ihrem Präsidenten.
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worden.
Parlaments den äußersten Widerstand entgegensetzen.
Kngkand.
13.
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Wirthsehaftliches.
Putzzeug für Messing. Auf der Industrieausstellung in Wien war, nit Archiv für Pharmacte verichtet wird, eine Art Leinwand ausgestellt, welche die
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Verwischtes.
Darmstadt, 15. Mai In Folge der ungünstigen ZeitverhSltnisse ist die Abhaltung des mittelrheinischen Turnfestes zu Offenbach in diesem Jahre in Frage gestellt obgleich der Offenbacher Turnverein bereits alle nöthigen Vorbereitungen getroffen bat. ' Die Geschäfte gehen nämlich so schlecht, wie es pod) nie der Fall- war, und jede WoäM müssen seitens der Fabrikanten Axbeffer entlasten werdm, und zwar in Fabriken allerBranchen- Aus diesem Grunde werden aus der Bürgerschaft viele Stimmen laut, welche den Rath ertheilen, der Turnverein möge das Turnfest dieses Jahr nicht MW
abhalten, sondern bis nächstes Jahr verschieben, da etz unter den gegenwärtigen Ver- 1 E
bältnissen wohl nicht fertig zu bringen sei, für die fremden Turner, deren sicherlich -finDC
2500—3000 zu erwarten wären, die nöthigen Quartiere zu beschaffen, was jedoch nicht
schwer halten dürfte, wenn die Geschäfte einigermaßen leidlich gingen. Die Fragc der V-rschiebung des Festes resultirt also nur au<5 der Quartierfrage. Wahrscheinlich wird demnächst Seitens des Vorstandes des dortigen Turnvereins eine Versammlung berufen, zu der sämmtliche Commissionen eingeladen werden, um darüber zu berathen, ob das Fest trotzdem abgehalten wird, oder ob es auf das nächste Jahr verschoben
Rumänien.
Bukarest, 16. Mai. Der Senat ist vertagt, die Deputirt-N-Kammer aufgelöst worden. Die Neuwahlen für letztere füllen in 3 bis 4 Wochen stattfinden.
D uisburg, 11. Mai. Küßt unsere Kleinen nicht! Unter der vorstehenden Ueberschrift bringt der Düss. An; von einem „Arzte" die nachfolgende Mahnung, die weitere Verbreitung verdient: Eine schauderhafte Unsitte ist es, die Kinder zu küssen. Wir brauchen absichtlich den Ausdruck „schauderhaft", weil wir uns zart ausdrücken wollen und die Bezeichnung „mörderisch" uns schon aus der Zunge schwebte. Jawohl, gnädige Frau, „mörderisch"! Besinnen Sie sich vielleicht noch darauf, als Sie vor etwa 15 Tagen mit einem großen Shawl um den Hals einen Besuch bei Frau Dr ®. machten? Und als der kleine Hans ins Zimmer gesprunzen kam, griffen Sie nicht den Kleinen mit anscheinend überströmender Zärtlichkeit, nannten ihn „mein reizendes Kerlchen" und küßten ihn nach Herzenslust? Dann finden Sie an zu erzählen, was für einen schrecklich entzündeten Hals Sie hätten; daß Sie sogar am Tage vorher eine Einladung zum Concert hätten ablcbnen müssen, weil Sie zu verschwollen seien? Die halten keine Absichten aus das Leben des Kindes, und^doch töbtcten Sie dasselbe so sicher, als wenn Sie ihm statt ihres zärtlichen Kusses -Ltrychnin oder Arsenik gegeben hätten- Ihre Zä'tlichkeit wurde verhängnißvoll. Zwei oder drei Tage darauf fing mein reizendes Kerlchen' auch über einen entzündeten Hals zu klagen an, un> als der u o .... „Diphtherttis", um Alles klar zu machen.--
— Der päpstliche Nuncius Heute ist ein kleiner frisch geschmückter Hügel vor dem Thore die einzige Erinnerung v PI ..... — cvc.._ Die Mutter hat natml'.ch nicht den geringsten Verdacht auf
