Mittwoch, den 14. Juni
1876.
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Preis vierteljährlich 2 Mark 20 Pf. mit Bringerlohn. Durch die Post bezogen vierteljährlich • Mark W Pf.
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ItQ S intngen I Eine Aenderung der Wahlmodu« zu den Synoden dahin, daß litt deS jetzigen Filtrtrsystems allgemeine und directe Wahlen eingeführt —
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Montag den 19. Juni Pfarr-Conferenz auf dem Schiffenberg, Mittags 1 Uhr. Groß-Buseck, den 13. Juni 1876.
Strack, Dekan.
8. Ordensverleihungen.
9. Dienstnachricht.
10. Militärdienstna chricht.
11. Dienstentlassung.
12. Concurrenzeröffnungen. Erledigt sind: die Gemeinde-Schulstelle zu Bchenrod mit einem Gehalt von 685 Mk. 71 Pfg.; die mit einem evang. Lehrer in besetzende fünfte Gemeinde-Schulstelle zu Fürfeld mit einem Grhalt von
’ine wesentliche Herabminderung, wenn nicht gänzliche Beseitigung der besonde- 'm Vertretung des geistlichen Standes als solchen (als einer b_em evangelischen ^urdprincip völlig zuwiderlaufenden, von Geistlichen und für Geistliche ge- MWenen Einrichtung) — ein entschiedenes Mitwirkungsrecht der Gemeinden J bet Wahl ihrer Geistlichen — eine gründliche Umarbeitung des Kwchen-
'"lngesetzes — eine eingehende Revision der Art und Weise des dermaltgen
religiösen Unterrichts und der demselben zu Grunde gelegten Bücher, mit Einschluß des Confirmations-Unterrichts und der Confirmation selbst — diese und andere Forderungen wurden als durchaus nothwendig allseitig anerkannt. — Schließlich Wurden als Beitrag zu den Kosten der Einrichtung für Beleuchtung der Stadtkapelle 50 Mark bewilligt, dabei aber dem lebhaften Bedauern über die geschmacklose Ausführung derselben Ausdruck gegeben. Für den Rest der jetzt noch fehlenden Summe wurde einstweile die Garantie übernommen.
WormS, 9. Juni. Wir können annehmen, daß die Eingabe an Se. König!. Hoheit unseren Großherzog nunmehr aus den Landgemeinden des Deca- nats Worms abgegangen ist, und geben deshalb für Alle, die es interessirt, in Nachstehendem den Wortlaut dieser Eingabe: Allerdurchlauchtigster Großherzog, Allergnädigster Fürst und Herr! Die allerunterthänigst verzeichneten protestan-
Erscheint täglich mit Ausnahm« deS Montag- Expedition: Schulstrahe, Lit. B. Nr. 18.
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1116 den 1.Juli bqitibo- — Marktstraße
6. Uebersicht der für das Jahr 1876 genehmigten Umlagen zur Bestreitung der Bedürfnisse der israelitischen Religions-Gemeinden des Kreises Erbach.
7. Uebersicht der für das Jahr 1876 genehmigten Umlagen zur Bestreitung der Bedürfnisse der israelitischen Religions-Gemeinden des Kreises Worms.
