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Deutsch.

Adam, ehel- Tochter.

Getaufte.

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Den 9. Juli. Ein unehel. Sohn von Auswärts, Ludwig, geb. den 16. Juni.

Denselben. Dem Bürger in Londorf und Schreiner, Ludwig Rohrbach, ein S-, Karl Johann Wilhelm, geb. den 7. Mai.

Denselben. Dem Bürger in Fellingshausen und Backsteinmacher dahier, Jacob Diehl, eine Tochter, Johanna Katharine, geb. den 24. Juni.

Denselben. Dem Bürger in Lohra und Bahnarbeiter, Philipp Klinkel, eine Tochter, Louise Dorothea Johanna Ida Auguste, geb. den 9. Juni-

Den 13. Juli. Dem Uhrmacher, Karl Arthur Meisinger, ein Sohn, Karl Lud­wig, geb. den 18. Mai.

Beerdigte.

Den 9. Juli. Elisabeth Pröschold, geb. Faß, Ehefrau des Schlossers, Richard Pröschold, alt 30 I. 4 M- 29 T-, gest- den 7. Juli.

Den 11. Juli- Emil Roth, Bürger und Verlagsbuchhändler, alt 61 I. 5 M- 21 T., gest. den 9. Juli.

Den 15. Juli. Franz Friedrich Wilhelm Heinrich Wernekinck, ehel. Sohn deS öerft Professors, Christian Friedrich Wernekinck, alt 44 I. 3 M- 17 T-, gest. den 13. Juli.

Eheschließungen.

Am 12. Juli. Jacob Jendt, Schäfer, mit Elisabethe Adam.

Geborene.

Am 7. Juli. Alfred, S. des Kaufmanns Isaac Moses Schulhof. Karl, S. deS Schreiners Justus Traudt- 5 Thomas, S- des Schneiders Wilhelm Moritz Huppert- 9. Anna Katharine. T- des Dtenstknechts Ludwig Jung. 8. Karl Martin, S- des Jnstitutdieners Heinrich Balser. 12. Justus,- S- des Werkstättearbeiters an der Obeih. Eisenbahn Wilhelm Rinn. Heinrich, S- des Weichenstellers Heinrich Lotz und Mathilde, T- desselben, Zwillinge. 9. ?, S. des Buchbinders Paul Adam. Lina, T- des Briefträgers Friedrich Mohr. H. Gustav, S. des Tapezierers Fer­dinand Vannstiel.

Gestorbene.

Am 7. Juli. Elisabethe, Ehefrau des Schlossers Richard Pröschold, geb. Faß, 30 I. 5 M. alt. 8. Susanne Karoline Theodore, T- des Rothgerbers Franz Plank, 12 I. 2 M- alt. 9. Der Verlagsbuchhändler Emil Roth, 61 I. 6 M- alt. Der Geschirr- und Porcellanhändler Wilhelm Backhaus von Beuern, 47 I. alt- Otto Werner, S- des Heizers Philipp Hupfeld, 11 Wochen alt. 12. Clara, T- des Land­poftboten Karl Keßler, 1 I. 4 M- alt- - 13. Franz Friedrich Wilhelm Heinrich Wer- nekilick, 44 I. 3/t M- alt. 14. Der Zimmermeifter Konrad Bernhard Daniel Georg Ruckstuhl, 50 I. 9 M- alt-

Auszug aus den Kirchenbüchern der Stadt Gießen.

Evangelische Gemeinde.

Getraute.

Den 12. Juli- Jacob Jendt, Bürger in Medereisenhausen und Schäfer dahier, ein Wittwer, und Elisabethe Adam, des oerst. Bürgers und Hirten in Bischoffen, Peter

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Ausrug aus den Standesamtsregistern der Stadt Gießen.

Vom 7. Juli bis 14. Juli 1876.

3490) Nachdem der von der Stadtverordneten-Versammlung der Stadt ! Gießen am 24. Februar d. I. gefaßte Beschluß wegen Capitalaufnahme von 600000 Mark zur Bestreitung der in diesem und in den nächstfolgenden Jahren " insbesondere für Brücken- und Straßenanlagen, Schul- und andere Bauten sich I ergebenden außerordentlichen Ausgaben die Genehmigung der Aufsichtsbehörde erhalten hat, so wird dies mit dem Anfügen bekannt gemacht, daß Capitalien in Beträgen von 100. 300. 500 und 1000 Mark aus dieses Anlehen gegen Jnterimsscheine jederzeit zur Stadtkasse eingezahlt werden können und findet die ' Verzinsung mit 4V2 Procent vom Tage der Einzahlung an Statt. Die Rück­zahlung des Anlehens erfolgt durch Amortisation mit jährlich 2 Procent unter . Vorbehalt des Rechts der Stadt zur Kündigung des Anlehens im Ganzen oder i zum Theil. Der Austausch der Jnterimsscheine gegen die auf Inhaber lau­tenden Original-Obligationen findet nach deren Anfertigung Statt, worüber I seiner Zeit besondere Bekanntmachung erlassen werden wird.

