuern, Birklar, Climbach, Grüningen, Hattenrod, Heuchelheim, Kesselbach, Lollar, Nieder-Besstngen, Odenhausen, Röthges, Ruttershausen, Staufenberg, Steinbach, Treis-Horloff und Trais a. d. Lda.
Wir erinnern Sie an die Erledigung unserer Verfügung vom 1. laufenden Monats, — Anzeiger Nr. 178 — btnnyi 8 Tagen.
v. Röder. __________
, Lehrer-Confereuz des Bezirkes Groß-Linden.
' , i; Dieselbe findet nicht den 21. d., sondern
(lt Srailff, Donnerstag den 24. August, Anfang 10 Uhr,
i Groß-Linden statt.
, Z .. . Gießen, den 15. August 1876.
?ler. Tas Wjdlietite Büchner, Kreisschulinspector.
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Jungfer, Dri^ in.
politischer H h e i l.
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Dentschland.
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•fdlfcbaft veilen 8 Uhr.
Lesckö'tig^^ßck
Darmstadt, 15. August. Das „Mainzer "Jonrn." und die „Neuen ftjj. Volksbl." bringen wörtlich übereinstimmend die Nachricht, daß die seither ikn Festungs-Gefangenen in liberalster Weise gewährte Befugniß, Besuchest: Langen, seit einiger Zeit wesentlich beschränkt worden sei, indem verfügt toten, daß bei Gefangenen nie mehr als drei Personen zu gleicher Zeit an- vchnd sein sollten, die dazu noch nicht zusammen, sondern einzeln kommen (A^lfctn.
-——r---» Wir sind in der Lage, den generellen Inhalt dieser Mittheilung dahin
k i A Al l> berichtigen, daß einem Festungs-Gefangenen gegenüber, welcher die ihm ge- i* 1111 / 'äbrte Befugniß, Besuche zu empfangen, in Gemeinschaft mit seinen Kameraden : zröblicher Weise mißbraucht hat, eine Verfügung ergangen ist, wonach der- ll? höchstens von 2 bis 3 seiner Bekannten täglich besucht werden dürfe und jt • iiinkereien hierbei nicht zu dulden seien. (Darmst. Ztg)
Darmstadt, 16. August. Se. Königl. Hoheit der Großherzog hoben 1 eri Advocaten bei dem Hofgerichte der Provinz Oberhesien, Benedict Rosen- Tlng, in Anerkennung seiner fünfzigjährigen, lobenswerthen Führung der SU)^ (M den Charakter als „Justizrath" verliehen. ,
Ernannt wurden der Landrichter des Landgerichts Herbstein Moritz Hem- pl mm Landrichter des Landgerichts Bad Nauheim und der Landgerichts- Nr- > Mor bet dem Landgerichte Altenstadt Karl May zum Landrichter dieses - M IN 15. August. Am letzten Tage des künftigen Monats werden
95 vIÖ*hohen alten Wälle der Garten-Fronte mit den Thoren an unsere Stadt- Itung übergeben werden; die Räumung der betr. Flächen ist von der ' Wuirgs-Behörde bereits angeordnet worden. Die Niederlegung dieser Schran
ke it wird dann sofort in Angriff genommen werden, und erst dann wird die :iWeiterung der Stadt im vollen Bilde erscheinen. Dieser Theil der Festung i* l im Jahre 1664 erbaut. — Nachdem der Bau der nördlichen Eisenbahn bej ÄWe verschoben ist, erscheint als vorläufige End-Station die sog. Curve der
lcke verschoben ist, erscheint als vorläufige End-Station die sog. Curve der kingauer und Taunus-Bahn zwischen Castel und Biebrich. Das vereinfachte cject des dort zu erbauenden (der Taunus-, Rheingaurr und der Rhein- - -.BW--, ^n-Bahn gemeinschaftlichen) Bahnhofes ist nunmehr gutem Vernehmen nach -Ln Wmiflt worden. Es dürste demnach baldigst der Angriff der Arbeiten aus bauenden kleinen Strecke der Rhein-Lahn-Bahn Erbenheim-Curve zu er- *n?ci*^ir,rt: raten sein, und dann die Linie von der Curve bis Niedernhausen, wo sie mit T'riniiäD!i!^hn8Tanffurter Linie sich vereinigt, im nächsten Jahre bis Limburg betriebs- rceiben. Der Bau der Strecke Curve - Wiesbaden hangt mit dem der 'Htnben Brücke zusammen, ist ohne diese von keiner Bedeutung und wird also Hjut Ausführung der Brücke unterbleiben.
Berlin, 15. August. General -Feldmarschall Graf v. Wrangel feiert r vi0Tertheiltf'' hte (ein tzOjähriges Dtenstjubiläum; am 15. August 1796 war es, als er in A Dragoner-Regiment Nr. 6 als Fahnenjunker eintrat.
