Ausgabe 
10.12.1876 Zweites Blatt
 
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esonderer Weise efnmirften, so daß die Lage desselben als unverändert bezeichnet werden kann. Das von Den Ständen berathene, die bisherige Verordnung ersetzende imb für die Dauer der laufenden Finanzpertode zu erlassende Wein-Besteuerungsgesetz, dessen Inkrafttreten mit Beginn des Jahres 1877 erwartet werden muß, gibt den da­von berührten hiesigen Gewerbtrnbenden Anlaß, ihre in den vorjährigen Berichten zum Ausdruck gebrachten, auf die gänzliche Beseitigung dieser Steuer gerichteten Wünsche eindringlichst zu wiederholen. Dresetben Beweggründe, weiche in dem Kampfe gegen das frühere Weinsteuergeietz fast widerspruchslos Geltung erhielten, lassen sich auch gegen das in Rede stehende neue Weinsteuergesetz anführen und wenn die Stände­kammern wie leider aus dem bisherigen Verlaufe der Berathungen zu folgern ist wohl aus rein finanziellen Erwägungen dieses Gesetz annehmen, so wird von Seiten der Betheiligten diese Tyatsache nur lebuafl beklagt werden müssen.

Das neue Gesetz läßt die Lücken des alten vollständig bestehen. Es kann gemäß desselben jeder auch nach so unbedeutende Weinzücyter neben seiner Crescenz ein beliebiges Quantum b;5 zum kleinsten zulässigen Gebinde mit allen Freiheiten, welche nur dem Producenten znstehen, verkaufen; während Die bedeutungslose einzige Verkehrsbeschränkung, wonach Diesem der Verkauf eines Weinquantums unter 40 Liier in einem Transporte nicht gestattet wird, nicht zu controliren.

Dem der Einschätzung unterstellten Weinhändler, welcher ohnehin schon seines Gewerbes wegen in hohem Matze zu den directen Staatssteuern und zu den Communal- abgaben herangezogen ist, wird durch dieses Verhältniß eine unberechtigte, ihn in hohem Maße schädigende Concurrenz geradezu geschaffen.

Zu einer weiteren Beschwerde gibt die Bestimmung des neuen Gesetzes Anlaß, welche alle Verkäufe unter 4# Liter dem Kletnverkauf unterordnet, von welchem eine Abgabe von sieben Mark per Hectoltter erhoben wird. Abgesehen davon, daß diese Bestimmung, gegenüber dem übrigen freien Gewerbebetriebe, als ein unzeitgemäßes Hemmntß anzusehen ist, bildet sie wiederum eine einseitige Belastung, indem für jeden Nicht-Eingeschätzten der Bezug jeder beliebigen Weinmenge von außerhalb unseres Landes (Octrot selbstredend ausgenommen) mit keiner Abgabe belastet ist, und indem sie ferner auch den n chihessischen Weinhändler gegen b<n Einheimischen begünstigt.

Das Fortbestehen der erhöhten Eisenbahn-Flachtsätze, insbesondere für leere Fässer und sonstige Emballagen, gibt den Betheiligten auch dieses Jahr wieder zu nachdrücklicher Beschwerde Veranlassung.

Bierbrauereien. Die Stockungen in fast allen Zweigen des Handels und der Industrie während des Jahres 1875 konnten auf das Bierbraueretgewerbe nicht ohne

Rückwirkung bleiben, und blieb demgemäß die Consumtion erheblich gegen diejenige der Vorjahre zurück. Was die Produktionskosten anlangt, so waren die Preise der Gerste und des Malzes in 1875 etwas höher als in dem Vorjahre, eine Ausgleichung dieser Mehrbelastung der Bierfabrikation fand jedoch durch die verhältnißmäßtg nie­drigen Preise des Hopfens statt. Die Preise des Bieres sind um etwa 4% gegen das Vorjahr gewichen.

Die hiesige Actienbiesbraueret verbraute im Betrtebsjahre 1874/1875 9,685 Centner Malz gegen 11,804 Centner in 1873/74. Der Verkauf derselben belief sich auf 17,625 Hectoliter gegen 21,274 Hecioliter in 1873/74.

An Braumalzsleuer bezahlte die Gesellschaft in 1874/75 19,371 Mark 60 Pfennige gegen 23,608 im Vorjahre, an Octrot auf Malz 2,422 Mk. 69 Pfennige gegen 3,906 Mk. 91 Pfennige in 1873/74; und an Octtoi auf Steinkohlen 743 Mark 43 Pfennige gegen 771 Mark 42 Pfennige im Vorjabie.