^lt ihren herben Verlust der geduldigen Vorsehung an. Der Arzt thai nichts, um?diesen Glauben zu zerstören; denn das dürste eben so unklug als grausam ein mir aber bat er es im Vertrauen mitgctheilt, daß allein Ihre „schauerliche Dumm- beit" — es waren seine Worte, gnädige Frau — an dem Tode des kleinen Hans die Schuld trägt- Es läßt sich schwer beurtdeilen, ein wie großer Theil der augenblicklich grassirenden Diphtheritisfälle auf solch- Gedankenlosigkeit zu schieben ist; das ftebt jedoch fest, daß Erwachsene die Diphtherie oft in so geringem Grade Haden, daß sie dieselbe für eine einfache Erkältung nehmen, und da die Erkältung nicht ansteckend ist, o finden sie auch nichts Böses darin, Andere ihrem Äthern auszusetzen, und können keine Gefahr darin erblicken, ihre Lippen mit denen Anderer in Berührung zu bringen. Bedenkt man nun aber die Thatsache, daß die Diphtherie in den meisten Fällen durch dirrcte Uebertragung der bösartigen Keime, welche die Krankheit verursachen, vor sich geht bedenkt man ferner, daß es kein besseres Mittel, um den Krankheitsstoff zu über-- tragen, gibt, als das Küssen, und daß endlich das Küssen bei allen Gelegenheiten e_ttt geworden ist, so ist etz sicher nicht auffallend, daß diese Krankreit so leicht epidemisch wird. Selbstverständlich ist es Unsinn, alle Divhth-rieansteckungen aus- Küssen schieben zu wollen — denn da sprechen noch andere Factor-rn mit —, aber eS sieht gew.tz Jeder ein daß eS den Kleinen besser bekommen würde, wenn sie weniger geküßt würden- Ein einzelner Kuß hat schon eine ganze Familie angesteckt, und der Zärtlichste kann in die Lage kommen, daß er eine böse Krankheit verbreitet, ohne es zu wissen. Damm empfehlen wir aus ganzem Herzen, die Kinder in Ruhe zu lassen, anstatt daß wir die Gewissensbisse eines Judas auf unS laden.
Anpreisung von Maaren Bisher nahmen die Gerichte an, es hege in der Natur der Sache, "aß jeder Verkäufer seine Sachen möglichst vortheilhaft anpreist. Dem gegenüber hat jüngst das Reichsoberhandelsgericht entschieden, daß jede wahr- hfttswidrige Anpreisung Seitens des Verkäufers den Käufer berechtigte, nach seinem Belieben die Auflösung des ganzen Kaufes ober doch die Herabsetzung Preises zu verlangen wenn erwiesen, daß die Anpreisung dctz Verkäufers eine Täuschung über den wahren Kaufwertb des Gegenstandes berbeiznfübren geeignet war.
, .. wstauet rum Präsident«» g-wählt, welcher hierauf derselben stattstndet. Di- Verhaftungen werden fortzesetzt. Di- Bevölkernng
14 Mai. Der Cariisten-G-neral Lizarraga ist gegenwärtig in
V«*»6/ "V™ «ubien. beim päpstlichen Nuncius. Die Carlisten atbev Paris; er ha t- fofwt A^ nz b-rm Papst -y ft(ebenl)eit der G-istlich- t/n 9e9m®«rtig cifna unb^ j.doch feine Aussicht aus Erfolg
feit und >hre h > . Republik oder vielmehr eine Regierung in Frankreich besteht" di- nM mieden Ultramoutane» gemeinschaftliche Sach- >n der inner»
Türkei.
Konstantinopel, 12 Mai. (Nach Odessa per Post befördert.) Die Sitnaiion ist hier auf das Höchste gespannt und der Fanatismus auf dem Cul- minaiionsvuiikt anaelanat. Bei Philippopel sind die Dörfer von den Tlcher kcsien verbrannt worden. Die Quartiere der Christen sind überall bedroht. Die biilqarische Bahnverwaltung reclamirte wegeii Befürchtungen für ihre Nahm hofskasien militärischen Sch'itz- Die hiesigen Christen-Quart,-re sind angesichts einer nur 2000 Mann starken Garnison von Angst erfüllt.
