Ausgabe 
10.9.1876
 
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den

Dn Seel, Pfarrer.

Die Expedition des Gießener Anzeigers.

m«n, alt 71 Vr I-

M. Pilger.

Aufschrift:

320

30

n

Vormittag 11 Uhr,

89 256

3) Weih mderarbeit, 4) Pflasterarbeit,

4688) Die Montag den 11. September anberaumte Versteige­rung in der RestaurationLahn­stein" wird nicht abgehalten.

Gießen, den 9. Sept. 1876.

Gießen, September 1876.

4685)_____________________

Versteigerungen.

Arbeitsversteigerung

zu Heuchelheim.

Mittwoch den 13. September,

Submission auf Verlängerung eines Entwäsierungs-Canals auf Station Gießen"

Feinster

Dorsch-Leber th ran

fast geruch- und geschmacklos, in filaschen mit gestempeltem Metallverschlutz ä 60 Pfg. und ä 1 Mark echt zu haben bei (2612

C F. Semmler.

^Tnmfelben. Dem Bürger und Küfer, Emil Schmoll, ein Sohn, Emil Wilhelm Anton Heinrich Martin, geb. den 14. Juli. s«.

Denselben. Dem Heizer, Karl Wilhelm Groß, ein Sohn, Friedrich, geb. den

Aepfelversteigerung.

Auf dem Hofgut Winnerod bei Gießen, Bahnstation Reiskirchen, soll am

Samstag den 16. September,

3 91.: Körner, Bezirksbauaurseher.

9. October hier r

olfd: resp. ForMM ccurien. ^te|elbe

Ml derselben uih| ßrrocrb dnchM r-altnissen entlprtjj in den ©ementciifel ran der 8op Etitel ndem Lehrplan Ä | , InlerpuM Ml

)hie von DeviW Wll wptbegebknhMMic!

19 n(ut Gewicht) M cl froctut ?Rtd)nm iihöirtfofdjaft.

praktischer Darstellli ärperderechnuntz. d Soianit 6 St Jj l ander er Herückstchl^'i ben und Stnitnyij jpnt durch ZurüMei ,c. - Wführung lut >cn Vorgängen); U

ictionSlebre:

ibauii drunbfyjt fin- Maschinen,

[befunDe- - IW1 ijh| und den Äattfl, > bre, Äufzuchl der tiffleien.

Auszug aus den Kirchenbüchern der Stadt Gießen.

Evangelische Gemeinde.

Getraute. . . ,

Den 3. Sept. Joseph Heid, Schneider dahier, des verst. Landwirths m Urzel, Amtsgerichts Salmünster, Johann Adam Heid, ehel. Sohn, und Margarethe Dieffen- bad) °Denstlben. Georg Deibel, Maurer dahier, -in Wittwer, und Helene Appel, deS verst. Taglöhners in Londorf, Johann Heinrich Appel, ehel. h mabn

Den 6 Sept. Johannes Klink, Statwnswarter an der K°ln-Mindener Bahn dahier, des Landwirths in Klein-Bieberau, Heinrich Klink II., ehel. Sohn, und Katha. rtne Valentin des Weichenstellers, Johann Wendel Valentin dahier, ehel. Achter.

Denselben. Franz Joseph Adolf Gros, Apotheker in Kürnbach, des dastgen Apothekers, Adolf Gros, ehel. Sohn, und Auguste Bender, des Bürgers in Newyork und Rentner dahier, Moritz Bender, ehel. Tochter. . . . KtuÄe,

Den 7. Sept. Johannes Böck, Agent dahier, des verst. Landwirths in Stuw- pertenrod, Heinrich Böck II, ehel. Sohn, u. Adelheid Kunigunde Angelika Meyenschein, des verst. Kaufmanns in London, Johannes Meyenschein, ehel. Tochter.

(getaufte.

Den 3. Sept Dem Landrichter, Wilhelm Hofmann, eine Tochter, Lina, geb.

