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Krankreich.

Paris, 13. Januar. Das JournalLa France", welches auf den Antrag Buffel's wegen Verbreitung falscher Nachrichten angeklagt war, ist zu einer Geldstrafe von 1000 Frcs. und in die Kosten verurtheilt worden. Ernest Picard führte die Vertheidigung des Blattes.

Paris, 13. Februar. Der Akademiker Carne und Dr. Andral, Mit­glied des Instituts, sind gestorben.

Paris, 13. Februar. Der Herzog v. Decazes hat in einer privaten Wahlversammlung die europäische Lage erörtert inb als eine solche dargestellt, die sichere Bürgschaften für die Erhaltun^de^^'edens in sich trage.

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wollte. Vor Allem werde es noch bewiesen werden muffen, ob die Türkei noch die ausreichende Autorität und die genügenden materiellen Machtmittel zur Pacification der aufständischen Provinzen besitzt, wenn sie von der europäischen Diplomatie in ihren Bemühungen nachdrücklich unterstützt wird.Diese Frage ist wohl die wichtigste, welche während der nächsten Monate in Betracht kommt; sie mag noch manche Eventualitäten in ihrem Schooße bergen, die ge­rade für uns, als unmittelbar betheiligten Nachbarstaat, von besonderem Jn- teresie sind "

DieNeue Fr. Presse" ist ebenfalls mir dem Schritte der Pforte zufrieden, und tritt zugleich der weit verbreiteten Ansicht entgegen, daß die Insurgenten ich weigern werden, die Waffen niederzulgen. Nach ihrer bekannten Auffaffung -atte die Jnsurrection überhaupt niemals eine andere Bedeutung, als diejenige, welche ihr von Außen her beigelegt wurde.Wollen die Mächte die Erhal­tung deS Friedens ehrlich und aufrichtig, so hat die Jnsurrection keinen Sinn mehr. Rußland wird seine Agenten Heimrufen und seine Verhetzungen einstellen, Oesterreich wird seine Grenze abschließen und die Ordnung auf dem eigenen Gebiete mit strenger Hand aufrechterhalten. Und dann wird sich zeigen, daß auf dem Boden der Herzegowina keine aufständischen Elemente vorhanden sind, welche man mit dem urplötzlich für die europäische Diplomatie so imposant gewordenen Namen der Insurgenten belegen könnte."

«Holland.

Haag, 12. Februar. Der General - Secretär der Colonieen, Herr Henny, erbat und erhielt seine Entlaffung. (Henny war durch die Enthüllun­gen in den wegen holländischer Werbungen für Atschin zu Darmstadt geführten Untersuchungen compromittirt worden).

Schweden.

Stockholm, 12. Februar. Der Reichstag hat heute die sämmtlichen von den früheren Reichstagen noch ruhenden Grundgesetz-Vorschläge angenom­men. Von diesen rief nur die Vorlage, betr. Ernennung eines Conseil-Präsi­denten, eine lebhaftere Discussion hervor, und fand schließlich in der ersten Kammer mit 57 gegen 46, in der zweiten Kammer mit 112 gegen 60 Stim­men Annahme. Die übrigen Vorlagen betrafen unwesentliche Abänderungen des Preßgesetzes.

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Peutschland.

Berlin, 12. Februar, lieber die gegenwärtigen Zustände in Nord- Amerika entnehmen wir einem Schreiben des Pastors Ruperti in New-York, eine« Deutschen, folgende wenig erfreuliche Schilderung:Die Geschäftslosig- keit sagt derselbe in diesem Briese, hat eine zunehmende Armuth und wachsen­des Verbrechen im Gefolge- Die Armee von Arbeitslosen in den Lllraßen war nie größer und die Aussichten nie schlechter. In allen östlichen Staaten ist dasselbe Elend. Der Sherif einer großen Stadt in Massachusetts fand kürz­lich die Räume seines Gefängnisses unzureichend; er telegraphirte deshalb an alle Gefängnißoerwaltungen des Staates nm Ueberlassung von Raum; aber von allen Seiten kam die Antwort, daß die eigenen Räume überfüllt seien; Alles von bettelnden Vagabunden. Und doch^ kommen noch Tansende monatlich herüber und die Meisten ohne Geld, ohne Sprachkenntuiß, vielleicht auch ohiie ausreichende Körperkraft für schwere Arbeit. Es ist herzbrechend und dabei zugleich zum Grimmigwerden, wenn man diese leichtfertigen Schaaren beob­achtet, die so gedankenlos auswandern und sich und die Familien in das größte Unglück bringen- Es sollten doch Alle, die Einfluß auf das Volk haben, das arme thörichte Volk von der Auswanderung nach Amerika zurückhalten."

