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bfe ihm nachgefolgt war, verhaftet worden. Dieselben werden nach Belgien zuriickgeliesert, sobald die gesetzlichen Formalitäten erfüllt sind.

England.

London, 11. März. Der Sultan von Zanzibar hat zum Dank für die Hülfe, welche ihm von England gegen ägyptische Uebergriffe gewährt wurde, in dem nördlichen Theile seiner Besitzungen die Sclaverei ganz aufgehoben und auch den Transit von Sclaven verboten.

London, 12. März Unter dem Reisegepäck der in Queenstown an­gehaltenen Persönlichkeit hat sich ein Theil der von der Banque de Belgique vermißten Fonds aufgefnnden Der Verdächtige ist verhaftet. Die Untersuchung wird fortgesetzt.

Rumänien.

Bukarest, 11. März. Die Kammer hat beschlossen, den Gesetz-Entwurf wegen der von der Negierung Beantragten Kredite nach dem Anträge der Aus- schuß-Majorität, wonach die Regierung zu ermächtigen wäre, eine provisorische Anleihe von 16 Millionen durch Ausgabe von Schatzbonds zu machen, in Er­wägung zu ziehen. Der Minister erklärte sich damit einverstanden.

Bukarest, 12. März. Die Session der Kammern ist bis zum 22. März verlängert. Der Senat hat den geänderten Zoll-Tarif angenommen. Die Kammer hat definitiv die provisorische Anleihe von 16 Millionen angenommen und den EmissionS-Cours der Eisenbahn-Anleihe von 42y2 Millionen auf 80 festgesetzt.

Türkei.

Konstantinopel. Ueber das Gefecht, welches am 5. März bei Mu- rotavizza stattgesunden hat, wird aus Konstantinopel telegraphirt:Aus Mostar wird der Regierung gemeldet, daß Selim Pascha mit 2500 Mann von Gatzko nach Piva marschirte, um letzteres zu verproviantiren. Auf dem Rückmärsche suchten die Insurgenten ihm den Weg zu verlegen. Bei dem dadurch entstan­denen Kampfe verloren die Türken 60 Todte und etwa 50 Verwundete; die Verluste der Insurgenten sind bedeutender." Ein Telegramm aus Ragusa mel­det über denselben Vorfall:Am Montag wurde Selim Pascha, nachdem er Goransko verproviantirt batte, auf der Rückkehr nach Gatzko von Jnsurgenten- Banden unter dem Befehle Sociza's und Pavlovich's angegriffen. Einsturzes, unbedeutendes Gefecht erfolgte. Ju Cettinje hat man in vollständiger Fälschung des Thatbestanves behauptet, die Insurgenten hätten auch mehrere Kanonen er­obert ; es geschieht dies wahrscheinlich, um die Thatsache zu bemänteln, daß sie von Montenegro ihnen geschenkte Kanonen besitzen."

Lokal-Wotiz.

Gießen, 14. März In Nachstehendem lassen wir die Ta «eso rd nun« für die Sitzung der Stadtverordneten Donnerstag, den 16. Marz 1876, vtachmtttags 4 Uhr, im Rathhaussaale folgen:

1. Die Errichtung einer Reichsbanknebenstelle betr.

2. Die Tauf-, ProclamirungS- und Trauungsgebühren betr.

3. Die Straßenbeleuchtung betr.

4. Baugesuch des Hausverwalters Gerbode.

5. Baugesuch des Schreiners Hermann Werner.

6. Baugesuch des Tapezierers Wilhelm Reiber.

7. Voranschlag für die GaSeinrichtung in der neuen Realschule betr.

8. Die Pflasterung des Seltersbergs betr.

9. Die Pflasterung der Trottoirs in der fortgesetzten Ludwigsstraße.

10. Den Ausschlag der Kreisumlagen für 1876.

11. Decretur von Gebühren der Feldgeschworenen.

12. Decretur von Vermessungskosten.

13. Decretur von Anwaltskoften-

14. Gesuch um Befreiung von Schuldgcld.

15. Die Holzversteigerung vom 1. November 1875 betr.

Gießen, 14. März. Erst heute läßt sich ein nur einigermaßen vollständiges Bild über die Verwüstungen «eben, welche der Orkan am Sonntag anrichtete, ^n der Stadt selbst sind eine Masse Schornsteine heruntergefegt und Dächer beschädigt worden. Das Thürmchen auf dem Rathhaus sieht einer Ruine ähnlich. Das halbe !Dach auf einem Hause des Herrn Jung wurde heruntergeweht und in die Wteseck gebettet. Ebenso erging es dem Dache von dem Hause des Herrn Atzbach an der Acttenvraueret. Die Telegraphenleitungen waren sämmtlich zerstört. Die schönsten und stärksten Baume in der ganzen Umgegend sind alle umgeworfen. Doch das schrecklichste, was man chauen kann, ist die Zerstörung unseres Stadtwaldes. Das Herz blutet einem bet einem solchen Anblick. Von competenter Stelle geht uns hierüber folgender Bericht zu. Der Orkan, welcher unter Blitzen sich gestern Abend von Westen nach Osten hirmezogen, bat in den Waldungen und im Besonderen in den Nadelholzbeständen des Gießener Stadtwaldetz große Verheerungen mit sich geführt. Sämmtliche Nadelholzbestande vom Wiesecker Thale an längs der Chausseen von Gießen nach Rödgen, Grünberg und Lieh sind mehr oder weniger beschädigt worden und selbst jüngere Stangenhölzer ind nicht verschont geblieben. Einzelne ältere Bestände sind bis zu 0,8 ihres Bestandes zusammengerissen worden. Die Größe des Schadens ist zur Zeit noch nicht anzugeben, weil selbst die Schneißen durch die Masse der umgestürzten Stämme unzugänglich sind. So viel steht fest, daß der Jahresetat für 1877 als bereits gefällt zu betrachten lst. Der Schoden in den Buch-n- und Eichen-Beständen ist nicht groß. Ist die Ver­wüstung in dem Stadtwaldc arg, sehr arg. so ist sie doch mit der im D oman:al- wald nicht zu vergleichen. Hier liegen ganze Waldungen pla:t auf jnit den Wurzeln in der Höhe. Ein Anblick grausenerregend. Die Aktionäre per Schützengesellschaft haben auch einen großen Schaden zu verzeichnen, indem die Schießhalle von dem Orkan gänzlich zerstört worden ist. .

Von außerhalb lauten die Berichte gleichermaßen traurig: In Wetzlar wurde das Steighaus der Feuerwehr umgcworfen, Dächer abgehoben, namentlich an Wohn- und Fabrikgebäuden in der Bahnhofsstraße. Aus der Starkenweide wurden 12 »er größten Lindenbäume umgeweht, ebenso sämmtliche Pappelbäume auf dem Vorstädter Schießplatz. In Marburg wurde der Aussichtsthurm auf der Spiegelslust, der erst vergangenen Sommer mit vielen Kosten erbaut, zusammengerissen. In den Wal­dungen gleichfalls großer Schaden. Das Monument auf Auguftenruhe umgeworfen. Telegraphen-Leitung gänzlich unte brachen. Kirchhain ganz dieselben Nachrichten. Friedberg verzeichnet umgestürzte Bäume, Schornsteine. Telegraphenstangen und zwar derart, daß die Züge zwischen Frankfurt und hier eingestellt werden mußten. An dein sehr hohen Bahndämme vor dein Viaduct daselbst fanden Rutschungen statt, so daß nur ein Geleise fahrbar ist. In Frankfurt tobte der Sturm gleichfalls sehr arg. Ebenso in Darmstadt, wo die 150 Fuß lange Stallung des Circus Wulff auf dem Zuchtviehmarkt total über den Haufen geworfen Nach «raßer Anstrengung gelang es, die in demselben befindlichen Pferde zu retten. In Wiesb aden wurde die Militär-Turnhalle zufammcngerissen und bildet einen Trümmerhaufen. Der Verkehr auf den Chausseen ist durch die umgestürzten Bäume gesperrt. Van Off en da ch gleichfalls die traurigsten Meldungen. Van CöIn wird berichtet: Wenn man je Ursache gehabt an den Untergang der Welt zu glauben, fo war es gestern Abend. Die festesten Häuser zitterten unter der gewaltigen Macht des brausenden Orkans. Beson­ders tobte das zerstörende, Alles mit sich fartreißende Element am Rhein, wo die Passanten auf der festen Rheinbkücke sich nicht auf den Füßen halten konnten und viele umgewarfen wurden. Ein Mann fiel dabei fo unglücklich, daß er außer einer bedeu­tenden Verletzung am Kopfe einen Beinbruch erlitt, infolge dessen derselbe m't Mühe durch das Unwetter nach dem Hospitale gebracht wurde. Ganze Fachwände an alten baufälligen Häusern stürzten ein und lange Mauern wurden umgeworfen, fo die Mauer neben der St- Georgskirche, welche allerdings ziemlich defeci war. Auf der Palmstratze stürzte ein Kamin auf das Dach und zertrümmerte dasselbe nach her einen Seite fast ganz. Das Dach auf der Gereonskirche hat ebenfalls bedeutenden Schaden erlitten und große Stücke von demselben sind abgerissen- In der Trankgasse, in der Nähe vom Dome, wo der Orkan seine ganze Macht entfaltete, wurde eine Droschke wie ein leichter Spiel- holl rund herum geworfen und buchstäblich zersplittert- Eine Selterswasserbude in derselben Gegend konnte auch dem stürmischen Elemente nicht Widerstand leisten und liegt umgeworfen da. Wie mag es draußen vor der Stadt aussehen, wo der Orkan ganz freies Spiel hatte! Der Sturm muß eine kolossale Ausdehnung gehabt haben, selbst von Berlin lauten die Berichte über denselben höchst betrübend (Forts-folgt)