Hohe Eisenbahnfrachten auf Rohmaterialien, Fabrikate und leeres Gesäß lallen schwer auf der Bterindustrie und hemmen die Entwicklung des Absatzes in die demPro- ducttonsorte entfernter liegenden Otte. Auch über o e Aufrechthaltung des Zolles auf Hopfen wird Beschwerde geführt, oa die Einfuhr dieses Artikels gegenüber der groß­artigen Ausfuhr aus dem deutschen Reiche sehr geringfügig ist. Auch die Klage« über das städtische Octroi, besonders auf Steinkohlen für industrielle Etablissements, werden wiederholt.

Liqueur- und Effigfabrikation. Hier sind gegen das Vorjahr keine wesent­lichen V.iändeiungen zu verzeichnen.

(Fortsetzung folgt.)

Weihnächte n.

Das hübscheste, für die langen Winter-Abende unterhaltendste Geschenk ist doch die Laterna-magica (Zauberlaterne), welche in neuester runder Form praktisch construirt nebst 12 feinen Glasbildern M. 6. incl. Kiste kostet.

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Nebelbildcr Apparate mit 2 Laternen und DerschwindungS-Apparat, er­zeugen brillante Bilder nebst Zugehör und Kiste Mark 24 versendet ge^en Ein­sendung des Betrags oder Nachnahme

Hermann Bernhard, Leipzig.

Allgemeiner Anzeiger.

Kesondere Kekanrrtmachungen

Bekanntmachung.

Von Dienstag den 19. d. Mts. an und die folgenden Tage werden von Nachmittags 1 Uhr an

Christbäumchen

im städtischen Holzmagazin ansgegeben.

Gießen, den 5. December 1876.

Großh. Bürgermeisterei Gießen. 6331) A. Bra m m.

Bekanntmachung.

Zur Bezahlung der Zinsen, welche von den bei der hiesigen Spar- und Leihkasse angelegten Kapitalien am Ende dieses Jahres fällig werden, sind nachstehende Termine festgesetzt, und zwar:

1) Dienstag den 12. December 1876,

2) Mittwoch 13.

3) Donnerstag 14.

4) Samstag 16.

5) Dieifftag 19.

6) Mittwoch ,, 20.

7) Donnerstag 21.

8) Samstag ,, 23.

9) Mittwoch 27.

10) Donnerstag,, 28. ,,

11) Samstag 30.

sowie

12) Dienstag den 2. Januar 1877,

13) Mittwoch 3.

14) Donnerstag 4.

15) Samstag 6.

16) Dienstag 9.

17) Mittwoch 10.

18) Donnerstag 11.

19) Samstag 13.

Die Interessenten werden daher aufge fordert die Zahlungen an diesen Tagen in Empfang zu nehmen und hierzu durch Vor­zeigung der Schuldscheine sich zu legitimiren.

Zugleich wird bemerkt, daß die auf den Donnerstag fallenden Zahltage für die Jn- teressenten der Stadt Gießen, dagegen die

übrigen Zahltage für die Auswärtigen be­stimmt sind.

Die Herren Bürgermeister werden ersucht, dieses in ihren (Sememe en aus ortsübliche Weise bekannt machen zu lassen.

Gießen, am 28. November 1876. (5160

Der Rechner der Spar- und Leihkasse:

Kehr.

Main-Weser-Bahn

Die Lieferung von:

34,250 Stück eichenen Bahnschwellen,

5325 laufende Mtr. eichene Weichenhölzer, soll in 30 Loosen in öffentlicher Submission öergeben werden.

Die bezüglichen Offerten sind versiegelt und franhrt mit der Aufschrift:

Offerte auf Lieferung von Bahn» fchwellen"

versehen, spätestens b s Dienstag den 19. December d. I., Morgens 10 Uhr, bei uns einzureichen und werden zu der vorbestimmten St«nde in Gegenwart der etwa persönlich erschienenen Submittenten eröffnet. Die Lieferungsbedingungen liegen bei unserer Central-Materialien-Verwaltung auf,können aber auch von derselben gegen portofreie Einsendung von 0,75 M. bezogen werden.

Cassel, am 30. November 1876.

Königl. Direktion

der Main - Wefer - Bahn (6301

Marktverlcgung.

Der in dem diesjährigen Landkalender irrthümlich auf ben 12. December einge­tragene Hungener Weihnachts-Markt wird nicht an diesem Tage, sondern

Montag den 18. December d. I. abgehalten.

Hungen, den 5. December 1876. (6351

Großherzogliche Bürgermeisterei Hungen.

Bender.

Versteigerung.