Konstantinopel, 15. Mai. Laut Bericht der von der Pforte nach Salonich, entsendeten Commisiäre sind 18 weitere Verhaftungen °°kg-n°mmen worden Di- Aburtheilung der Beschuldigten habe bereits begonnen, und wurden die erkannten Strafen unverzüglich auf daS Strengste vollstreckt werdem
Konstantinopel, 15. Mai. In den Umgebungen von Tatarbazardzik und Philippopel sind bereits ung-tähr 15,000 Mann türkische Truppen zusam- mengezogen. Den neuesten telegraphischen Meldungen zufolge, we ch- von der türkische» Regierung veröffentlicht sind, wurden die bulgarischen'Insurgenten ,n mehreren Gefechten geschlagen, namentlich erlitten dieselben bei Otlykkenif. große Verluste. Zahlreiche Unterwerfungen hätten stattgefunden. Gegenwa.ttg werde der Angriff auf die von den Insurgenten besetzte Ortschaft Avr.t Alan vorbereitet. Die in den Balkan geflüchteten Insurgenten würden verfolgt Die von Rußland, Italien und Griechenland entsendeten Kriegsschiffe sind an ihren Bestimmungsorten eingetroffen.
P Konstantinopel, 16. Mai. Von den in Salonich, Verhafteten sind 58 am Bord des Kriegsschiffes „Selimie" gebracht worden, wo das Verhör
^(foKiiert K« ’ Milch Samstag d $orÄ (oll die Liefervns i ch die verschiedene Mdelch» V-- toMlslotal des u LrnMhMNden vndrsi.
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Schweiz.
45 Mai Das Volk von Schaffhausen hat den vierten V-r- faffun^Entwurf mit 5000 gegen 1200 Stimmen -"genommen.
Frankreich.
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Italien.
«> m 15 Die Agencia Stefani" erfährt, daß die zum näch
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London, 14. Mai. Von allen Seiten wird aus der Türkeigemeldet, daß Angst und Schrecken unter den Bewohnern abeudlanLischer Abkunft und den Christen überhaupt herrscht. Di- Stellung der Christen inmitten einer . aufaereaten Bevölkerung, die dem Fanatismus zugänglich ist und von Fanati- i kern bearbeitet wird, läßt diese Befürchtungen als natürlich ^-""3 erscheinen. frier indeffen sieht man die Dinge ruhiger an, und wenn man auch die Roth , w nd'gk-i' anerkennt, für all- Fäll- und Möglichkeiten Vorstchtsmaßregeln zu , titffci? ° traut man doch der Pforte so viel Einsicht in die Verbältniffe und andererseits auch so viel Macht zu, daß ein Ausbruch des h-illge» Krieges trotz allem Lärm undenkbar erscheint. Die „Times" schließt stch >r°tz ^.beu ' rubiaenden Nachrichten, die ihr aus oder vielmehr über Konstantuiopel aus Athtti zugehen dieser Ansicht an und erklärt, die heutigen türkischen Staats- und Rech°runqLmänn-r seien bei aller soiistizen Unfähigkeit doch vernünftig genug zu erkennen, daß ein Ausstand der Mohamedaner in Konstantinopel oder Fonft9'in weiteren Kreisen der türkischen Macht den Todesstoß geben wurde. Eme solche Wendung", sagt das leitende Blatt, „wurde in der That die gründlichste Erledigung bet' orientalischen Frage nach sich i^hen. D-n drei Kanzlern fehlte weiter nichts zur Einigung, und sie tonnte» in Berlin ihre Be- rathungen in einer einzigen Sitzung zu Ende bringen. Die dre, K-'s-rm-ch - würoen durch denselben Einfluß ,sofort mit den übrigen verbunden und die Rußland zuqkschriebene Politik würde allgememe Geltung erbauen.
d London, 14. Mai. Di- Londoner Zeitungen meldeten kürzlich über-, einstimmend, da» Handclsamt habe dem Capitän und den Osficieren de Strathrlyde" ihre Patente mit der Erklärung seiner vollstäiidigen Zufriedenheit mit ihrem Verhalte» bei dem Zusammenstoß mit der „Francoma zuruck, gestellt. Diese Nachricht erweist si» als unbegründet. Der hlepge Agent des ^Norddeutschen Lloyd" bat sich in der Sache direct an das Handelsamt gewandt und von diesem die amtliche Antwort erhalten, daß ihm die erwähnten Patent- gar nicht zug-gangen sind, daß dieselben also auch nicht von ihm nut oder ohne Meinungsäußerung haben zurückgestellt werden können.
Literarisches.
