Ausgabe 
11.6.1876 Zweites Blatt
 
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1876.

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Aykige- und AmtsIilM für den Kreis Gießen.

Erscheint täglich mit Ausnahme des Montags» Expeditionr Schulstraße, Bit B. Nr. 18.

PreiS vierteljährlich 2 Mark 20 Pf. mit Brinqerlohn. Durch die Post bezogen vierteljährlich 8 Mark ft» Pf.

Amtlicher H h e i l.

Betreffend: Den Aboerdienst uneinbringlicher Feldstrafen. Gießen, am 8. Juni 1876.

Das Großherzogliche Kreisamt Gießen

an Du Großherzogllchen Bürgermeistereien Beltershain, Birklar, Ettingshausen, Geilshausen, Gießen, Göbelnrod, Groß-Linden, Orünrngen, Klnn-Llnden, Londorf, Rüddingshausen, Ruttershausen, Treis a. d. Lda., Watzenborn und Wieseck.

Wir erinnern Sie wiederholt an die baldigste Erledigung resp. Einsendung der Spezial-Verzeichnisse.

-- --------------------- v. Röder.

politischer M h e i l.

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Wie ftKizösische Mätier melden, hat der Marschall Bazaine, der sich

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» Orient-Frage wahrscheinliä fr ffcbs Mächte bevorstehend.

Berlin, 9. Juni. DieKreuz-Ztg." bringt übereinstimmend mit dem Dresdener Journal" folgendes Wiener Telegramm: Keine Wiederholung der Wzler-Conferenzen. Verständigung der Großmächte einschließlich Englands in 5 Orient-Frage wahrscheinlich. Bedingungslose Anerkennung Murad's Seitens

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W- Der Präsident conftatirte ausdrücklich, daß dieser Beschluß einstimmia gefaßt sei. ö

München, 9. Juni. Die Abgeordnetenkammer hat den Etat des /M^^lichen Hauses und Hofes gemäß den Ausschuß-Anträgen genehmigt; danach <Tltb Ctvilliste auf 4,231,044 Mk. festgesetzt, also um 201,474 Mk. er-

Amerika.

Washington, 8. Juni. Halbamtlicher Mittheilung zufolge werden voraussichtlich die Einnahmen des mit Ende Juni schließenden Finanz-Jahres um 11 Millionen, die Ausgaben nm 5 Millionen Dollars hinter den im Budget veranschlagten Ziffern zurückbleiben.

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Berlin, 8. Juni. Einem Telegramm derNat.-Ztg." au« Wien zu- !»lge hat wegen der politischen Lage Graf »ndrassy auf den Sommeraufeuthalt «i Triebes verzichtet. Der Minister werde den ihm vom Kaiser zur Verfügung Mellten Pavillon im Schönbrunner Schlosse beziehen. Wie der Correspondent '»« durchaus authentischer Quelle versichern könne, sei Oesterreich fest ent- Aoffen, am Drei-Kaiser-Bunde festzuhalten; alle anderslautenden Ikachrichten nutzen auf leeren Conjecturen. Die diplomatische Action der drei Mächte We nur einen Aufschub erlitten, sei in keiner Weise aber aufgegeben.

. , Berlin, 9. Juni. In dem Prozeß gegen die Gründer der Bank für tprit- und Produkten-Handel (vorm. Wrede) beantragte der Staatsanwalt szen jeden der vier Angeklagten Gefängniß- Strafe von sechs Monaten und wOO Mark ßMhfinüp <*hpnhi#*n nrich STVnnflt. fSUfAMAvUk cn

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71 Juni. DiePolit. Corresp." meldet, daß in Theffalien, (SptritS und Makedonien große Aufregung herrscht, weil die griechische Reaie- rung dw Emberufung sämmtlicher Nationalgarden zu Ucbungen beabsichtigt.

Wien, 8. Juni. Nach einem Schreiben derPolit. Eorresp." aus Belgrad vom 6. Juni zeigen sich Symptome von einem Umschwung der serbi­schen Politik zu Gunsten der Erhaltung des Friedens.

Arankreich.

Paris, 7. Juni. Heute fand das Leichenbegängniß de« in Ealonichi ermordeten französischen Consill» Monlin statt. Unter den officiellen Personen die sich beiheiligten, wurden nur der Minister des Auswärtigen und der Senats- Präsident bemerk,; Mac Mahou ließ sich durch einen Ordommnz-Officier ver­treten. Der Khedive hat dem Vernehmen nach sich hier Rath« erholt, ob er in Person nach Stambul gehen oder sich vertreten lasten solle. Der Mo­niteur" meldet, daß der Präfekt des Departements Cotes du Nord, Juveucel seines Amtes enthoben wurde und daß die übrigen Beamten, die ihre Stellen behalten hätten, aber fortwährend der Republik Opposition machten, gleichfalls entfernt werden sollen. 1

Paris, 8. Juni. Die ßractionen der Rechten des Senats haben die Candwatur Bnffet's angenommen. Georges Sand ist heute Vormittag ge­storben. Charles Blanc und Boisfier sind zu Akademikern gewählt worden. - Das in London verbreitete Gerücht, Serbien habe der Türkei den Krieg erklärt, wirb hier für imbegründet erachtet. ö

, Versailles, 8. Juni. Die Deputirten-Kammer hat den Antrag Na- quct s, das nach Dufaure benannte Gesetz, betr. die Jury, aufzuh.ben, abge- lehitt und ferner, auf Ronwer's eigenes Andringen, die Ermächtigung zur Einleitung der gerichtlichen Verfolgung gegen Letzteren ertheilt.

