(4306
4313)
Stadtwalde.
steigert werden:
Rmtr. Nadel-Scheidholz,
272
zu
HeiiiÄcrlisig Tribun.
4265)
der vor
L- Müller auf der Mäusburg.
Versteigerungen.
Versteigerung
von Pflasterarbeit
22
912
Holzverfteigerung
im Gießener Stadtwalde.
Montag den 21. August 1876, von Vormittags 9 Uhr an, soll im Gießener Stadtwalde, in dem Di- stricte Neuheege, nachverzeichnetes Holz ver-
Neue Häringe, Sardellen und feinsten Tafelsenf, empfiehlt
Fiar Jagdfreuaade«
Zur bevorstehenden Saison offeriren wir:
Lefaucheaux- und Lanea.'-er -Patronen -Hülfen.
Alle Sorten Pulver von (Cramer & Buchholz).
Schrote in allen Nummern.
Filzpfropfen, Würgmaschinen und sonstiges Zubehör, mäßigen Preisen.
werden.
Gießen, den 15. August 1876.
Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen.
A. Bram m.
Neue holl. Häringe
empfehlen (4309
Heinzerling K» Tribus.
Wesondere ZSekanntmachung.
Iagdverpachtung.
Donnerstag den 24. l. I-, Morgens 10 Uhr, soll auf der Geschäftsstube der unterzeichneten Stelle die der Gemeinde Lumda zustehende Jagd auf weitere 6 Jahre öffentlich verpachtet werden
Lumda, den 9. August 1876. (4242
Grobherzogliche Bürge, meisteret Lumda.
Schultheiß.
S u ni in i f f i u n.
Samstag den 19. l. Mts., Bormitlags 11 Uhr.
soll auf dem hiesigen Rathhaufe die Anfertigung von
eisernen Stnnschleusten,
veranschlagt zu 1497 M. 64 Pfz., durch Summission vergeben werden.
Kostenvoranschlag und Uebernahmöbedingungen hierfür können am 17., 18. und 19. c., Vormittags 8—11 Uhr auf dem städtischen Baubüreau Ungesehen
4237) Fegmühlen, Handdreschmaschinen zu ermäßigten Preisen bei __Emil Pistor.
In Folge Abschlags Nestle'S Ktndermehl, pr. Büchse M. 1 25, Gondenfirte Milch, ,, „ „ 0.80.
4316) L. Müller
aus der Mäusburg.
nrd uns von ein®* der Nähe von H dem stark miifc-
Dimensionen i sedlrn noch. 'S aus Eonnlag l deS Herrn Hojm c'en die Diebe üQe lischt Kirche wyrbt t Lvuren an ber jur ■ km unserer Grimir:: ages ju ermitteln i: * le zu bringen. vi' irbe, während fick >2: lebürnge Brüder hc. der Karlsstrofi r uchthaus tmtiüi V in großes in kinelLN urmulhen. daß ti; haben würde iep iäöltd) gemacht.
i der frühere @etifc
Ibtnb traten dießrrs mit ber vom ÄcM lilid) ber ^ufiiimM' enbes Programm c aiürften Ärußtebenh vbergtz. Am , Louiskvylatz und i w unb WW und br m Bollssest aut bc \ iotD't patrioti)^ r MM von den rinde- und andere!"
Dollar!
,ai m bi j1“
werden.
Voranschlag und Bedingungen liegen in rmserm GeschSftSlokal zur Einsicht offen.
Gießen, am 15 August 1876.
Großherzogliches Kreisbauamt Gießen.
In Vertretung: (4324
Schäcker, Kretsbauaufseher.
Neuerdings tritt noch die schwere Sorge hinzu, daß die Eisenindustrie durch die Auf. Hebung der Schutzzölle im nächsten Jahre schwer bedrückt werde und fürchten die Industriellen dieser eisenbahnlosen Gegend, daß damit ihre Werke vollends den Todesstoß erhalten werden. Umsomehr aber scheint die endliche Herstellung der Eisenbahnverbindung geboten, damit die Eisenwerke der projecttrten Lenne-Lahn-Dillbahn wenigstens dem eventuellen Drucke, der zu erwartenden ausländischen Concurrenz genügende Widerstandskraft entgegenzusetzen vermögen.