Das Brandunglück der Stadt Brückenau.

der Nacht vom 13- auf ben 14. v. M., gegen i/>2 Uhr Morgens, wurden die Einwohner von Brückenau durch Feuerruf aus ihrem Schlafe erroecft Feuer m dem Schwan! (ein Gasthaus, in welchem in derselben Nacht eine Tanzmusik gewesen und noch die Tanzlustigen fröhlich versammelt waren). Kaum-waren die Löschmannschaften dahin geeilt, so verbreitete sich auch schon der Feuerruf von anderer Sette her und m kurier Reit standen schon sichs bis acht Häuser in Flammen. Die aus der Umgegend: Kothen, Motten, Zundersbach herbeigeeilte gut organisirte Feuerwehr konnte trotz der übergroßen Anstrengungen und Umsicht des Feuers nicht Herr werden und w war schon aeaen 10 Uhr des Morgens Brückenau mit wenigen Ausnahmen em Aschenhausen.

Die schöne Kirche, noch von Fürstbischöfen von Fulda erbaut, und das Rath­haus mit ben Wappen der ältesten Aebte und Fürsten von Fulda sind nicht mehr, ebenso das schöne Bezirksgericht und hatte die Feuerwehr kaum so Diel Zett, daraus die Acten zu retten. ..

Das Pfarrhaus erlitt ein Gleiches, und blieb dem sehr beliebten Herrn Stadt- pfarrer nichts, als was er auf dem Leibe trug. Alles, Alles ist ein Raub der Flammen.

Die wenigen Häuser, welche noch erhalten sind, und diese hdben auch zum größ­ten Tbetl Noth gelitten, sind das Haus des Kausmanns Cahn er, die Apotheke des Herrn Sippe! und die daranstoßende Häuserreihe nach Fulda zu, während die Nach­barhäuser und olles Daranstoßende in Schutthaufen verwandelt sind.

Die Noth ift groß, obdachlos liegen die Mütrer mit chren Kindern auf der freien Wiese, kaum noch das gerettet, was sie zum Bekleiden nöthig. Betten sind nicht mehr, Weißzeug ist dagewesen, Nahrung nirgends vorhanden.

Hier muß rasch geholfen werden!

Deshalb rasch Comitä's gebildet, Kleider, Weißzeua und hauptsächlich

Nahrungsmittel und Geld

gesammelt und dieses an den so sehr nmsichtiaen

Herren Anton Würth, früheren Bürgermeister in Bruckenau,

Markt-Verlegung.

Der in dem diesjährigen Landkalender irrlhnmlich auf Dienstag den 19 September einqetraaene Hungener Markt wird nicht an diesem Tage, sondern

Montag den 18. September ÄS den 8. September 1876. (4666 Großherzogliche Bürgermeisterei Hungen.

Bender.

als: . -

1) Zimmerarbeit, veranschl. zu 198 87 2) Scklosscrarbeit,

Main-Mser-Vichn.

4693) Es sollen die sämmtlichen Bau-Arbeiten zur Verlängerung eines Aitwäffermigs-Canals auf Station Gießen im Wege öffentlicher Submission »ergeben werden. Die Offerten sind portofrei und versiegelt mit ter

lis zum Submissions-Termin . , .

Montag den 18 September d. I., Vormittags 11 Uhr, sei der unterzeichneten Betriebs-Jnspection zu Frankfurt a. M. einznreichen, woselbst die Bedingungen, sowie die Zeichnung und Kosten-Anschlag eingesehen tob die Submissions-Formulare in Empfang genommen werden können.

Frankfurt a. M, den 5. September 1876.

Königliche Betriebs Jnspection

gez. Frankenfeld.______________

EsÄ*' >*» ®S*= neue W& I»

Auszug aus den Standcsamtsregistern der Stadt Gießen.

Vom 2. bis 9. Sept. 1876.

Eheschließungen.

Am 6. Sept. Apotheker Franz Joseph Albert Gros ans, Kürnbach mst Auguste Lender dahier. Gärtner Johann Georg K,aft mit Marte Schneid aus Laubach - HMonswarter Johannes Klink mit Kat Harme Valentin. - Agent Johannes Böck mit Adelheid Kunigunde Angelika Meyenschein.