3 neue Hobelbänke, 2 Drehbänke mit Hohlspindel und Suvport, 2 große Schraub­stöcke, 4 Dutz. Schraubzwingen, mehrere diverse Werkzeuge, Häckselmaschinen, Feg­mühlen, Dickwurzmühlen, Butterleiern u. s. w. sollen

Samstag den 16. d. M., Mittags 1 Uhr, in meiner Werkstatt öffentlich versteigert werden.' Die Sachen können jeden Tag vorher angesehen werden. 6336)

Gambach. A. Löffler.

Keilgeöolencs.

Für Arbeiter. 1

Sehr starke, hohe Rindiederstiesel, ebenso Rindlederschuhe, billigst bei Wilh. Herbert, Schloßgaffe.

Versteigerungen.

Lahn Hütte.

Montag u. Dienstag ben 11. u. 12. d. M., Nachmittags 1 Uhr,

sollen die zur Concursmasse derLahnhütte" gehörigen Gerätbschaften und Untensilien, Arbeiter-, Schreiner- und Schmiedewerk­zeuge, Schmiede-, Schrot- und Brucheism, Gruben- und Bahnschienen, eiserne Kipp- wagen, schmiedeeiserne Bettstellen, Stein- kohlen-Oefen mit Röhren, eine Decimal- waage, Steinkohlen, Holz, Talg, Maschinenöl, Fässer, Seile, Flaschenzüge, Schreibpulte, Tische, Stühle, Lampen, Bettwerk, Uhren, feuerfeste Steine und Mörtel, eine Hand­spritze, eine offene Chaise u. s. w. auf dem Werk selbst gegen Baar öffentlich meist- biehnb versteigert werden.

Wegen vorheriger Besichtigung der Gegen­stände beliebe man sich auf dem Bureau der ^Lahnhütte" zu melden.

Gießen, den 5. December 1876. (6337

S. Pascoe, Curator.

Ohne Geld (6254

ist eine Anweisung franco gegen franco zu beziehen wie man Mittesser, Finnen rc. auf natürlichem Wege beseitigt. [H. 81113]

Cosmetische Fabrik Planegg (Bayern.)

Gorsetteii, extra Weiten und Desfins, werden nach Angabe geliefert. (5931 A. Fangmann.

Holzversteigerung.

6349) In den Waldungen der Stadl Lich, District Schweinstallsheege, kommen Mittwoch den 13., Donnerstag den 14. und Ireitag den 15. December l. I. zur Versteigerung:

I. Bau- und Werkholz.

Mittwoch den 13. und Donnerstag den 14. December: 100 Elchenstämme von 15-31 Ctm. Durchm. und 215 Meter Länge,

700

Fichtenstämme

ff

1538

ii

ii

If

8-18

ti

H

5

Buchenstämme

26-34

ii

ii

n

4-8

H

if

8

Birkenstämme

ii

20-27

tf

u

610

H

ti

1

Aspenstamm

ii

27

ii

u

i

7

ii

tf

140

Eichenstangen

ii

1015

n

II

n

310

if

ft

2 Buchenstangen zu Langwieden,

330 Fichtenstangen von 714 Ctm. Durchm. und 516 Meter Länge,

7 Birkenstangen zu Wagnerstangen.

Unter den Eichenstämmen und Stangen befindet sich schönes Wagnerholz;

unter

den Fichtenstämmen sehr schöne Stämme zu Schnittholz.

II. Brennholz.

Freitag den 15. December:

24 Raummeter Buchen- und 8 Raummeter Aspen-Scheidholz,

68 Buchen-, Eichen-, Nadel- und Weichholz-Prügel,

308 Buchen-, Eichen- und Nadel-Stockholz,

5800 Buchen-, Nadel- und Weichholz-Wellen.

Der Anfang und die Zusammenkllnft ist in der Schweinstallsheege zunächst dem hohen Eichwald an dem Vicinalweg von Lich nach Hattenrod ltnks, Mor­

gens 9 Uhr.

Bei genügender Bürgschaft wird Zahlungsfrist bis Martini 1877 gestattet.

Lick, den^.3. December 1876.

Großherzogliche Bürgermeisterei Lich.

I b r i n g

ITrium luiimTimufrtjni Jlinis

(Wälschkorn) c6205

empfiehlt________________________J. Mt Schulhof»

6262) Mein wohlassortirtes

Kordel-Lager bringe in empfehlende Erinnerung. ____n. Eichexiberg. In anerkannt besten Qualitäten empfehle ich alle Ingredienzien zur feinen Bäckerei. 624i)________________Emil Flschbach>

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GescSiw. lleerz,

goto) Neuenweg.