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Sonntag, den 13. August

1876.

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8 Tagen hierher einzuberichten ist.

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vorhanden sein, daß Weilburg in Bälde eine Unterosficier - Schule bekommt. Lurch das Entgegenkommen des Herzogs von Nassau soll es ermöglicht wer­den, die Landwirthschafts-Schule in das ehemalige Regierungs-Gebäude zu ver- Mn, wodurch die Kaserne für die Unterofficier-Schule disponibel wird.

Zweibrücken, 10. August. Bei der heute hier vollzogenen Wahl zum bayerischen Landtage wurden die drei liberalen" Abgeordneten, deren erste

dngewählt.

Pirmasens, 10. August. Bei der heutigen in Folge Casiation durch die Abgeordneten-Kammer nöthig gewordenen Abgeordneten-Neuwahl wurden die bei liberalen Deputirten Ober-Appellrath Schmidt, Bezirks-Amtmann Schmitt unb Bürgermeister Löhn mit 117 gegen 71 Sitmmen wiedergewählt, ebenso Mrden mit 118 gegen 67 Stimmen drei liberale Ersatzleute gewählt.

Metz, 9. August. Vorgestern hat die erste Session der Kreistage Elsaß- ^oihringens begonnen, welche bekanntlich nach der kaiserlichen Verordnung höch- M fünf Tage dauern darf. Der Diedenhofener Kreistag hat die Geschäfte |iim ersten Session in einem Tage vollendet. Sämmtliche neun Mitglieder Daren erschienen.

Ferwerthung finden sollen.

Weilburg, 8. August. Nachdem bereits seit längerer Zeit die Hoff-

wurde kein einziger Schuß gemacht und die Aufforderung nicht beantwortet. Schließlich wurde das Feuer serbischerseits doch eingestellt und vorsichtig wagten sich die Soldaten näher, um schließlich die Ueberzeugung zu gewinnen, daß in dem Blockhause nicht ein menschliches Wesen anwesend sei. Unter Triumph­geschrei wurde derbefestigte Ort" besetzt." - .

Mit ziemlicher Bestimmtheit wird derB. und H. Z." von gewöhn­lich sehr wohl informirter Seite versichert, daß die russische Regierung vor etwa zwei Wochen bei dem Wiener Cabinet die Frage in Anregung gebracht habe, ob ihr nicht bereits eine Intervention auf der Balkan-Halbinsel noth- wendig erscheine. Die österreichisch-ungarische Negierung soll ihre Entscheidung von der Zustimmung des Berliner Cabinets abhängig gemacht haben. Auf eine von Wien ergangene Anfrage erklärte die Reichsregierung, daß sie unter den gegenwärtigen Verhältnissen sich entschieden gegen jede Intervention aus­sprechen muffe.

Bis jetzt sind 42 russische Damen, darunter sehr hochgestellte Persön­lichkeiten, nach Serbien gekommen, um sich der Krankenpflege und den Spitä­lern zu widmen.

Erscheint täglich mit Ausnahme des Montags. Expedition r Schulstraße, Lit. B. Nr. 18.

Preis vierteljährlich 2 Mark 20 Pf. nnt Bnngerlohn. Durch die Post bezogen vierteljährlich 1 Mark 50 Pf.

Berlin, 10. August. Die von einigen Zeitungen mitgetheilte Nachricht, Laß die Rückkehr des deutschen Mittelmeer-Geschwaders angeordnet sei, ist un­richtig, vielmehr ist bisher noch kein diesbezüglicher Befehl ergangen.

Berlin, 10. August. Die letzten Sitzungen der Buchdrucker-Verbands- Mitglieder waren sehr erregt, da das Geheimniß, daß der Buchdrucker-Strike vollständig verunglückt ist, Angesichts der immer leerer werdenden Strike-Kaffe nunmehr offen zu Tage trat und den Urhebern des Strikes von vielen Seiten Vorwürfe einbrachte. Nach den officiellen Berichten des Vereins - Secretärs Lehmert sind während des Strikes an Unterstützungen gezahlt worden 77,036 Mk., anÄbreisende 3470 Mk., an Nicht-Verbändler 650 Mk., in Summa 81,006 Mk. Äbgereist sind 145, von Unverheiratheten blieben trotz aller Aufforderungen, den Platz zu verlaffen, 434 am Orte und bezogen die Strike-Gelder.

Berlin, 10. August. Wie dieElbeif. Ztg." vernimmt, wird im Kriegsministerium in diesem Augenblicke der Entwurf eines Reglements bear­beitet, welches die Beförderung der bewaffneten Macht und der Kriegöbedürs- nisse auf den deutschen Eisenbahnen zugleich mit den dazu gehörigen Tarifen ordnet. In dieses Reglement sollen nach den Angaben des Kriegsministers die Bestimmungen über die Transportmittel selbst, die Vorbereitung sür das Be­laden der Waggons, die Vorschriften für die Fahrt, das Einladen und Aus- lieigen der Mannschaften, der Pferde und des Materials Aufnahme finden, toobei natürlich die in den letzten Feldzügen gemachten Erfahrungen entsprechende

I. V. d. K-:

Dr. Hoffmann, Regierungsrath.