A l t g e m e i n e r Anzeiger.

2 Eichen-Stämme I. CI-

A. Bramm.

1244)

6 Rmtr. Eichen-Scheitholz,

im Gemeindewald von Weidenhaufen:

1 Eichen-Stamm I. CI

50

40

bei

G g- Dörner, Neustadt-

Meter.

3

9

26

30

4

8

9

5

Eichen Nadel

21

9,50

121

49

3160

76

9,78

7,72

Neish. Wellen 500 6950

Raummeter

4 -

Stämme II.

III.

Stämme II.

III.

Am Samstag den 18 d. M-, sollen verkauft werden:

I. Von Vormittags 9 Uhr ab im Gemeindewald von Vollnkirchen:

Die Zusammenkunft ist auf der Licher Chauffee an der 5. Schneiße.

Gießen, am 14. März 1876. Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen.

Knüppel.

II. Von Mittags 12 Uhr ab

geringe Eichen-Stämme, zu Wagner- ünd Grubenholz geeignet, mit 13,48

2 Rmtr. Eichenscheitholz,

27 und Knüppel,

41 Buchen-Knüppel,

50 ,, Durchforstungsreiser,

112 gemischte Reiser.

Die hier genannten Waldungen liegen dicht zusammen. Mit dem Stammholz wird jedesmal begonnen. (1226

Großrechtenbach, den 11. März 1876.

Das Bürgermeister-Amt.

Hardt.

2 Rmtr. Eichen-Scheitholz,

III. Von Nachmittags 2 Uhr ab im Gemeindewald Kleinrechtenbach:

1 Eichen-Stamm I. CI 2,68 Fstmtr.,

2,92 Fstmtr.

6,83

3,89

Uesvndere WeLanntmachungen

Bekanntmachung.

Betreff: Die Chaussirung einer Strecke Wegs an dem Vicinalweg von Burkhardsfelden nach Oppen­rod, hier die Absperrung.

Bezugnehmend auf die Bekanntmachung vom 25. Februar l. I., Anzeigeblatt Nr. 49 und Nr. 50, wird hiermit bekannt gemacht, daß wegen anhaltender ungünstiger Witte­rung die Fertigstellung der Chaussirung des erwähnten Vicinalwegs bis zum 14. März l. I. nicht geschehen kann, und dcß halb die Absperrung des betreffenden Vici­nalwegs bis zum 28. März l. I. verlängert wird welches hiermit zur öffentlichen Kennt niß gebracht wird. (1228

Burkhardsfelden, am 9. März 1876 Großh. Bürgermeisterei Burkhardsfelden

A l b a ch.

Aeilgebotenes.

1236) Gut gemästetes Hammelfleisch, erste Qualität, das Pfund zu 63 Pfennige,

Holzversteigerung im Gießener Stadtwalde. Montag den 20. März 1876,

Vormittag- 9 Uhr, im Gießener Stadtwalde, in dem

Holz-Versteigerung

in

der Königl. Oberförsterei Krofdorf.