ibias welches die Feuerwehr bei ihrem Erscheinen oorsand, maikerschütternde Hülsc- *. ,u ben Außenstehenden drangen. Trotz der aus allen Fugen schlagenden Flammen »«toten sich die Feuerwehrleute und die Hausbewohner unerschrocken einen Weg zum ta»be des Brandes, und trotz der glühenden Hitze und der gasgeschwangerten inosvbäre gelang es doch, noch drei Menschenleben dem verheerenden Element- zu

eißen. Der mit dem Ballon hantlrende Arbeiter wurde zwar noch lebend, aber , Kit Hefen Brandwunden bedeckt in Sicherheit gebracht; ebenso gelang eS, drei Fabrik - Mtnben noch lebend aus dem Feuer zu tragen, doch haben auch diese bedenkliche «rantiuninben davon getragen. Zweien Anderen dagegen konnte die rettende Hand Ml mehr geboten werden, sie kamen trotz ihres verzweifelten Hulferufes elend um, M es wurden nur noch ihre verkohlten Leichname aufgesunden. Wie imtgetheilt wird, disimd sich unter den Opiern auch eine Arbeiterin, welche nur für jenen L.ag für eine Srcunbin StcllvertretungS Dienst that. v

Weich' kollsssaler Aberglaube unter den niederen Schickten des baierischen

jielkes herrscht, beweist folgendes Beispiel: Am 30. August b-I wurde der Dienstmann daher von München vom Stadtgericht wegen Ruhestörung zu 9 Mark Geldbuße ver- iNl>M. Derselbe halte nämlich an drei aufeinander folgenden Sonntagen m höchst ijimender Weise Eingang in die Marienanstalt und deren Präses zu sprechen verlangt, mn man höre und staune, von diesem die Seele seines verstorbenen Kindes zuruck zu «langen, welche er unter einem Glassturz in einem Papier ewgewickelt zu Füßen liines Kruzisires eingesperrt halten solle. Entdeckt wurde dem Kratzer, der übrige tei vollem Verstände ist, dieses Geheimniß durch mehrere Fabrikarbeiter, welche Fret- mmer seien und als solche mit ber Geisterwelt in enger Verbindung ftefem

Die Schlauheit der Bayreuther Polizei gibt einem Korrespondenten ber Mimer Presse" Anlaß zu der nachstehenden Mittheilung:Der Diebstahl, der an dem richt er Mosenthal begangen worden, wird wegen der Umstände, bie ihn begleiteten, IN »,! österreichischen Colonte mit Heiterkeit besprochen. Es ist bekannt, dabH-rrMon- -tal irh bei feinem Austritt aus dem Coups um einen Betrag von 400 Gulden und Lm ÄtronaiL^ gekommen war. Natürlich lief der Bestohlene sofort zur «oli,ei erd fiter entwickelte sick folgende Scene, die er vielleicht etwas dramatischer erzählt, als ti?derThatv°rgefallen. Mosenthal: Ick mache die Anzeige, daß ick hier bestohlen »erden bin Polizist: So? O, da sind noch Mehrere bestohlen worden! Mosenthal, s-^ mird es nicht nothwendig, ein Protokoll auszunebmen? PaliM: Ei, gewiß- & fben umftebenben Polizisten): Wer hat ein Stück Papier da ? . Woll'n wir also

Brotokoll aufnehmen. Rosenthal (fchrelbt das Protokoll): Ware es nicht gut, »en« Sie nach meinem Patronaisschein fahnden würden? Ich habe Nummer so und le viel Wer nun diese Nummer bringt, soll sich ausweisen. Polizist: Das wäre e ne st-ee" Wird besorgt. Mosenthal läßt sich einen neuen Patronatsschein auf dieselbe summier die e> früher besaß, ausstWen, und ist also Abends richtig m der Gefahr, Jon dem Polizisten verhaft t zu werden, der beordert ift, auf den Überbringer der mitten Nummer zu vigil'reii. Aber nicht genug daran. Drei Tage nach dem Dieb- ßalil begibt sich Mofenthal zu dem Polizeirath, um ihn zu fragen, ob in semer Angee Üamlheit noch nichts ernvttelt fei. Der Polizewath empfangt ihn mit großer Liebens nfirhtofeit weiß aber von der Sache noch gar nichts. Mosenthal ist darüber im Lfte8n Grade erstaunt. Der Polizeirath ruft dendiensthabenden" Polizisten.Warum Vinn kein Protokoll gemacht worden? Der Herr hat einen Diebstahl «"gezeigt- i ioli P- Angezeigt ist er, ist wahr. Rath: Nun, wo ist das Protokoll? Polizist !men Bogen überreiche'.d): Das ist's ja. Rath (streng): Warum ist mir nicht schon E davon gesagt worden? Polizist: I-., sehen Sie, Herr Rath, wir hab'n wollen Ille die Diebstähle zusamm' komme' lassen. Einer llmckmatzigen Oekonomie könnt Uton nicht gram fein. Da Herr Mofenthal ohnedies nicht daraus rechnet, das gestohletn -üd je zurückzubekommen, so war er wenigstens froh, daß tu ,o heiterer Weise danach '^Soüt'h°ampi°n, 5 Sept. DaS Postdampfschiff des Nordd. Lloyd Oder Lavl. C- Leist, welches am 26 August von Newyork abgegangen war. ist heute 8 Uhr Üb.ads wohlbehalten hier angekommen, und bat nach Landung der für Southampton i tstimmttn Passagiere, -t ost und Ladung 11 Uhr Abends die Reise nach Bremen fort- j zesetz t. Die Oder überbringt 265 Passagiere und volle Ladung.