Würden die Eisenwerke hier ihre Thätigkeit einstellen müssen, so wäre die nächste Folge der offenbare Ruin, die volle Unfähigkeit der Fortexistenz der Bevölkerung der ganzen Gegend. Das Holz, welches einzig und allein durch die Köhlereien zum Behufe der Verhüttung angemessene Preise findet, wie selbst in der Statistik der Gr. Hess. Centralstellc für Landesstatistik bemerkt ist, würde völlig werthlos werden, während die Waldkultur dermalen neben der Eisensteingewinnung die bedeutendsten Erträgnisse resp. die hauptsächlichsten Erwerbszweige der ländlichen Arbeiterbevölkerung bilden. Ohne Wasserstraße und ohne Eisenbahn ifl, eine Ausfuhr des Holzes hier unthunlich. Gleichzeitig würden mit dem Auslöjchen der Hochöfen Tausende von Köhlern brodlos werden
Die Herstellung der projeetirten Bahn dagegen wird die Gegend nicht allein vor weiterem Rückgänge schützen, sie wird auch diese sparsame genügliche Bevölkerung sicherlich einem verhältniß- mäßigen Wohlstände entgegenführen. Die Rohprodukte, wie Steine, Holz, Thon werden sofort eine bedeutende Preissteigerung erfahren, während gegenwärtig faktisch 80 beliehene Grubenfelder still liegen. Der Preis der Arbeit wird durch die erhöhte Nachfrage alsbald steigen, die Steinkohle wird durch den Eisenbahntransport bis zu den Hochöfen entschieden billiger werden, das Holz durch die erleichterte Ausfuhr aus dem Gebirge neue Nahrungsquellen eröffnen, indem das seither zur Kohle benützte Holz vielfach als Nutzholz zur Versendung vorbereitet, in Säg- und Schneidemühlen, wozu reichliche Wasserkräfte vorhanden sind, verarbeitet werden kann. Die Viehzucht, welche hier nicht unbedeutend ist, wird ganz entschieden an Werth gewinnen, da die Eisenbahn den Markt bedeutend näher rückt, sowohl für den Viehverkauf selbst, als insbesondere für die Milchwirthschaft, Butter und Käse, für die Hühnerzucht, die Schweinemästuna u. s. f. Der Landwirth wird in dem sorgfältigen Wiesenbau, welcher namentlich im Sauerland sehr gepflegt, ja musterhaft betrieben wird, einigen Ersatz für die Unwirthlichkeit des Bodens zum Körnerbau gewinnen und die Viehzucht um so mehr poussiren, als er lohnenden Absatz seiner Producte findet.
Die Holz- und Metallindustrie wird mit der Eröffnung der Bahn einen vorher nicht gekannten Aufschwung nehmen, da die Eisenbahn das Kapital herbeilocken wird zu industriellen Geschäften, welche des Holzes und Eisens bedürfen und durch die Transportersparungen und die vorhandenen billigen Wasserkräfte lohnenden Betrieb versprechen.
Neuerdings ist der Versuch wieder gemacht worden, auf dem Wege der Zeichnung das erforderliche Kapital für den Eisenbahnbau aufzubringen. Ein Comite hat sich gebildet, an dessen Spitze Fürst Wittgenstein steht. Aber die Mittel der Gegend sind so schwach, daß bis jetzt nur i/2 Mill. Thaler gezeichnet wurde Die Kräfte der Industriellen selbst sind durch die beständigen Anstrengungen, welche für Aufrechthaltung der Coneurrenzfähigkeit gemacht werden müssen, dermaßen engagirt, daß dieselben, namentlich in Anbetracht der demnächst zu erwartenden englischen Concurrenz, eine größere Betheiligung nicht wagen zu dürfen glauben, obwohl die Rentabilität um so weniger bezweifelt wird, als die Bahn nach dem Projecte zugleich als kürzerer Weg aus dem Kohlenrevier nach Süddeutschland auf ganz bedeutende Durchgangsfrachten sicher zu rechnen hat.
Bei der jetzigen Flauheit und geldgeschäftlichen Muthlosigkeit ist es besonders schwierig, das Kapital für neue Eisenbabnunternehmungen zu engagiren. Es erscheint darum ganz besonders angezeigt, daß der Staat helfend eingreift, sei es durch Staatsbau, sei es durch entschiedene Betheiligung mittelst Subvention.
Nun hat ber preußische Handelsminister zwar feine Geneigtheit zur Förderung des Unternehmens einer Deputation gegenüber zu erkennen gegeben, j,edoch bestimmt erklärt, daß die betreffende Vorlage an den Landtag zur Bewilligung einer Subvention von 1 Million Thaler erst dann nach der festen Praxis geschehe, wenn vorher die übrige Summe des erforderlichen Baukapitals völlig sicher gezeichnet sei. Das Comitä habe zunächst nach Abzug ber Seitens des Staats zu bewilligenden Summe für Die Sicherstellung des noch fehlenven Betrags Sorge zu tragen. Hierin aber liegt die Schwierigkeit. Das Comite zweifelt gar nicht, daß es die erforderliche Betheiligung finden werde, wenn der Staat eine Subvention in bestimmter Form zugesaat hat, während dermalen unter den Anforderungen des Hanbelsministers die Angelegenheit nicht von ber Stelle kommt, gewissermaßen ad calendas graecas verschrieben scheint. Bei ber Noth- lage der Gegend erübrigt nur, daß die Staatsregierung von der allgemeinen Regel abweicht und eine Unterstützung und 'Betheiligung in derjenigen Form eintreten läßt, daß die seit 27 Jahren angestrebte Ausführung des Eisenbahnbaues nicht über die Periode der Aufhebung ber Eisenzölle hinausgeschleppt werbe unb bann zum Unglück der ganzen Bevölkerung geklagt werden müßte: au spät! (N. Hess. Volksbl.)