' Berlin, 16. August. Die „Prov.-Corresp." feint die Ankunft des lchrs in der Heimath und wirft dabei einen Rückblick auf die Zusammenkünfte Kaisers mit dem Kaiser von Rußland in Ems und dem Kaiser von Oester- “ Win Salzburg. Sie sagt: Alle Welt erkennt, daß die Bedeutung dieser ^^A-Aüchen Begegnungen über die Tragweite gewöhnlicher Höfiichkeitebeweise hm- M «ragt; sie gelten als wiederholte Besiegelung des dauernden Einvernehmens - t1,r W Sen den drei Kaiser-Mächten, welches unter schwierigen Umständen sich als ^schäft des europäischen Friedens erprobt hat und sich auch m Zukunft be- ,4 ■pfreit wird, um ernste Aufgaben zu einer befriedigenden Lösung zu suhren.
W „Prov.-Corresp." kritisirt Professor Reuleaux' Urtheil über die ^(hingen • 1 .. ?. deutschen Industrie in Philadelphia und führt ans, daß die dortige Aus
stellung kein zutreffendes Bild deutscher Leistungsfähigkeit darbiete. Sie erklä den Mangel eines Fortschrittes mancher Fabrikations-Zweige aus den Kriegs- Steuern und den wirthschastlichen Erschütterungen, bezeichnet die Billigkeit deutscher Erzeugnisse nicht als einen Irrweg, sondern als eine Leistung für hohe Culturzwecke und sagt hinsichtlich des Vorwurfes, daß in dem Kunstgewerbe patriotische Motive vorherrschten, dieser Vorwurf treffe das deutsche Volk, das sich dieses Vergehens gern schuldig bekennen dürfte. Der Artikel schließt: Man darf nicht bezweifeln, daß Profesior Renleaux lediglich von dem Gedanken geleitet war, durch einen ernsten Mahnruf auf Selbsterkenntniß und Hebung M deutschen Gewerbfleißes hinzuwirken — das Mahnwort wird gewiß nicht ohne Wirkung bleiben.
München, 15. August. Der König von Württemberg ist heute Uhr incognito zum Besuche der Kunst Ausstellung hier eingetroffen.
Bayreuth, 14. August. Der Kaiser empfing heute Richard Wagner auf Schloß Eremitage und drückte demselben seine wärmste Anerkennung aus über die heutige Aufführung der „Walküren", die von 4 bis 9y2 Uhr währte, und welcher der Kaiser bis zum Schluffe anwohnte. Die Aufführung war ein Triumph für Wagner. Stürmischer Applaus unterbrach häufig die Vorstellung. Die Krone des Abends errangen Betz (Wotan) und Niemann (Sigmund.) Ausgezeichnet waren Frl. Scheffzky (Siglinde) und Frau Materna (Brunhilde.) Wagner gab bekannt, daß Niemann einem Hervorruf Folge leisten könne, da Autor wie Künstler sich dem Publikum gegenüber in dem Rahmen des Kunstwerks eingeschloffen betrachten.
AranLreich.
Paris, 14. August. Die Kirche für die Altkatholiken soll in Paris auf dem unbebauten Grundstück des Luxembourg erbaut werden. Die Gesellschaft, die sich zu diesem Zweck gebil et hat, besitzt schon eine halbe Million und hat die Zustimmung von secks Priestern der Pariser Diöcese erhalten.
— „Figaro" will wissen, der türkische FUdzugsplan sei von dem Major Blum, einem deutschen Officier, entworfen worden.
Paris, 15. August. Ein ministerieller Circular-Erlaß verbietet jede öffentliche Feier des 4. September. — Der Kriegs - Minister Ciffey wird ein Bad besuchen und sich von dort zu den großen Manövern bei Besanron begeben. Auf seinen Befehl werden mehrere Generale den Manövern der deutschen Armeee-Corps beiwohnen.
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London, 14. August. Im Oberhause erklärte Lord Derby auf Anfrage : Die Verhandlungen mit Rumänien wegen Abschluffes eines Handels- Vertrags ohne Zustimmung der Pforte involvirten keinen Bruch mit der seitherigen Politik. Die Pforte verzichtete auf das Recht, Einsprache gegen den Abschluß solcher Verträge zu erheben. Dieses Recht existire daher nicht mehr.
London, 14. August. Aus der Besika-Bay wird ein Zusammenstoß englischer Kriegsschiffe gemeldet. Um Mitternacht ward, während alle Schiffe dicht nebeneinander dahindampften, das Signal gegeben, den Curs zu ändern. „Triumph" und „Jnvincible" änderten den Curs nickt in der angegebenen Weise und kamen so quer vor den Bug des „Monarch." Dieser hielt inne, um den „Jnvincible" nicht niederzurennen, und fuhr rückwärts; der „Raleigh", das nächste Sckiff hinter dem „Monarch" bemerkte dies nicht eher, als bis es zu spät war, einen Zusammenstoß zu vermeiden, riß den Sperrbaum des „Monarch" ab, zerstörte die Capitänrgaleere und verlor seine eigenen Boote.
London, 15. August. Aus Schanghai wird gemeldet, daß in der Capelle der französischen Mijsion zu Ning-Kone, Provinz Ngan-Hoei, der eben


