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Crofdorf, den 14. Juli 1876. (3793
Der Bürgermeister:
steigert werden:
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Gießen, den 17. Juni 1876. (3225
Großherzogliches Ortsgericht Gießen.
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Amtliche Verkaufsstellen für Postwerthzeichen bestehen im hiesigen Orts- Lestellbezirk bei: , _ T
Herrn Louis Wenzel, ^eltersweg.
„ Heinzerling und Tribus, daselbst.
C. F. Semmler, Wallthorstraße.
" I. W. Kurz, Neustadt.
Die genannten Verkäufer haben sich vertragsmäßig verpflichtet, stets eine entiprechende Anzahl von Postwerthzeichen vorräthig zu halten, dieselbe nach Bedarf rechtzeitig zu ergänzen und die einzelnen Marken rc. zu .einem höheren, als dem Betrage ihres Werthes an das Publikum abzugeben. Ferner soll der Verkauf im Allgemeinen während der ganzen Zeit, in welcher das Geschäftslokal des Verkäufers geöffnet ist, jedenfalls aber innerhalb der für ben Verkehr mit dem Publikum festgesetzten Dienststunden der Ortspostanstalt
Börse werden tm Nebenzimmer Würste gegessen. In Würzburg hat Herr Tissot daS außerordentliche Glück, einen alten Studiengenosfen Bismarcks kennen zu lernen, oder vielmehr einen Mann, dessen Freund ein solcher war. Dieser erzählt ihm: „BiSmarck ist ein brutaler Mensch, ein Mann von Eisen. Wenn er Streit in den Wirthshäusern hatte, — so verfehlte er niemals feinen Stuhl auf dem Kopfe feines Gegners entzwei zu schlagen, und ohne sich weiter aufzuregen, rief er den Wirtb und forderte feine Rechnung für das Zerbrochene " — Durch die Nürnberger Spielsachen lernen die deutschen Kinder schon ganz früh die Kunst, die Zuaven zu durchbohren, Franctireurs auf- zuhängen und die Städte zu bombardiren. Die Knaben spielen nur noch Soldaten und üben sich für den Einfall in Frankreich ein. In Essen besucht er Krupps Eisenwerke und sieht vom Wasserthurm aus „Le Fichtelgebirge." Er schließt mit einer großen geschichtlichen Enthüllung: „Bekanntlich hatte Richard Wagner großen Einfluß auf den König non Bayern; er benutzte denselben um 1870 den König auf Preußens Seite und in den Krieg gegen Frankreich zu ziehen und ihn später zur Annahme der Kaiserwürde zu bringen. Und warum that dies Wagner? Ans Haß gegen Frankreich, weil feine Oper Tannhäuser in Paris ausgezischt worden war." Wir haben also Wagner das deutsche Reich zu verdanken.
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ßerr Tissot fährt in Deutschland, um Deutsche zu sehen und kennen zu lernen, absicht- nch nur „dritter Classe", in den ersten Elasten trifft man nach lhm nur Russen, Eng- nber und Amerikaner - Die vierte Classe hat er zu benutzen, sich gefürchtet „aus Ld)t, daß sich die Thiere, welche die Kopshaare der Deutichen bevölkern aus Na- Iionalhaß auf mich stürzen möchten." lieber die Stellung der Frauen in Deutschland nat er* »Abends gehen die Familienväter, die Hofrathe, die Gehennrathe, die Lega onSrätbe 2c allein ins Gasthaus des Ortes - lassen ihre Frau und Kinder zu Hause, welche indessen Eichelkaffee trinken und Kartoffeln essen!" „Das nennt das tugendhafte Deutschland Familienleben." Bei Gelegenheit der Erwähnung des Hermannsdenkmals nennt er Hermann den „Troppmann des Teutoburger Waldes. In Frank- furt am Main besuchte er mit einem dortigen Beamten den Palmengarten und vergM essen Gastfreundschaft dadurch, daß er erzählt, er s-l mit demselben um 10 Uhr nach Lause zurückgekehrt, nachdem der Herr Steuerrath seine sechszehnte Wurst gegessen und ftme Tochter ihren sechsten Schoppen Bier prunken habe. Tue Wurste spielen über- aupt in Tissot's Phantasie eine große Rolle. Nach ihm steht man -u;eder Tages- eit Deutsche im Bierhaus hinter großen Bergen von Sauerkraut und Kartoffelbrei auf welchen, wie K.onen auf Festungswällen, lange Würste liegen. An der Berliner
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