iKin eisen steinreiches aber eisenbahnarmes Stück Land tm deutschen Reiche.
Schluß.
Die eisenbahnlose Gegend mußte dem großartigen Schauspiele einer wunderbar aufblühenden Industrie in ben westlichen und nordwestlichen Kreisen Westphalens gegenüber die Rolle des stummen Zuschauers übernehmen. Plätze, die vorher kaum den Namen Stadt verdient hatten, wuchsen, nachdem sie an die Weltverkehrsader, Eisenbahn, versetzt worben waren, wie Schwamme bei günstiger Witterung auseinanber. Wer vermuthet heute, baß vor wenigen Jahrzehnten Dortmund ein Städtchen von 340J, Hamm von 4600, Iserlohn von 5200, Soest 6300 Seelen u s w. u. s. w. war? Den stummen Zuschauer mußte die arme gedrückte Gegend spielen, wenn ihr durch anderwärtige Eisenbahnen Concurrenzindustrieplätze erstanden, m Distrikten, wo man auf die Industrie nicht angewiesen war, während ihr selbst eine Eisenbahnverbindung versagt blieb, um darben zu müssen! .
Warum, fruq man sich, erhalten wir keine Bahn? Liegt denn unsere Gegend außer der Welt? Liegt unsere Gegend nicht mitten in einer directen Linie vorn Rhein nach Berlin? Fuhrt nicht der kürzere Weg aus dem niederrheinischen Kohlenrevier nach Süddeutschland durch unsere Gegend^nser Unglü(f, hieß es, daß der Staat kein Erbarmen hat, ist die Zerrissenheit, die vaterländische Zerspaltung, unter der wir leben.
Die vielen Landesfarben, welche hier in unserem Distnkte einander neidi,ch begegnen und so mannigfaltig sind, wie Die Flüßchen, welche hier ihren Ursprung nehmen, sie sind die Ursache all' unseres Eisenbahnja.nmers. Bald war es un Munde Deg Volkes der Hessen-Darmstädter, bald der Preuße, bald der Kurhesse, bald der Nassauer oder Waldecker, der die Schuld tragen mußte, daß die Eisenbahnverbindung nicht zu Stande kommen wollte.
Unvermuthet trat die Zeit heran, daß Die Grenzpfahle in Folge der Ereignisse von 1866 fielen, daß hier weder ein Kurhessen, noch Großh. Hessen, noch ein Nassau mehr exlstirten — es war eine Zeit erneuter Hoffnung, daß schleunigst nachgeholt werde, was die Vergangenheit versäumt, gesündigt hatte andern biedern, treuen, stillernsten Volke, das verzwe.flungsvoll aber sturnnr sich in fein Schicksal seither ergeben hatte. Traurige Thatsache ist es, daß die Bevockerung fort und fort rückwärts geht, während dieselbe in anderen Nachbardistrikten in raschem Tempo vor- war.s schrerted n fliegenden Zjährlichen Bevölkerungsaufnahmen des Kreises Biedenkopf (Hinterland) in den Jahren 1858, 1861, 1864 und 1867 eine stetige Abnahme von circa je 1 Procent der Bevölkerung. Aber der Rückgang erfuhr damit keinen Stillstand, er schreitet jort. Die muthlos gewordene Bevölkerung hofft nun seit einem vollen Jahrzehnt cben|o erfolglos, als unter1 der Vielherrschaft. Das bekannte „Holland gehen" reicht nicht mehr aus, um vor dem Darben au schützen- die Zahl Derer wächst, welche dem heimathlichen Boden ganz und für die Dauer Lebewohl sagen müssen. Hier ist keines Bleibens mehr, wenn der Staat noch länger erbarmungsloser Zuschauer des steigenden Elendes bleibt. , ‘
Periculum in mora! Nur eine Eisenbahn kann hier dämmen., Noch fit nicht Alles verloren, noch ist es Zeit, noch kann geholfen werden, um die immer noch blühende Eisenindustrie vor dem Untergänge zu bewahren. Aber nicht allein schleunige Hilfe, sondern schleunigste Hilfe thut noth.