©cborcttc*

Am 1 Sept. Hermann, © des Taglöhners Heinrich Heller. - 28 Ang. Adele AgustkHermcke Karölire Christine Helene T- des K°ufman^ An on Fangmann - <n-nrje Katbarine, T des Maurermeiflertz Johann Wilhelm Stembach. 2. Sept. ä r c (cx Odenweller aus Offendach a. M. 5- Mma, T- ^es Ilsens

GbfliÄrto e d ».tthfeb Schi!«. -

Äarfl Emil Heinrich, S- des Kausmanns Ludwig Lang.

Gestorbene.

Am 4 Sevt. Louis, S- des fiabrikardeitcrs Ernst Franz, 8 M. alt. 5. Der

Ms. Gymnasiallehrer Prosesior Dr Karl Glaser, 65 10 M- alt. tnbtaeb. UHVil

1. des Eiscnbahnschlossers H-inrich Schröder. 6. Georg Chrtstian Spruck, Kauf eingesendet werden

roormllillg ii uyi, Eopalla^, Wisenlack,

bie diesjährige Aepfelerndte von beiläufig DecorationSlack, Petersb- Möbellack, 250 Mltr. am Baum im Ganzen versteigert Schleiflack, Leinölfirniß, roerben. Wagenlack, Seccatif und

Die Bedingungen werden vor der Der- Damalack, Terrebine^

steiaerung bekannt gemacht. (4648 empfiehlt in vorzüglichen Qualitäten (164»

immerische Gutsverwaltung. L. Müller

P h. R i e d. auf der MäuSburg.

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- - 6 Indem wir ben obigen, vomSeffitoeu öeobadller- gebraditen aufruf auch

. ' in unserem Blatte veröffentlichen, erklären wir uns zur Entgegennahme von Geld-

(5tnc tobtgeb. 5e|tr äq en gern bereit, andere Gaben wollen jedoch an vorgenannten Herrn btrect

4641) Montag den 11 L Mts., Vormittags 10 Uhr,

Men auf dem Nathhausc versteigeit w-erden:

H) Schreinerarbett, veranschlagt zu 844 M»,

2) Weißbinderarbeit, veranschlagt zu 859 M- 67 Pf.

Gießen, den 7- September 1876.

*droßherzogliche Bürgermeisterei Gießen.

A. Bramm.

Mittags um 3 Uhr, ollen auf dem Rathbaus zu Heuchelheim nachstehende Bauarbeiten durch öffentliche Versteigerung in Accord gegeben werden,

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5) Spalierarbeit, 81

Gießen, den 9. Sepie über 1876. (4676

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^"Denselben. Dem Kaufmann, Conrad Ohler, eine Tochter, Emilie Johanna Anna, ^^den^26.^uni Ludwig Schneider, ein Sohn, Hermann, geb. den 17. August. v . .

Den 7. Sept. Professor Dr. Karl Sebastian Glaser, alt 65 I. 9 M. 29 T-, geft. ben^^5. Sept^^ Christian Spruck, Bürger und Rentner, alt 71 I. 7 M.

An die Gemeindevertretung der evang. Gemeinde Gieren.

Sie werden hiermit ergebenst auf Dienstag den 12. September, Vor­mittags 11 Uhr, zu einer Versammlung in unsere Stadtkirche eingeladen. Tagesordnung: Der vom Kircheuvorstaude an die Gemeindevertretung zu erstattende Jahresbericht.

Prima Weinessig,

Feinsten Burgrmder^Essig, Champagner-Essig,

empfiehlt (3917

___________ Emil Fischbach.

Firnisse