Gießen, den 30. Juni 1876.

Großherzogüche Bürgermeisterei Gießen.

A. Bramm-

Bekanntmachung.

Amtliche Verkaufsstellen für Postwerthzeichen bestehen im hiesigen Orts bestellbezirk bei:

Herrn Louis Wenzel, Seltersweg.

Heinzerling und Tribus, daselbst.

C. F. Seurmler, Wallthorstraße.

I. W. Kurz, Neustadt.

Die genannten Verkäufer haben sich vertragsmäßig verpflichtet, stets eine entsprechende Anzahl von Postwerthzeichen vorräthig zu halten, dieselbe nach Bedarf rechtzeitig zu ergänzen und die einzelnen Marken rc. zu keinem höheren, als dem Betrage ihres Wertstes an das Publikum abzugeben. Ferner soll der Verkauf im Allgemeinen während der ganzen Zeit, in welcher das Ge­schäftslokal des Verkäufers geöffnet ist, jedenfalls aber innerhalb der für den Verkehr mit dem Publikum festgesetzten Dienststnnden der Ortspostanstalt erfolgen.

Gießen, den 13. Juli 1876.

Kaiserliches Postamt.

L o ch m a n n-

kurcklebt und dann auch noch an dem Kriege gegen Frankreich 1815 Theil genommen In der Schlacht bei Quatrebas erhielt er einen Schuß durch die Brust, genaß zwar in kurzer 3eit, hat aber die Kugel, die ihm den Tod bringen sollte, bis an sein Lebens- mde 61 Jahre mit sich im Körper herumgetragen. Bei der Odduction seiner Leiche ist das Geschoß, welches zwischen der zweiten und dritten Rippe eingedrungen, um die LRflC herumgegangen und im Rücken sitzen geblieben war, dort in einer beutelformigen Einkapselung gefunden worden. Im Jahre 1848 hat Brömbsen als braunschweigischer Bataillonscommandeur an dem Feldzuge in Schleswig-Holstein Theil genommen, da er aber bet Apenrade mit dem Pferde stürzte und sich nicht unbedeutend verletzte, trat er 1849 in den Ruhestand. . . . .

Ronsdorf, 7. Juli. Gestern spielte in unserer Stadt, wie der B. A. meldet, ein zweijähriges Mädchen mit einer kleinen Mohre und steckte dieselbe auch in den Mund. Bei dieser Gelegenheit gerieth die Mohre in den Schlund des Kindes und letzte sich dort fest. Der Vater lief sofort mit der Kleinen zum Arzte, welcher sich alle erdenkliche Mühe gab, den Gegenstand aus der gefährlichen Stelle zu entfernen. Es gelang dies jedoch nicht, vielmehr starb das Mädchen nach Verlauf einer qualvollen

( Zur Zusammenlegung der evangelischen Pfarreien.) In dem Dorsi K- war Kirchenvisitation. Als nun der Visitator an den Kirchenvorstand die übliche Frage nach etwaigen Wünschen der Gemeinde richtete, hielt er sich auch dazu berufen, ein Wort in der vielberedten Kirchensteuerfrage mt^usprecheu und meinte, ob die Auf­besserung der Gehalte nicht nach dem bekannten Recepte durch Zusammenlegung von P arreten aufgebracht werden könne. Der Vffrtator erwiderte man habe das ernstlich erwogen und, wo die Umstände es gestatteten, werde man sobald als möglich damit vorgehen. So habe die Kirchenbehörde z. B die Absicht, bet der nächsten Vacanz ihre eigene Pfarrstelle nicht mehr zu besetzen, sondern sie dem benachbarten Pfarrer in St. mit zu übertragen. Dies hören und sofort erklären, das lasse man sich nicht gefallen, X für bie fluten Leute von ft. ein«! Werden etwa andere G-m-md-n lieber dam. zufrieden sein, ihren Pfarrer herzugeben? Aber, nicht wahr, aus fremder Haut ist gut Riemen schnödenbem Lübecker DampfschiffUnion" (Capitän Leitmann), bas aus Petersburg zurückkehrte, explodirte am Sonntag Morgen eme Spntladung Das Schiff verbrannte 6 Meilen von Bornholm- Die Passagiere und die Mannschaft, mit Ausnahme des Schiffsjungen wurden durch das DampfschiffGauthrot gereitet- Das Schiff war bei der Lübecker Seeversicherungs-Gesellschaft Schweizer Lloyd mit 180,000JD^rf ^d^iner Mutter für ihr Kind erzählt mit folgenden einfach rührenden Worten dieZeitzer Zeitung": Soeben erhalten wir die Nachricht von einem außer­ordentlich traurigen Vorfall, der sich heute Vormittag hier ereignete. Das Kind des Bahnhofs-Assistenten Marx war in die Elster gefallen und seine Mutter, ohne sich weiter zu besinnen, sprang ihm, um es zu retten, nach. Wahrscheinlich wurde sie aber im Wasser von einem Schlaganfall getroffen, denn während man das Kind lebendig aus den Fluthen zog, hatte das treue Mutterherz bereits aufgehört zu schlagen.