Drei Millionen Thaler ist die ganze Summe, womit nach sachverständigem Gutachten, vier Millionen nach officieller Schätzung, das eisensteinreiche, aber eisenbahnarme Territorium zwischen Lenne, Lahn, Dill und Sieg nach Ost, West und Süd direct mit dem Eisenbahnnetze in directen Verkehr gesetzt werden könnte. .
Eine Verbindung Der Nuhr-Siegbahn (Station Altenhundem) mit der Main-Weserbahn (Station Cölbe nördlich von Marburg) über Erndtebrück, Laasphe und Biedenkopf mit Abzweigung von Laasphe nach Dillenburg für die Richtung nach Süddeutschland würde die bedeutendsten Eisenwerke der Gegend direct an den Schienenweg versetzen und damit den Hauptbedürfnissen der Gegend in ersehnter Weife Rechnung tragen. Die preußische Statistik vom Jahre 1872 entnimmt über diesen Gegenstand dem Frankfurter Handelsbericht vom Jahre 1868 Folgendes: Die Lime Altenhundem-Laasphe-Dillenburg würde insbesondere bei direkter Fortsetzung über Braunfels- Usinaen - Frankfurt zum natürlichen Stapelplatz der reichen Miner al sch ätze jener Gegend für einen großen Theil Süddeutschlandß machen und den dortigen Bergbaubetrieb sehr heben. Ebenso bemerkt der Jahresbericht von Dillenburg hierüber: Eine Zweigbahn der Lenne-Lahnbahn (d. i. die projectirte Bahn Altenhundem-Cölbe) und zwar eine Banfe-Dillbahn wurde in Verbindung mit der schon länger projeetirten Scheldethalbahn den größten Einfluß auf die Entwickelung unserer Industrie, namentlich die Eisenindustrie des mittleren Lahn- und Dietzholzthales üben, da sie in ihrer Verlängerung bis Frankfurt den kürzesten Weg von den Hauptkohlenrevieren Westphalens nach Süddeutschland Herstellen und die reichen Eisensteinlager der mittleren Lahn und Dill mit jenen in nächste Verbindung bringen würde.
Prüpelholz, ei«, „ „ Stockholz,
6250 Wellcn „ Reisholz, 204 Nadel-Stämme mit 64,37 Festmeter,
mW.®"®! '*
einem H® ,
U5jeiWe“
jmiirt Die Lm 1 | Verlauf iW bis Inibe N ö bm unser tat unb nicht |
, fietS l«”e" "
;.s»gg!
GH
ml
d
121 „ Stangen „ 9,38 „
Die Zusammenkunft ist auf der Grün- beiger Chaussee an der ersten Schneiße.
Gießen, am 15. August 1876. (4320
Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen.
B. Brumm.
Der Aufbruch und die Plasterung chaussirten Fahrbahn der Staatsstraße dem Seltersthor in Gehen auf 18° Meter Länge, ausschließlich Lieferung der Materialien zu 2164 Mrk. 60 Pfg. veranschlagt, soll Montag den 21. d. Mts., Vormittags 10 Uhr, im Bramm'schen Wirthslocal dahier an den Wenigftnthmenden versteigert
1Ul waren.
!£5-«Ä
Ä ®'!!P »■
“M n«it untttfleltr 'cfannt war.
Aeilgevotenes.
Mene holl. Häringe
empfiehlt (4289
Carl Hoffmann.
Feinsten Ginmachesstg, Prima Weinessig,
empfiehlt (3987
Gg. Willi. Weidig.
4257) Lackirte Möbel, als: Commoden, einthürtge Küchenschränke mit Glasaufsatz, Waschkonsolschränkchen, Schüsselbänke, Bettladen u. dergl. sind zu verkaufen.
Karl Zimmermann, Neuenbäuen B. 84.
Nestle’s Kiudermehl, per Büchse 1 M 25 Pf., empfehlen 4307) Htin^erling fr Tribus.
4322) Mehrere ©orten besten Weinessig zum Einmachen empfiehlt billigst
J. Retter,
Seltcrsweg.
Backsteine
(Feldbrand) verkauft (4280
________Jacob Reiber, Gartseld Buchene Holzkohlen verkauft (4194
Carl Hoffmann.
Neues Grim-Korn wieder eingetroffen bei 4») J. M. Schulhof. Bengalisches Feuer in allen Farben, in Hülsen abgefaßt, vorräthig bei
4314) L, Müller, Mäusburg.
Neue holl. Bollhäringe
sind wieder eingetroffen bei (499
_________Gg. Wilh. Weidig,
Königs-Reisstärke, unübertroffenes Fabrikat zum Stärken der Wäsche, empfiehlt 1379) Emil Fischbach.