Berlin, 13. Februar. Die feit geraumer Zeit gegen Deutschland g'- richteten Hetzartikel derDannevirke" und deren dänischer Colleginuen sind nicht ohne Wirkung geblieben. In der Nacht zum 28. v. Mts. sind dänische Fanatiker in die Bjoldernper Kirche gedrungen und haben die Gedenktafel» für gefallene deutsche Krieger vollständig zerstört. Die Empörung über diese Fre- velthat ist namentlich in den deutschen Kreisen Nordschleswigs eine große, und e« ist ebenso erklärlich wie verzeihlich, wenn der berechtigte Unmuth sich haupt­sächlich gegen die intellectuellen Urheber der That, gegen die dänischen Blätter Nordschleswigs wendet.

Berlin» 13. Februar. Eine für die Militär-Invaliden principiell wich­tige Entsckeidung des Kriegsministeriums ist jüngst ergangen und de» Behörde» zur Nachachtung empfohlen worden. Das Reichs - Militär - Pensionsgesetz und die von dem Bundesrathe dazu erlaffenen Ausführungs-Bestimmungen verord- neu nämlich die Einziehung der Jnmlidenpension unter den vorgeschriebenen Maßnahmen, wenn die Pensionäre gegen Entgelt als Beamte angestellt oder beschäftigt sind. Hierbei ist nun nach der neuen Entscheidung festzuhalte», daß es lediglich auf die Empfangnahme einer Bezahlung ankommt und es durchaus gleichgültig ist, ob dieselbe Gehalt, Diäten, Remuneration oder sonst wie ge­nannt wird. Betreffs der Feststellung des BegriffsBeamter" im Sinne des vorerwähnten Gesetzes sei es ganz unerheblich, ob die Beschäftigung eine ganz unbestimmte, provisorische, probeweise ist, ohne Aussicht und Anspruch aus dauernde Anstellung und ohne die Rechte der fest (etatsmäßig) angestellten Be­amten ; denn (heißt es in der Ausführung) die Eigenschaft eines Beamten im Sinne des Gesetzes haben nicht blos die im Staats- u. s. w. Dienste als wirkliche Beamte dauernd angestellte» Pe»sio»sempfänger, sondern die Beamten- eigenschaft involvirt überhaupt jedes Beschäftigungsverhältniß, in welchem dem Funetionär bei Ausübung seiner dienstliche» Verrichtungen amtliche Eigenschaften beiwohnen, d. h. in allen Fällen, wo derselbe gewisse, das öffentliche (Reichs-, Staats-, Gemeinde-)^ntereffe angehende Geschäfte im Auftrage und unter Au­torität der Behörde ^Mmiebmock hat. __wohl

Karlsrllbie, dem Treiben der mit sog. Bezugs-

ouch andere) hat vor M^^> Agenten auswärtiger Banken gewarnt

scheinen obet Einschreiten aufgesordert. Neuer-

und die C)rt§poUiei&ei)o < Lanbl9uL lieferungsweise erscheinende Romane dings läßt eine Be.ln ) Prämie je der achthundertste Tieil des Ge im Lande colportiren, w preußischen Classenlotterie versprochen und

wtnnes von zehn Viertelt s Bezahlung der ersten Lies^rung aus-

hierüber ein sog- Garar,ttesche ° rt Reichsstrafgesetzbi.s verstößt,

gestellt wird. Da dieses Verfahren gg Bezirksamt wrnt nun-

Lurde strafP-lizeiliche Un rsnchnnk ting ganj werthlos, ct gemein J

mehr vor Bestellung solcher Romane,da st. « bekonnen, und

schädlich sind, "ament QinbTinalinfleu ohne Weiteres die Thür zu weifl, nöthi-

Hesterreich.

«rrr.» 12 Tebruar Die Grenzverletzungen, welüe sich e Türke»

V^rsolau»?flüchtiger Insurgenten haben zu Schulde» tonten laste» " Ls kr^att che Dorf Dobrelin wurde verbrannt und myrere mwohner das kroatiscy T Kriegsministermm vereilaßt,Lmppen-

getödtet und oerwun ... -»tische Grenze vorzunehmen. 6n Baillon des Nachschübe -ndie bo ^iwentes^Erzherzog Ernst und eine latteriÄrtillerie in Agram st ^^linvlak der Grenzüberschreitung dirigt worn. Der ist Tn«0Anet* M jenen Einwohnern von Dobretin welchin Folge

Kaiser hat angeord , t 1 geschädigt wurden, :m aiemefsener

der türkischen Invasion Äleichzeitig wue im iplomati-

Entschädigungs-Vorschich ausaeplünderten Grzbevölkuug von

d-r Türkei verlang^ ^.e e liegen, wem amt, was

d'ska, die sämtlich a W mit bet Xnnme deReform-

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Rede des Kanzlers ericheint unsimhöchstenis z r

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