(Ein Prozeß um acht Kreuzer.) Ein Bürger in Stetnamanger schuldete der Oedenburger Handelskammer acht Kreuzer, deren Zahlung er verweigerte. Der Schuld­ner wurde verklagt, der Anklage folgte das Urthest, dem Urthell die Appellation und dieser eine zweite Berufung, so zwar, daß hieraus ca. hundert Gulden Spesen ent­standen und die acht Kreuzer obendrein doch gezahlt werden mußten Nicht genug an dem widersetzte sich der Bürger bei Vollzug des Urtheils den Genchtspersonm und wurde schließlich noch auf drei Monate eingesperrt.

In französischen Offizierskreisen coursirt folgende Anekdote. Der Unter­lieutenant Verdier war in der ganzen Garnison berühmt und gefürchtet, weil er lammt liche Wetten gewann. Keiner seiner Kameraden konnte sich rühmen zemals ihm gegen­über Sieger geblieben zu sein, und deshalb mochte Niemand mehr gegen ihn partren_ Eines Tages wurde Verdier zu einem andern Regiment versetzt. Der Rus feines Glückes eilte ihm voraus, und bei dem am Tage seiner Ankunft zu seinen Ehren, arrangtrten kameradschaftlichen Souper gerade als der Champagner aufgetragen öiirbe - fragte ihn sein neuer Chef: .Ist es wirklich wahr, Kamerad, daß Sie jede Wette gewinnen?"Ja wohl, mein Oberst!"Na, zum Teufel, wie machen sie das? JO, sehr einfach! Ich bin Physiognomiker und wette nur, wenn ich meiner Sache völlig sicher bin."Sie sind Physiognomiker? Nun gut, was sehen Sie jetzt z. B- auf meinem Gesicht?"Ich sehe, daß Ihre alte Wunde am Oberschenkel aufgebrochen ist, und Sie heftig schmerzt."Unsinn! Ich habe nie eine Wunde am Oberschenkel gehabt!"Verzeihung, mein Oberst!Kein Aber, mein Herr! Wenn ich es Ihnen versichere!"Sie mögen vielleicht nicht davon reden wollen vielleicht aus sinem Duell - was weiß ich!" Da soll doch gleich . . . . Was gilt die Wette? Wie Sie wünsch'en, mein Oberst!"500 Francs?"Gut, 500 Francs I"Die Herren sind Zeugen!" Mit diesen Worten entledigte sich der Oberst, ungemrt wie Euwarow, seiner Pantalons und eine genaue Ocularinspection ergab sofort, daß weder Kugel noch Säbel seinem Schenkel jemals ein Leid gethan-Sie haben verloren, Lieutenant!" rief der Oberst triumphirend.In der That! Ich habe verloren. Man kann sich eben irren ! Hier sind 500 Francs " Schmunzelnd zog der Oberst seinen Gewinn ein, ließ sich Papier und Feder geben und schrieb an den Commandeur von Verdier's früherem Regiment, einen alten Kriegskameraden:Lieber Freund! Die Geschichte mit dem Verdier ist ja der reine Humbug! Er hat so eben um 5j0 grc§. mit mir gewettet, daß ich eine Wunde am Oberschenkel hatte und bat natürlich ver­loren!" Die Antwort lautete:Du bist von rührender Naivetat. Dein Gewinn von 500 Frctz. kostet mich baare 2000. Verdier hat mit mir gewettet, daß er Dich am Abend seiner Ankunft zwingen würde, Dich bei voller Offiziertafel Deiner Jn^xpressibles zu entledigen und mir dies Faktum eigenhändig zu meldend

