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Donnerstag, den 15 Juni
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Berlin- 12. Juni. In den schweizerischen Kantonen Uri, Schwyz,
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16 jt Friedrichshafen, 13. Juni. Die Ueberschwemmung in der Umgebung 9 2P itl Bodensee- dauert fort; der See steht 10 Fuß über Null. Die Landungs- 6 2P Lücken in den Seehäfen sind überfluthet, auch die sonstigen Hafen-Anlagen 2i) ^Mroht. Da- hiesige Gaswerk ist stark beschädigt. In Ravensburg, Wein-
urtm und mehreren Dörfern stehen tiefliegende Fabrik-Anlagen und Häuser
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Ulm, 13 Juni. Die Donau und Iller sind über ihre Ufer getreten unb noch im Steigen. _
Eisstngen, 12. Juni. Graf Herbert Bi-marck ist heute hier einge- ttoffen, der Reichskanzler selbst wird in den nächsten Tagen erwartet. Er wird i obern Salinen-Gebäude wohnen.
Kehl, 13. Juni. In Folge AnschwellenS der Flüsse in der Schweiz in vergangener Nacht der Rhein die Schiffbrücke bei Hüningen fort. Das sser de- Rheins ist noch in fortwährendem Steigen begriffen.
Cannstatt, 13. Juni. Der Neckar ist in fortwährendem Steigen
Preis vierteljährlich 2 Mark 20 Pf. mit Bringerlohn. Durch die Post bezogen vierteljährlich 1 Mark M Pf.
Erscheint täglich mit Ausnahme des Montags.
Expedition: Schulftraße, Lit. B. Nr. 18.
Nr. 13 des Reichs-Gesetzblatts, ausgegeben den 9. l. Mts., enthält:
(Nr. 1134.) Erlaß, betreffend das oberste Militärgericht für Marinesachen. Vom 23. Mai 1876.
(Nr. 1135.) Bekanntmachung, betreffend die Erweiterung von Festungsanlagen. Bom 7. Juni 1876.
Gießen, den 13. Juni 1876.
Großherzogliches Kreisamt Gießen.
v. Röder.
Schweiz.
Basel, 12. Juni. Den „Baseler Nachr." wird auS den Santenen <^t. Gallen und Thurgau von großen Ueberschwemmungen berichtet: der Rhein, die Tbur und deren Nebenfluß, die Murg, haben Häuser, Brücken und Eisen- bahn-Anlagen zerstört; in Frauenfeld sind einige Personen ertrunken. Der Wafferstand des Rheins bei Basel ist 15i/2 Fuß. — Bei der Abstimmung in der Stadt Basel ist das Canalisations-Gesetz mit 4019 gegen 1193 Stimmen verworfen worden.
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ei Statuten.
r Vorstand.
zu wollen; Serbien habe eigentlich niemals an Rüstungen gedacht und vollende nur seine Militär-Organisation gemäß dem Princip der allgemeinen Wehrpflicht. Die verfügten Ernennungen von Officieren entsprächen dem normalen Bedürfnisse. An Krieg und Bedrohung der Integrität der Türkei könnte Serbien um so weniger denken, als die Erhaltung dieser Integrität gerade ein hohes serbisches Interesse begründe. Die zeitweilige Grenzbesetzung sei Serbien durch die außerordentlichen Verhältnisse in den Grenzprovinzen aufgenöthigt worden, namentlich in Folge der gewiß gegen den Willen der türkischen Localbehörden vorgekommenen Verletzungen des serbischen Territorium-. Uebrigens liege der serbischen Regierung die Regelung einiger aufgetauchten Schwierigkeiten am He.zen; zu diesem Zwecke werde sie einen Provinzial-Bevollmächtigten nach Konstantinopel entsenden. Es bleibe ihr Wunsch, mit dem souveränen Hofe beständig die besten Beziehungen zu unterhalten.
Wien, 12. Juni. Dem „Telegr.-Corresp.-Bureau" wird aus Konstantinopel gemeldet: Der Sultan hat den Großvezir aufgefordert, ihm im Laufe dieser Woche ein Regierungs-Programm zu übergeben, zu dessen Annahme sich der Sultan geneigt erklärte. Der Präsident des Staatsrathes, Midhat Pascha, wurde mit der Ausarbeitung eines ProjecteS wegen Einberufung eines National- rathes betraut, welcher sich ausschließlich mit Finanzen beschäftigen und insbesondere das Budget berathen soll.
Wien, 13. Juni. Erzherzog Albrecht reist heute, der „Polit. Corresp." zufolge, zu einem Besuche des Königs und der Königin der Belgier nach Brüssel und wird, wie die „Polit. Corresp." vermuthet, auf der Rückreise die Kaiser Alexander und Wilhelm in Ems besuchen. — Ein Brief der „Polit. Corresp." aus Konstantinopel vom 13. Juni erwähnt da- Gerücht, daß„Gene- ral Jgnatieff seine Abberufung verlangt habe und Nowikoff zu seinem Nachfolger bestimmt sei.