gelischen Landesbischofe ehrfurchtsvoll vorzustellen: Die Einführung der evangelischen Kirchensteuer, und zwar zu einer Zett, wo Handel und Wandel stocken, hat eine tiefgehende Bewegung aller Protestanten Hessens hervorgerufen. Allenthalben wird das Ausschreiben dieser von einer zur Hälfte aus Geistlichen bestehenden Synode beschlossenen Steuer als ein Druck empfunden und allenthalben wird die Frage besprochen, ob man deshalb und aus anderen Gründen aus der evangelischen Landeskirche austreteu soll oder nicht. Vielfach sind schon Austritte Einzelner und nahezu ganzer Gemeinden erfolgt; ein Unheil drohender Riß zeigt sich in der evangelischen Landeskirche. Die unterthänigst Unterzeichneten mißbilligen ein Austreten auS ihrer Kirche, ohne zuvor den Versuch gemacht zu haben, an Allerhöchster Stelle ihre Bitten um Abänderung alles dessen, was die jetzige Bewegung hervorgerufen Hst und unablässig fördert, vorzutragen. Rach reiflicher Erwägung haben die unterthänigst Unterzeichneten ihre fraglichen Wünsche in folgenden Punkten zusammengefaßt: 1) Die aus den Beschluß der Landessynode eingeführte evangelische Kirchensteuer ist als in Form und Inhalt nicht gerechtfertigt abzuschaffen. 2) Die durch Abstimmung mißliebige Majorität der jetzigen Landessynode veranlaßt uns, die Auflösung dieser Synode, Abänderung der Synodalbestimmungen und die Neuwahl einer Synode zu erbitten, in welchen sich das Laienelement zu der Geistlichkeit, ähnlich wie in der neuen General - Synodalordnung für Preußen verhalten möge wie drei zu eins. In gleicher Weise sind auch die Dekanatsynoden zusammenzusetzen. , 3) Der Maximalsatz der Pfarrgehalte ist zu hoch gegriffen. 4) Die Stolgebühren sind abzuschaffen. Zur Beschaffung der nöthigen Mittel des Een- tralkirchensonds könnte man: a. die Erträgnisse von Pfarr- und Kirchengütern nach den örtlichen Verhältnissen aufnehmen, b. für die Amtswohnung der Geistlichen entsprechende Miethwerthe ansetzen, c. die Zuschüsse zu der reichlich sun- dirten geistlichen Wtttwenkasse, sowie zum Predigerseminar einstellen und d. nahe liegende Gemeinden, bezw. solche Pfarreien, Welche eine# Mannes volle Kraft nicht in Anspruch nehmen, zusammenlegen. Indem die allerunterthänigst Unterzeichneten in Vorstehendem ehrerbietigst vortragen, verhoffen sie von der Gnade ihres Fürsten und Landesbischofs, daß er die evangelische Kirche Hessens durch Allerhöchstseine Entschließungen vor ihrem drohenden Zerfall bewahren möge.
Berlin, 11. Juni. Der Kaiser hat seine Abreise nach Bad Ems auf den 13. d. Mts., Abends 93/4 Uhr, festgesetzt. Die in dem ersten Reiseprogramm bekannt gemachten Dispositionen bleiben auch für diese Reise bestehen.
Köln, 11. Juni. Der „Köln. Volksztg." zufolge wurde gestern dem Herrn Erzbischof Melcher- die Aufforderung zugestellt, am 28. d. Mts. vor dem „Königlichen Gerichtshof für kirchliche Angelegenheiten" in Berlin zu erscheinen.
Raven-burg (Württemberg), 12. Juni. Das Schussenthal nebst dessen Seitenthäler sind in bedeutendem Maße überschwemmt. Der Bahn- Verkehr auf der Süd- und Allgäu-Bahn ist unterbrochen; auch die Postwagen sind ausgeblieben. Das Wasser ist noch immer im Steigen begriffen.
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jtim mit einem Gehalt von 942 Mk. 86 Pfg., welcher sich durch Dienstalters- julagen von 5 zu 5 Jahren bis zn 1371 Mk. 43 Pfg. erhöht; die erste Trmeinde-Schulstelle zu Freien-Steinau mit einem Gehalt von 857 Mk. 14 Pfg.; He evang. Pfarrstelle zu Wtrberg, dotation-mäßiger Gehalt 1822 Mk.; die Ttrneinde-Schulstelle zu Kettenheim mit einem Gehalt von 857 Mk. 14 Pfg.
13. Sterbefälle. Gestorben sind: am 29. December 1875 der Distrikts- lmehmer i. P. Vowinkel zu Offenbach; am 4. Mai 1876 der Domanialforst- tart i. P. Joseph Funk zu Zellhausen; am 5. Mai der Oberst i. P. Emil kriba zu Darmstadt.