Aus Baden, 8. Juli- Das Gewitter vom letzttn Freitag hat n verschiedenen Theilen unseres Landes Menschenleben gefordert. Aus einem Dorfe bei Appenweier wird Folgendes berichtet: Der Sohn des Hauses, eine 14lährtge Arbeiterin und die 17jährige Dienstmagd, die sich in der Furcht, verregnet zu werden, unter eine beim nahen Wäldchen stehende Eiche flüchteten, wurden sofort getödtet, wahrend die Frau des Hauses, die der Eiche etwas ferner blieb, gelähmt und der Sprache beraubt wurde, und das gleiche Schicksal von dem unmittelbar darauf nachkommenden Vater und der Großmutter nur wie durch einen Zufall abgewendet wurde. Derselbe hatte nun die Aufgabe, drei Todte seines Hauses und eine Halbtodte auf dem zum Repsholen mlt- aebrachten Wagen, zur Bestürzung der Dorfbewohner einzuführen. (Rh^- u- N -Ztg.)

Saarlouis, 7. Juli. Von einem Arzte, der dem gestern Morgen an ihn ergangenen Rufe nach Spittel Folge geleistet, sind uns grauenhafte Details über ein

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Grubenunglück mitgetheilt worden. Als vorgestern Abend 10 Uhr die Explosion ftatt- fanb, befanden sich 150 Bergleute in der Grube, von denen 147 zu Tage gebracht waren, darunter nur 3 Unverletzte, 38 Todte und 106 zum größten Theile schwer Ver­wundete. Von den drei noch nicht aufgefundenen Arbeitern darf wohl auch angenommen werden, daß sie durch die Explosion getödtet wurden. Der Jammer der Angehörigen soll entsetzlich sein; aus einem Hause fielen der Vater, zwei erwachsene Söhne und ein Schwiegersohn als Opfer dieser Katastrophe. rr

- Einen schauerlichen Racheact meldet man aus Odessa Kurz nach Ankunft eines Eisenbahnzuges aus Kiew sah man auf dem Bahnhofe einen in Flammen stehen­den Mann, dem die Augen aus den Höhlen getreten waren und der Jammertöne aus­stieß. Auf die an ihn gerichtete Frage sagte er aus, daß er auf dem Wege nach der Stadt von seinen Begleitern, einigen Bahnunterbeamten, festgehalten und mit Kerosin übergossen woiden sei, daß sie dann angezündet hätten. Unmittelbar darauf verschied er. In der Nähe lag eine Flasche, die Kerosin enthalten hatte, und ein Zettel mit den Worten:So gebührt es den Spionen."

Besondere Schwierigkeiten für das Verständniß der vom Kriegsschauplätze eingehenden Nachrichten bereitet der Umstand, daß viele Orte verschiedene Namen haben, je nachdem sie Türkischer oder Slavischer Seits genannt werden. So bezeichnet z. B. Lipnik" undGaczko" denselben Ort.Busud" ist das türkische Synonym fürBrad", Berbier" fürGradiska",Bebkel" fürBihac",Jeni-Bazar" fürNovi-Bazar", ..Nisch" fürNissa", ,Bosna-Serai" fürSerajewo",Edirn" fürAdrianopel",Ak- hissar" fürBelgrad"; Stub, Uertub, Prokoplie bezeichnen denselben Ort.

Außerdem wird es noch zur Orientirung beitragen, nachstehend eine Aufzählung der am häufigsten vorkommenden slaoischen und türkischen Bezeichnungen neben ihrer Uebersetzung m's Deutsche zu geben.

Es heißt nämlich:

Slavisch. Türkisch

Gora, budo,

planina, Dagh , tepe,

Berg.

Selo,

Koi,

Dorf.

Voda,

Su,

Wasser oder Fluß.

Grad.

Hissar,

Schloß.

VarcÄb,

Bazar, Chelibe,

Marktflecken.

Jesero,

Gol,

See.

Cerna,

Kara,

Schwarz.

Bel, biela,

Ak,

Weiß.

Duga,

Dere,

Thal.

Novo,

Jeni,

Neu.

Stari,

Eski, Joyuk,

Alt.

Velika,

Groß.

Mala,

Kutjuk,

Klein.

Most,

Tschekmedjeh,

Brücke.