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Sckweij.

Basel, 10. August. DenBasl. Nachr." wird aus Bern über das bereits gemeldete Attentat auf den russischen Gesandten, Fürst Gortschakoff. be­richtet : Die verhaftete Frau verweigert jede Auskunft; sie soll die Verfasserin des vor Kurzem in Gens erschienenen Werkes :Un des crimes du gouverne- ment russe, Episode de la vie dune femme fein.

Basel, 11. August. Der Synodalrath hat die Consecration des alt­katholischen Bischofs Herzog auf den 10. September in Solothurn angeordnet.

KranLreich.

Paris, 10. August. Die meisten Blätter sprechen von einem Zwischen­fall, der in den Gängen der Kammer vorfiel. Man ließ in denselben ein 50- Centimesstück mit dem Bildnisse von Napoleon IV., das auf der Rückseite die Schrift:Empire framjais 1876 trägt, von Hand zu Hand gehen. Dieses Geldstück war im Verkehr angehalten und einem republikamschen Blatte überge­ben worden. Es wurde, nachdem es in der Kammer coursirt hatte, dem Finanz- Minister zugeschickt.

Herr de Gontant- Biron, der frauzöfische Botschafter in Berlin, ist heute Morgen in Paris angelangt. Fürst Orlow, der russische Botschafter, hat auf einmonatlichen Urlaub heute Paris verlassen, um sich, wie gewöhnlich jedes Jahr, zu seiner Mutter, die sich in Italien aufhält, zu begeben.

Versailles, 10. August. Nachdem der Senat gestern den ersten Artikel des Municipal-Gesetzes angenommen, genehmigte er heute den zweiten Artikel. Fortsetzung morgen. Die Deputirten-Kammer erledigte das Kriegs-Budget und trat in die Berathung des Budgets für die schönen Künste ein.

Versailles, 11. August. Der Senat hat in seiner heutigen Sitzung den Art. 3 des Municipal'Gesetzes bezüglich der Erneuerung der Minicipal- Räthe, welcher von der Deputirten-Kammer genehmigt war, mit 159 gegen 131 Stimmen verworfen.

Hesterreich.

Wien, 9. August. DerNeuen Fr. Pr." wird vom Kriegsschauplätze -schrieben Die Geldnoth wird täglich fühlbarer und unangenehmer. Ristics mb Jovanovics haben Alles aufgeboten, um Geld zu schaffen, alle Versuche fiiib aber mißglückt und mit der Banknotenpresse wagt man doch nicht zu expe- Timentnen. Es ist jetzt außer Zweifel, daß Serbien, wenn auch das zu lang- fae Vorgehen der Türken vor baldigen größeren Schlappen behütet, den Krieg °us Mangel an Geld keine 14 Tage mehr führen kann. Als ein interessanter Veitrag zur jetzigen Kriegsgeschichte wird mir ein Schreiben eines serbischen Uciers gezeigt, welches folgende Mittheilungen enthalt.Anläßlich des Vor- siingens einer serbischen Truppenabtheilnng von Supova gegen Mramor wurde «n kleines türkisches Blockhaus getroffen. Die serbischen Soldaten eröffneten fan von der Ferne ein ununterbrochene- Feuer und schrieen ganz in der Nahe Her eine halbe Stunde lang, die Besatzung möge sich ergeben. Aus der Kula

l' jutn oayerizcyeu ^auvrugr «uuivtn vic uici uvuuiui «vgivivmun, w.v.» v»i» b* -Wahl für ungültig erklärt worden war, mit 117 gegen 71 Stimmen wie-

Kngland.

London, 10. August. Dem Vernehmen nach wird Lord Granville morgen im Oberhause die Vorlegung des Berichts beantragen, welchen der Registrator des Admiralitäts-Gerichts, Rothery, über das Verhalten der Offi- ciere des Bugsir- DampfersPalmerston" anläßlich des Zusammenstoßes der beiden SchiffeFranconia" undStrathclyde" erstattet hat.

Lonoon, 10. August. Im Nnterhause antwortete der Schatz-Secretär Northcote auf eine Frage Erington's: Die englische Bank erhielt mit dem 1. October 1875 bis heute von Aegypten 130,536 L. Sterl. ausgezahlt als Deckung für Zahlungen an Zinsen rc. der türkischen Anleihe von 1854. Rest blieben daraus noch 61,150 L. Für die türkische Anleihe von 1871 wurden 199,500 L. gezahlt und blieben Rest 116,922 L.

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nyng, daß Weilburg wieder eine Garnison erhalten werde, völlig ausgegeben

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Gießen, am 11. August 1876. Betreffend: Die Führung der Handelsregister.

Das Grvßherzoglichc Kreisamt Gießen

an die Großherzoglichen Bürgermeistereien Allendorf a. d. Lahn, Garbenteich, Großen-Linden, Heuchelheim, Klein-Linden, Leihgestern und Watzenborn.

Wir erinnern Sie an Einsendung des Tagebuchs-Auszugs vom II. Quartal 1876 an Gr. Stadtgericht Gießen, mit dem Bemerken, daß die Erledigung binnen