Carl Spiadler's ausgewählte Romane. Neue Clafsiker-Ausizabe in Lieferung ä 40 Pfa. ober 14 fr. rh. Karl Spindler hat in der großen, fast überreichen L'teraiu des Romans keinen Rivalen gefunden, der ihm ebenbürtig wäre, ober ihn überträfe schöpferischer Kraft und Phantasie, an Reichtbum der Erfindung, an Klarheit m Sicherheit her Geftaltungsgabe, an realistischer Wahrheit und Klarheit her fteduna, an Frische und Lebendigkeit des Worts. Keiner seiner zahlrelchen hat e5 ihm gleichgethan an glücklicher Wahl der Stoffe, an Leichtigkeit dramatA Behandlung, an fließendem, fesselndem Styl; keiner belaß einen .solchen Ueberslul spannenden Motiven, an immer neuen Hebeln der Handlung, die sich so sicher uno n vor den Augen entrollt, daß der Leser Alles selbst zu erleben glaubt, mitten tn«J Qeit, die der Dichter schildert, mitten in der Handlung, die er vor uns in »eene laßt, zu fteben meint — eine wunderbare Gabe, wie sie in gleichem Grade nur aug Wenigen zu Theil geworden. - Diesen seltenen Autor, unerschöpflich in der Kunw - Fabulirens, dem nie der Stoff, nie der frische Äthern des Erzählens ausgeht das stolze Wort von sich gebrauchen konnte: „er beneide den Epigonen, ber 6 Schachi von Erfindung, wenn derselbe einst verschüttet sei, wieder entdecken und a beuten werbe“ — diesen Autor der heutigen Lesewelt in feinen besten ber beu Literatur ewig zum Schmucke dienenden Werfen wieder oorznführe«, glairben oolle Berechtigung zu habm — ja uns damit den Danf bei Mitwelt ju o- Seit Jahre» sehli eine den Änsorderuna-n der Jetzt, eit entsprech end au»aeltattete «ade von Carl Spindler's Werken. Indem die Verlaasaandtuna van E H-llber<^ in Stuttaart eine solche tu sehr billigem Prelle veranstalte! und zwar nur--- -usf-wähtt- Sammlung sein» Romane, hofft si- den Wünschen ^-ler^d-m,t e.itg.» lutommen und rechnet aus recht zahlreiche Th-ilnahm^ von Seiten des d-M q Lesevublikums. Die neue Classiker-Ausgabe wird in ca. 85 L»s-rung-n von I- 5 nachstehend- Romane von Carl Spindler die als seine bedeutendsten und besten^Ii^ ÖftWÄ 3Ä bMndef Ä Kronstein 2 Bande M SS: 2 Bände- König von.Zi'n.3 Bände- Fridolin Schweriberger. 4 Der Vogelhändler von Imst. 4 Bande; Der Bastard. 4 Bande.
”,Urbe,gtom Antonelli hat vor einiger Zeit den Nuncius in Paris beauf-
&6,11" ru ^unterdrückt. ia, sie wurde einem daraufhin gerichteten Drucke von Selten des Parlaments den äußersten Widerstand entgegensetzen.
erb? bei der Färberei. _ __
Landwirthscbaftliches.
Quecken. Die Quecken sind allerwärts eine ber gefürchtetsten LandplaM Obwohl Jedermann weiß, baß dieselben durch fortgesetzten guten Bau der fW owie durch reichliche Düngung am sichersten vertilgt werben formen, dürfte e« M oon Interesse sein, zu hören, daß es mehrfach gelungen ist, die Quecken, vorübergehm dadurch zu zerstören, daß man die betreffenden Aecker vor Winter stark mit dem von Weiß- ober Wasserrüben bestreute unb dasselbe unterpflügte. Man nimmt,flj daß die Sckärfigfeit des Rübenfrautes zerüörend ans die Wurrelbrut ber^ueckemwim
Eigenschaft besitzen sollte, Messing sofort zu reinigen unb blank zu scheuern, was t Iber Tbat auch sehr gut gelingt. Der Preis mar an und für sich ein billiger, auch zu Verwendung im Großen angemessener. Die weitere Prüfung ergab nach Dr. E. Reichard!, daß man etwas lockeres Gewebe (Barchent) mit Wasserglas imprngnirt hatte und bit so zurückgehaltene Kieselsäure, nebst etwas Alfali, die Reiniguns bewirft- Nimmt man Barchent unb burchbrängt denselben mit einer verdünnten Losung von Wasserglas wäscht sodann möglichst vollständig aus, so erhält man das betreffende Fabrikat d° bas Gewebe eine nicht unbedeutende Menge Kieselsäure zurückhalt, analog der Thon-
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