Atakien.

. 9' Juni. Auf eine Anfrage des Dkputirten Bcrtani erwidernd,

gab der Minister Zanardelli m der Depiitirten-Kammer Aufschlüsse über die w rthschafilichen Verhäliinsie der Gotthardbahn - Gesellschaft und theilte hierbei bcthetltgten Regieriingen keinerlei Vorschläge machten, doch werde das italienische Cabmet, bevor cs auf neue Verpflichtungen eiugehe, alle mög- lichen Garantieen für die gesammtcn hierbei zu wahrenden Interessen und für ben Ausbau des festgeftellten Netzes verlangen.

England.

London, 8. Juni. Die englisch-französische Commission zur Regelung der aus dem Caualtunuel-Project erwachsenden internationalen Rechtsfragen hat dem Vernehmen nach eine Convention unterzeichnet. DaS Canal-Geschwader, 6 Schiffe mit 89 Geschütze«, bleibt einstweilen abwartend dienstbereit in Gibral­tar. Gestern gingen dorthin 7000 Centner Munition.

Wei.

Konstantinopel, 9. Juni. Ein Erlaß des Scheck-ül-Islam unter­sagt den Softas das Tragen von Waffen und Zusammenrottungen auf offener Straße. Der Khedive wird demnächst hier erwartet, um dem Sultan ru huldigen. 6

HifuTtil M Von bcr französischen Kriegskosten-Entschädigung zur Veifügung ge= srmizostlcye Blätter melden, inr bekanntlich gegenwärtig in Spanien aufhält, in diesen Tagen ein Buch ver'

offentlicht, welches diemerkwürdigsten Enthüllungen" über den Krieg von 1870 mb dle Uebergabe von Metz enthält. Vielleicht haben auch wir Gelegenheit, diese merkwürdigen Enthüllungen späterhin kennen zu lernen.

unl, , J, ~ d^inz Haffan von Aegypten, bisher Premier-Lieutenant ü la suite prtTjie bet W 1W ersten Garde-Dragoner-Regiments, ist, wie dieElberf. Ztg." erfährt, der «stritt aus der Armee unter Verleihung des Majors. Charakters und einer bohen Ordensauszeichnung vom Kaiser bewilligt worden. Prinz haffan, ein vohn des Khedive, soll berufen sein, das ägyptische Kriegs-Ministerium zu

lr^hnUm*W Berlin, 8 Juni. Der Kaiser hat den sog. Nothstands-Gcsetzcntwurs b SbV;i Ü*lTc Vorlage an das Abgeordnetenhaus genehmigt. Durch denselben wird zur Beseitigung der durch Hochwaffer im letzten Frühjahre herbeigeführten Noch- ßande, sowie zur Abwendung eines weiteren Bergsturzes bei Caub am Rhein die Bewilligung einer Summe von 6 Mill. Mk. beantragt. Dicjer Betrag soll der Staatsregierung aus den der preußischen Staatskaffe noch zufliehenden

Darmstadt, 8. Ium. Die Stadtverordneten beschlossen heute, eine Buttern, W-j Deputation an den Großherzog zu senden, um gegen die von den Finanz.- ^runnen-Rosten, jip ^usschüffen beider Kammern eventuell beantragte Aufhebung oder Verlegung des Polytechnckums nach Gießen zu wirken.

Mainz, 8. Juni. Die bestehenden geistlichen Orden und Congregationen dürfen ^bekanntlich in Folge der neuen Gesetze seit 1. October v. I. keine ' 7 aufnehmen, weder Novizen noch ans anderen Klöstern hinzu- Schwestern oder Brüder. In einem und dem anderen Kloster hat nunmehr glaubwürdigen Versicherungen zufolge das Dienst-Personal Zuwachs erhalten. Erhebliche Aenderungeii in der Lage der Betroffenen ist, wenigstens vorerst, nur tu einem einzigen Falle eingetreten. Durch die fast gleichzeitig eingetretene Wirksamkeit des neuen Schul - Gesetzes ist die Entfernung der Schul-Schwestern aus den Volksschulen geboten gewesen. Da nun, dem Ver­nehmen nach, der hiesigen 90ebcrlaffung die Errichtung einer Privat - Schule nic^t gestattet worden, so ist die Uebersiedelung der Nonnen nach Nord-Amerika im Plane und eine Anzahl derselben hat bereits die Reise dorthin angetreken. Das Mutterhaus in Finthen scheint sich dagegen auch unter den neuen Ver­hältnissen zu halten.

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2 'kP° ^atF Geldbuße, eventuell noch sieben Monate Gefängniß, unter Be- . ' ' H» Hung der bürgerlichen Ehrenrechte. Das Urtheil des Gerichts wird frühestens a , lB1 nächsten Montag, wahrscheinlich aber noch später gefällt werden.

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