Darmstadt, 10. Juni. Der Vorstand des hiesigen Prorestanten-Ver- M hat in seiner gestrigen Sitzung die wichtigen innerhalb der evangelischen Kirche zunächst durch die Kirchensteuer hervorgerufenen und jetzt zur Ent- Wung drängenden Fragen eingehend berathen und stch einstimmig dahin ent- ’iieben, vor weiteren Schritten die Berathung und Beschlüsse des nächsten Üontag den 12. Juni zusammentretenden LandeS-Ausschuffes abzuwarten. Diese -irden denn die Grundlage für Anträge innerhalb unserer Kirchengemeinde- htretung bilden und deren Zusammentritt erforderlich machen. Im Bewußt- iiln mit den kirchlichen und religiösen Anschauungen der großen Mehrheit der 'liegen evangelischen Bevölkerung im vollen Einklang zu sein, Wird der hiesige bin alle gerechtfertigten Forderungen kräftig unterstützen; gilt es ja doch rch darum, den nahezu 30,000 Evangelischen der Stadt Darmstadt eine wür- 4 fcre und ihnen unbedingt gebührende Stellung im kirchlichen Verfassungsleben
Kesterreich.
Wien, 12. Juni. Der Reichs-Finanzminister v. Holtzgethan ist in vergangener Nacht plötzlich verschieden; nach ärztlicher Aussage ist ein Lungenleiden als Ursache des Todes anzusehen. Der Verstorbene war auf heute zur Audienz beim Kaiser beschieden.
Pesth, 10. Juni. Die Fahrten auf der Donau sollen von nun an mit besonderen Vorsichtsmaßregeln begleitet werden. Die türkische Negierung
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--rimbenplatz Nr 4
iCÖfthdft Darmstadt, 10. Juni. Die Nr. 29 des Großherzoglichen Regierungs- .. ' Matt8 hat folgenden Inhalt'
ilhunoe 1. Bekanntmachung Großherzoglichen Gesammtministeriums, den Bau einer
Abends 7 Nbr i J$cn drücke über den Rhein bei Horchheim betreffend.
2. Bekanntmachung Großherzoglichen Ministeriums des Innern vom
1. Juni, die Umführung der in Mainz einmündenden Linien der hessischen 'ffisor Dr. Kehrte Ludwigs-Eisenbahn um die Stadt Mainz, sowie die Verlegung des Mainzer Bahnhofs auf die Landseite der Stadt Mainz betreffend.
o ' 3. Bekanntmachung Großherzoglichen Ministeriums der Finanzen, die
________________Außercourssetzung der Scheidemünzen der Thalerwährung betreffend.
4. Bekanntmachung Großherzoglichen Kreisamts Offenbach, die Nicht- ^^^IHmUirbebung der drei ersten Ziele Communalumlage der Gemeinde Klein-Krotzen- für 1876 betreffend.
cbaftlifyn $erM »ni 5- Uebersicht der von Großherzoglichem Ministerium des Innern für das r?. 3Minen, GlMWhr 1876 genehmigten Umlagen zur Bestreitung von Communal-Bedürfniffen In den Gemeinden des Kreises Darmstadt.
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Meige- miii Amtsblatt str bea Kreis Gießen.
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Hi Mk. 43 Pfg.; die erste Knaben - Schulstelle zu Groß-Gerau mit einem uu^r- ßchall von 1114 Mk. 28 Pfg.; die evang. Pfarrstelle zu Ortenberg, dota-
"ud): TDarmfÜbttr livnSmäßiger Gehalt 1132 Mk. Das Präsentationsrecht zu dieser Stelle steht
JT btm Herrn Grasen v. Stolberg-Roßla zu, welcher für diesesrnsl auf sein Prä- (.»Qd sentationsrecht verzichtet hat; die dritte Gemeinde-Schulstelle zu Dietzenbach mit
^halten dei (’netn Gehalt von 865 Mk. 71 Pfg.; die sechste evang. Schulstelle^zu Lampert- r fU M. ® eMj