Pola, 12. Juni. Das Admiralschiff, Panzer-Fregatte „Custozza", ist gestern, das Kanonenboot „Albatros" heute nach Smyrna abgegangen. Die Panzer-Fregatte „Salamander" und die Schrauben-Corvette „Zriny" folgen alsbald nach.
Bern, 12. Juni. Der Nationalrath hat die Tagesarbeit in den Fabri- mit 89 gegen 17 Stimmen auf 11 Stunden festgestellten.
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Paris, 11. Juni. Die öffentliche Studentenversammlung in der Rue d'Arras veranlaßt den „Moniteur" zu der Frage, wie die jungen Leute ihren Verein mit dem Strafgesetz in Einklang zu bringen dächten? Der Zweck des Vereins habe keine Anwartschaft auf Nachsicht, da dessen Begründer sich vornahmen, „den Fortschritt deS ClericaliSmuS" zu bekämpfen „und die jungen Leute zu beschützen, deren Eltern sie zwingen wollen, die Lehrcourse der katholischen Universitäten zu besuchen." Die Versammlung der Studenten kommt den clericalen Blättern sehr erwünscht, um den Senatoren zu Gemüthe zu führen, welch' schlimme Gesellen die Universität erzeuge. Die Frage wegen Verleihung bei Grade, welche in der Deputirten-Kammer gelöst wurde, hat noch de - 'ia< itr dien, und es steht zu fürchten, daß, um mit dem Rappel" zu „die Sette, welche den Vatican für Frankreichs Haupt-
Rist" Miu ohne Erfolg für die Verwerfung der Waddington'schen befette gearbeitet hat.
Wie«, 12. Juni. Der „Polit. Corresp." wird aus Belgrad gemeldet, (2jr M die serbische Antwort auf die Anfrage des Großvezirs wegen der Rüstu- - i M durchaus in versöhnlichem Sinne gehalten sei; dieselbe gebe dem ernsten ^richtigen Willen der serbischen Regierung Ausdruck, bm Weden m*t ^ören
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Lehrer-Conferenz
des Bezirkes Lich - Hungen in Lich: Dienstag den 20. Juni, Anfang 10 Uhr.
Lehrer-Conferenz
der Bezirkes Groß-Buseck in Groß-Buseck: Donnerstag den 22. Juni, Anfang 10 Uhr.
Gießen, den 14. Juni 1876.
Büchner, Kreis-Sckulinspettor.
Unterwalden, Zug, St. Gallen (mit Ausnahme der Stadt Sr. Gallen) und Appenzell Inner Rhoden besteht zur Zeit kein Wechselrecht. Da somit in diesen Theilen des schweizerischen Gebiets die Aufnahme von Wechselprotesten nicht sattfinden kann, so werden Postaufträge dahin, welche den Vermerk: „zum Protest" oder „sofort zum Protest" tragen, falls die Adressaten die Einlösung der den Postaufträgen beigefügten Wechsel verweigern, Seitens der betreffenden "'"Ehetzerischen Postanstalten, mit dem Vermerk: „Verweigert, kein Wechsel- ncht" versehen, ohne Verzug an die Absender zurückgesandt werden.
Berlin, 12. Juni. Der „Staats-Anz." verkündigt das Gesetz über Aufsichts-Rechte des Staates bei der Vermögens-Verwaltung der katholst Diöcesen.
Darmstadt, 12. Juni. Aus sicherer Quelle geht uns die Nachricht ||lL -u, daß die Regierung die Gesetz-Entwürfe wegen anderweiter Regulirung der
, Einkommen-Steuer und die Einführung einer Capital-Steuer mindestens für nPbacb und DarmM Finanzperiode zurückzichen werde.
■r Porsiand. Darmstadt, 13. Juni. In der heutigen Sitzung der zweiten Kammer richtete der Abg. Edinger eine Interpellation an die Regierung betreffs ihrer Ü« Stellung zu dem Reichs-Eisenbahn-Plan der preußischen Regierung. Die Jn- - ürpellation wird schriftlich dem Minister-Präsidenten zugestellt.
r, Mainz, 12. Juni. Der „N. M. Anz." schreibt: Gestern Morgen -, faltet eine 11 Uhr sand unter sehr zahlreicher Betheiligung die feierliche Eröffnung des des Dum Matholischen Gottesdienstes in der St. Klarakirche (Klarastraße) statt. Herr
Pfarrer Steinwachs aus Offenbach celebrirte die Messe; Professor Knoodt auS Bonn hielt die Festpredigt. — Des Nachmittags fand eine von Reallebrer Denk präsidirte Altkatholiken-Versammlung im ehemals kurfürstlichen Schlosse Katt, bei der nach dem „M. Tagbl." über 600 Personen anwesend waren. 6i sprachen Professor Friedrich aus München und Bischof ReinkenS.
Berlin, 12. Juni. Neueren Nachrichten zufolge hat sich die Absen- ____ düng der Notifications-Schreiben wegen der Thronbesteigung, die zur Expedition alldcll waren, in Konstantinopel durch Zufall verzögert. Dieselben werden da- pittben gesucht- , her voraussichtlich erst in einigen Tagen hier eintreffen. Da die Anerkennung —77 von allen Seiten beschlossen ist, hat der Zwischenfall offenbar keine besondere
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