Montag den 20. März er., Vormittags um 9 Uhr, werden zu Krofdorf bei Wirth Kahlert nachstehend bezeichnete Holz - Sortimente öffentlich meistbietend versteigert:

District 7 Jungferannawald: Eichen: 42 Rmtr-Scheii, Stock, Reiser. Buchen: 404 Rmtr. Scheit, Knüppel, Stock, Reifer

Dift ict 9bc Platte: Nadelholz: 144 Rmtr. Scheit, Knüppel, Reiser.

District 10a Dievskaut: Buchen: 179 Rmtr. Scheit, Knüppel, Stock, Reiser. Weich

i holz: 1 Rmtr. Scheit.

Holzversteigeruug

in der Fürst!. Oberförsterei Hohensolms.

Montag den 20. d. M

soll in den DistnctenHoHerberg" und Lapp en berg" nachstehendes Gehölz ver-

II.

III.

Arbeitsversteigerung

zu Groß-Linden.

Freitag den 17. Marz, Nachmittags um 3 Uhr, sollen auf dem Rathhaus zu Groß-Linden nachstehende für das Baujahr 1876 vorge­sehenen Bauarbeiten, unter den im Termin bekannt gemacht werdenden Bedingungen, öffentlich in Accord gegeben werden, als:

5,30 Fstmtr-, 15,82 4,21

und Knüppel,

District 10b Platte: Nadelholz: 68 Rmtr. Scheit, Knüppel, Reiser.

District 16 Buchwald: Buchen: 78 Rmtr. Scheit, Knüppel, Reiser.

District 29a Bäuerstädt: Buchen: 517 Rmtr. Scheit, Knüppel, Reiser.

District 30 Bäuerstädt: Buchen: 338 Rmtr. Knüppel, Reiser.

District 32 Kreuzschläge: Eichen: 1 Stamm mittlerer Dimension, 2 Rmtr. Reiser. Buchen: 91 Rmtr. Scheit, Knüppel, Stock, Reiser.

District 50 Lichtenberg: Buchen: 497 Rmtr. Reiser. Nadelholz: 5 Rmtr. Reiser.

District 67a und b Münzenhau: Buchen: 361 Rmtr. Scheit, Knüppel, Stöcke, Reiser.

Totalität Wismar, District 33 u. 74: Eicken: 10 Rmtr. Nutzholz, 120 Rmtr. Scheit, Knüppel, Stock, Reiser.

District 72abc Lindenschied: Buchen: 4 stärkere Stämme, 8 Rmtr. Nutzholz, 1377 Rmtr. Scheit, Knüppel, Stock, Reiser.

Krofdorf, den 12. März 1876. (1232

Der Königliche Oberförster.

I- D:

v. Wind heim.

steigert werden:

Rmtr. Buchen- und Eichen-Prügelholz, dergleichen Stockholz,

Wellen ergleichen Reisholz,

Bekanntmachung-

Die auf Donnerstag den 17. d. M. an* beraumte Holznersteigerung, in den Zimmer * schen Waldungen zu Winnerod, kann einge­tretener Hindernisse wegen, nicht abgehalten werden. <122y

Winnerod, am 13. März 1876. Sänger, Förster.

Holz versteigert werden.

Prügh. Siockh.

soll

Districte Waldshut, nachverzeichnetes

1) Dachdeckerarbeit, veranschl. zu 116

2) Weißbinderarbeit, 60

3) Chaussirarbeit, » 156

4) Steinbrecben, Fahren, Aufsetzen und Zerschlagen derselben, ver­anschlagt zu 496

Gießen, den 11. März 1876. (1230

I. A.:

Korn er, Bezilksbauaufseher.

636,2 186

1317 Nadel-Stangcn mit 28,53 Fest-

Festmeter,

Stück Eichen-Wagnerstangen, Fichten-L>tanc,en, zu Sparren und Leiterbaumen tauglich.

Der Anfang der Versteigesung ist Mor­gens 9 Uhr in dem District Hollerberg und wird Mittags gegen 12 Uhr im District Lappenbeia fortgesitzt. (1231

Hober.solms, am 10. Marz 1876.

Fürstliche Oberförsterei Hohensolms.

D ö r m c r, Revierförfter. 1

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